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Fernstudienakademie

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Alle erstellten Inhalte von Fernstudienakademie

  1. Hallo Zum Thema 'Fehlerkultur': Ich glaube, das geht schon - wenn der Kontakt zwischen Teilnehmer und Dozent / Tutor relativ eng ist. Ähnlich wie bei den von Dir schon genannten Übungsaufgaben, machen "wir" das so, dass auch die Einsendeaufgaben zu unseren Kursen mehrmals hin und her wandern und der Lerner die Hinweise des Tutors einarbeiten kann, wenn er dies möchte. Unser Ziel ist es dabei, Fehler als einen normalen Teil des Lernprozesses zu bewerten, die dabei helfen sollen, langfristigere (und hoffentlich ) bessere Lernerfolge zu ermöglichen. Zum Thema 'individuelle Lernziele' Oft kann man dies erreichen, wenn die TN Projekte bekommen, deren Ergebnisse sie in ihrem Job tatsächlich anwenden können. Bei unserem Kurs "Dozent werden" kann dies z.B. so aussehen, dass ein TN aus dem medizinischen Bereich eine echte Unterrichtsstunde zum Thema "Schockraum-Management" vorbereitet und anschließend auch mit seinem Fern-Tutor reflektiert. Ein anderes individuelles Lernziel kann aber auch darin bestehen, dass ein Teilnehmer den Kurs innerhalb von nur vier Monaten abschließen will und mit seinem Tutor ausmacht, dass er ihm ab und zu Dampf macht. ;) Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  2. Ich denke, man kann da nicht alle Formen der Weiterbildung und alle Lernformen über einen Kamm scheren: Wer ein akademisches Fernstudium (oder z.B. einen IHK-Kurs) absolviert, in dem es primär um die Vermittlung und das genaue Abprüfen von Fachwissen - und das dann auch mit einer festgelegten und „knackigen“ Prüfungsordnung - geht, der hat ggf. das Gefühl, dass das mit dem Lernen auf Augenhöhe nicht so wirklich das Hauptziel der Weiterbildung ist. ;) Hier gibt es oft ein Macht-Gefälle zwischen Benoter und Benotetem. Was aber nichts mit dem Respekt vor dem anderen zu tun haben muss: Kurzformel: Augenhöhe ja – bis auf den Bereich der Lehre. Bei anderen Formen der Weiterbildung, in denen es eher um die Entwicklung der Persönlichkeit des Teilnehmers geht und nicht so sehr um die Einhaltung eines festgelegten Lehrplans, wird das „Prinzip der Augenhöhe“ wichtiger sei. (z.B. bei Angeboten, die eher in Richtung Coaching, Beratung oder Hobby gehen). Zwischen den beiden Polen „Machtgefälle“ bzw. „auf Augenhöhe“ gibt es aber durchaus noch Zwischenformen: Das Erarbeiten des Lernstoffes kann dann eher Züge von Zusammenarbeit annehmen, bei der Tutor und Teilnehmer vom Wissen des anderen profitieren. Wenn es vor der Notengebung noch die Möglichkeit gibt, dass der Teilnehmer seine Ausführungen mit Hilfe des bisherigen Tutorenfeedbacks optimiert, um seine Einsendeaufgaben erst danach zur letztendlichen Benotung abzugeben, ist das vielleicht eine Zwischenform von Zusammenarbeit auf Augenhöhe und Machtgefälle. Die sich anschließende Benotung wird dem Tutor dann wieder mehr Macht geben. Mir ist klar, dass nicht jedes Benotungskonzept für jede Form von Abschlüssen bzw. Lerninhalten taugt. Sorry für den laaangen Text… Über genau diesen Punkt des didaktischen Handelns habe ich mich mit anderen Fernlehrkollegen schon oft ausgetauscht… ;) Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  3. Eine spannende Frage... Dies ist gerade bei der Lernform "Fernunterricht" gleichzeitig schwierig(er) als auch einfach(er). Zum einen sind die Lehrunterlagen nur bedingt individualisierbar. Was im Lehrheft bzw. in der Online-Version "steht", das steht da erst mal. Unabbhängig vom individuellen Vorwissen der Lernenden. Aber gleichzeitig ist Fernlernen meist auch Einzelunterricht, weil sich TutorIn und LernerIn 1:1 austauschen. Bei Angeboten mit sehr vielen Teilnehmern gleichzeitig und mit vielen Lerneinheiten synchron, ist das anders. Eine volle Onlinevorlesung ist im Prinzip einer vollen Präsenz-Vorlesung ähnlich. Also nicht wirklich besser... Bei anderen Fernlehrangeboten bzw. asynchronen Lehrformen hat man aber doch oft einen 1:1 Kontakt, bei dem der Tutor individuell(er) auf den einzelnen Lerner eingehen kann. Ob das immer so wirklich passiert, ist eine andere Frage... Wenn die Lehrinhalte außerdem modular präsentiert werden, kann man verstärkt auf das Vorwissen und die Bedürfnisse jedes einzelnen Lerners eingehen. Auch hier gilt: Ob das in jedem Falle passiert, ist eine andere Frage... "Durchbeißen" ist sicherlich ein wichtiges Element von jeglicher Form des Lernens. Die Formulierung hört sich aber schon ein bisschen nach "Qual" an. Das ist meines Erachtens nicht unbedingt nötig. Hier kann ein Tutor für ein besseres und förderliches Lernklima sorgen, ohne das "Durchbeißen" dabei völlig zu vernachlässigen. Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  4. Der Punkt, die Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen, ist sicherlich von den meisten Bildungsträgern intendiert. Allerdings sollte sich dies m.E. nicht allein auf solche eher technischen Aspekte wie die Gestaltung von Lernumgebungen beziehen, sondern auch darum gehen, wie man die zu vermittelnden Lehrinhalte didaktisch aufbereitet und vor allem, wie man den Transfer des Gelernten in den späteren individuellen (Arbeits-) Alltag ermöglicht. In Prüfungen sollte/müsste es nicht ausschließlich um das Abfragen des Gelernten oder dessen praktische Umsetzung in vorgegebenen Fallbeispielen gehen. Es könnte/sollte/müsste auch mehr darum gehen, dass die Lernenden individuelle (!) Projekte entwickeln, die auch aus ihrem individuellen (!) Alltag entstammen. Diesen individuellen Transfer des Gelernten gibt es ja zum Glück im Bildungsbereich immer häufiger. Vielleicht noch ein Zusatz zum im Manifest Geforderten: Es wäre m.E. wünschenswert, wenn die individuelle Entwicklung des einzelnen Lerners wichtig(er) genommen würde: Auf welchem Niveau ist der Lerner gestartet? Welche Herausforderungen kann er jetzt meistern, die er vorher nicht meistern konnte? Wie hat er/sie sich dabei persönlich entwickelt? Im Prinzip könnte dann vielleicht der Vergleich zwischen den verschiedenen Teilnehmern (inkl. Benotung) nicht mehr ganz so wichtig sein wie der Erkenntnisfortschritt des einzelnen Lerners. Dies würde dann allerdings auch bedeuten, dass Noten bzw. die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen auf der Strecke blieben. In der momentanen Arbeitswelt ist dies sicherlich (noch?) illusorisch und wohl (im Moment?) nicht wirklich wünschenswert. Deshalb ist dies wohl noch Zukunftsmusik, die auch nicht zu jedem Lernziel passen würde. Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  5. Die 500 Euro pro Stunde (!) sind nicht drin, bei keinem Bildungsanbieter. Außer der Dozent / die Dozentin wäre ein Super-VIP also mindestens halb so berühmt wie Obama. Und der würde dann wahrscheinlich auch keine Abschlussarbeiten von Studierenden bearbeiten und benoten... Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  6. Zumindest bei "gebuchten" Kursen (die auch kostenlos sein können), gibt es meist die Möglichkeit, eine Teilnahmebescheinigung zu bekommen. Dafür muss man sich nur mit seinem Namen zum Kurs anmelden und kann die Lehrmaterialien einfach in die Ecke legen. Es gibt dann natürlich keine Prüfung und damit auch keine Noten. Sogar bei manchen Präsenzkursen kann es klappen, eine Teilnahmebscheinigung zu bekommen, auch wenn man gar nicht wirklich teilgenommen hat. Ähnliches gilt auch bei Fachtagungen oder Kongressen. Dass dieses Vorgehen nicht wirklich zielführend ist, ist natürlich klar. Bei Fachzeitschriften stelle ich mir das viel schwieriger vor, dafür einen echten Nachweis zu bekommen. Genügt da ein Nachweis, dass man die Publikation abonniert hat? Bei vielen Selbständigen ist die Präsentation von erfolgreich abgeschlossenen Projekten der Normalfall. Das ist dann Learning by Doing - und weil man solche Vorzeigeprojekte benötigt, arbeiten einige Selbständige zu Beginn ihre Tätigkeit ehrenamtlich / kostenlos z.B. für das private Umfeld. Bei TexterInnen oder QuereinsteigerInnen in die Weiterbildungsbranche ist dies relativ oft der Fall. Die erste Zeit im neuen Job ist dann nicht die Top-Zeit, um viel Geld zu verdienen. Anne Oppermann (Leiterin der Fernstudienakademie)
  7. Hallo Das hört sich spannend an und ich freue mich auf die Diskussion hier im Forum. Ich habe die Thesen zunächst einmal überflogen. Ich glaube, die Auseinandersetzung von These zu These (wie Du das hier machst), ist bestimmt zielführender… So, dass erst mal vorneweg: Bei der ersten These wird vieles genannt, was in der Weiterbildungsszene jetzt schon State of the Art ist bzw. sein sollte. Sehr gut finde ich den Ansatz, auch informelle Formen der Weiterbildung anzubieten, zu fördern - und in gewisser Weise von Arbeitnehmer*innen zu verlangen. Das Thema Weiterbildung liegt also zunehmend in der Verantwortung des Einzelnen (und nicht ausschließlich in der Hand des Arbeitgebers, des Staates oder oder oder…). Das ist sicherlich ein alter Hut. Ebenso wichtig finde ich es, wie man z.B. bei der Jobsuche „nachweisen“ soll, dass man sich informell weiter gebildet hat? Gilt es schon als Nachweis, wenn man dem Arbeitgeber mit Hilfe des Kontoauszugs präsentieren kann, dass man seit X Jahren die Fachzeitung Y abonniert hat? Oder wird es irgendwann in der Arbeitswelt ganz ohne Zertifikate gehen? Manche Selbständigen bzw. Freiberufler*innen kennen das schon länger: Du musst ein Kunden-Problem lösen können und nicht per Zeugnis nachweisen, dass Du ein Problem im Prinzip lösen könntest. Und wenn Du das Problem Deines Kunden nicht lösen kannst, dann schaff Dir das dafür notwenige Wissen mal ganz schnell drauf - oder Du bist den Auftrag los. Anne Oppermann (Leiterin der Fernstudienakademie)
  8. Hallo, Eine kurze Frage zwischendurch: Welche beruflichen Ziele möchten Sie mit einem (akademischen) Fernstudium erreichen? Es gibt auch Jobs im Bildungsbereich, für die man kein solches akademisches Fernstudium benötigt. Manchmal reicht es, eine subakademische Weiterbildung zu absolvieren, bei einigen Tätigkeiten ist ein AdA-Schein notwendig und für manche Jobs benötigt man auch gar keine pädagogisch-didaktische Ausbildung. Viele Grüße und ein schönes Wochenende Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  9. Vielleicht noch ein paar Hinweise, bei denen es sich im Grunde um Binsenweisheiten handelt... Eines ist, denke ich, schon klar geworden: Je besser Sie wissen, welche "Zielgruppen" Sie für Ihre (zunächt einmal nebenberufliche ) Lehrtätigkeit im Auge haben, desto eher können Sie Ihre eigene Weiterbildung planen. Für viele Auftraggeber müssen Sie übrigens gar keine akademische pädagogische Qualifikation nachweisen, um für sie (nebenberuflich) arbeiten zu können. Was aber mindestens genau so wichtig ist aus Anbietersicht: Sie sollten über möglichst viel Lehrerfahrung verfügen. Ihr Auftraggeber will einfach sicher sein, dass Sie eine Lehrveranstaltung möglichst "unfallfrei" über die Bühne kriegen und nicht völlig überfordert den Unterrichtsraum verlassen. (Alles schon passiert! ) Viel Erfolg bei Ihren Plänen Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
  10. Das Thema ist spannend. Für mich stellen sich nun die Fragen Was macht denn die Qualität eines Fernlehrangebotes überhaupt aus? Was macht die Qualität eines Fernlehrangebotes auch aus der Sicht eines einzelnen Teilnehmers aus? Wie wichtig sind da z.B. die Kriterien didaktische Aufbereitung des Lehrmaterials, die Qualität der tutoriellen Betreuung und die Anzahl der Bewertungen? Aus Sicht eines Anbieters ist es natürlich toll, auf den oberen Plätzen des Ranking zu landen. Alle Anbieter versuchen selbstverständlich ihr Bestes, gute Qualität abzuliefern, ob sie nun groß, mittelgroß oder eher klein sind. Und die Fernstudienakademie ist sicherlich bei den kleineren Anbietern einzureihen... Vielleicht als Hintergrundinfo: Die Fernstudienakademie war vor Urzeiten mal auf Platz 1 der Top-Anbieter im Bereich der Fernschulen bei FernstudiumCheck. Das Kriterium „Zahl der Bewertungen“ wurde bei dem Bewertungsportal FernstudiumCheck im Laufe der Zeit immer wichtiger; nach der erneuten Veränderung wird der Punkt „Anzahl der Bewertungen“ wohl noch wichtiger beim Ranking der Fernschulen werden. Im Moment stehen wir auf Platz 40 des Ranking; ob und wie viele Plätze wir nach der Veränderung der Bewertungskriterien abrutschen, wird man sehen. Wahrscheinlich wird sich diese Veränderung auf den Platz die Fernstudienakademie nicht sooo stark auswirken, weil wir ohnehin nur im Mittelfeld unterwegs sind. Anne Oppermann Leiterin der Fernstudienakademie
  11. Ich hoffe, ich darf als Anbieterin etwas dazu sagen? (Sonst einfach löschen...) Ich habe vor sechs Jahren hier bei FI auch einmal gebloggt. So ähnlich wie auch andere Anbieter habe ich hier die Entstehung eines Fernlehrgangs in Form eines Blogs nachgezeichnet. "Damals" habe ich die LeserInnen geduzt und meine Beiträge auch schon mal mit "Anne (ohne Nennung des Nachnamens) unterzeichnet oder manchmal sogar ganz ohne Unterschrift veröffentlicht. Das würde ich inzwischen nicht mehr machen, inzwischen duze ich hier nur noch zwei Leute: Markus, mit dem zusammen ich ja vor einigen Jahren ein Buch verfasst habe, und Sabine Kanzler, die sich seit bestimmt 15 Jahren kenne. Damit fahre ich inzwischen ganz gut und empfinde es für mich persönlich als stimmig. Vielleicht liegt das aber auch an meinem "fortgeschrittenen Alter"? Mit 53 duzt man vielleicht seltener Menschen, denen man eher zufällig begegnet? Ein zweiter Punkt: Aus den UserInnen hier könnten irgendwann ja auch mal TeilnehmerInnen werden. Da fänd ich es schon seltsam, wenn ich dann doch wieder mit dem Siezen anfangen würde. Wir siezen aus Prinzip nämlich jeden Teilnehmer. Wie gesagt: Das ist nur meine persönliche Sicht aus der Perspektive einer mittelalten "Fernstudium-Tante" mit inzwischen grauen Haaren.. Anne Oppermann Fernstudienakademie
  12. Zur Auswahl der Schrift: Uns war es wichtig, dass der Text gut lesbar ist. Deshalb fiel die Wahl auf eine serifenlose Schrift. Unser Schrifttyp ist den meisten Leserinnen und Lesern geläufig und lenkt deshalb nicht unnötig vom Inhalt ab. Wir haben uns außerdem umgeschaut, wie andere Lehrmaterialien gestaltet sind, so z.B. Lehrbücher oder frei zugängliche Unterrichtsmaterialien im Internet. Das Thema „Lesbarkeit von Unterrichtsmaterialien“ haben wir bislang noch nicht in unserem Dozentenlehrgang aufgegriffen. Dank für den guten Tipp! Hier zur Aufmunterung noch ein kleines Onlinespielchen (kostenlos und ohne Anmeldung) für Typografie-Nerds: I shot the serif but I did not shoot the sans-serif
  13. Eine farbliche und deutliche Hervorhebung in Lehrtexten kann eine Form der Manipulierung sein, aber eben manchmal auch nur eine Hervorhebung... Ich denke, es kommt auch auf die Lehrinhalte an: Wenn es in allererster Linie darum geht, den TeilnehmerInnen Fakten, Daten oder Merksätze zu vermitteln, dann sind deutliche Hervorhebungen schon ganz nützlich. Vor allem, wenn dieses Wissen später in standartisierten Prüfungen abgefragt wird. Bei dem hier vorgestellten Fernkurs "DozentIn in der Erwachsenenbildung" ist der Schwerpunkt ein anderer: Es geht weniger um Faktenwissen, sondern um die Entwicklung der wichtigsten Kompetenzen und Fähigkeiten, die ein Dozent im Job drauf haben muss. Und es geht auch immer wieder um die Frage: "Welcher Dozententyp will ich überhaupt sein?" Je mehr ich als Autorin da mit grafischen Vorgaben der überdeutlichen Art arbeite, desto eher kann ich damit die LernerInnen auch in eine bestimmte Richtung lenken. (manipulieren?). Das soll aber am Ende dieses speziellen Kurses eben nicht herum kommen, dass die Absolventen als spätere Dozenten alle nach dem immer gleichen Schema F arbeiten, das ich als Lehrheft-Autorin ihnen vermittelt habe... Dieses weniger präskriptive Vorgehen passt natürlich nicht zu jedem unserer Teilnehmer gleichermaßen, aber dafür gibt es ja auch noch die Kursbetreuung, um das zu thematisieren... Und am Ende sind die meisten auch ganz zufrieden damit, was sie erreicht haben.. Anne Oppermann Fernstudienakademie
  14. Danke schön für dieses spannende Feedback! Wenn das okay ist, würde ich gerne auf ein paar Punkte eingehen, warum wir manches so und nicht anders gemacht haben: Die grafische Aufbereitung ist für uns ein Teil der Didaktik bei den Lehrheften. Das wird bei allen Fernlehranbietern der Fall sein, weil ja kein Anbieter denkt: „Wir haben nun ein neues Grafiktool, dann wollen wir auch mal direkt jedes Feature in den Text hereinbasteln.“ Die grafische Aufbereitung ist bei uns so gedacht: Die Lehrhefte sind Workbooks, d.h. die Lehrbriefautorin ( = meist ich ) will nicht immer allein festlegen, was für die LeserInnen „merk-würdig“ ist und was deshalb der Weisheit letzter Schluss ist. Das können (und sollen) die TeilnehmerInnen ein Stück weit auf sich und ihre individuelle Situation übertragen. Jedenfalls laden wir in den Heften dazu ein... Dies bedeutet, dass die Teilnehmerinnen genug Platz für ihre Anmerkungen und Fragen haben sollen. Deshalb auch die halbe Seite und auch die leeren Rückseiten der Blätter, die Platz auch für längere Anmerkungen bieten sollen. Uns war es auch wichtig, dass die grafische Aufbereitung reduziert wirkt. In einem „echten Lehrgespräch“ würde ich ja auch nicht ständig hervorheben (oder im schlimmsten Fall herumbrüllen ), dass Thema A ganz, ganz, ganz besonders wichtig ist und Thema B weniger - bis gar nicht. Da warte ich als Präsenzdozentin auch mal ein wenig ab und lasse in vielen Fällen den TeilnehmerInnen Platz für sich, wenn dies didaktisch geboten erscheint. Das bedeutet für uns als Anbieter einen Spagat: Die Hefte sollen auf der einen Seite reduziert sein und Platz für die Gedanken der TeilnehmerInnen lassen, auf der anderen Seite sollen die Hefte wichtiges und notwendiges Fakten-Wissen präsentieren, das entsprechend auch grafisch hervorgehoben wird. Das versuchen wir, in jedem Lehrheft zu schaffen. Dabei sind wir unseren TeilnehmerInnen wirklich dankbar, wenn sie uns auch hinsichtlich der grafischen Gestaltung Veränderungsvorschläge machen. Zum Thema Ringbindung: Wir wollen jetzt schauen, welche anderen Modelle wir finden können, die für unsere Workbooks vielleicht besser geeignet sein könnten. Danke für das Feedback! Sorry für diesen langen Text... Anne Oppermann Fernstudienakademie
  15. Danke, dass Du Markus, ein Lehrheft unseres Dozentenlehrgangs vorgestellt hast! Herzlichen Dank auch für das erste Feedback von Amira - wir werden das Thema (farbige) Abbildungen auf die Agenda setzen. Wir freuen uns natürlich über weitere Anregungen, Rückmeldungen und Impulse. Und falls noch jemand allgemeinere Fragen haben sollte zu unseren Lehrheften oder vielleicht auch zu deren Inhalten, dann einfach loslegen! Ihnen allen ein schönes Wochenende Anne Oppermann Fernstudienakademie
  16. Ich finde diese Diskussion wirklich spannend. In einem Betrag ging es auch um den Punkt „Im Beruf geht es ja gar nicht ohne Transferwissen.“ (Jenny89) Dem stimme ich zu – falls ein Studium (bzw. auch eine Weiterbildung im subakademischen Bereich) auf ein eng umgrenztes Berufsbild hin ausgerichtet ist. Bei „uns“ haben wir schon in der Planung und Konzeptionsphase darauf geachtet: Wer DozentIn in der Erwachsenenbildung werden will, sollte dies nach der Teilnahme an unserem Fernlehrgang auch tatsächlich können. Dem angehenden Dozenten hilft es im Unterricht wenig, wenn er Kapitel 5 des Lehrheftes 3 runterrattern kann... Wie steht es aber mit dem Transfer des Gelernten bei vielen geisteswissenschaftlichen Fächern? Wer Philosophie studiert und weder LehrerIn werden will und auch in der Wissenschaft keinen Platz findet, wird wohl kaum an sein Türschild „Philosoph“ schreiben können - und "Kunden" bekommen. Was hier gebraucht würde als Transferwissen, wäre eher, wie sich dieser „Philosoph“ seine eigene Berufstätigkeit aufbauen kann, mit der er seine Brötchen verdient. Also Transferwissen eher im Bereich Berufsberatung, Coaching, Aufbau eines Businessplans (bei Selbstständigen), Praktika, Berechnung von Honoraren, Netzwerken und und und. Das gibt es zwar an einigen Unis schon, aber eben nicht überall und meist auf freiwilliger Basis. Anne Oppermann Fernstudienakademie @Markus: Ich hoffe, ich darf als Anbieterin mitdiskutieren? Sonst einfach löschen...
  17. Wenn es vornehmlich "um die Passion zu unterrichten" geht, dann gibt es ja durchaus noch andere Möglichkeiten, als Dozent tätig zu werden - auch ohne akademisches Studium, so z.B. bei IHKs oder HWKs. Dabei wird man leider nicht steinreich, aber darum ging es ja wohl auch nicht in erster Linie. Anne Oppermann Fernstudienakademie
  18. Die Tellerrand-Metapher, die Du Markus, in die Diskussion mit einbringst, finde ich sehr aussagekräftig. Das bedeutet dann aber eben auch, dass der "Teller" erst mal mit eigenem Fachwisssen voll sein muss, sonst weiß ich ja gar nicht, wo der Rand ist, über den ich gucken sollte... In einem akademischen Studium gehört dieses wahrlich nicht so spannende (Auswendig-) Lernen von Fakten, die auch mal über die reinen Basics hinausgehen, einfach dazu. Sag ich mal so. Und dies meine ich nicht aus rückwärts gewandter Sicht à la "Das war schon immer so!" oder "Wir Uralt-Wissenschaftler mussten uns in unserem Studium auch quälen und das Hirn vollkloppen mit Dingen, die wir später nie wieder brauchten. Da sollt Ihr Neu-Studies es nicht besser haben als wir...." Es geht mir eher um den wissenschaftlichen Austausch mit anderen Akademikern, die ganz andere Fächer studiert haben als ich. Erst wenn ein "Studierter" sein Fachwissen sofort abrufbar hat - ohne weitere Recherchen - kann er sich mit anderen Akademikern austauschen, um neue (gemeinsame) wissenschaftliche Ansätze zu finden. Erst dann sind beide Akademiker tatsächlich in der Lage, über den Tellerrand zu schauen und vom Wissen anderer Disziplinen zu proftieren. Sag ich auch mal so... just my 2 cents Anne Oppermann Fernstudienakademie
  19. Ich hoffe, dass ich auch als Anbieterin dazu etwas sagen darf... ? Dieser Artikel ist meiner Ansicht nach gut. Natürlich bringt Bulimielernen im Normalfall nix. Natürlich hift es selten etwas, wenn man viele, viele Seiten eines Lehrheftes (Fachbuches) auswendig herbeten kann. Ich denke, darüber sind sich mehr oder weniger alle einig. Die Vermittlung von Methoden und Recherchewegen wird zunehmend vermittelt - und das ist auch gut so... Man muss sich allerdings klar machen, dass man ja nicht nur für eine Prüfung lernt, in der man beweisen muss, dass man Fallbeispiele lösen kann, dass man also exemplarisch Gelerntes auf neue Gebiete anwenden kann. Man hat es im Job-Umfeld immer auch mit Menschen zu tun, die vielleicht ganz andere Erwartungen haben. Arbeitgebern ist es wichtig, dass ihre Mitarbeiter die Basics des Faches ( z.B. auch die Fachbegriffe und deren korrekte Benutzung) drauf haben - ohne weitere Recherchen. Ähnliches gilt sicherlich auch für den Umgang mit Kunden, Zertifizierungsstellen oder Fachgespräche mit Kollegen. Fachwissen muss meiner Ansicht nach sein - in gewisser Tiefe und Breite. Und dies gilt nicht nur deshalb, weil neues Wissen am besten an altem Fachwissen andocken kann, so dass man nicht immer wieder neu mit der Recherche anfangen muss. (Das stand ja auch in dem verlinkten Artikel...) Anne Oppermann Fernstudienakademie
  20. Vielleicht darf ich als Anbieterin auch bei der Disksussion mitmachen? Vor einigen Jahren habe ich mich auch mal hier bei Fernstudium-Infos als Bloggerin "betätigt". Es wurde dabei die Entstehung eines Fernkurses von den ersten Ideen bis zur Zertifizierung des Kurses durch die ZFU dokumentiert. Ich hatte dabei vor allem drei Ziele: 1) Ich wollte (ganz eigennützig) die Textsorte Blog kennenlernen und überprüfen, ob ich überhaupt bloggen kann und was ich dabei (als Autorin) Neues lernen könnte. 2) Zum anderen hoffte ich, dass die BlogleserInnen es vielleicht ganz spannend fänden, wenn mal ein Anbieter erzählt, wie denn so ein Fernkurs überhaupt entsteht. 3) Und drittens hätte ich auch nichts dagegen gehabt, wenn jemand der BlogleserInnen diesen Kurs tätsächlich buchen würde... ;) Was ist aus diesen Zielen geworden? Ziel 3) - Nichts .. Vielleicht habe ich auch einfach zu langweilig gebloggt... ;) Ziel 2) - Die Idee, von der Entwicklung eines Fernkurses zu erzählen, war wohl für einige LeserInnen ganz spannend. Aaaaber, jetzt kommen wir zu Ziel 1) So richtig spannend war es dann doch nicht. Die Beiträge waren naturgemäß relativ "dröge". So richtig viel Spannung und Thrill bekommt man ja nun nicht zusammen, wenn man von der Zertifizierung durch die ZFU berichtet... ;) Diese Nachzeichnung des Entstehungsprozesses eines Fernkurses war (aus meiner Sicht als Bloggerin) nicht langfristig tragfähig. Und es war dann für mich als Bloggerin nicht so wirklich ermutigend... Ich habe dann angefangen, mich eher inhaltlich an dem Thema des Fernkurses zu orientieren. Es ging dabei um einen Lehrgang für angehende SachbuchautorInnen. So habe ich im Blog eher was zum Thema Verlagswesen, Buchhandlungen etc. geschrieben und immer mal wieder auch Interviews mit Fachleuten integriert. All das hat mir als Autorin viel gebracht, die Kommentare zu meinen Blogbeiträgen wurden mehr und tiefer gehend. Das alles hat mir sehr, sehr viel Freude gemacht (Danke, Markus, dass ich das machen durfte). Im Sinne von Kundenakquise hat es nichts gebracht - aber darum ging es mir auch nicht in erster Linie. Ob das etwas fürs Suchmaschinenranking gebracht hat, kann ich nicht ermessen... Sorry, dass der Text so lang ist... Anne Oppermann - Fernstudienkadademie -
  21. Ich kenne das Lehrheft nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass die gesuchten Antworten direkt im Lehrheft stehen und dass man sie dort finden kann. Tipp: Vielleicht im Text nach den Stichwörtern "erzieherisches Handeln" suchen und auch die darum herum stehenden Wörter und Sätze ansehen. Vielleicht stehen da solche Formulierungen wie "Erzieherisches Handeln ist..." "Definition erzieherisches Handeln" "Man bezeichnet dies und das als erzieherisches Handeln" "Erzieherisches Handeln zeichnet sich aus durch..." "Die Merkmale erzieherischen Handelns sind..." Wenn man nach diesen Sätzen sucht und die Lücken ersetzt, findet man (wahrscheinlich) schon einige Merkmale. Die gesuchten Merkmale könnten sich also bereits aus dem Text ergeben. (Weil ich den Text nicht kenne, kann ich das natürlich nicht versprechen...) Einige Beispiele zum erzieherischen Handeln könnten vielleicht ebenfalls im Text stehen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann muss man selbst überlegen. Vielleicht haben Sie eigene Erfahrungen, Kinder zu erziehen? Vielleicht sind Sie ja selbst Erzieherin oder Mutter? Besprechen Sie Ihre Fragen aber unbedingt noch einmal mit Ihrer Fernlehrerin! Die kann Ihnen sicherlich am besten helfen... Viel Erfolg Anne Oppermann Fernstudienakademie
  22. Kleiner Tipp aus der Praxis: Wenn man als Interessent einzig und allein eine gar nicht existierende E-Mail-Adresse angibt (also keine Postadresse, keinen Namen oder sonst irgendwas), um weitere Infos zu erhalten, dann wird die Zusendung des angeforderten Infomaterials (völlig überraschenderweise ;) nicht gelingen. Bevor jetzt jemand fragt: Das passiert wirklich - und gar nicht mal so selten. Dann bekommt man als Anbieter nach ein paar Tagen schon mal einen wütenden Anruf, warum man das angeforderte Infomaterial noch nicht bekommen habe... Anne Oppermann Fernstudienakademie
  23. Guten Morgen Solche Anbieter, die bereits auf der Webseite veröffentlichen, wie hoch Kursgebühr ist, gibt es ubrigens auch im subakademischen Bereich... ;) Ohne Nennung der Adresse oder Angabe weiterer Informationen und auch ohne sich anschließende Werbeflut (Das ist jedenfalls bei "uns" so) Viele Grüße Anne Oppermann Fernstudienakademie P.S: Bei durch die ZFU zugelassenen Angeboten findet man die Preise auch hier: https://www.zfu.de/suche/ Diese von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) angebotene Suchmaschine ist zwar nicht allzu hübsch und arbeitet auch recht langsam.. Sie ist aber anbieterunabhängig und sie funktioniert! ;)
  24. Wenn im nächsten Jahr eine AAnne XY mitmacht, dann bin ich meine Pole Position direkt wieder los... Aber dafür müsste ich dann ja auch erst mal wieder nominiert werden... A(AAAAAA)nne Oppermann - Fernstudienakademie
  25. Zur Nomierung noch und den TutorInnen, die von mehreren Teilnehmern zwar vorgeschlagen wurden, aber nicht auf der Liste auftauchen: Es kann passieren, dass ein Tutor bzw. eine Tutorin z.B. wegen Krankheit oder einer längeren Reise kaum online ist und den Bewerbungstext nicht zeitgerecht abgeben kann. Es gibt bei diesem "Wettbeweb" ziemlich lange Nachmeldefristen. Wenn der Tutor nun so gaaaar nicht aus den Socken kommt bzw. auch sein Fernlehranbieter nicht, dann ist wohl irgendwann der letzte End-Termin verstrichen. Aber selbst dann könnte der Tutor seine Unterlagen vielliecht doch noch nachreichen - aber natürlich nur bis zum Ende der Abstimmung... Die Unterzeichnende ist übrigens auch mit dem Bewerbungstext recht spääät aus den Socken gekommen. Anne Oppermann (Fernstudienakademie)
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