DasMoritz

Gehaltsanpassung unterjährig Ansprechen

10 Beiträge in diesem Thema

Guten Tag,

ich habe in meinem letzten Jahresgespräch eine Gehälterhöhung i.H.v. 5% erhalten - die Jahresgespräche finden bei uns immer Anfang des folgenden Geschäftsjahres statt.

In diesem Gespräch wurde nicht davon gesprochen / ausgegangen, dass sich meine Tätigkeiten in dem jeztigen Geschäftsjahr stark ändern werden - dies haben Sie nun aber dahingehend getan, so dass ich vom operativen Geschäft (Bestellabwicklung) wesentlich stärker in den Bereich der "übergeordneten Tätigkeiten" gerutscht bin - will sagen: Optimierung von Prozessen mit erheblichen Einsparungen und Effizienzsteigerungen, Projekte, Controlling und Auswertungen etc. - von meiner eigentlichen Stellenbeschreibung / ehemaligem Tätigkeitsfeld bin ich damit relativ weit entfernt.

Mit meinem jetzigen Gehalt bin ich aufgrund der neuen Gegebenheiten nicht mehr zufrieden, da meine Verantwortung zudem auch größer geworden ist.

Sollte ich dies im nächsten möglichen Termin ansprechen oder damit zum Jahresende warten?

Weiterhin schaue ich mich aktuell nach neuen Arbeitgebern um, da ich nicht glaube, dass mein Gehaltssprung so sein wird, dass dieser für mich "zufriedenstellen" ist - Sollte man der Führungskraft sowas mitteilen oder lieber nicht?

PS: Mit meiner Gehaltsanpassung von 5% war ich letztes Jahr so ziemlich das "Schlusslicht".

Vielen Dank!

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Ich würde auf jedem Fall bis ende des Jahres damit warten. Bis dahin kannst du zeigen, wie wertvoll du bist und wie gut du deine Aufgaben machen kannst. Damit hast du dann Trümpfe in der Hand die du ausspielen kannst, aber eben zur richtigen Zeit. Es wäre einfach nur voreilig jetzt schon mit dem Tür ins Haus zu rennen. Beim Gespräch im Frühjar kannst du hingegen überzeugende Argumente für eine Gehaltsaufbesserung vortragen, da es auf der Hand liegt, dass du die Erhähung auch verdienst. Man muss sich Belohnung schließlich auch verdienen!


-= ixnay on the hombre =-

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So einige Führungskräfte "versäumen" es gern, von sich aus mit ihren Mitarbeitern über deren Gehaltsentwicklung zu sprechen.

Auch wenn es unangenehm ist, würde ich dieses Thema - zu einem angebrachten Zeitpunkt - mit meinem Vorgesetzten aufnehmen. Er wird dich deswegen schon nicht zur Schnecke machen oder gar degradieren. Und auch wenn das erhoffte Ergebnis ausbleibt, kannst du zumindest mit einem gewissen Stolz aus dem Gepräch gehen: "Ich habe es zumindest versucht und die Chance nicht verstreichen lassen!"

Natürlich solltest du deinen Wunsch auf mehr Gehalt ausreichend argumentieren können. Aber die in deinem Beitrag beschriebene Veränderung der Tätigkeit erscheint - zumindest mir - plausibel. Du trägt schließlich eine ganz andere Verantwortung, als noch vor einem Jahr. Wenn du deinen Job gut machst, trägst du aktiv dazu bei, dass die Prozesse in deinem Unternehmen geschmeidiger laufen; Kosten-Einsparungen und / oder Qualitätsoptimierungen sind die Folge. Von diesem Kuchen hast du dir ein Stück verdient!

Das Thema "Tapetenwechsel" würde ich allerdings zunächst nicht ansprechen. Möglicherweise würde dein Chef dies als "entweder mehr Geld, oder ich gehe" interpretieren. Trotzdem spricht nichts dagegen, durch Bewerbungen zunächst einmal seinen Marktwert zu prüfen. Diese Überlegung deinerseits deutet jedoch darauf hin, dass du dich bei deinem derzeitigen Arbeitgeber nicht all zu wohl fühlst. Gerade deswegen hätte ich noch weniger Bammel davor, meinen Vorgesetzten um eine Gehaltserhöhung zu bitten.


"Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst."

-- Albert Einstein

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Wie lange geht es denn schon so?

Je nach Größe und Bürokratie des Unternehmens würde ich versuchen über ein MA-Gespräch erstmal die Tätigkeit offiziell anpassen zu lassen.

Gefühlt (!) würde ich sagen, lieber etwas warten, konkrete Ansatzpunkte sammeln und dem Unternehmen darlegen wo genau der Benefit liegt wenn Du den Job machst.

PS: Mit meiner Gehaltsanpassung von 5% war ich letztes Jahr so ziemlich das "Schlusslicht".

Das ist wohl das am meisten belogenste Themenfeld, dass ich kenne ;) ... genauso wie NIE (!) jemand aus verhaltensbedingten Gründen gekündigt wird, kriegen auch alle immer hohe Gehaltserhöhungen.

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Ich sehe es ähnlich wie mad zero. Sprich es bei der nächsten Gelegenheit an und bereite dich gut auf das Gespräch vor. Was hat die Firma an dir? Warum bist du die Gehaltsanpassung wert? Welche Einsparungen hast du der Firma durch deine Projekte gebracht...

Das du dich nach neuen Arbeitgebern umschaust würde ich auch definitiv nicht an die große Glocke hängen. Allerdings solltest du, wenn du ein paar geeignete Stellen in Aussicht hast, durchaus mit deinem Arbeitgeber über die Beweggründe sprechen. Vielleicht geht er dann die Bedingungen ja mit. Wenn es allerdings nicht nur das Geld ist, sonder bei einem neuen Arbeitgeber interessantere Tätigkeiten gibt die dir noch mehr Spaß machen, oder du noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten hast, dann wechsel...


Channel Manager Referral Sales - 1&1 Internet AG | BWL und Wirtschaftspsychologie - Euro-FH | IT-Systemkaufmann (IHK)

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Guten Abend,

vielen Dank euch allen.

Ich sehe es eigentlich genauso wie mad zero und MarcoNellessen.

Wenn ich meine Führungskraft nicht drauf anspreche kommt ggf. das "hättest du mal".

Es bedeutet ja nicht, dass ich diese Gehaltsanpassung erhalte, aber so ist zumindest sichergestellt, dass die Führungskraft darüber Bescheid weiß und über meine Unzufriedenheit in Kentniss gesetzt ist.

Die Idee mit dem Marktwert bzw. weiteren Bewerbungen verfolge ich aktuell. Ich habe bereits ein paar Bewerbungen am laufen, damit ich selbst in diesem Feld erstmal "Erfahrung" sammeln und mir ein Bilde davon machen kann, was andere Arbeitgeber ggf. zahlen würden.

Ich denke ein weiteres Problem ist auch, dass es sich bei dem Betrieb um meinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb handelt. Ich habe da immer das Gefühl, dass die Mitarbeiter einen nach wie vor als "Azubi" ansehen, obwohl sich die Belegschaft seit Ausbildungsende zu gefühlt (!) 50% im Bereich der Verwaltung geändert hat.

Meine weiteren Bewerbungen werde ich definitv nicht zur Sprache bringen, dass ist sonst ein bisschen wie "Friss oder Stirb" da ich dem Unternehmen ja so schon ziemlich die Pistole auf die Brust setze.

Vielen Dank und einen schönen Abend allen,

Moritz

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Wie groß ist denn die Firma?

Um einen Überblick über mögliche Gehälter zu bekomme, google ich häufig nach dem Job + Gehalt. Hier kann man sehr schön bei diversen Portalen einen Durchschnittswert ermitteln. Auch hilft es ggf. Kontakte in der "Wunschfirma" zu knüpfen. Bspw.über XING etc. Natürlich sollte man da nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber sofern es die gleiche Branche ist, bietet es sich ja durchaus an sich zu vernetzen. Und bei Gelegenheit kann man da dann auch solche Fragen mal platzieren. Da erhält man dann gleich Insiderwissen...


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Ich klink mich hier mal ein.

Folgende Ausgangssituation. Ausgelernt vor 3 Jahren, danach 2 Jahre beim Ausbildungsinsitut geblieben. Ich war dort im Vertrieb tätig auf einem völlig ausgelutschten Kundenstamm. Reicnrechnerisch hatte ich 40% weniger Kunden als anderen, aber trotzdem die gleichen Ziele. Das ich die zu knapp über 80% gerissen habe, grenzt für mich an ein Wunder, Gehaltsanpassungen (zumindest mal auf die Gehaltsgruppe, nach der die Stelle ausgeschrieben war), erfolgten trotzdem nicht. Ich bekam vor einem jahr ein Angebot, mich zum jahreswechsel zu verändern. Ich handelte ein faires Gehalt aus, aber die Position war ein Flopp. Man musste sich zum Sommer trennen und ich war drauf und drann, was Neues zu finden und realisierte dafür auch gehaltstechnische Abstriche. Lieber erstmal den Fuß in der Tür und dafür etwas weniger Geld als das Gehaltsniveau gewahrt aber dafür mehrere Monate eventuell arbeitslos.

Ich klopfte daher bei der Sachbearbeitungsfirma an, die für meinen ersten AG die Sachbearbeitung übernommen hat. Mit den Kollegen habe ich früher schon zusammengearbeitet, ich saß nämlich im Markt und die haben meine Anträge weiter bearbeitet. Fast alle Kollegen kannte ich, bei dem Chef hatte ich einen Stein im Brett. Die Bewerbung war daher ein Selbstgänger und ich fühle mich dort auch sehr sehr sehr wohl!

Im Bewerbungsgespräch sprachen wir über das Gehalt. Ich äußerte meinen Wunsch unter der Maßgabe, dass ich ja fachlich noch nicht ganz fertig bin (ist einfach so, das hat nichts mit "unter-Wert verkaufen" zu tun) und der Chef ja auch in mich investieren müsse. Zähneknirschen seitens des Cheffes gab es nicht ;-)

Nun läuft die Einarbeitung aber sehr sehr gut. Ich bekomme ausnahmslos positives Feedback und (ohne mich selbst zu verherrlichen) ich lege dort ein brachiales Lerntempo an den Tag und mache bereits viele Sachen alleine, habe nach 2 Monaten schon Zeichnungskompetenz bekommen und bekomme fachliche Sonderaufgaben und exklusive Zugriffsrechte für stark limitierte Programmschnittstellen. Läuft also :-)

Nur höherstufen will man mich nicht. Ich habe einen 2 Jahresvertrag mit 6 Monaten Probezeit, will es daher also nicht auf die Spitze treiben. Meinen Bankfachwirt habe ich schon komplett alleine bezahlt und auch die Jahre Aufbaustudium zum Bachelor zahle ich komplett alleine. Mein AG weis das. Gefördert wird da nichts, denn den Bachelor brauche ich für meine Position ja nicht. Was auch stimmt.

Es wird immer nur zum Jahresende entschieden bzgl. Gehaltsanpassungen. Mein Chef will sich aber nicht festnageln lassen. Er sagt mir, nach so kurzer Zeit wäre das ja unüblich, und er stuft jdes Jahr nur die besten 10% der Abteilung hoch und und und.

Wie gehe ich mit dem Thema jetzt um? Über ein Jahr noch warten ist mir zu lange, dann stehen ja schon die Verhandlungen bzgl. Weiterbeschäftigung an und mein Lebenslauf wäre dann einigermaßen gut davor, der Bachelor so gut wie fertig....

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Ich klopfte daher bei der Sachbearbeitungsfirma an, die für meinen ersten AG die Sachbearbeitung übernommen hat. Mit den Kollegen habe ich früher schon zusammengearbeitet, ich saß nämlich im Markt und die haben meine Anträge weiter bearbeitet. Fast alle Kollegen kannte ich, bei dem Chef hatte ich einen Stein im Brett. Die Bewerbung war daher ein Selbstgänger und ich fühle mich dort auch sehr sehr sehr wohl!

Im Bewerbungsgespräch sprachen wir über das Gehalt. Ich äußerte meinen Wunsch unter der Maßgabe, dass ich ja fachlich noch nicht ganz fertig bin (ist einfach so, das hat nichts mit "unter-Wert verkaufen" zu tun) und der Chef ja auch in mich investieren müsse. Zähneknirschen seitens des Cheffes gab es nicht ;-)

....

Ich denke, Sie haben beim Vorstellungsgespräch die Situation falsch eingeschätzt. Sie haben sich wohl gefühlt, Sie hatten den Eindruck, das ist ein "Heimspiel" und beim Gehalt keine Vertragsverhandlung. Und deshalb haben Sie sich auf Wischiwaschi seitens des Unternehmens eingelassen und geglaubt, das werde sich schon alles richten.

Nun sind Sie verblüfft und verärgert, dass das Unternehmen (hier in Person des direkten Vorgesetzten) das offenbar ganz anders sieht. Man hat keine ergebnisbezogenen Absprachen mit Ihnen, man hat nichts Schriftliches fixiert, also hält man sich an die allgemeinen definierten Abläufe. Und ich fürchte, Sie können da erst mal nichts dran ändern.

Zum Gespräch am Jahresende würde ich mich gut vorbereiten und meine Fortschritte und Ergebnisse argumentativ aufbereiten und mit nachprüfbaren Fakten belegen. Und versuchen herauszubekommen, wie denn so die allgemeine Gehaltseinstufung so ist, ob Sie da im Durchschnitt liegen oder (viel) drunter.

Für die Zukunft würde ich draus lernen....

Grüße

Sabine Kanzler

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Nunja, ich war in einer Notsituation und mit solchen Gesprächen habe ich bisher kaum Erfahrungen.

Trotzdem vielen Dank für Ihre Einschätzung, sie teilt sich nämlich mit meiner Sicht über die Situation.

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