Aenis

Fernstudium angesichts Alter/Situation sinnvoll?

23 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich bin momentan am überlegen, ob ich zum SS 2011 ein Fernstudium in Angriff nehmen soll. Wie der Threadtitel verrät, habe ich Bedenken, ob dies in meinem Alter (23) überhaupt noch sinnvoll erscheint. Ich habe bereits ein Präsenzstudium abgebrochen und bin nun etwas unsicher bzw. ernüchtert, was die weitere Planung angeht.

Aufgrund diverser Umstände würde sich ein Fernstudium in Vollzeit jedenfalls anbieten. Den Ablauf eines Präsenzstudiums kenne ich aufgrund meines abgebrochenen Studiums gut, und ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir dieser nicht sonderlich zusagt. Das einzig Positive wäre für mich der direkte Kontakt zu den Mitstudenten; bei einem Fernstudium hätte ich Bedenken, dass ich vereinsame.

Jetzt frage ich mich nur, ob das Fernstudium bei meinem Profil wirklich Sinn macht.

Ohne abgeschlossene Berufsausbildung und somit keiner Tätigkeit während der Studienzeit, könnte ich mir vorstellen, dass das Ganze ziemlich schlecht bewertet wird.

Konkret geht es um ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Hier stellt sich zudem die Frage, ob dies mit fortgeschrittenem Alter generell überhaupt noch Sinn macht. Kann dies ohne exzellenten Lebenslauf eine Perspektive eröffnen? Ich habe keine Lust, noch mehr Zeit zu verschwenden, um dann später arbeitslos zu sein.

Dazu kommt, dass die Anwendung der Mathematik ein paar Jahre zurück liegt, ich mich also wieder intensiv einarbeiten müsste. Die Wahl ist zwar interessengerecht gefällt, aber ich sehe es ganz pragmatisch: wenn es sich nicht lohnt, investiere ich nichts. Das kann und will ich mir nicht zumuten.

Über ein paar Anregungen bzw. Beurteilungen des Sachverhalts würde ich mich freuen.

Danke! :)

Gruß

Aenis

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Hallo Aenis,

grundsätzlich spricht nichts dagegen, mit 23 noch ein Fernstudium zu beginnen. Viele hier sind wesentlich älter. Auch ich bin 25 und studiere an der FernUni Hagen Politik.

Dieselben Fragen, die du dir stellst, habe ich mir auch wieder und wieder gestellt. Dass ich nicht zu alt bin, wurde mir dabei schnell klar; der durchschnittliche Uniabsolvent ist 28 Jahre alt. Da wäre ich also noch im Schnitt und du auch.

Ob man nun ein Fernstudium in Vollzeit machen sollte... Auch darüber habe ich lange nachgedacht. Ich hatte zunächst vor, an der Uni Gießen oder in Darmstadt zu studieren. Während ich auf der Fachoberschule mein Fachabi gemacht habe, habe ich aber bereits "probehalber" ein Modul an der FernUni belegt. Es hat mir so gut gefallen, dass ich dort geblieben bin (hinzu kam noch ein persönlicher Grund). Ich denke, wenn man eine gute Begründung hat, warum man ein Fernstirum statt eines Präsenzstudiums gemacht hat, wird es nicht negativ bewertet. Aber das hängt auch immer ganz vom Verantwortlichen bei dem jeweiligen Unternehmen ab.

Zur Vereinsamung: An der FernUni werden immer wieder Onlinediskussionen geführt, Lerngruppen gegründet, per Skype kommuniziert usw. Kontakte kann man wirklich genug knüpfen.

Da du bereits einmal an einer Präsenzuni warst und dir das nicht zugesagt hat, würde ich sagen: versuch's einfach.

Gruß,

Flo

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Deinen bisherigen Lebenslauf kenne ich zwar nicht, aber wenn dein Unternehmen Fernstudium an einer Sache NICHT scheitern sollte, dann ist es dein Alter. 23 Jahre halte ich für vergleichsweise jung, sofern ich den Altersdurchschnitt hier im Forum beurteilen kann.

Gruß,

Klapperstrauß

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Hallo,

ich kann mich den Vormeinungen nur anschließen. Zu deinen inhaltlichen Fragestellungen kann ich nichts sagen, da ich mich damit nicht auskenne. Aber zu alt??? Wohl kaum. Ich bin vierzig Jahre und habe gerade ein Studium der Bildungswissenschaften an der Fernuni Hagen begonnen.Und bei mir ist es ja nun mehr als realistisch wenn ich sage, dass es sehr fraglich ist, ob ich mit 45 Jahren noch einen adäquaten Job bekomme. Zunächst einmal absolviere ich dieses Studium aus dem Interesse und der Freude an der Sache an sich un alles andere warte ich mal ab. Am Alter sollte es bei dir wirklich nicht scheitern.

Viele Grüße

Angelika

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Also ich bin 26, und habe auch ein präsenzstudium (vor 4 Jahren) abgebrochen... seit Oktober diesen Jahres studiere ich wieder (Fernstudium), arbeite auch Vollzeit und trotzdem... es ist ein großer unterschied zum Studieren im Gegensatz zu einem Präsenzstudium. Es ist nie zu spät, zu studieren. Man muss es nur durchziehen und seine Hobbys etwas einschränken; zumindest, wenn man nebenbei arbeiten muss.


10/2010-10/2014: Europäische BWL an der Euro-FH Hamburg: B.A.

Seit 10/2014: Studium der europäischen BWL an der Euro-FH Hamburg zum Dipl.-Kfm. (FH)

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Vielen Dank für alle Antworten.

Dass das Alter allgemein gesehen noch einigermaßen akzeptabel ist, habe ich auch schon feststellen können. Meine Bedenken sind nur, dass ein Fernstudium in Vollzeit, ohne Arbeit nebenher, einen komischen Eindruck erwecken könnte. Desweiteren scheint es mir gerade im ingenieurwissenschaftlichen Bereich als sehr ungünstig, zum alten Eisen zu gehören, da die Konkurrenz dort enorm groß ist.

Wenn ich bereits eine Ausbildung absolviert hätte, würde ich die Sache wohl gelassener angehen.

Vielleicht sollte ich die Frage gezielter stellen, unter Berücksichtigung des Studienganges. Es geht um Elektrotechnik, Richtung Informationstechnik. Hier sollen die Berufsaussichten generell nicht sonderlich rosig sein.

Keine Ahnung, was ich mier hier durch die Fragerei erhoffe. Dachte mir, dass ein bisschen Input vielleicht dazu dienen könnte, mich zu ermutigen, die Sache nicht so kritisch zu sehen und einfach mal loszulegen.

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Woher hast du die Info das es gerade in diesen Bereich schlecht ausschaut, alle die nächstes Jahr ihr Studium genau in diesem Bereich abschließen und die ich kenne, haben keine Probleme, was natürlich in 4-5 Jahren ist weiß kein Mensch.

Was du dir bei einem Fernstudium in Vollzeit ohne Job erhoffst erschließt sich mir jetzt nicht so ganz, ich würde immer das Präsenzstudium vorziehen, als Fernstudent bist du immer mehr der Einzelkämpfer, was die Sache nicht leichter macht.


Master of Science: (Innovations- und Technologiemanagement) (2013)

Bachelor of Engineering (B. Eng.)- Technische Informatik (Automatisierungstechnik) (2011)

technischer Betriebswirt IHK (2005)

staatlich geprüfter E-Techniker (1989)

Lehre zum Elektrogerätemechaniker (1984)

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Die Infos basieren auf Nachforschungen im Netz, Gesprächen mit Studenten und fertigen Ingenieuren. Mir ist natürlich klar, dass es auch genügend Ingenieure gibt, die problemlos eine Stelle finden. Es scheint aber so, dass es gerade im ingenieurwissenschaftlichen Bereich mit zunehmendem Alter sehr schwer wird, eine Anstellung zu finden, wenn vorher keine Ausbildung absolviert wurde, welche das Alter rechtfertigt und Berufspraxis bescheinigt.

Was das Fernstudium in Vollzeit angeht: Da ich bereits weiß, wie ein Präsenzstudium fachlich abläuft, dachte ich eben an den Versuch eines Fernstudium. Meine Erfahrung im Präsenzstudium war nämlich die, dass die Vorlesungen meist total unnütz sind, zumindest für mich. Natürlich ist auch das ganz normal; ein Studium wird in Eigenregie geführt. Nur gefällt mir das ganze drumherum nicht wirklich: Vorlesungen zu festen Zeiten; arrogante Professoren, die als Selbstdarsteller fungieren usw.

Das Einzelkämpfer dasein stört mich nicht, das bin ich gewohnt. Die drohende Vereinsamung wäre das Einzige, was mir Sorgen bereiten würde. In einem Gefüge eingebunden zu sein, welches ständig in Bewegung ist, ist auch für den Einzelkämpfer äußert motivationssteigernd.

Ich weiß, das mag paradox klingen, ist aber meine Empfindung.

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Sammle doch neben dem Fernstudium erste praktische Erfahrungen: Mach Praktika oder versuche eine Stelle als Werkstudent zu ergattern. Ich würde mir nicht so viele Sorgen machen, sondern einfach anfangen - zu alt bist du dafür mit Sicherheit nicht! :)


Betriebswirt (VWA) | 6. Trimester Dipl. Betriebswirt (FH) an der PFH

Mein Blog dazu!

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Werde noch einen Thread im Unterforum der WHB erstellen, um Fachfragen zu klären, da nur diese in Frage käme. Die HS Anhalt bietet den Studiengang auch noch an, allerdings erst mit Start zum WS, was mir deutlich zu spät ist.

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