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mgertler

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  1. Sie wissen das alles besser. Wie schön für Sie. Dann wird doch alles gut!
  2. Warum kapieren Sie denn nicht, dass es hier und im Hochschulwesen an sich nicht um subjektive Wahrnehmungen und Beurteilungen geht, sondern allein um Einstufungen gemäß definierten Qualifikationszielen? Wenn einem eine "tolle" Bachelorthesis vorliegt, kann man sie doch auch nicht zur Masterthesis umwidmen... ^^ Und ein DBA ist halt kein PhD, sonst gäbe es keine Unterscheidung. Wissenschaft und Hochschulleben sind nicht auf Meinungen und Einschätzungen begründet, sondern auf Einstufungen und Zuordnungen. Nur weil jemand ein Meister im Erzählen ist, hat er noch keinen Meisterstatus erlangt. Gute Nacht.
  3. @ Bernard Einmal Bäcker = immer Bäcker. Aha. Aber: einmal DBA = immer kompetent...? Wie das dann? Und die berufliche Praxis "veraltet" überhaupt nicht "arg schnell", denn Unternehmen - Stichwort "BWL" - folgen seit vielen Jahren den immer gleichen Gesetzen hierzulande. Das größte Hindernis für eine nachhaltigere Zukunftsorientierung der Politik und der Wissenschaft ist genau diese Starre des Wirtschaftssystems. Und natürlich gelten für den DBA genau nicht dieselben wissenschaftlichen Standards wie für den PhD, sonst gäbe es ja gar keine Unterscheidung, sondern einfach so etwas wie bei uns einen Dr. rer. oec. oder was auch immer... Ihre wortreichen Darlegungen entbehren leider immer wieder der nicht nur hierzulande unverzichtbar notwendigen Logik. Zur deutschen Praxis des Promovierens habe ich übrigens letzte Tage bereits eine durchaus kritische Position dargelegt, siehe diesen Link. Nichtsdestotrotz unterscheide ich dabei zwischen Konzept und Umsetzung: Nur weil die Umsetzung fragwürdig ist, muss das Konzept es noch nicht sein; womöglich liegt das Problem eher an den Regularien / Prozessen, also am QM. Und das sieht ja auch der Wissenschaftsrat so...
  4. Hier liegt m. E. der logische Kurzschluss Ihrer ausführlichen Darlegungen. Denn für FH-Professuren gelten qua Wissenschaftlichkeit überhaupt keine anderen Kompetenz(!)anforderungen als für Uni-Professoren! Die nachzuweisende Praxiserfahrung für eine FH-Professur ist genau nicht durch einen "Dr. light" = "Dr. prakt." zu belegen (den es in Deutschland deswegen auch gar nicht gibt, offenbar aber in UK - "professional doctorate", siehe Einstufung und Unterscheidung vom PhD seitens der QAA), sondern allein durch tatsächliche berufliche Praxis. Diese ist nachzuweisen durch Lebenslauf und Zeugnisse, basta. Die wissenschaftliche Kompetenz muss gleich sein - nur dass der Uni-Prof. mehr forschende Praxis nachweisen muss, der FH-Prof. stattdessen mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Von unterschiedlichen Dr.-Niveaus ist in keinem unserer Hochschulgesetze die Rede, wo es um die EInstellungsvoraussetzungen für Professoren geht. Vor diesem Hintergrund ist die momentane interne Debatte der KMK zur Einstufung des DBA (UK) m. E. dringend notwendig.
  5. Diesem Satz stimme ich zu - vielen anderen Sätzen des Beitrags weniger bis nicht. Dass das deutsche Promotionssystem überarbeitungsbedürftig ist, hatte der Wissenschaftsrat u. a. bereits 2011 zum Ausdruck gebracht. Und dass deutsche Promotionsverfahren mehr Sicherheit benötigen, habe ich hier anhand eines Vergleichs der deutschen mit der niederländischen Vorgehensweise dargelegt.
  6. Ein deutscher DBA-Absolvent beschreibt in den Textseiten 3 bis 5 seiner publizierten Thesis, warum er sich für einen DBA anstelle eines PhD entschieden hat: http://www.amazon.de/Role-Procurement-Professionals-Industrial-Projects/dp/3869245948/ref=asap_bc?ie=UTF8 Auf S. 5 bringt er in Figure 2 die Unterschiede zwischen DBA und PhD auf den Punkt - via "Blick ins Buch" bei Amazon einsehbar. Die linke Spalte zeigt die Qualifikationsziele eines DBA, die rechte eines PhD. Das mag nun jeder selbst interpretieren und dann überlegen, ob er immer noch beides als gleichartig bzw. gleichwertig einordnen würde.
  7. Gleichnamige Abschlüsse anderenorts (Australien, Liberia, ...) müssen doch wohl nicht des Namens wegen gleichartige Abschlüsse zu denen in UK sein - aufgrund welcher Logik denn...? Sie können durchaus wissenschaftliche Promotionsabschlüsse bedeuten.
  8. Ihrem Zitattext direkt voraus geht aber: "Inhaber von in einem wissenschaftlichen [!] Promotionsverfahren erworbenen Doktorgraden, die in den in Ziff. 1 bezeichneten Staaten oder Institutionen erworben wurden, können anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein üblichen Abkürzung gem. Ziffer 1 des Beschlusses vom 14.04.2000 wahlweise die Abkürzung „Dr.“ ohne fachlichen Zusatz und ohne Herkunftsbezeichnung führen." Die im Dokument enthaltenen Erläuterungen - die zur Umsetzung des Textes dienen - machen die Unterscheidung klarer: "In diese Regelung einbezogen sind jedoch nur solche Doktorgrade, die aufgrund eines wissenschaftlichen [!] Promotionsverfahrens erworben wurden. So genannte „Berufsdoktorate“ und Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind, sind somit nicht erfasst, für sie gilt Ziff. 1 (Originalform ohne Herkunftszusatz)." Dass ein DBA und andere Berufsdoktorate ohne irgendwelche "Promotionsstudien und -verfahren" verliehen werden, behauptet ja niemand. Der Doktortitel ist bei uns aber nun mal an eine wissenschaftliche Ausrichtung und Verfahrensweise gekoppelt. Und dass es sich beim englischen DBA um ein solches Berufsdoktorat handelt, verrät halt die Zuordnung seitens der QAA selbst: Pro­fes­sional and practice-based (or prac­ti­tioner) doctorates / Pro­fes­sional doctorates.
  9. Doch ist sie stringent, denn es kommt auf das Wort "und" an, das keine bedingende Verkoppelung und auch keine gegenseitigen Ausschlussmöglichkeiten, sondern eine ganz normale Aufzählung von zwei unterschiedlichen Sachverhalten darstellt. Es reicht daher, wenn einer der beiden Sachverhalte erfüllt ist. Die Nichterfüllung eines zweiten Sachverhaltes hebt doch nicht die Erfüllung eines ersten Sachverhaltes auf... ^^ Wenn dort nur stünde: "Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind", und wenn die "Berufsdoktorate" nicht eigens und zusätzlich genannt wären, dann dürfte man in Deutschland selbstverständlich nicht den DBA herabstufen. Die Regelung mit Verweis auf Ziff. 1 gilt demnach für sogenannte Berufsdoktorate (das "sogenannte" hat die QAA ja nun selbst vorgenommen durch Kategorisierung) nicht der dritten Ebene im Herkunftsland zugeordnete Doktorgrade
  10. Welche Rechtsauffassungen von wem auch immer und welche aktuellen Aussagen? Mir liegen zumindest keine vor. Auskünfte von nicht spezifizierten Ministerien und nicht genannten Mitarbeitern sind nun mal nicht zitierbar. ^^
  11. Die ganze Story gibt's nun hier: http://gertler.net/archives/3225
  12. ...auf S. 44 wird der DBA aber unterschieden vom PhD - als Professional Doctorate. Gemäß den KMK-Grundsätzen gilt eindeutig: "So genannte „Berufsdoktorate“ und Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind, sind somit nicht erfasst, für sie gilt Ziff. 1 (Originalform ohne Herkunftszusatz)." "Berufsdoktorate" werden demnach in Deutschland nicht anerkannt, selbst wenn das Herkunftsland sie der dritten Ebene zuordnet. Auch dieses QAA-Dokument, von 2014, belegt - wie schon jenes von 2015 - die Einordnung des DBA als Berufsdoktorat. KMK / Anabin mussten daher die Herabstufung vornehmen.
  13. Danke, Tom 74! Im aktuelleren Dokument http://www.qaa.ac.uk/en/Publications/Documents/Doctoral-Degree-Characteristics-15.pdf findet sich auf S. 8 die Einordnung des "Doctor of Business Administration" in die "Category 3: Professional and practice-based (or practitioner) doctorates". Es ist daher anzunehmen, dass KMK / Anabin dieser neueren QAA-Einordnung folgend die Herabstufung in Übereinstimmung mit den „Grundsätzen für die Regelung der Führung ausländischer Hochschulgrade im Sinne einer gesetzlichen Allgemeingenehmigung durch einheitliche gesetzliche Bestimmungen vom 14.04.2000, i.d.F. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21.09.2001 i. d. F. vom 26.06.2014“) vorgenommen hat.
  14. Welche amtliche Quelle aus Großbritannien könnte da weiterhelfen, die den DBA tatsächlich der dritten Ebene zuordnet?
  15. Anabin zeigt derweil eine Begründung an: "Es handelt sich um einen berufspraktische Qualifikationsbezeichnung, die eine Verschriftlichung beruflicher Erfahrung beinhaltet. Der DBA ist in der offiziellen Bezeichnung und Kurzform unübersehbar von der forschungsorientierten Doktorpromotion mit der Bezeichnung "Doctor of Philosohpy (PhD)" abgegrenzt. Zielgruppe sind Personen, die ihre innerbetrieblichen Aufstiegschancen bzw. ihre Wettbewerbsposition durch berufsbegleitenden Erwerb eines Doktorgrades verbessern möchten" (Quelle: www.anabin.de, Std. 17.11.2015). Putziger Rechtschreibfehler "Doctor of Philosohpy (PhD)" - aber klare Unterscheidung... Anabin-DBA-GB.pdf
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