brauchgutenRat

Fernstudium nach dem Abitur

10 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Community,

ich habe seit letztem Jahr mein Abitur in der Tasche und nun stellt sich für mich die Frage, wie es weiter geht.

Und zwar: Ich habe mein Abitur gemacht, mir ein Jahr freigenommen um persönliche Pläne zu verwirklichen und ab Oktober hab ich einen Studienplatz für ein duales Studium (BWL).

Problem ist mittlerweile nur: Durch meine "Pläne" bin ich zeitlich schon sehr eingespannt und verdiene auch schon etwas Geld. Somit kommt ein duales Studium "eigentlich" nicht infrage, u.a. aufgrund dem hohen Zeit- bzw. Lernaufwand (Präsenzpflicht).

Ein Studium an einer Uni/Fh würde gerade noch so in den Rahmen passen, natürlich auch nur, wenn man die ein oder andere Vorlesung nicht besucht und auch viel zu Hause erledigt.

Aber nicht nur aufgrund der Bitte meiner Eltern, auch aus eigenem Interesse bin ich an einem Studium interessiert. Das Risiko wäre ansonsten viel zu hoch ohne Ausbildung!

Aber es sollte halt möglichst gut zu meiner derzeitigen Situation passen.

Das typische Studentenleben und die Atmosphäre würde ich auch gern erleben, deswegen brauch ich einfach nützlichen Rat bezüglich einem Fernstudium, um ggf. die Entscheidung nicht zu bereuen.

Jetzt meine Frage(n):

Da ich tagsüber wenig Zeit habe, wäre ein Fernstudium die wohl beste Lösung. Aber Skepsis bleibt dennoch.

Ist ein Fernstudium im Bereich BWL inhaltlich und vom Anspruch dem an einer Uni/Fh/Dh gleich?D.h. verfüge ich über das gleiche Wissen als z.b. Unistudenten?

Sollte man sich zukünftig mal bei Unternehmen bewerben müssen, wie kommt so ein Studium bei Arbeitgebern an?

Kann man nach einem Fernstudium auch an einer renommierten Universität den Master draufsetzen?

Wäre für nette und hilfreiche Antworten sehr dankbar

Gruß

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Hallo,

1. Der Abschluß (Bachelor/Diplom/Master) an einer Fernhochschule ist dem einer Präsenzhochschule rechtlich gleichgestellt. Die Inhalte müssen bei Einrichtung des Studiengangs gleichermaßen anerkannt worden sein.

Der Wechsel von Fern-Bachelor auf Präsenz-Master erfolgt analog wie wenn Du von einer Präsenz-HS zur anderen wechseln würdest: Die neue HS entscheidet, ob Du mit Deinen Fächern und Deinen Noten die Voraussetzungen erfüllst.

2. Wie bei den Präsenz-HS gibt es auch bei den Fern-HS eine Unterscheidung zwischen Uni und FH! In Dt ist die einzige Fern-Uni in Hagen.

3. Die Anerkennung beim Arbeitgeber kann unterschiedlich sein. Möglicherweise sieht er Dein selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten. Möglicherweise kann aber auch die fehlende Praxis (v.a. im Vergleich zum dualen Studium) negativ aussehen. Ich persönlich würde ein Fernstudium eher als Weiterbildung (z.B. nach einer Berufsausbildung) empfehlen und weniger als Erstausbildung.

Was sind denn Deine „Pläne“, die Du 1 Jahr verwirklicht hast? Haben Sie mit dem Studium zu tun? Optimalerweise unter Anleitung eines ausgebildeten Fachmanns? Das würde meine Bedenken zerstreuen, da Du das dann in einer Bewerbung als Praxiserfahrung angeben könntest.

4. So weit ich weiß, gibt es bei BWL staatliche und private Anbieter. Hast Du die Kosten (v.a. bei den privaten Anbietern) in Deine Überlegungen einbezogen? Verdienst Du bei Deinen „Plänen“ genug, bzw. kannst Du das anderweitig finanzieren? Als Abiturient hat man ja gewöhnlich nicht so sehr viel auf der hohen Kante.

Viele Grüße

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Hallo,

kann Dich gut verstehen - es ist wirklich nicht einfach die richtige Entscheidung zu treffen. Vielleicht kann ich ein wenig weiterhelfen, da ich auch berufsbegleitend studiert habe. Meine Erfahrungen sind durchaus positiv - auch wenn es manchmal ziemlich stressig war und ich nach Beendigung des Studiums sehr froh war, endlich mal wieder mehr Freizeit zu haben. Das Studium habe ich bei der TAW in Bochum absolviert, die mit der Fachhochschule Südwestfalen kooperieren (das ist eine staatliche Hochschule und der Studiengang Wirtschaft wird dort auch in Vollzeit angeboten). Die Inhalte und der Anspruch sind gleich und die Professoren der Hochschule haben immer auch ein Auge auf die Qualität der Lehrveranstaltungen / Prüfungen etc. Das Zeugnis habe ich direkt von der Fachhochschule erhalten - es unterscheidet sich in keinster Weise von dem der Vollzeitstudierenden. Mein Arbeitgeber war sehr angetan, dass ich diesen Weg gewählt und auch bis zum Ende durchgehalten habe :):):) Es zeichnet einen Arbeitnehmer schließlich aus, der Doppelbelastung zu begegnen. In meinem Jahrgang waren auch einige Azubis, die das Studium neben der Ausbildung gemacht haben, da kam dann ja auch noch der Berufsschulunterricht hinzu. Der Vorteil das Studium berufsbegleitend zu absolvieren ist sicherlich der, dass Du berufliche Erfahrungen sammelst und gleichzeitig einen akademischen Abschluss erwirbst, keine vollen Hörsäle hast und eine Doppelquali vorweisen kannst!! Derzeit mache ich meinen Master an der Ruhr-Uni - also, die Möglichkeit einen Master an einer Uni dran zu hängen ist gegeben. Fazit: Es ist zwar anstrengend berufsbegleitend zu studieren, lohnt sich aber!!!

Gruß

Nini

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2. Wie bei den Präsenz-HS gibt es auch bei den Fern-HS eine Unterscheidung zwischen Uni und FH! In Dt ist die einzige Fern-Uni in Hagen.

Nein, denn es gibt die DUW. Nur ist das nicht staatlich.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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Hallo ihr Lieben :)

ähnlich wie beim ersten Post, stehe ich gerade vor der Entscheidung ein Fernstudium ( wirtschaftspsychologie bei der srh riedlingen)

direkt nach dem Abi zu beginnen.

Die Wahl des Fernstudiums habe ich deshalb getroffen, weil der NC für Wirtschaftspsychologie relativ hoch liegt und ich auch nicht allzu lange warten möchte, bis es mit dem Studieren los gehen kann.

Nun habe ich im persönlichen Umfeld schon oft Zweifel gehört, dass ein Fernstudium dirket nach dem Abi beim Arbeitgeber anscheinend nicht so gut ankommt, weil er davon ausgehen wird, dass ich es aufgrund meiner Noten nicht geschafft haben, auf einer normalen Hochschule zu studieren ( was ja auch stimmt :-) ) Zwar ist der Bachelor rechtlich gesehen der gleiche wie auf einer normalen Hochschule, dennoch wird er herabgestuft aus was für Gründen auch immer.

Ich habe momentan nur die Angst, dass ich später mal keinen Job finden werde, nur weil mein AG ein Fernstudium nicht "anerkennt".

Was denkt Ihr? Würdet ihr es einem Abiturienten empfehlen ein Fernstudium zu machen obwohl er räumlich und zeitlich flexibel wäre?

Ich danke schon mal für die ehrlichen Auskünfte :D

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Hallo,

hast Du dann also vor, Vollzeit zu studieren? Ich würde versuchen, dann schon nebenbei erste Praxiserfahrungen zu bekommen durch viele Praktika etc. und andererseits versuchen, das Studium möglichst schnell(er als in Regelstudienzeit für das berufsbegleitende Studium) abzuschließen.

An Deiner Abinote ist ja nun nichts mehr zu ändern. Dass Du Dein Ziel trotzdem konsequent weiterverfolgst und nicht erst viele Wartesemester etc. abwartest spricht doch für Dich. Wenn Du Dein Fernstudium dann schnell und gut abschließt und noch dazu bereits erste Praxiserfahrungen vorweisen kannst glaube ich nicht, dass dies auf dem Arbeitsmarkt zu Deinem Nachteil wäre.

Viele Grüße

Markus


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Hallo Tea,

ich sehe das wie Markus.

Ich glaube auch nicht, dass es ein Nachteil ist an einer Fern-Hochschule zu studieren. Im Gegenteil, eigentlich hast Du ja sogar noch mehr Zeit studienbegleitend Praxiserfahrung zu sammeln als an einer Präsenzuni, weil man im Fernstudium zeitlich flexibler ist. Du lernst dann, wenn Du Zeit hast. Als Arbeitgeber würde es mir positiv auffallen, wenn jemand ein Fernstudium als Erstausbildung erfolgreich durchzieht, denn ich finde es erfordert mehr Selbstdisziplin und Eigenmotivation als das Studium in einer Präsenzhochschule.

Wenn Du Dein Studium mit guten Ergebnissen abschließt und Praxis vorweisen kannst, glaube ich nicht, dass später großartig nach der Abi-Note gefragt wird.

Viele Grüße,

Silke


MSc. IT im Gesundheitswesen Donau-Universität Krems (2016)

Diplom (FH) Informationsmanagement (2000)

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Als Arbeitgeber würde es mir positiv auffallen, wenn jemand ein Fernstudium als Erstausbildung erfolgreich durchzieht, denn ich finde es erfordert mehr Selbstdisziplin und Eigenmotivation als das Studium in einer Präsenzhochschule.

In Kombination mit ständigen und längeren Praktika: Ja (wobei es dann mit der Regelstudienzeit schon wieder schwer wird). Ansonsten nein, da nunmal keine sozialen Kompetenzen vermittelt werden, wenn man zu Hause hockt und für sich alleine studiert.

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da nunmal keine sozialen Kompetenzen vermittelt werden, wenn man zu Hause hockt und für sich alleine studiert.

Wobei es auch im Fernstudium an den Studierenden liegt, ob sie nur alleine zu Hause hocken, oder sich mit Kommilitonen vernetzten usw. Und auch im Präsenzstudium gibt es durchaus Studierende, die ihr Studium alleine durchziehen, ohne soziale Kompetenzen zu entwickeln.


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Erst einmal danke für die schnellen und informativen Antworten :)

Hinsichtlich des Studiums werde ich nun doch auf eine Uni gehen und BWL mit Schwerpunkt Psychologie studieren ( zulassungsfrei ;) )

Das Fernstudium ist nach wie vor eine super Sache die sich meiner Meinung nach noch nicht so positiv durchgesetzt hat ,zumindest unter den frisch gebackenen Abiturienten.

Ich persönlich freue mich jetzt erstmal auf das typische Studileben, dass ich unter keinen Umständen verpassen wollte :)

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