michael1983

Inflation der Möchtegern-Studenten....

107 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen!

Regt es euch nicht auch auf?

Plötzlich studiert jeder!

Wer sich zum Techniker FORTBILDET, nennt sich plötzlich Student und bekommt dafür sogar noch einen Studentenausweis (ich habe diese Fortbildung selbst gemacht, war aber kein Student!)!

Wer bei der IHK den Technischen Betriebswirt absolviert, nennt das Ganze ein Studium.

Jetzt habe ich sogar von einer Bekannten gehört, dass sie "studiert"...... war dann ein Kurs bei der SGD.

Da könnte ich kotzen. Jeder x-beliebige Trottel nennt sich heutzutage Student und kommt sich toll vor.

Man selbst ackert sich in einem richtigen Studium mit Unmengen an Stoff ab und wird dann vermeintlich auf solch ein Niveau herabgezogen.....

Naja... musste mal ein wenig Dampf ablassen....

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Ich empfinde es als sehr abwertend, Menschen die sich zum Beispiel mit einem IHK-Lehrgang oder einem Fernkurs weiterbilden als "Trottel" zu bezeichnen. Jedes Weiterbildungsengagement finde ich begrüßenswert. Und auch dafür ist immerhin viel Zeit, Geld etc. zu investieren.

Natürlich handelt es sich nicht um ein akademisches Studium, aber warum regst Du Dich so darüber auf? Spätestens bei Bewerbungen können Personaler durchaus unterscheiden, um was für eine Art von Weiterbildung es sich gehandelt hat und das dann auch unterschiedlich gewichten.

Was genau stört Dich denn daran, dass Andere sich "unberechtigt" als Student etc. bezeichnen? Hast Du Sorge, dass Dein akademisches Studium nicht genug gewürdigt wird?

Viele Grüße

Markus

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Sie können sich nennen wie sie möchten, sobald sie diese Infos beim Arbeitgeber oder bei einer Bewerbung öffentlich machen werden sie dadurch unglaubwürdig.

Wichtig ist doch auch, dass man auf das was man tut stolz ist. Meine Leistung wird dadurch nicht geringer, nur weil ein Fachwirt "studiert".

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Ich finde es einfach unangebracht sich mit Federn zu schmücken, die einem nicht zustehen. Weiterhin denke ich, dass man dies nicht tolerieren sollte, indem man beliebig Pseudostudentenausweise verteilt.

Trottel war zwar vielleicht ein wenig unverschämt - aber wenn ich sehe, wer heutzutage alles so studiert.......

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Wichtig ist das Ergebnis. Wenn du an der Hochschule bist, hast du am Ende den Bachelor. Sei darauf stolz. Immerhin muß sich Leistung lohnen.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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Also, man sollte doch wirklich mal die Kirche im Dorf lassen! Ob jemand intelligent ist oder nicht hat doch überhaupt nichts damit zu tun, ob er an einer Hochschule eingeschrieben ist (war) oder nicht. Und warum sollte es weniger anerkennenswürdig sein, wenn sich jemand anderweitig fortbildet? Von der Wortherkunft her hat "studieren" ohnehin eine viel allgemeinere Bedeutung (http://www.albertmartin.de/latein/?q=studere&con=0) und niemand hat den Begriff für sich gepachtet...


You can't win, till you're not afraid to lose.

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In englischsprachigen Ländern ist man student, sobald man über die Grundschule hinaus ist. Und dann studiert man auch, man lernt nicht mehr einfach. Es ist wahrscheinlich eine Frage des Blickwinkels und es stimmt schon, dass Fernschulen (aber schon seit Jahrzehnten) den Begriff des "Fernstudiums" für sich gepachtet haben, was mich lange Zeit auch gestört hat. Nicht, weil ich mich von einem "ordinären Fernlerner" unterscheiden möchte, sondern weil es meines Erachtens ein falsches Bild abgibt und die meisten Menschen unter Student immer noch denjenigen verstehen, der an altehrwürdigen Universitäten in großen Sälen hockt und sein Nickerchen hält, während der Dozent von seinen Unterlagen abliest.

Mittlerweile aber denke ich, dass solche "Missverständnisse" spätestens dann ausgeräumt werden, wenn man denjenigen fragt, was er denn genau studiert. Und auch das will ich - wie Markus es oben schreibt - gar nicht abwertend sehen. Es gibt im übrigen wirklich Leute, die glauben, wenn sie bei SGD studiert haben, haben sie einen akademischen Abschluss. Manchmal ist es also nicht mal schlecht, die Leute genau zu fragen, was sie da tun und sie vielleicht darüber aufzuklären, wenn sie es selber missverstanden haben.

Außerdem fällt mir da eine kleine Anekdote ein. Ich hatte gerade angefangen mit dem Studium an einer Präsenzuni, war ins Studentenheim gezogen und verbrachte den ersten Abend mit meinen Mitbewohnern in der Küche. Ein Student aus einem anderen Wohnhaus war bei uns und ich fragte ihn, was er denn eigentlich studiere. Er meinte darauf ganz kühl, er sei cand.med. Ich hatte damals noch keine Ahnung, was diese ganzen Abkürzungen wie s.t. und c.t. eigentlich bedeuteten und habe mir nichts dabei gedacht. Später haben meine Mitbewohner getuschelt, was für ein arrogantes A******** der Typ ja gewesen sei. Nein, er konnte nicht nur einfach Medizinstudent mit abgeschlossenem Physikum sein, er musste sich auch noch cand.med. nennen. Als ob ihn das zu was besserem machen würde.

Kurzum: Auch jemand, der akademisch studiert, ist einfach nur ein Mensch. Und ich würde mich nicht darüber aufregen, wenn jemand sich größer darstellen möchte, als er selber ist. Ich selber habe nichts davon und derjenige im übrigen auch nicht.

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Der Haken an der Sache ist, dass viele "Studenten" den Unterschied nicht so gut kennen. So hatte ich z.B. einen Kunden, der sich mit einer nichtakademischen Fortbildung und einem ebenso nichtakademischen Ausbildungshintergrund konsequent auf Stellen "für Akademiker" beworben hat. Und der es nicht in den Kopf bekommen wollte, dass sein "Studium" keines war und deshalb seine Bewerbungen auch nicht erfolgreich waren.

"Aber ich hab doch studiert und der Bildungsträger schreibt doch, dass er ein Fernstudium anbietet!" war seine Antwort auf meine recht deutlichen Hinweise, dass er sich mit den Stellen gewaltig verhebt.

Aus diesem Grund bin ich auch gegen den inflationären Gebrauch des Begriffes "Student". Was nichts mit einer Abwertung von Fortbildungen zu tun hat.

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In englischsprachigen Ländern ist man student, sobald man über die Grundschule hinaus ist. Und dann studiert man auch, man lernt nicht mehr einfach.

Das liegt wahrscheinlich auch an der Sprache. Im Ausland (USA usw) nennt sich wirklich jeder Student an der High School oder bei der Ausbildung (Community college). Auf Deutsch ist das alles mehr abgegrenzt. Das Thema wär was für eine Abschlußarbeit.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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Ich würde hier auch einen Gang zurückfahren. Ich habe selbst einen Bankfachwirt gemacht und hatte dabei die gleichen Dozenten, die auch die Bachelor-Studiengänge gelehrt haben. Selbst die Dozenten haben gesagt, dass der Stoff, der dort z.B. in BWL oder VWL in zwei Jahren Studium neben dem Beruf beigebracht wird, teilweise mehr ist, als im Bachelor, allerdings geht man in einigen Themen dort mehr in die Tiefe bzw. hat mehr Fächer, wie Mathematik oder Fremdsprachen, für die man natürlich in einem Bankfachwirt-Studium keine Zeit hat. Zusätzlich solltest du bedenken, dass der von dir verschmähte und abgewärtete Fachwirt, Betriebswirt oder Techniker nicht nur aus dieser Weiterbildung besteht, sondern normalerweise eine grundständige IHK/HWK-Ausbildung und Berufserfahrung vorraussetzt, was bedeutet, dass man auch eine Ausbildungszeit von 4+ Jahren und Berufserfahrung hat. Gerade den Aspekt der praktischen Berufserfahrung sollte man dabei auch nicht komplett außer acht lassen. Zusätzlich hat z.B. der Bankfachwirt eine Durchfallquote von um die 50%, was nicht daran liegt, dass die meisten zum dumm sind. Bankkaufleute haben in den meisten Fällen eine Hochschulzugangsberechtigung vor der Ausbildung erreicht.

Ich sage nicht, dass ich mit dem Bankkaufmann ein universitäres Studium habe, das wäre Anmaßung, allerdings solltest du dir im Gegenzug zu den von dir geschmähten und verlachten nebenberuflich Fortbildenden mal "ECHTE" Studenten anschauen. Ich habe im Freundes- und Bekanntenkreis mehrere Studierende, von denen einige sich den Hintern aufreißen für ihr Studium, so wie ich es neben meinem Beruf gemacht habe. Ich kenne aber auch eine Menge anderer, die ein furchbar anstrengendes Studium haben mit Aufstehen um 12h, zu spät zu den Vorlesung kommen oder gar nicht, meistens am Gammeln und einer vorlesungsfreien Zeit, für die man zurechtgewiesen wird, dass es sich mitnichten um schnöde Ferien handelt, falls man sie so nennt, sondern nur eine anstrengende Zeit nur eben ohne Vorlesungen, die man dann aber für mehrwöchige Auslandsreisen nutzt. Und die dürfen sich nach dir Studenten nennen, die anderen aber nicht?

Think about it.


Bankkaufmann (IHK)

Bankfachwirt (IHK)

Professional Certificate in Management (Open)

Professional Diploma in Management (Open)

CAMS-Certified Anti-Money Laundering Specialist

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