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tassilop

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  1. Das mit den Straßennetz ist sehr naheliegend. Hier ein etwas älteres Bild meines Ontologischen Graphen (Informationsstrukturen):
  2. Gar nicht schlecht, Respekt! Das mit der Sicherheit stimmt, aber dadurch, dass ich meine eigenen "Seitenwege" dem sachbezogenen "Pfad" hinzufügen kann, wandelt er sich zu einem persönlichen Straßennetz, das noch dazu in ein Gesamtmodell integriert ist und so entsteht eine persönliche "Wissensstadt", unabhängig und doch bezogen auf den Kurs. Besonders wichtig ist, dass alle „Häuser“ von allen „Häusern“ aus über das Straßennetz erreichbar sind. Wenn die vorhandenen Pfade nicht ausreichen oder zu weit sind, erzeuge ich neue. Es ist also nicht nur die Sicherheit, es ist die Integration von etwas Fremden (Sachwissen) in ein Gesamtmodell meiner Lebensrealität, denn meine Wissensstadt enthält neben den Kursaspekten auch meine Verträge, Recherchen, meine musikalischen Kompositionen, meine erfundenen Geschichten... Alles potentiell vernetzt über ein wachsendes Straßennetz. So kann sich ein Protagonist einer meiner Geschichten auf Aspekte eines Kurses beziehen und schon wird ein neuer Pfad eröffnet, eine neue persönliche Assoziation entsteht.
  3. Danke für den Glückwunsch! Das mit dem "muss alles einen Sinn haben" war bei mir früher auch so, dann konnte ich aber nur Lernen, was mir auch lag und das nur sehr kurz, weil ich dazu neige, ständig drastisch abzuschweifen. Das war ziemlich schlecht, denn meine Vorlieben sind doch sehr eigen und haben nie den Anforderungen entsprochen. Deshalb hab ich im Fernstudium zum Dipl.Inf. alle Lehrbriefe mehrfach auswendig gelernt, was aber sehr belastend war. Mittlerweile arbeite ich mit semantischen Modellen, d.h. Informationsstrukturen, deren Aufbau denen des jeweiligen Themas gleicht. Beispielsweise ist ein Index eines Buches eine Baumstruktur. Jedes Thema hat ganz individuelle Strukturen. Die so entstehenden gedanklichen Modelle reichere ich immer mehr mit eigenen Vorstellungen und Ideen an. Damit entsteht eine persönliche Informationsstruktur, die aber niemals soweit abschweift, dass ich den "roten Faden" verliere, wie früher. Doch das geht nur befriedigend mit Ontologischen Anwendungen, ansonst bleibt mir wirklich nur auswendig lernen.
  4. Nach über einem Jahr habe ich den Kurs "Geprüfte/r Java-Programmierer/in (ILS)" abgeschlossen. Dies habe ich nur geschafft, weil ich umfangreiche Werkzeuge zur Unterstützung des Lernprozesses selbst entwickelt habe. Ich leide an ADHS und weder Medikamente noch jahrelange Psychotherapien waren hilfreich, ganz im Gegenteil. Die Medikamente wirkten zum allergrößten Teil nicht oder sogar lähmend und die Therapien nur destruktiv. Erst die Entwicklung und Nutzung von Wissensmanagement-Werkzeugen auf der Basis neuartiger Theorien (semantic Web), bringen spürbare Abhilfe und zeigen mir, wie rückständig unsere gesellschaftlichen Strukturen im Umgang mit ihren eigenen Grenzen sind. Auch ich dachte früher, ich sei faul oder oberflächlich, ganz im Sinne einer ignoranten Gesellschaft. Jetzt weiß ich, dass es unterschiedliche Arten des Denkens gibt und ohne entsprechende Förderung durch Methoden, Werkzeuge und Respekt dem scheinbar Falschen gegenüber, entsteht eine destuktive Verkümmerung dieser Arten und dies macht aus vielen Menschen gesellschaftliche Verlierer. Ich wünsche mir, dass unsere Gesellschaft die Förderung irgend wann erlernt. Im folgenden Blogbeitrag erläutere ich einige der von mir entwickelten Werkzeuge und ansatzweise die dahinter stehende Theorie anhand von Beispielen, bezogen auf den Lehrgang "Geprüfte/r Java-Programmierer/in (ILS)". http://informationsgremium.de/oblog/?p=526 Alle, die den Artikel durchlesen (vielen Dank und Respekt!) und sich anschließend fragen: "Was ist an den gezeigten Methoden und Werkzeugen so besonders?", will ich zentrale Punkte nennen: Typisiertes Tagging (klassifizierte Verschlagwortung) - wesentlich komplexere Systematisierung in semantischen Modellen, gepaart mit leichterer Verständlichkeit Graphenstrukturen: Einstieg in die Wissensstrukturen ist von nehezu beliebig vielen Stellen aus möglich. - "Chaotisches" Denken wird respektiert Bildung von individuellen Strukturen, die gleichberechtigt neben den themenbezogenen Strukturen existieren und benutzt werden können. - Individualität wird in jeder Phase des Lernprozesses als wichtiger Teil akzeptiert und gleichberechtigt neben dem gesicherten Wissen anerkannt.
  5. tassilop

    ADHS und Fernstudium

    Hallo Markus, Mit dem Ontology-Module liegst du richtig, es ist einer der großen Unterschiede zu klassischen Informationssystemen. Mit ihm und der darunter liegenden Datenbank, einer ontologischen Graphendatenbank, entstehen ganz neue Möglichkeiten. Dadurch wird es möglich, Verknüpfungen zwischen Informationsbestandteilen zu generieren, die die Informationen in meine persönliche Lebensrealität besser integrieren. Ich benutze beispielsweise Begriffe der Klasse "Allgemeine Softwareentwicklungselemente", die den einzelnen Abschnitten in den Lehrbriefen zugeordnet sind auch in meiner täglichen Arbeit als Entwickler. Damit entstehen einheitliche Terminologien im täglichen Arbeiten und eine Verknüpfungen mit anderen Teilen meines Lebens. Die Inhalte der Lehrbriefe werden optimaler in meine Lebensrealität integriert. Ich hab das beispielsweise auch schon bei einem Kurs zum Ernährungsberater gemacht. Die Begriffe aus dem Kurs habe ich beim notwendigen Monitoring der Ernährung meiner Tochter (Frühgeburt) wieder benutzen können und so einen viel engeren Bezug zwischen beiden Bereichen herstellen können, was zu einer leichteren persönlichen Disziplinierung führte. Es entstehen Themenübergreifende persönliche Assoziationsketten. Über das Ontology-Module sind diese Assoziationsketten direkt im Zugriff und das Modul ist in jedes andere Modul integriert. Damit entstehen Suchmechanismen, die einheitlich, wesentlich genauer aber auch umfassender und vor allem der eigenen Lebensrealität angepasster sind. Eine dieser Suchmechnismen, die möglich wird, ist die Navigation in Assoziationsketten. Oft erinnert man sich an etwas, das mit etwas anderem in Bezug steht und scheinbar nichts damit zu tun hat, beispielsweise einer Farbe, wenn man an eine Person denkt. Mit meinem System kann ich eine Assoziationskette zwischen einem Objekt mit dem Namen der Person und der Farbe herstellen. Diese Assoziation ist in der Suche sofort und in jedem Modul nutzbar. Diese Assoziationsketten können beliebige Längen annehmen, was ein weiterer großer Unterschied ist. Da jedes Modul Zugriff auf das Ontology-Module hat, wird die innere Logik, die während dem Arbeiten entsteht, quasi von Modul zu Modul weiter gereicht. Damit entsteht eine wesentlich größere Integration von Anwendungen in die täglichen Arbeit. Letztendlich werden alle Suchmechnismen, also normale Begriffssuche, Filter, also das Ausblenden von Informationen und auch die beschriebene Navigation in alle Module gleichermaßen integriert. Außerdem kann ich wie gesagt, eigene Assoziationspfade erzeugen, die auch Wege verkürzen und damit unnötiges Abschweifen verringern. Ich kann einer neu generierten Liste "Will ich nächste Woche Lernen" die Kapitel zuordnen, die ich nächste Woche lernen will. Diese Zuordnung kann ich als Filter benutzen und durch die Integration der Kapitelstruktur finde ich das Kapitel auch schneller. Ich kann auch ein Informationsobjekt "Belohnung für die Abarbeitung der Liste >>Will ich nächste Woche Lernen<<" erzeugen. Diesem Informationsobjekt ordne ich zum Einen die erste Liste zu. Zum Anderen kann ich ihr Belohnungen zuordnen, also beispielsweise einen Link zu etwas, das ich mir zur Belohnung kaufe. Ich komm dann beim Erreichen des Ziels über die Navigation zur Belohnung, ohne beispielsweise nochmal im Internet suchen zu müssen oder im Dateisystem nach der Liste. Hier sieht man schön das Potential der Bruchfreieren Integration in die Lebensrealität, als mit klassischen Informationssystemen. Besonders beim Lernen ist eine solche Themenübergreifende Integration von großer Bedeutung, weil die Inhalte in eigene vorhandene Wissensstrukturen bruchfrei eingeordnet werden können und damit ein wesentlich schnelleres und einfacheres Lernen möglich wird. Ich hab dies gemerkt, als ich in einem Projekt innerhalb von einigen Wochen, mehrere tausend Seiten durcharbeiten musste, um das Thema, dass mir völlig neu war, zu verinnerlichen und innerhalb dieser Zeit auch noch eine Lösung zu erarbeiten. Durch die Einordnung des gefunden Wissens in schon vorhandene Wissensstrukturen und noch dazu direkt in die Planung der Lösung, ging dies viel leichter und schneller. Ich musste wesentlich weniger durchlesen, weil ich schneller einen Überblick entwickelte und damit früher Teile gezielter auslassen konnte, als mit einer anderen Vorgehensweise. Die Lösung orientierte sich viel enger an gegebenem Wissen, als ich es früher bei solchen Projekten geschafft hätte. Für diese Art des Lernens habe ich die gleichen Module benutzt, wie für das Lernen der Lehrbriefe. Tassilo.
  6. tassilop

    ADHS und Fernstudium

    Als ich vor fast 20 Jahren mit Fernlehrgängen begann, dachte ich mir noch, dass ich den Kurs, damals C++-Programmierer bei der SGD, für mein berufliches Weiterkommen absolviere und mir war nicht klar, dass ich das Medium "Fernlehrgang" benutzt habe, weil der Standard-Bildungsweg, den unsere Gesellschaft bietet und auch fordert, nicht der meine ist. Als ich beispielsweise von der Hauptschule zur Realschule wechseln wollte, hieß es, dass ich das sowieso nicht schaffen würde, mit einem Durchschnitt von 3. Ich bewältigte die Realschule an der Grenze zum Scheitern, also innerhalb von 4 Jahren mit einem Disziplinarverfahren, das fast den Ausschluss zur Folge hatte. Dies wurde nicht besser. Eine spätere Ausbildung und ein Studium brach ich ab und stand dann vor den Trümmern meiner gescheiterten Ausbildung. Ich wählte den Weg des Quereinsteigers und begann den Fernlehrgang zum C++-Programmierer, den ich aber ebenfalls abbrach. Ich versuchte es ein zweites Mal bei der ILS und brach den zweiten Versuch wieder ab. Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel, aufgrund der schlechten Aussichten und der Einschätzung meiner Umgebung, ich sei nur "Chronisch Faul", dominierten mein Leben. 1999 führten diese Selbstzweifel dazu, dass ich mit aller Macht ein Fernstudium bei der privaten Fernfachhochschule Darmstadt zum Informatiker durchführen wollte. Das Studium dauerte bis 2005 und zeigte mir, dass ich die Selbsteinschätzung "Faulheit" in "Vermeidung von Schmerz" umwandeln musste, denn der Zwang zum Lernen, überführte die nebulöse Hemmung, die als Faulheit identifiziert wurde, in körperlichen Schmerz, den ich nicht mehr als Faulheit abtun konnte. Ich lag des Öfteren während oder nach dem Lernen auf dem Boden und krümmte mich vor körperlichem Schmerz. Trotzdem zog ich das Studium durch. Dies gelang mir aber nur, weil ich aufgrund meiner Erfahrungen als Quereinsteiger eine Software entwickeln konnte, mit der ich die Lehrbriefe schrittweise auswendig lernte, also erst den jeweiligen Absatz wortwörtlich schriftlich wiederholte und anschließend in mehreren Stufen mit eigenen Worten wiedergab, bis ich den Inhalt verinnerlicht hatte. Die Antworten ordnete ich in verschiedene Wissensstufen ein, wie "Weiß ich nicht" oder "Gewusst Stufe 1". Bei der Software handelte es sich um ein Karteikartensystem für Fernlehrgänge. So gelangte ich an den Kern der Aussagen und konnte mir dann eigene Gedanken dazu machen. Im Moment absolviere ich wieder einen Fernkurs zum Java-Programmierer. Der Schmerz ist nicht mehr vorhanden und die Hemmung hat ein "normales" Maß erreicht. Dies verdanke ich den Erfahrungen des Studiums und der folgenden Entwicklung eines Systems zum Wissensmanagement, welches ich auch für die Bewältigung des Kurses und vorheriger Kurse benutze und benutzt habe. Das System verwirklicht aktuelle Erkenntnisse der Informatik in Bezug auf Wissensmanagement und kann dem Themenbereich "Semantic Web" oder "Web 3.0" zugeordnet werden. Es zeichnet sich dadurch aus, dass zu allen Informationen im System Assoziationen erzeugt werden können, zu denen wiederum Assoziationen erzeugt werden können. So entstehen nahezu endlose Ketten von Assoziationen. Diese Assoziationen sind auch für Computer zu einem bestimmten Maß verständlich, wodurch berechnet, gruppiert, gefiltert und gesucht werden kann. Dadurch entsteht eine wesentlich bessere Unterstützung bei der Erkenntnisfindung mit Hilfe von Computern, als es alle von mir bisher getesteten Methoden und Werkzeuge ermöglichten. Diese Werkzeuge waren beispielsweise Papier und Stift, Farbstifte, Gliederungen, Diktiergeräte oder Mind-Maps. Mir hilft das System beim Lernen, aber auch beim Arbeiten oder beim Verwalten meiner Fotos und mp3s, weil es erlaubt, die scheinbar unumstößlich Wahrheit zu umgehen, dass man sich bei der zielorientierten Erkenntnisgewinnung, wie dem Lernen, auf das wichtige konzentrieren muss. Das System erlaubt, alle Assoziationen, die in einem bestimmten Zusammenhang entstehen, zu "notieren" und hilft teils automatisch dabei, den "roten Faden" nicht zu verlieren, unterstützt mich also im Nachhinein bei der Trennung von Wichtig und Unwichtig. Das Format "Fernstudium" erlaubt die Anwendung solcher Werkzeuge und Methoden, weil sie im allgemeinen Zwischenmenschlichen Umgang nicht akzeptiert werden und damit nur im "Stillen Kämmerchen" möglich sind. Diese Erfahrung muss ich leider immer noch bei der Arbeit mit dem System machen. Wenn ich die Arbeit mit dem System nicht weitgehend verberge, wird mir Zeitverschwendung oder Eigennutz vorgeworfen. Das beschriebene Phänomen nennt sich ADHS und wird landläufig als Krankheit bezeichnet. Ich bezeichne es als Symbol für eine Gesellschaft, die nicht in der Lage dazu ist, über Ihren Horizont hinaus zu denken und deshalb Integration hier nur über Medikamente und Psychotherapien betrieben werden kann, also in Form der gewaltsamen Anpassung des Individuums an diese Gesellschaft. ADHS ist für mich eine andere Art zu Denken und erfordert deshalb andere Werkzeuge für zielorientierte und komplexe Erkenntnisgewinnung! Wer mehr wissen will, hier ein Blogeintrag meines Blogs zu den Erfahrungen mit diesen neuen Werkzeugen der Erkenntnisgewinnung: Ontologischer Zwischenbericht meines Fernkurses “Geprüfte/r Java-Programmierer/in (ILS)” Um jetzt Missverständnisse zu vermeiden. Das System hat keinen kommerziellen Grad erreicht, sondern befindet sich noch im Vorstadium und erfordert noch viel Arbeit, bis ein kommerzieller Grad erreicht ist. Ich will also hier kein kommerzielles Marketing betreiben. Auch bin ich völlig alleine, weil ich bis jetzt niemanden gefunden habe, der an der Weiterentwicklung solcher Werkzeuge interessiert ist. Falls aber jemand interessiert daran ist, diese Art der Erkenntnisgewinnung zusammen mit mir zu erkunden, hier meine Email-Adresse: tassilok@gmx.de
  7. Ich arbeite momentan als Datenbank-Programmierer, d.h. ja.
  8. Danke für deine Antwort. Ja ja, der gute alte Zwang, durch noch mehr Leistung endlich einen Erfolg zu erzwingen ohne auf die persönlichen Folgen zu achten. Da zeigt sich wieder, wie wichtig die Frage nach der Zielsetzung, die Frage nach den Erfolgchancen einer bestimmten Zielsetzung und die Frage nach den persönlichen Folgen des Weges vom Anfang zum Ziel sind und wie wichtig es ist, zu akzeptieren, dass diese Fragen oft vorher nur unzureichend beantwortet werden können;-)
  9. Ich habe von 1999 bis 2005 an der PFFH Darmstadt Informatik studiert. Vorher hatte ich schon versucht, eine Ausbildung und ein Studium auf die herkömmliche Art und Weise zu absolvieren, ohne Erfolg. Ich scheiterte nach kürzester Zeit. Das Fernstudium konnte ich absolvieren, aber nur deshalb, weil ich die 8000 – 10000 Seiten Lehrbrief auswendig gelernt habe. Ich tat dies in der Form, dass ich die Absätze der Lehrbriefe in Fragen und Antworten gegliedert habe. Die Antwort war ein Teil des Textes und die Frage passte zum Text. Die Antwort habe ich solange mit eigenen Worten wiedergegeben, bis ich wusste, was im Absatz steht. So war ich mit der Zeit in der Lage dazu, die Inhalte zu verinnerlichen und die Prüfungen zu schreiben. Mittlerweile weiß ich, dass ich ADHS habe und nur sehr bedingt in der Lage dazu bin, auf klassische Art und Weise systematisch Erkenntnis zu erlangen, also mit Hilfe der Methode „Schau dir eine Sache an, nimm dir die wichtigen Aspekte und grenze sie zu den Unwichtigen ab und bilde daraus dein geistiges Modell der Sache, mit dem du dann weiter arbeiten kannst.“ Durch die von mir im Studium praktizierte Variante ging ich nach der Methode vor: „Schau dir eine Sache an, nimm dir viele wahrnehmbaren Aspekte und grenze sie nicht ab. Verinnerliche sie solange, bis du in der Lage dazu bist, ein geistiges Modell zu erstellen, welches die wichtigen Aspekte enthält. Mit diesem kannst du dann weiter arbeiten.“ Diese Vorgehensweise habe ich innerhalb der Jahre seither zu einer Erkenntnistheorie mit Hilfe eines eigenentwickelten Informationssystems weitergeführt, welche die Vorgehensweise für jegliche Erkenntnisgewinnung ermöglicht. Beim Informationssystem handelt sich um ein erweitertes semantisches Netzwerk mit der Möglichkeit, Module in dieses Netzwerk zu integrieren, die Aufgaben automatisieren, mit anderen Worten es ist Facebook sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass es nicht auf die Vernetzung von Personen beschränkt ist, sondern die Vernetzung jeglicher Art von Information intuitiv ermöglicht. Damit bin ich jetzt in der Lage, die täglichen Herausforderungen im Arbeitsleben und auch im Privatleben relativ einfach zu meistern im Gegensatz zu vorher. Somit hat sich für mich das Fernstudium mehrfach gelohnt. Zum einen habe ich meine Berufschancen verbessert (erwartet) und konnte damit die eigenen Fähigkeiten durch eigenentwickelte Werkzeuge soweit optimieren, dass ich im Arbeitsleben mittlerweile bestehen kann (unerwartet). Vielen Dank PFFH.
  10. tassilop

    Gedanken zum Nutzen eines Studiums

    Ja, das ist eine der Alternativen, die wohl in meinem Fall gangbar sind, um etwas an meiner Situation zu ändern. Eine andere, die ich gerade versuche, ist die Entwicklung eines semantischen Datenbank-/Anwendungssystems und die Präsentation in einer Entwicklerzeitschrift. Die Entwicklung und die Präsentation eines solchen Systems ist mir nur möglich mit dem Fernstudium als Hintergrund, doch zeigt sich schön die Problematik. Durch ein solches Studium eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten, doch die Nutzung dieser Möglichkeiten liegt außerhalb des Studiums. Leistung in Form eines erarbeiteten Studiums ist ein Faktor, andere sind z.B. der Grad der Chancengleichheit oder Durchsetzungsvermögen. Wenn Faktoren wie der Grad der Chancengleichheit immer entscheidender werden beim Erfolg, dann werden die Möglichkeiten der Beeinflussung von Erfolg und Misserfolg durch den Einzelnen immer kleiner. Ich persönlich habe das Gefühl, dass der Grad der Chancengleichheit in Deutschland die letzten Jahre rapide gesunken ist, und Faktoren über Erfolg und Misserfolg in beruflichen Laufbahnen entscheiden, die vom Einzelnen immer weniger beeinflusst werden können.
  11. tassilop

    Gedanken zum Nutzen eines Studiums

    Es gibt z.B. Bereiche, in denen besteht breites Misstrauen gegenüber Akademikern, weil sie als „Theoretiker“ gelten und „keine praktische Erfahrung haben“. Ich persönlich habe dies im IT Support-Bereich am eigenen Leib schon des Öfteren erfahren müssen. Da wird dann plötzlich Erfahrung entwertet, weil sie theoretisch angereichert ist. Weiterhin geht es um die Gefahr der Konzentration von Know-How auf einzelne Personen. Studium erhöht zum Einen direkt Know-How, zum Anderen verbessert es aber auch die Fähigkeit, Know-How selbständig zu erarbeiten. In Bereichen, in denen Lösungen erarbeitet, nicht nur benutzt werden sollen, entsteht so eine hohe Gefahr, dass Problem-Lösungs-Strategien durch einzelne eingeführt werden, bei denen die Kollegen nicht mehr ohne weiteres (Kosten f. Weiterbildung oder Neueinstellung) mithalten können. Ändern sich in einer Abteilung Prioritäten, z.B. von „Problemlösung“ – in Guten Zeiten, zu „Kostenreduktion“ – in Schlechten Zeiten, kann ein solcher Kollege leicht zu einem sichtbaren Problem für Entscheider werden. Dann steht ihm sein Wissen, dass er sich durch Studium erarbeitet hat und die Fähigkeit, selbständig Wissen schneller anzureichern, evtl. im Weg. Wird beides kombiniert, kann plötzlich ein Kollege sowohl vor den anderen Kollegen, als auch vor den Entscheidern schlecht da stehen.
  12. tassilop

    Gedanken zum Nutzen eines Studiums

    Hallo zusammen, ich habe im Jahr 2005 an der pffh Darmstadt das Diplom in Informatik (Informationsmanagement) mit 1,7 abgeschlossen. Leider konnte ich das Studium beruflich bisher nicht fruchtbar nutzen. Ich erinnere mich an Aussagen meiner Arbeitgeber, wie "Du muss wissen, auf welcher Hochzeit du tanzen willst!" Oder "Bei uns wird nicht nach Abschluss bezahlt, sondern nach Leistung!" Oder Versprechungen wurden nicht eingehalten und sind im Sande verlaufen. Letztendlich arbeite ich in der gleichen Stellung, wie vor meinem Studium und verdiene mittlerweile weniger als vor dem Studium. Bewerbungen um eine Fachlich niveauvollere Stellung als im Support, z.B. Programmierer oder Datenbankadministrator werden mit Absagen oder keinen Antworten "belohnt". Nun kann es ja unterschiedlichste Gründe für solche beruflichen "misserfolge" geben, die auch völlig unabhängig von der Beruflichen Bildung sind, wie auch bei mir z.B. persönliche Probleme hinzukamen, doch möchte ich folgende Behauptungen in den Raum stellen und bin auf eure Meinungen gespannt: Nach dem Studium sollte keine Zeit verloren werden, um dieses beruflich zu nutzen, sonst kann es sich sogar nachteilig auf den Lebenslauf auswirken, z.B. dargestellt durch die Frage: "Sie haben studiert, arbeiten aber seit fünf Jahren fachlich unverändert weiter. Da kann es mit Ihrem Studium ja nicht so weit hergeholt sein!" Ein Studium sollte mit bedacht und zielführend gewählt werden, d.h. es sollte feststehen, was man mit dem Studium konkret anfangen will, und wie man das anfangen will. (Nicht: z.B. Ich arbeite als Call-Center-Agent und studiere dann und hoffe, dass mein Arbeitgeber das dann honoriert) Durch Studium bedingt lernbare Fähigkeiten, wie Verhandlungsgeschick, Zielorientierung, Selbstbewusstsein... sind genauso wichtig, wie Studienabschlüsse und stellen in bestimmten Kombinationen Schlüsselqualifikationen für Führungstätigkeiten dar. Bei technisch/fachlich orientierten Tätigkeiten (z.B. Techniker) ist ein Studium, in dem hauptsächlich Führungstechniken vermittelt werden, nicht zielführend, bzw. sogar hinderlich, wenn keine Führungstätigkeit angestrebt wird. Es gibt Tätigkeitsbereiche, in denen ist systematisches, „denkendes“ und wissenschaftliches Vorgehen, wie es in Studien vermittelt wird, nicht nur nicht erwünscht, sondern geradezu sehr störend. Solche Bereiche sollten mit Studienabschluss verlassen oder das Wissen aus dem Studium vollständig an den Nagel gehängt werden. Danke. Tschüss. Tassilo.
  13. Hallo zusammen, ich werde demnächst eine eLearning-Lösung von Skillsoft testen und würde hierzu einen Blog verfassen, wenn Interesse besteht. Diese Lösung hat die Bezeichnung SkillChoiceIT und umfasst alle eLearning-Produkte von Skillsoft (ehemals netG) im IT-Bereich, d.h. mehrere hundert Prüfungsvorbereitungen zu verschiedensten Themen, wie SAP, Windows Server, ITIL... Ich will aus dem Programm eine und wenn erfolgreich weitere Vorbereitungen zu Zertifizierungen im IT-Bereich ausprobieren, die günstig sind und mich beruflich interessieren, in meinem Fall evlt. SAP bzw. Visual C# oder aus dem Datenbankbereich. D.h. ich mache mit dem eLearning-Programm die Prüfungsvorbereitung und melde mich dann an einem Prüfungscenter zu der entsprechenden Zertifizierung an. Meine Erfahrungen würde ich dann in Form eines Blogs weiter geben. Nun Eure Meinungen, bitte. Danke. Tschüss. Tassilo.
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