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manu07

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  1. Hallo, ich würde an deiner Stelle, wie einige andere Poster bereits empfohlen haben, eher den Weg über eine beruflichen Zugang oder eine berufliche Qualifikation forcieren. Hier bestehen mehrere Möglichkeiten. Du kannst versuchen eine Hochschulzugangsprüfung abzulegen, da du eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine entsprechende fachliche Berufstätigkeit vorweisen kannst. Diese Prüfungen haben aber einige Nachteile, denn der auf diese Art erlange Hochschulzugang ist fachlich bindend und meist auf die Hochschule, an der die Prüfung absolviert wurde beschränkt. Anmerkung: Habe deinen Beitrag nochmal gelesen, du befindest dich derzeit in der Berufsausbildung, daher sind die Möglichkeiten über die berufliche Qualifikation derzeit noch nicht möglich. Wenn dir die Berufsausbildung zusagt dann solltest du dich zunächst voll auf die Ausbildung konzentrieren und wenn immernoch gewünscht, einen Fernabitur Kurs im Anschluss an die Ausbildung aufnehmen. Du kannst eine Aufstiegsqualifikation erlangen, bsp. Geprüfte Rechtsfachwirtin. Damit erlangst du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung du kannst damit potenziell ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule aufnehmen, eine fachliche Bindung besteht nicht. Wenn ich das richtig erfasst habe, dann hast du eine vollwertige Fachchoschulreife erlangt, das heißt du kannst auch hier bereits fachlich frei ein Studium an einer Hochschule aufnehmen. Formal kannst du mit diesem Abschluss auch eine einer Universität ein Studium aufnehmen, dies ist derzeit in Hessen und Niedersachsen der Fall. Du kannst auch jetzt theoretisch eine akademische Zwischenstufe einbauen, in dem du einfach mal irgendein Bachelor Studium absolvierst, wenn du das erfolgreich abgeschlossen hast, hast du ebenfalls die Möglichkeit an Universitäten zu studieren. Allerdings ist dann der Notenschnitt nicht ganz unbedeutend, ebenso gilt man dann unter Umständen als Zweitbewerber. Insgesamt bestehen potenziell einige Möglichkeiten, in deinem speziellen Fall aufgrund deiner bisherigen Qualifkation würde ich diese genannten Möglichkeiten, dem Fernabitur bzw. der Externenprüfung zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife vorziehen, weil du hier tatsächlich nicht einfach nur anknüpfen kannst sondern im Grunde eigentlich von vorne beginnen musst, ein Fernstudium durchaus fordernd und anstregend ist, das Modell unterscheidet sich zudem erheblich von einem klassischen Präsenzschulbesuch. Folgende Faktoren sind hier relevant. Zeitfaktor, Kostenfaktor, Faktor der Unsicherheit ob der Abschluss erlangt werden kann. Daher solltest du die oben genannten Varianten für dich mal durchgehen und prüfen ob diese eventuell zu präferieren sind. Welche Möglichkeit du auch wählst, viel Erfolg
  2. Ich weiß natürlich nicht wie ernst dir diese Diskussion ist aber ich gehe mal davon aus du meinst es ernst und es ist dir ein Anliegen. Und dann muss ich sagen, ja ich sehe in unserer Gesellschaft tatsächlich ein Problem bei der Integration von benachteilligten Menschen in den Arbeitsmarkt bzw. bin auch der Meinung, dass in vielen Bereichen Zugangshürden abgebaut werden müssen, das sehe ich aber primär im Bereich der schulischen Bildung sowie im beruflichen Bereich. Bezogen auf die Hochschulen müssen dann schon gewisse Anforderungen bestehen, alles andere wäre nicht wirklich förderlich. Aber da muss man schauen ob man da nicht individuelle Zugangsmöglichkeiten für benachteilligte Menschen schafft, die über eine entsprechende Eignung verfügen. Man hat aber auch durchaus viele Möglichkeiten geschaffen, es gibt unter anderem die überbetrieblichen Berufsausbildungsmodelle, die zu regulären Abschlüssen führen, auch bei der schulischen Ausbildung gibt es bereits spezialisierte Angebote, aber in den genannten Bereichen sollte man noch viel mehr Möglichkeiten schaffen, die hier den Zugang und die Integration benachteilligter Personengruppen verbessern. Ich meine mit Hürden abbauen und Zugänge erleichtern übrigens primär Formale Aspekte, bezogen auf das Anforderungsniveau sollten keine Abschwächungen umgesetzt werden im Gegenteil, hier muss man gewissen Entwicklungen sogar entgegenwirken und das Ziel verfolgen die Anforderungen wieder anzuheben. Damit man diese anhaltende systematische Entwertung von formalen Qualifikationsnachweisen, in dem Fall bei Schulabschlüssen, eindämmt.
  3. Das mit fachbezogen ist so nicht richtig, wenn man das Studium aufnimmt aufgrund einer Berufsausbildung mit anschließender beruflicher Tätigkeit, dann trifft das zu wenn man jedoch über einen Fortbildungabschluss, wie Meister, Techniker oder Fachwirt verfügt, so kann man ein beliebiges Studium aufnehmen. Aber eine Hochschule die eine Studienaufnahme ohne jegliche Voraussetzungen ermöglicht gibt es in unserem Land nicht.
  4. Danke für den Link. Es ist erfreulich, dass hier durch die Studie mal tatsächliche Gegebenheiten auf Teilbereichen des Fachkräftemarktes präsentiert werden. Angemerkt werden muss, dass es hier bezüglich der Studie, vorrangig um Bereiche geht, wo keine Akademische Qualifizierung im Vordergerund steht. Das IW ist jetzt natürlich nicht die unabhängigste Institution, zudem ja die Vermarktung von ideologischen Haltungen ihrer Träger und Förderer eine zentrale Rolle einnimmt, aber ein Institut kann auch gewisse Haltungen vertreten, dass ist legitim und konstruktive Wirtschaftsinteressen haben ihre Berechtigung, zudem dienen diese ja der Stabilität der Arbeitsplatzsicherung und somit der Gesellschaft. Das IW ist zudem seriös, etabliert und hat sich immer wieder auch fachlich-inhaltlich seine Kompetenz belegt. Ob es diese Studie konkret gebraucht hätte, um diese Mängel in Teilbereichen zu dokumentieren, darüber kann man streiten, denn ansich sind diese Umstände, sowohl in der Gesellschaft wie auch in Kreisen der politischen Akteuren bekannt. Gerade der Bereich Soziales, Gesundheit, Pflege usw. dort kann man die Personalsituation als dramatisch bezeichnen, allerdings ist das ein Umstand, der schon seit Jahren besteht und der sich immer weiter zugespitzt hat. Die Entwicklung liegt aber auch im System begründet und die entsprechende Branche hat diese Entwicklung zu ganz großen Anteilen selbst herbeigeführt, mindestens stark begünstigt. Die Politik hat das auch alles bisher weitgehenst vernachlässigt oder ignoriert. Die Rahmenbedingungen in diesen Bereichen müssen einfach erheblich verbessert werden und es muss ein Umdenken stattfinden. Der Mensch muss dort definitiv wieder mehr in den Mittelpunkt gestellt werden, sowohl als Leistungsempfänger, oder Klient, aber ebenso auf Seiten des Personals. Die Personalschlüssel müssen geändert werden, das Gehalt sollte den Leistungen gerecht werden. Die Ausbildung und Qualifizierung sollte gegebenenfalls auch weiter evaluiert und verbessert werden. Dann sind viele Prozesse im Berufsalltag, organisatorisch sowie strukturell einfach unvorteilhaft. Man muss da also erstmal im System anfangen viele bestehenden Missstände zu beheben, dadurch wird sich das Arbeitsumfeld verbessern, was die Attraktivität der Berufe in diesem Bereich, wie Krankenpfleger usw. erhöhen dürfte. Auch die Gesellschaft bringt hier aber gewissen Berufsgruppen seit Jahren aus meiner Sicht zu wenig Anerkennung und Wertschätzung entgegen. Neben den genannten sytstemischen und strukturellen Missständen muss auch die Finanzierung des gesamten Sozial und Gesundheitsbereiches durch die Politik und die Fachinstitutionen und Verbände sowie Krankenkassen evaluiert und hinterfragt werden. Die Situation wird durch den demografischen Wandel sowie den zunehmenden Trend hin zum Studium zusätzlich verschärft. Im Bereich Sozials ist vorallem die Finanzierung ein großes Problem, dort sind ja meist überwiegend Kommunen oder dessen Tochtergesellschaften, neben kirchlichen und Wohltätigen Gesellschaften als Träger aktiv. Ich habe den Eindruck, dass insbesondere die Berufstätigen in diesen Bereichen sich oft auch sehr stark mit ihrem Beuf verbinden und sehr motiviert sind. Aber man stößt dort vielfach an Grenzen, strukturell und quantitativ, ursächlich scheint in vielen Fällen die Finanzierung zu sein. Was ja insbesondere bei den staatlich getragenen Einrichtungen und Gesellschaften dann etwas irritiert. Zu diesem Sozialbereich zähle ich unter anderem die Kinderbetreuung, Jugendhilfe, Familienbetreuung, sowie auch Kindergärten usw. Die genannte Logistikbranche wurde scheinbar ein bisschen von der massiven Marktexpansion überrascht, weil das Potenzial und das Ausmaß des E-Commerce vermmutlich etwas unterschätzt wurde. Man ist mittlerweile bemüht die Strukturen anzupassen, es wird sehr viel investiert aber der Markt wächst weiterhin relativ stark. Somit besteht da ein großer Bedarf vorallem in der Abwicklung und Zustellung. Es wird auch der Bildungsbereich angesprochen, hier ist mir allerdings nicht so ganz klar, wo man dort einen großen Fachkräftemangel ausmacht, müsste man sich die Studie mal genauer betrachten. Wie sich die Situation im freien und privatwirtschaftlichen Bildungsbereich darstellt, kann ich nicht beurteilen, da mir hier das Hintergrundwissen fehlt und ich keinen genauen Überblick habe. Wenn man hier mit Bildung das staatliche System meint, dann ist dort ein Mangel wenn überhaupt immer nur lokal gegeben. Von einem generellen Lehrkräftemangel kann man nicht sprechen, auch wenn die Länder hier natürlich unterschiedlich verfahren. Man muss natürlich aber einbeziehen, dass sich ein Wandel im Schulsystem vollzogen hat und das Gymnasium andere Schulformen als neue Regelschule ersetzt, hier haben dann natürlich nicht alle Lehrer, je nach Gesetzt, die Lehrbefugnis für Gymnasien hier muss man also entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen durchführen. Weiterhin ist der Krankenstand und die vorzeitige Pensionierung bei Lehrern ein nicht ganz unwesentlicher Faktor. Aber wie schon erwähnt ein großer Mangel an Lehrkräften im staatlichen Bildungssystem besteht nicht. In diesem Fall, dient der demografische Wandel sogar der Entspannung, denn die Schülerzahlen werden überall zurückgehen. In einigen Metropolregionen wird sich der Effekt aber vermutlich nicht ganz so deutlich auswirken. Insgesamt aber werden die Kommunen, Landkreise und Länder als Träger, viele Schulen schließen oder fusionieren müssen. Das Interesse am Lehrerberuf seitens Schulabsolventen ist weiterhin sehr hoch. Spannend wird sein, wie sich der IT Arbeitsmarkt zukünftig entwickelt. Unabhängig von der Studie, was sich da derzeit im Handwerk und vielen Bereichen der Industrie im Schwerpunkt Produktion entwickelt, ist besorgniserregend und das hat Potenzial die Produktivität und Wirtschaftsleistung erheblich zu minimieren. Hier müssen relativ schnell auch Konzepte entwickelt werden, wie man das Ansehen und die Attraktivität der Handwerksberufe steigern kann. Vorallem muss man auch mal die heute bestehenden Vorzüge und Möglichkeiten deutlicher aufzeigen. Den wenig differenzierten Lösungsansatz bzw. die generelle Erwartungshaltung, die Migranten werden die Lücken schließen bewerte ich sehr kritisch, denn man kann ja nicht einfach über diese Menschen bestimmen, dass heißt es muss ein Interesse an bestimmten Berufen bestehen sowie eine Eignung bestehen und vor der Integration in den Arbeitsmarkt, steht hier genauso die Ausbildung und Qualifzierung, die erstmal durchlaufen werden muss. Da macht man sich das aus Sicht der Wirtschaft und Politik etwas zu einfach.
  5. http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/handwerk-will-duales-abitur-auf-dem-holzweg-der-akademisierung/11145218.html
  6. Krankenpflege sehr wichtig und richtiger Punkt aber das muss man etwas gesondert betrachten, denn dieser Wirtschaftsbereich funktioniert in vielen Belangen komplett anders, bezogen auf die rechtlichen Umstände, die Finanzierung usw. Das geringe Ansehen, vorallem zahlreicher Handwerksberufe ist zum teil auch hausgemacht, das ganze Thema wurde ja schon an anderer Stelle sehr ausführlich besprochen. Hier sind mehrere Faktoren ursächlich, es sind natürlich die Rahmenbedingungen, die Wertschätzung in der Gesellschaft ist aber auch nicht sonderlich ausgeprägt und hier haben natürlich auch die Verbände des Handwerks sehr viel verschlafen und sich früher zu wenig um Interessenten bemüht. Man muss den Wert dieser Berufe richtig darstellen, sie eventuell auch strukturell aufwerten, was man in Grundzügen mit der Möglichkeit der Aufnahme eines Studiums auch umgesetzt hat, hier wird sich zeigen müssen ob man diese qualifizierten Fachkräfte dann überhaupt in ihren Bereichen halten können wird. Aber im Lauf der Zeit hat sich auch bei der Gesellschaft viel verändert, die Haltung und die persönlichen Vorstellungen einer beruflichen Karriere haben sich schon sehr verändert, die eigentliche Arbeit tritt hierbei in den Hintergrund. Aber es ist eben ein ganz zentraler Punkt, es können nicht alle nur Manager und Chef werden und auch eine komplette völlige Entfaltung, der eigenen Vorstellungen entsprechen ist auch nicht umsetzbar. Es gibt auch Arbeitsmarktrealitäten. Ist es zweckdienlich und sinnvoll wenn jetzt alle ein Studium absolvieren ? Natürlich nicht, die einzelnen Absolventen werden immer weniger davon profitieren und da hierdurch in Bereichen ein Fachkräftemangel noch gefördert wird, ist das langfristig für die Wirtschaft und die Gesellschaft schädlich.
  7. Das muss ich entschieden zurückweisen, ich bin natürlich gegenüber der Wirtschaft positiv eingestellt und gewisse Marktmechanismen bestehen und sie entfalten auch Wirkung. Das die Unternehmen generell machen können was sie wollen, ist weder meine Position noch habe ich das jemals so geäußert im Gegenteil, ich kritisiere es wenn Unternehmen bestehende Gesetze und Bestimmungen unterlaufen oder Personen systematisch ausgebeutet werden. Die Missstände sind bekannt und wurden hier an diversen Stellen im Forum auch thematisiert. Die Politik muss die Arbeitnehmer natürlich auch schützen. Hier verstehe ich den Zusammenhang nicht ganz. Ich bezog mich in meinen Schilderungen ausschließlich auf Akademiker und ausgebildete Fachkräfte natürlich sind auch innerhalb dieser Gruppen immer wieder auch Personen von Hartz IV und Erwerbslosigkeit betroffen, sie machen dort aber nur einen kleinen Anteil aus. Hartz IV Bezieher verfügen überwiegend über keine abgeschlossene Berufsausbildung und sind meist eher geringfügiger qualifiziert, diese Aussage ist nicht pauschal zu verstehen. Bei einem Großteil bestehen zudem persönliche, gesundheitliche oder soziale Barrieren, die eine Integration in den regulären Arbeitsmarkt erschweren. Man hat in diesem Bereich aber auch viele effiziente Maßnahmen und Angebote geschaffen, damit meine ich keine Alibi oder Bewerbungskurse sondern es gibt da nachweislich viele Angebote, die Menschen erfolgreich qualifizieren. Das diese Leistungsempfänger jegliche Arbeit annehmen müssen ist in dieser Form nicht zutreffend. Da haben auch die Politikmagazine der öffentlich-rechtlichen teilweise ein seltsames Bild gezeichnet. Das diese Personen aber teilweise einem großen behördlichen und finanziellen Druck ausgesetzt sind, ist richtig. Mehrheitlich sind diese Empfänger keine hochqualifizierten Personen und um so weniger jemand qualifiziert ist, desto weniger Durchsetzungsvermögen hat er auf dem Arbeitsmarkt, dass ist schlüssig und auch nicht neu. Indirekt hat man einen Nischen Niedriglohnsektor geschaffen durch diese Ein-Euro Job Modelle, wo dann Unternehmen aber auch staatliche Institutionen sehr stark von profitiert haben. Die Zunahme von Werkverträgen ist ein Fakt, der findet sich aber vorrangig in der Industrie sowie im Dienstleistungssektor. Im Handwerk ist dieses Modell dann doch eher selten, was an der Stuktur des Handwerks liegt. Aber auch hier muss man schauen, wer denn in diesen Arbeitsverhältnissen steckt, auch hier spielt der Bildungshintergrund bzw. das Qualifikationsniveau eine wesentliche Rolle. Werkverträge ersetzen jetzt die Zeitarbeitsmodelle, die aufgrund politischer Intervention nicht mehr so attraktiv sind. Ich kann nachvollziehen wenn Unternehmen von solchen Modellen Gebrauch machen, lehne diese aber ab. Eine wirklich akzeptable Form wäre wirklich die Nutzung bei Expansion oder besonders hoher Auslastung. Aber dann wirklich Zweckgebunden und absolut temporär. Reguläre Arbeitsplätze dürfen hier nicht ersetzt werden. Die Einbindung ausländischer Arbeitskräfte hat es in vielen Bereichen schon immer gegeben, hier muss man aber auch sagen, dass die Anspruchshaltung und die beruflichen Karrierevorstellungen der Menschen sich stark verschoben haben, es geht mehr um die maximale Selbstverwirklichung, das Ansehen und möglichst hohe Positionen, das diese Haltung aber mit der Arbeitsmarktrealität nicht vereinbar ist erkennen viele dabei nicht. Die Leute sind sich für viele Aufgaben zu schade, das umfasst immer größere Bereiche und mehrere Sparten, diese Aufgaben werden dann von ausländischen Arbeitskräften übernommen, aber auch bei denen steigt der Wohlstand und somit die Anspruchshaltung somit wird das fortgetragen. Genau, dass habe ich doch unter anderem gesagt. Es braucht eine große und stabile Masse an ausführenden Kräften, Manager alleine können keine Wirtschaftsleistung und Produktivität generieren. Allerdings ist dies der heutige und auch zukünftige Zustand. Irgendwann wird sich das aber verändern, durch die Technologisierung, Digitalisierung und Automatisierung und da ist die Frage wie man dieser Entwicklung politisch begegnen möchte, heute blendet man dies gerne aus. Aber diese große Anzahl an Arbeitsplätzen wird wegfallen und auch dann wird nicht jeder Manager und Programmierer werden können. Hier gehen die Ansichten mittlerweile zunehmend auseinander. Wissenschaftler, promovierter Akademiker, ja das wirkt zunächst mal alles ganz toll, aber auch diese Personen müssen diese schmückenden Auszeichnungen qualtitativ rechtfertigen und untermauern. Und hier wird deutlich, dass Leute aus diesem Umfeld also Wissenschaftler, Akademiker und Pädagogen zunehmend feststellen, dass der faktische Wert von akademischen Abschlüssen und Dissertationen immer weiter sinkt. Es wird zunehmend ein Qualitäts und Niveauverfall bemängelt. Ein Studienabschluss ist heute zunehmend der Standard, dass heißt das man hier nicht mehr von einer erlesenen Auswahl an besonders Leistungsstarken Personen sprechen kann sondern diese Abschlüsse von einer relativ großen Masse erlangt wird. Innerhalb dieser Gruppen haben die wirklich besonders Leistungsstarken kaum noch eine Chance sich abzuheben, was ein Problem ist. Durch diese Verlagerung hin zum Studium, gerät der Studienabschluss zum Regelfall, dadurch wird dieser in der Form entwertet, was dann die Chancen der Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt wiederum einschränkt, aufgrund der formal hohen Konkurrenz. Auf der anderen Seite bricht langfristig das produktive Fundament weg, da eben die qualifizierten Praktiker in der Industrie und dem Handwerk fehlen. Was die Akademiker dann eben vergessen, sie sind von diesem Fundament aber abhängig, was genauso für die Wirtschaft und die Gesellschaft gilt.
  8. Bruno da muss man einige deiner Aussagen korrigieren. Die Wirtschaft versucht natürlich prinzipiell kosteneffizient zu wirtschaften, dass alleine ist erstmal auch nachvollziehbar, problematisch ist wenn Unternehmen Gesetze und Regeln unterlaufen. Das Handwerk besteht weiterhin überwiegend aus Kleinstbetrieben ergänzt um einige mittelständische Betriebe, und diese Handwerksunternehmer wollen ansich gerechte Löhne zahlen, gehören allerdings zu einer Gruppe von Unternehmen, die wirklich immer nur sehr begrenzte Mittel haben. Das Lohnniveau im Handwerk ist insgesamt nicht das höchste, das stimmt, aber es wird ansteigen aufgrund des Bedarfs und der Verschiebungen. Auf Zuwanderung setzen die Handwerksunternehmen, weil sie einen Bedarf an Arbeitskräften haben, den sie durch das heimische Angebot immer weniger gedeckt bekommen, den es gibt immer weinger Schulabsolventen und dann hat das Handwerk für die Absolventen auch nicht so sonderlich reizvoll. Ein großes Problem, ist die systematische und gewerbliche Schwarzarbeit, die zum Lohnverfall im Handwerk massiv beiträgt. Ist es möglich, dass du politisch in einer bestimmten Richtung geprägt bist ? Das Lohnniveau passt sich dem Markt an, in vielen Bereichen ist der Bedarf an Handwerksleistungen sehr hoch und steigt auch an, aber es gibt immer weniger Fachkräfte. Diese Verknappung, die sich aus der Verschiebung zum Studium sowie dem demografischen Wandel ergibt, wird hier die Unternehmen fordern und bei qualifizierten Personen auch langfristig zu Lohnsteigerungen führen. Bei vielen Akademikern fällt das Lohnniveau bereits und Absolventen vieler Fachgebiete finden auf dem Arbeitsmarkt genrell keine angemessenen Stellen und arbeiten oftmals unter dem Qualifikationsniveau und fachfremd. Die Ingenieure und Berufe der IKT nehmen hier eine besondere Rolle ein, da bei diesen faktisch noch ein hoher Bedarf besteht, wobei auch dort viele Zahlen nicht den Tatsachen entsprechen und auch dort sehr selektiert wird. Wenn die Mehrheit einen akademischen Abschluss erlangt, dann wird der Wert dieser Abschlüsse natürlich verwässert, zum einen weil die Aussagekraft und der Anspruch absinkt, den die Gesellschaft besteht ja nicht plötzlich nur noch aus besonders Leistungsstarken Schülern und Studenten, weiterhin besteht dann in der Konsequenz ein Überangebot an Akademikern. Das mag für Unternehmen von Vorteil sein, wenn sie die klassischen Absolventen einer Berufsausbildung durch Akademiker ersetzen können, die dann aber ein Lohn erhalten, der sich auf dem Niveau der Absolventen einer Berufsausbildung bewegt. Wenn wir zunehmend in vielen Gebieten ein Überangebot an Akademikern haben, die in der Form dem Arbeitsmarkt nicht dienen können oder gewisse Aufgaben nicht übernehmen wollen, uns aber auf der anderen Seite die qualifizierten Praktiker fehlen, dann schadet dies der Wirtschaft und somit auch der Gesellschaft. Man muss da mit mancher Illusion aufräumen, dies ist eine politische und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch das Handwerk und die Wirtschaft ist da gefordert.
  9. Es gibt gewisse Interessensverbände die sich sehr stark dafür engagieren, dass Praktikanten von diesen Regelungen nicht erfasst werden, da deren Systeme teilweise stark auf dem Einsatz von unbezahlten oder sehr gering entlohnten Praktikanten aufbaut. Das findet sich unter anderem sehr stark in der Kreativ und Medienwirtschaft, sowie bei den StartUps im Bereich der Digitalwirtschaft. Ich kann die Unternehmen natürlich verstehen, stelle mich hier aber ausdrücklich nicht auf deren Seite. Für mich ist der konstante und strategische Einsatz von Praktikanten ohne entsprechende Entlohnung ein unterwandern von regulären Arbeitsverhältnissen. Die Akademisierung ist für viele Unternehmen auf der einen Seite schon Vorteilhaft, das ist aber stark vom Schwerpunkt her abhängig, wir haben ja schon mal an anderer Stelle die Verschiebungen und Entwicklungen thematisiert, jeder möchte möglichst in gehobene Positionen und möchte Personal und Führungsverantwortung übernehmen aber es wird oft vergessen, dass ein Unternehmen als Basis eine produktive Leistungserstellung hat, die auch unterhalten und betrieben werden muss. Gerade in der Industrie und dem Handwerk ist dies besonders relevant. Zukünftig wird man sich gesamtgesellschaftlich überlegen muss, wie man eigentlich dauerhaft ein breites Angebot an Arbeitsplätzen bereithalten kann, denn die fortschreitende Technologisierung, Digitalisierung und Automatisierung wird zu großen Rationalisierungen und Effizienzsteigerungen führen, wodurch zahlreiche Arbeitsplätze entfallen werden. Es ist richtig bei der Berufsausbildung sind die Unternehmen stark in der Verantwortung, inhaltlich wie finanziell, dies gilt zumindest in großen Teilen auch für die Dualen Studienmodelle. Beim klassischen Studium sind die Unternehmen hauptsächlich Profiteure sofern die Qualität und das Niveau der Lehre stimmt und Studienabschlüsse auch noch einen Aussagewert haben. Es gibt gewisse Branchen, dort hat die Wirtschaft es geschafft den Eindruck zu erzeugen, das hier Praxiserfahrungen im Rahmen von Praktikas stark Karrierefördernd oder sogar unverzichtbar sind, natürlich muss man auch da differenzieren und Praxiserfahrung ist auch wichtig, aber nur dann wenn den Praktikanten auch wirklich Dinge vermittelt werden und sie nicht nur als temporäre Arbeitskräfte genutzt werden. Nein wir brauchen diese Anzahl an Akademikern nicht, schon heute gibt es in zahlreichen Bereichen ein Überangebot an Akademikern, diese Entwicklung schadet letztlich der Wirtschaft.
  10. Ja die Länder wollen sich da sowieso nicht reinreden lassen aber generell will man sich doch hier die ganzen Missstände im Bildungssystem gar nicht eingestehen, vielen mag das gar nicht bewusst sein, manche wissen es aber die sprechen da nur hinter vorgehaltener Hand in engen Kreisen darüber, gleiches gilt auch für die meisten Lehrer. Für die Bürger erscheint doch erstmal alles ganz schön, die Schüler erzielen immer bessere Ergebnisse und haben dadurch alle Chancen, es gibt immer mehr hochqualifizierte Akademiker und Fachkräfte, das sichert doch unseren Wohlstand stimmts ? Hier sind aber die realen Umstände entscheidend und ganz generell die Relationen, die oft genannte Ausgewogenheit, die aber absolut nicht mehr gegeben ist, daher ist dies alles völlig illusorisch und hier besteht eine trügerische Scheinwelt, die irgendwann natürlich die Volkswirtschaft erreicht und sich dort unter anderem durch Produktivitätsverlust und zunehmende Arbeitslosigkeit offenbaren wird. Wir sollten wieder ein bisschen mehr auf Susbtanz setzen als auf den schönen behaglichen Schein... Die Schüler und Studenten haben daran keine Schuld hier sollten nur einige anfangen das ganze ein bisschen mehr zu hinterfragen und auch die eigenen Ansprüche und Vorstellungen zu prüfen. Dies gilt auch für die Eltern und die Gesellschaft, die mal ihre Definition von Erfolg korrigieren sollte. Einen wirklichen Vorwurf kann man nur der Politik machen, die sollten nicht nur kurzfristig ihre Popularität und Beliebtheit sichern sondern im Sinne unseres Landes eine effektive und nachhaltige Sachpolitik gestalten. Man kann das Zentralbitur genauso kritisieren wie vieles aber ansich ist es doch ein nachvollziehbarer Schritt im Hinblick auf die Vergleichbarkeit, allerdings ist entscheidend, dass diese zentral gestellten Aufgaben ein hohes Anforderungsniveau repräsentieren und auch hier ist das Gegenteil tatsächlich passiert, die Noten und Durchschnittsergebnisse sind unverhätlnismäßig stark besser geworden. Die Abiturprüfungen selbst sind aber nur ein Anteil des Ganzen, dass darf man nicht vergessen, die meisten Schwächen und Fehlentwicklungen ereignen sich im Vorfeld dieser Prüfungen.
  11. Zunächst mal geht es überhaupt nicht darum, alles einfach nur schlecht zu reden, dazu besteht kein Anlass unser Bildungssystem hat viele Qualitäten aber es gibt erhebliche Fehlentwicklung innerhalb unseres Bildungssystems, diese sollte man schon auch aufgreifen. Vorallem die Politik muss sich diesen annehmen. Auch das man das subjektiv alles anders beurteilen kann ist klar. Bevor es um die inhaltlichen Kernpunkte geht, noch eine nebensächliche Anmerkung. Du stellst zwischen einem Schulabschluss und einem Job, der auch noch der Qualifikation entsprechen soll, eine direkte Verbindung her, welcher Qualifikation ? Natürlich gibt es auch ungelernte Direkteinsteiger, die nach dem Schulabschluss eine Arbeit aufnehmen, bei den meisten folgt dann aber erfreulicherweiße doch zunächst noch ein Studium oder eine Ausbildung. Und hier bestehen gewisse Probleme, darauf gehe ich weiter unten dann nochmal näher ein. Bei deiner etwas sehr allgemeinen Aussage missachtest du völlig die Marktbedingungen und die Bildungssituation in Deutschland. Es ist so, dass wir bereits aktuell mehr Hochschulabsolventen haben als Auszubildende. Dies führt dazu das hier ein Ungleichgewicht entsteht, auf der einen Seite werden dem Markt ausgebildete Fachkräfte vorenthalten, auf der anderen Seite drängen immer mehr Akademiker auf den Arbeitsmarkt, hier werden dann in der Konsequenz, die Fachkräfte, die eine Berufsausbildung absolviert haben, durch Akademiker ersetzt, die dann deren Aufgaben übernehmen. In einigen Fachbereichen besteht zudem auch quantitativ ein Überangebot an Akademikern. Das Problem ist, dass sich die Bildungspolitik in der aktuell praktizierten Form sowie die zunehmende Anspruchs und Wunschhaltung der Schüler und Eltern, immer weniger mit der Realität in Einklang bringen lassen, dass driftet immer weiter auseinander. Kommen wir zu der Thematik der systematischen Inflationierung respektive Relativierung von Schul und Hochschulabschlüssen sowie Noten. Wenn man nach den Zahlen geht muss man sagen, sind wir eine Gesellschaft die förmlich permanent und kollektiv immer intelligenter und leistungsfähiger wird, es gibt da immer weniger Unterschiede... Auch hier muss ich einschieben, dass Weiterbildung und Qualifizierung immer erstrebenswert ist. Genrell muss jeder die Chancen haben höchste Qualifikationen zu erlangen, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Das heißt, wenn jemand den realistischen und angemessenen Anforderungen gerecht wird und wirklich durch Leistung überzeugt, dann dürfen hier keine Barrieren bestehen. Fangen wir an der Basis an. Früher wurde ein differenziertes Bildungsangebot durch den Staat vorgehalten, dass zumindest im Groben über längere Zeiträume hinweg eine Selektion oder Einordnung erlaubte, bis die Gesellschaft sich dazu entschloss, bestimmte Schulformen für nicht mehr angemessen zu erklären was ansich schon absurd ist, da hätte man das dortige Lehr oder Lernkonzept reformieren müssen pder die Position der Schulform durch gezielte Politik stärken müssen, so aber hat man die Hauptschule in vielen Bundesländern bereits abgeschafft. In einigen Ländern gibt es diese Schulform noch allerdings sind die Schülerzahlen hier in der Regel zu gering, dass es auch hier zur Abschaffung kommen wird. Das Gymnasium war vom eigentlichen Gedanken her für die leistungsstarken Schüler gedacht, die man in erster Linie für die Wissenschaft oder hohe akademische Karrieren ausbilden will, faktisch hat man politisch das Gymnasium zur Regelschule gemacht. Was heißt Regelschule denn in diesem Kontext ? Vereinfacht es ist die Schule, die primär und von der Mehrheit besucht wird. Schon unabhängig von dieser Entwicklung ist es eigentlich so, dass in Gymnasialklassen bzw. Stufen schon regulär eigentlich ein Leistungsgefälle besteht, dass ist ansich völlig natürlich, du hast den kleinen Anteil der Spitzenreiter, den großen Anteil der soliden Schüler und den relativen Anteil der Schüler, die nicht ganz so gut sind. Wenn in den Stufen dann ein Leistungsgefälle kaum noch festzustellen ist, dann ist es möglich, dass es mal ein sehr guter Jahrgang ist, oder es handelt sich um einen Zufall. Wahrscheinlicher ist aber dann das hier gewisse Lehrkonzepte umgesetzt werden. Wenn man jetzt eben berücksichtigt, dass mittlerweile auch Schulformen die Schüler bedienen, die eigentlich auf einer anderen Schulform angemessener aufgehoben wären, dann hätte dies eventuelle Auswirkungen. Zumindest mal bringt dieser Umstand neue und größere Herausforderungen mit sich, denn man muss sich auf dieser Schüler einstellen. Nach den Zahlen werden die Abiturienten nicht nur mehr sondern auch immer intelligenter, gebildeter, und leistungsstärker. Das Abitur mit Bestnoten ist keine Seltenheit mehr sondern fast schon ein Massenphänomen geworden. Das Niveau wird immer weiter abgesenkt, weil man sich dem Erfolgsdruck ausgesetzt sieht und man politisch hier kein Scheitern tolerieren kann. Das Resultat ist aber eine absolute Bewertungs und Leistungsillusion eine völlige Blase, die sich hier entwickelt hat und die weiter wachsen wird, wenn die Politik hier nicht bald mal gegensteuert. Jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt von oben, ich habe an anderer Stelle schon geschrieben, Noten gaben noch nie immer exakt, im einzelnen, die Tatsachen wieder, dass muss man deutlich sagen aber so wenig aussagekraft wie heute hatten formale Leistungsnachweise noch nie. Und hier schließt sich der Kreis wieder. Das hat die Politik insgesamt noch nicht erkannt, da wo man es sieht, will man das offen noch nicht eingestehen. Die Hochschulverantwortlichen, die Wissenschaftler und die Wirtschaft haben diese Gegebenheiten aber erkannt. Die staatlichen Hochschulen würden vielfach gerne leistungsbasierte Auswahlverfahren einführen, dies ist diesen aber gesetzlich nicht erlaubt. Man nutzt hier aufgrund der begrenzten Anzahl an Studienplätzen lediglich die Auswahl aufgrund von Durschnittsnoten im Abschlusszeigniss, dem sogenannten NC, zu diesem Verfahren greift man aus Kapazitätsgründen, dieses Auswahlverfahren berücksichtigt aber vorrangig nur die formalen Aspekte, und hier werden viele formal erfolgreiche Vorgezogen, die dann die Leistungsstarken unter Umständen noch verdrängen. Die Unternehmen orientieren sich immer weniger an den formalen Leistungsnachweisen sie führen umfassende Auswahlverfahren ein, das gestaltet sich sehr unterschiedlich kleinere oder auch mittelständische Unternehmen haben es hier aber nicht so leicht, da diese Verfahren teilweise Arbeits, Zeit und kostenintensiv sind. Wir müssen zu einem Bildungssystem zurückkehren wo man auch wieder auf angemessene Anforderungen wert legt und Noten zumindest wieder eine gewisse Aussagekraft haben.
  12. Anscheinend doch nicht. Habe ich mich geirrt. Das Studienhandbuch ist normalerweiße nochmal eine kompakte Darstellung der einzelnen Lehrinhalte und der Studienstruktur es enthält meist auch allgemeine organisatorische Informationen, den Studiengang betreffend sowie wichtige Kontaktmöglichkeiten. Wenn es das nicht auf der Seite offen gibt, dann wirst du es sicherlich in deinem persönlichen Bereich in den entsprechenden IUBH Plattformen finden.
  13. Das Studienhandbuch kannst du auf www.iubh-fernstudium.de im Bereich downloads herunterladen.
  14. paulaken, es gibt diese Fälle unter Hochbegabten insbesondere dann, wenn diese Hochbegabung unentdeckt bleibt und keine zielgerichtete Förderung erfolgt oder Zusatzangebote gemacht werden. Es gibt für Hochbegabte auch entsprechende staatliche Internate und Schulen. Aber Hochbegabte sind auch wiederum nicht die Regel und man sollte besonders Leistungsstarke Schüler nicht automatisch mit Hochbegabten gleichsetzen oder das pauschal vermischen. Es ist so, dass mittlerweile die besonders leistungsstarken Schüler, hier sprechen wir nicht vordergründig von Hochbegabung wobei die eingeschlossen sein kann, sich nicht mehr abheben können und sich deren Leistungspotenzial gar nicht mehr in den Noten ausdrückt und das ist nicht der Fall weil sie so schlechte Ergebnisse haben sondern, dass liegt daran, dass aufgrund des politischen Willens und gewisser Verwaltungsvorgaben sowie der Tätigkeitsausführung vieler Lehrkräfte, die Noten inflationiert und stark relativiert werden. Und diese Entwicklung gibt es zumindest in diesem Ausmaß erst seit wenigen Jahren und es spitzt sich weiter zu und hat bereits die Hochschulen erreicht. FG
  15. Auch hier gilt nicht alles pauschal ist allgemeingültig und natürlich gibt es viele Qualitäten und Stärken in unserem Bildungssystem. Das ist ja der Punkt. Aber sollte man dieses Thema nicht langsam mal angehen ? Ganz allgemein, kann man sich über die Leistungsbwertung in unserem Bildungssystem unterhalten, es ist ja nicht so, dass Noten in jedem Fall immer absolut die Tatsachen dokumentieren bzw. eine sehr hohe Aussagekraft haben, aber es herrscht doch ein relativ großer Konsens darüber, dass Noten und Abschlüsse mittlerweile sehr inflationär vergeben oder erlangt werden. Den Schülern bzw. Studenten kann man hier gar keinen Vorwurf machen. Aber die Politik muss sich hier der Verantwortung stellen. Und auch die Verantwortlichen im Bildungssystem, Resignation und Beugung sind nicht wirklich zielführend. Was mir da von Abiturienten* innerhalb der letzten Jahre zugetragen wurde ist wirklich erschreckend und teilweise schlicht skandalös. Hier ist mir bewusst, dass es sich um punktuelle Beobachtungen handelt allerdings sind die Überschneidungen und Parallelen wirklich enorm und sie decken sich inhaltlich mit den Aussagen von Experten, Pädagogen, Unternehmern, Professoren und anderen involvierten. Auch die Medienberichte wurden durch die Schilderungen bestätigt. Anmerken will ich noch, dass ich hier auch Abiturienten aus Bundesländern dabei waren, wo ich fast überhaupt nichts negatives gehört habe. Beispielhaft kann ich hier Bayern nennen. Aber ob das was aussagt oder Zufall ist, wage ich nicht zu beurteilen. Ich will diese Eindrücke und Informationen hier nicht in aller Ausführlichkeit einbringen, aber es ist hier wirklich deutlich, dass man teilweise wirklich jegliche Konfrontation mit Anspruch und Anforderungen vermeidet. Und das sind wirklich keine Einzelfälle...Auch seltsam ist es, dass Schüler die wirklich große Probleme in einigen Fächern hatten, und ansich ihr Lernverhalten nicht umgestellt haben, plötzlich in die Zielgerade durchweg gute Noten erzielen, also da sind einige Sachen wirklich nicht mehr so wie sie sein sollen... Unter solchen Misständen leiden wir letztlich alle, die Unternehmen, die Schüler selbst, und schließlich die Gesellschaft. Chancen müssen potenziell für alle bestehen aber bitte unter angemessenen realen Gegebenheiten mit entsprechenden differenzierten Leistungsanforderungen. Die schöne heile Bildungserfolgsblase birgt große potenzielle Gefahren. Wie schon geschrieben, es ist nicht möglich eine absolut immer zutreffende Aussagekraft bei dieser bisherigen Bewertungsform herzustellen aber Ziel muss schon sein, dass Bewertungen und Leistungsnachweise wieder eine grundlegende Relevanz erhalten, weil ein Bildungssystem, bei dem die Resultate eine zunehmend immer geringere Aussagekraft haben, können wir uns einfach nicht leisten. *Die Abiturienten haben ihr Abitur an staatlichen Gymnasien in unterschiedlichen Bundesländern erlangt. FG
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