Fernstudienakademie

Wie redundant müssen Lehrbriefe eigentlich sein?

13 Beiträge in diesem Thema

Hallo

Die Diskussion um die wohl sehr kurzen Lektionen eines Fernlehrangsanbieters bringt mich zu der Frage:

Wie redundant müssen Lehrbriefe eigentlich sein, damit (vielleicht auch der ein oder andere "langsamere"???) Teilnehmer wirklich verstehen kann, um was es da inhaltlich eigentlich gehen soll?

Wie wertvoll sind auch verschiedene "Platzfresser", die in vielen Lehrbriefen vorkommen, wie z.B. Übungsaufgaben, Beispiele, Zusammenfassungen, Randbemerkungen, Glossare und und und?

Über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Meiner Meinung nach sollte immer wieder auf vorhandenes Wissen hingewiesen werden, wenn dieses benötigt wird, ohne dieses aber inhaltlich zu wiederholen. Also zum Beispiel mit einem Hinweis: "Hier benötigen wir die Methode xy, die im Lehrheft Z im Kapitel N behandelt worden ist. Wenn Sie hier noch unsicher sind, schauen Sie bitte dort noch einmal nach".

Übungsaufgaben und Beispiele sehe ich als didaktisch wichtig an, nicht als Platzfresser. Gleiches gilt für Zusammenfassungen. Randbemerkungen dienen ja meist der Strukturierung, die man aber ggf. auch auf anderem Wege (zum Beispiel durch Überschriften) sicherstellen kann. Glossar benutze ich eher selten - weil ich die schlechte Erfahrung gemacht habe, das meist die Begriffe, die mir unklar sind, dort gerade nicht enthalten sind. Da schaue ich dann lieber schnell ins Internet. Prinzipiell ist ein gutes Glossar aber schon hilfreich. Ich finde es da nützlich, wenn im Fließtext Begriffe markiert werden, zu denen es eine Erläuterung im Glossar gibt.

Viele Grüße

Markus


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Hi Markus

Danke für Deine Anmerkungen.

Etwas stutzig eworden bin ich bei Deinem Wunsch, dass Stoff, der schon in einem früherer Studienbrief bearbeitet wurde, am besten nur in Form eines Verweises auf "Lehrbrief XY" erwähnt würde.

Ich übergebe ja meist die von mir verfassten Studienbriefe an einige "Testleser". Da kommt es oft nicht so gut an, wenn ich dann nur den Verweis auf Kapitel ?? in Lehrbrief XY reinschreibe; eine (wirklich kurze!) Kurzzusammenfassung, was denn in diesem Kapitel stand, wird dann doch ganz gerne so gesehen. Eine Testleserin beschrieb das mal so: "Ich wollte noch mal ein bisschen an die Hand genommen werden, bevor es an die Einsendeaufgaben ging." ;)

Ewiges Zurückblättern kann ja den Lese- und Lernfluss auch manchmal ganz schön stören....

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Ich finde die Zusammenfassungen wichtig, so habe ich auf einem Blick die wesentlichen Punkte aus der Lektion vor mir. Wenn ich später etwas suche, kann ich in der Zusamenfassung nachlesen. Die kleinen Verweise auf andere Lehrhefte bzw. frühere Lektionen sind somit für mich hilfreich, weil ich bei Bedarf eben weiß, wo ich gucken muss.

Die Übungen („Jetzt sind Sie am Zug“), die zwischendurch eingestreut sind, gefallen mir gut. Es spricht 1. den Leser direkt an und 2. kommt man so mit dem ein oder anderen mal auf den Punkt, auch wenn es vielleicht nicht direkt zum Projekt gehört. Schreiben aus dem Stegreif sozusagen.

Die Literaturhinweise gehe ich zu Beginn jedes Studienbriefs durch und schaue, ob etwas auf die „will-unbedingt-lesen“-Liste muss. ;)

Ein Glossar muss ich nicht haben, da es genügend andere Wege gibt, Bedeutungen zu klären. Dann sollte der Fachbegriff lieber gleich im Text erklärt werden.

Dies ist meine Sichtweise zum Kurs (zu den Studienheften) der Roman-Werkstatt.

Eine Testleserin beschrieb das mal so: "Ich wollte noch mal ein bisschen an die Hand genommen werden, bevor es an die Einsendeaufgaben ging."

Muss ich nicht haben. Die meisten Einsendearbeiten zum "Schreiben" beinhalten keine Beantwortung von Wissensfragen, sondern das Erstellen eines Textes. Das Genannte der Teilnehmerin wäre für mich überflüssig.

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Etwas stutzig eworden bin ich bei Deinem Wunsch, dass Stoff, der schon in einem früherer Studienbrief bearbeitet wurde, am besten nur in Form eines Verweises auf "Lehrbrief XY" erwähnt würde.

Kurz anzugeben, worum es da ging, finde ich schon okay. Oder zum Beispiel im Falle einer Formel diese nochmal hinzuschreiben auch. Wenn aber ganze Absätze aus vorhergehenden Studienbriefen nochmal wiederholt werden, ärgert mich das, weil das Lernen dadurch ineffizient wird. Denn vielleicht habe ich es ja schon beim ersten Mal verstanden/behalten, und möchte es dann nicht nochmals "vorgekaut" bekommen. Falls nicht, muss ich mir halt die Mühe machen, nachzuschlagen.

Viele Grüße

Markus


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Hallo Anne,

also bis auf die Glossare (und viel Platz nehmen diese auch nicht wirklich weg) sind für mich die anderen Punkte alle keine Platzfresser, sondern machen den Unterschied eines Lehrbriefs zu einem Fachbuch aus. Alles sinnvolle, das der Veranschaulichung dient, sollte niemals gestrichen werden.

Ich finde Beispiele und Übungen sehr wichtig. Gerade bei diesen stellt man z.B. fest, ob man das gelernte auch tatsächlich verstanden, richtig interpretiert hat und anwenden kann.

Wenn ich so nachdenke, habe ich so gut wie nie ein Glossar eines Studienbriefs verwendet. Ich suche ebenso Begriffe, die ich noch nicht gleich verstanden habe, ganz selbstverständlich im Internet.


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Hallo

Danke schon mal für Eure interessanten Anmerkungen. Wenn ein Fernlehrgang also ganz ohne diese (vermeintlichen) "Platzfresser" daher käme, dann wäret Ihr schon enttäuscht. Habe ich das in etwa richtig verstanden?

Nun seid Ihr ja alle echte Fernlernprofis... ;)

Würden Fernlern-Neulinge denn überhaupt bemerken, dass ihre Lehrbriefe didaktisch ggf. auch noch ein bisserl besser aufbereitet sein könnten, z.B. wenn sie diese Zusätze wie Übungsaufgaben, Zusammenfassungen und co beinhalten würden?

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Habe ich das in etwa richtig verstanden?

Von mir aus gesehen - ja.

Ich denke schon, dass auch Fernlehrneulinge merken, ob Lehrbriefe ihnen nützen oder nicht; egal ob man die Ursachen benennen kann oder nicht genau benennen kann.


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Ich finde Übungsaufgaben sehr wichtig, um das Verständnis zu überprüfen. Bei langen/unübersichtlichen Kapiteln finde ich auch Zusammenfassungen hilfreich.

Momentan bearbeite ich eine SB-Reihe (Statistik), bei der wirklich nach jedem Kapitel eine Zusammenfassung kommt und das ist mir persönlich teilweise zu viel. Nach einem Kapitel, das nur über 2 oder 3 Seiten geht, muss meiner Meinung nach eine Zusammenfassung nicht sein. Ich denk mir da immer nur "das hab ich doch grad erst gelesen" und überflieg die meist nur.

Zu viele Wiederholungen von bereits erklärtem Stoff finde ich auch nicht gut. Klar, manchmal sind Hinweise hilfreich, aber auch ich finde, es reicht ein Hinweis, wo man das nachlesen kann. Was mich fast schon nervt ist, wenn innerhalb eines Studienbrief Dinge doppelt erklärt werden, ein paar Seiten zurückblättern stört zwar den Lesefluss, aber wenn man sich das Gelesene nicht merken kann, muss das eben sein.

Es kann sein, dass ich da bisschen extra bin, weil ich mir relativ gut Dinge beim ersten Mal lesen merken kann - Leute, die das nicht können, sind bestimmt froh darüber, wenn am Ende nochmal eine Zusammenfassung kommt.

Jedem kann man es da wohl eh nicht recht machen ;)

Bei Glossaren geht es mir wie Markus: Das, was ich suche, steht nie drin. Die Literaturhinweise hab ich mir noch nie angeschaut. Wenn ich etwas tatsächlich überhaupt nicht verstehen würde, würde ich lieber im Internet suchen, als mir extra ein bestimmtes Buch zu besorgen, da da empfohlen wird.


01.01.2013 bis 30.06.2013: 7. Semester BWL

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Hallo

Danke für diese Anmerkungen! Wenn man einen Lehrbrief schreibt, muss man halt versuchen, es möglichst vielen "Typen" von Lernen recht zu machen. Das führt dann u.U. dazu, dass mancher zuuuu viele Zusammenfassungen serviert bekommt, während der nächste froh ist über solche Widerholungen.

Es beim Schreiben von Lehrbriefen halt immer ein Balance-Akt, wie man am besten auf diese unterschiedlichen Lerntypen eingeht.... ;)

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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