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mbue

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Informationen

  • Status
    2
  • Anbieter
    Fernuniversität in Hagen
  • Studiengang
    Informatik/Mathematik B.Sc.
  1. Hallo, die Studiengänge unterscheiden sich an der Fernuniversität sehr stark, fächertechnisch gibt es wenig Schnittmenge, und sofern es gemeinsame Kurs gibt, werden sie teils unterschiedlich geprüft womit insofern ein Kursabschluss auch nicht für beide Studiengänge gleichermaßen verwendbar ist. Hier will ich dir eine kleine Entscheidungshilfe geben: Du wählst lieber Informatik, wenn du: - Weitreichendes Interesse an der wissenschaftlichen Methodik hinter automatisierter Informationsverarbeitung hast - Dich der Begriff des Algorithmus interessiert, du mathematisch bestimmte Rechenverfahren analysieren und durchdenken möchtest - Es dir nichts ausmacht, für zwei bis drei Semester die Luft der reinen Mathematik zu schnuppern, wie sie im Studiengang Mathematik Anwendung findet - Dich Themen wie beispielsweise künstliche Intelligenz, Computergrafik, Software-Architekturen, Mikroprozessoren, Nachrichtentechnik, Kryptographie interessieren und du auch bereit bist, dich längere Zeit mit der teils hochtrabenden und doch recht trockenen Theorie dahinter zu befassen. - Du keine Scheu davor hast, dich mit den Interna von Computersystemen zu befassen, und du dich mit hardwaretechnischen Details wie Schaltnetze, Steuerwerke oder grundlegenden Abläufen der Systemprogrammierung (Speicherverwaltung, Parallelität, ...) befassen möchtest. Du wählst lieber Wirtschaftsinformatik, wenn du: - Neben technischen Themen auch ein breites Interesse an Wirtschaft hast und bereit bist, dich mit den theoretischen Modellen dahinter (das gilt insbesondere für die VWL) zu befassen. - Du aus Themen der Informatik eher einen breiten Überblick möchtest, dich aber mit den Methoden und Theorien hinter den einzelnen Bereichen (z.B. die Funktionsweise automatisierter Bildverarbeitung) generell eher weniger befassen willst. - Du deine IT-Kenntnisse stark auf die Bedürfnisse von Informations- und Datenverarbeitungssystemen spezialisieren möchtest. Das heißt zum Beispiel, dass dich IT-Werkzeuge zur Organisation des Produktionsprozesses und ERP- oder CRM-Systeme interessieren sollten. - Du eine Affinität zur Analyse, Konzeption und Realisierung von Geschäftsprozessen hast. - Dich Themen der IT-Organisation interessieren. Als Wirtschaftsinformatiker kannst du mit dem technischen Wissen des Informatiker im Regelfall nur schlecht konkurrieren, als Informatiker fehlt dir im Regelfall der breite Überblick zum Themenfeld der Unternehmens-IT, wie ihn der Wirtschaftsinformatiker hat, und natürlich hat letzterer auch eine ganze Menge Fachkenntnisse zu betriebs- und volkswirtschaftlichen Themen, die er im Verlauf des Studiums je nach Interesse (gerade in Hagen) gewinnbringend vertiefen kann. Ich persönlich finde es schade zu sehen, dass jemand aus einer kurzen Studiengangsbeschreibung gleich eine Studiengangsähnlichkeit ableitet. Ein falscher Eindruck, den man durch den Blick ins Modulhandbuch in Minutenschnelle hätte korrigieren können, und das ist an dieser Stelle auch als Tipp gemeint: Der Blick auf die Modulauflistung zeigt recht deutlich, wo der Hase jeweils langläuft. Karriere kannst du mit beiden Abschlüssen gut machen. Schau dir mal auf Jobportalen auch entsprechende Angebote für beide Abschlüsse an, am besten gerade die, bei denen von den beiden Abschlüssen ein bestimmter gefordert wird. Daneben gibt es natürlich auch noch die große Menge der "wir suchen einen Informatiker oder Wirtschaftsinformatiker"-Angeboten. Insofern gibt es wissenstechnisch natürlich durchaus eine Schnittmenge.
  2. Hi TomKra, das war jetzt von mir natürlich ein wenig plump dargestellt, ich denke, das weißt du. Mich hat nur gestört, wie die Aussage bei DryIce ankommen könnte, es klang ein wenig so, als wolltest du sagen, dass die Theorie erstmal niemanden interessiert. Daher mein Einwand.
  3. Wobei IT'ler jetzt nicht unbedingt Admin ist... die typischen IT-Positionen, die man nach einem Studium anstrebt, sind etwa im Bereich Software-Entwicklung, im Engineering oder im Bereich Prozess- und Datenanalyse. Das sind natürlich nur Beispiele. @DryIce: hier mal eine negative Aussage. Nichts gegen die Alles-ist-möglich-Haltung die in so einem Forum natürlich immer irgendwo inhärent gegeben ist. Klar ist es möglich, dass du nach einem IT-Studium einen tollen Job in diesem Bereich bekommst. Es ist aber nicht wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eher, dass du entweder stark eingeschränkt in der Unternehmensauswahl (du wirst nur von kleinen Klitschen mit langweiligen Projekten genommen) bist, oder Abstriche beim Gehalt machen musst. Bis du fertig mit dem Studium bist, wirst du vermutlich Ende 30 sein. Dann hast du aber noch keinerlei Erfahrung, die musst du zunächst sammeln (etwa in der Software-Entwicklung). Ohne Erfahrung kommst du aber in diesem Alter wiederrum schwer an den ersten IT-Job. Also wirst du eventuell versuchen, etwas Aussagekräftiges vorzuweisen, z.B. die Beteiligung an einem populären Open Source Projekt. Bis du da etwas auf die Kette kriegst, kannst du nochmal 2-3 Jahre draufrechnen. Und selbst dann konkurierst du mit Leuten die genau so alt sind wie du, aber schon 15 Jahre Erfahrung haben. Kurz zu mir: ich bin Software-Architect in Forschung und Entwicklung in einem großen Maschinenbau-Unternehmen und begleite auch Einstellungsverfahren von Entwicklern. Meine Aussagen kommen also irgendwo aus der Praxis. Es mag sein, dass ich das alles zu schwarz sehe, aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, dass dein Vorhaben ziemlich daneben gehen kann. Achja, und hier noch ein ehrliches Statement: Dass du nichtmal beschreibst, um welchen Beruf es dir eigentlich geht, spricht auch für sich. "Ich will IT machen" klingt sehr unreif. @TomKra: Mir ist jemand, der "Irgendwelche ISO Schichten Systeme auswendig runterlabbert" lieber, als jemand, der glaubt, alles aus der Praxis heraus gelernt zu haben, und dann doch ein total lückenhaftes Verständnis hat. Wenn es im Engineering beispielsweise um den Entwurf sicherer Kommunikationskomponenten geht, ist ein theoretisches Wissen aus der Netzwerktechnik sehr wichtig. Da bringt mir ein Firewall-Konfigurierer nichts. Das zum Thema "interessiert keinen Arbeitgeber". Das kommt natürlich auf den AG an...
  4. Fernuniversität in Hagen? Da zahlst du für den gesamten Studiengang vllt. 800 EUR. Außerdem ist das der einzige Master in Informatik, der auf universitärem Niveau gelehrt wird und auch knackige Fächer enthält wie algorithmische Geometrie, Kryptographie, künstliche Intelligenz, Systemtheorie usw. Viele andere haben oftmals eher so Wischi-Waschi-Fächer wie IT-Management und Kreisdiagramme farbig ausmalen - naja kommt drauf an, was man möchte.
  5. Offenbar lernt man an deiner FH nicht recherchieren. Von der Fernuni solltest du dann lieber die Finger lassen.
  6. Nachtrag: bevor du dich für solche Aktionen entscheidest, solltest du über die aktuellen Pläne genau bescheid wissen. Du kennst den Hochschulentwicklungsplan 2015? Wenn nicht, schreib mir mal eine PN.
  7. Hallo, zu genau diesem Ziel gab es schon eine große Petition vor ca. zwei Jahren. Damals kamen auch sehr viele Unterstützer zusammen. Das Ergebnis war ein freundliches Danke-Schreiben des Rektors mit der Information, man müsse die Schließung beibehalten. Ich denke nicht, dass der ET/IT-Studiengang noch zu retten ist.
  8. Hallo Meli, aller Erfahrung nach hat die Mathematik wie sie in einem wirtschaftswissenschaftlichem Studium gelehrt wird wenig mit gut oder schlecht sondern eher mit Fleiß zu tun. Um genau zu sein ist die Mathematik im Bereich Wirtschaftswissenschaften ziemlicher Kindergeburtstag und das ist mit etwas Ausdauer wirklich schaffbar. Du wirst in jedem Studium immer wieder in die Situation kommen, dass du dich durch unangenehme Fächer beißen musst. Das gehört einfach dazu, daran wächst man letztlich. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es an mehreren Orten im Abstand von zwei Wochen entsprechende Präsenzvorlesungen zu den Wiwi-Mathekursen gibt, ein exzellenter Mentor lehrt zum Beispiel in Karlsruhe. Informiere dich über die Regionalzentren in deiner Nähe. Versteh mich nicht falsch, ich will dir sicher nicht etwas aufschwatzen, was dir überhaupt nicht liegt. Wenn du etwas im juristischen Bereich machen willst, dann solltest du das auch tun. Begehe jedoch unter keinen Umständen den Fehler, einem Fach nur aufgrund deiner Mathe-Angst auszuweichen, obwohl es deiner Karriere / deinen Schwerpunktinteressen am dienlichsten wäre. Ganz unabhängig von deiner Entscheidung kann ich dir Hagen aber auf jeden Fall nur empfehlen, bin dort sehr zufrieden (studiere allerdings Informatik und Mathematik). Wenn es etwas praxisorientierter sein soll, ist aber auch die HS Wismar (WINGS) eine gute Hochschule für das berufsbegleitende Studium, ich glaub der Tipp kam oben bereits.
  9. Ich empfehle dir den Bachelor Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen. Die Akzeptanz des Bachelor of Laws ist immernoch umstritten - Der BSc in Wiwi bietet eine große Vielfalt an Spezialisierungsmöglichkeiten. Ferner hast du im Anschluss gleich drei Master zur Auswahl, welche du draufsatteln kannst: Wiwi, VWL und Wirtschaftsinformatik. Bei Wiwi hast du darüber hinaus die Möglichkeit, ein paar Kurse in quantitative Methoden mitzunehmen. Das wird karrieretechnisch insbesondere in den eher technischen Unternehmen (Logistik, Maschinenbau, etc.) gerne gesehen. Ich denke also, Wiwi passt besser zum Profil Industriekauffrau. Edit: Ups, habe gerade deinen Satz gesehen, BWL an sich interessiert dich nicht so. Sorry, da war ich zu schnell... meine Meinung steht trotzdem. Die Grundlagen in BWL gehen vorbei, danach kann man ja spezialisieren.
  10. Ich glaube er spricht von richtiger Informatik :-P Hallo Teodor, die genannten Kosten betreffen das gesamte Studium. Wieviel du pro Semester zahlst, hängt von der Anzahl der Kurse ab, die du im Semester belegst. Im Normalfall kostet ein Kurs 100 EUR. Im Teilzeitstudium kommst du im Semester auf zwei Kurse und einem wöchentlichen Arbeitsaufwand von rund 20 Stunden, im Vollzeitstudium wären es etwa vier Kurse mit wöchentlich rund 40 Stunden Arbeitsaufwand. Das hängt natürlich immer von der einzelnen Person ab.
  11. Ist wirklich alles geklärt? Im Prinzip hast du ja jetzt lediglich die Mathe-Infos erhalten. Die Frage, welcher Studiengang man wählen sollte, geht aber m.E. doch etwas tiefer. Offensichtlich sind dir die Unterschiede teils selbst nicht so ganz klar, du fragst ja im ersten Posting explizit danach. Wiwi und WiInf sind doch zwei sehr unterschiedliche Dinge. Was möchtest du später tun? Warum tendierst du zu Wirtschaftsinformatik? Achtung: keine Kritik, ich denke nur, es kann positiv für dich sein, sich über ein paar essentielle Fragen nochmal Gedanken zu machen.
  12. Hallo Ilja, danke für deine Antwort zum Thema. Ich gebe dir recht, dass dies gerade im Bereich Projektmanagement eine sehr gute Ergänzung ist. In zwei Punkten muss ich aber widersprechen: Wenn HCI über 0815-GUIs hinausgeht, wird es kompliziert. Ich beschäftige mich mit intelligenten Systemen zur Bildverarbeitung (etwa Gestenerkennung) oder Sprachverarbeitung. Ohne ein mathematisch solides Fundament kommt man hier schlicht nicht mit. Mehrdimensionale Fourier-Transformationen, mehrdimensionale Analysis, höhere Lineare Algebra und Wahrscheinlichkeitstheorie sind ein Muss, um ein paar Stichworte zu nennen. Dazu kommen im weiteren Sinne noch nichtlineare Optimierung und Logik. Solche HCI-Module sind bei Informatikern gängig, allerdings, wie du sagst, eher im Bereich der Wahlfächer. Die mathematischen Grundlagen zu IT-Security sind komplex. Zwar braucht man sie nicht unbedingt im Alltag, aber wenn sie fehlen, heißt das zumindest, dass man das Fundament davon nur lückenhaft verstanden / aufgenommen hat. Auch hier nutzen wir formale Methoden. Formale/mathematische Spezifikationen für Black-Box-Tests, Verifikation, statische Analyse, asymptotische Performance-Analyse. Ich persönlich bin da immer sehr beruhigt, wenn ein Informatiker beteiligt ist...
  13. Mhmm ich finde die Idee zu diesem Studiengang im Grunde nicht schlecht. Wer sich für Software-Engineering interessiert, wird das nicht unattraktiv finden. Ganz klar muss man aber auch sagen: zu einem Informatiker macht dieses Studium nicht, denn es scheinen einige theoretische Grundlagen zu fehlen. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht (leitender Software-Architekt Maschinenbaubranche), dass mir bei der Analyse komplexer Systeme (und ja, "Echtwelt"-Systeme) gerade die formalen / mathematischen Grundlagen enorm helfen. Weniger, weil ich in unseren Projekten etwa eine Anwendung für Borelsche Mengenkörper hätte - aber weil man in der Mathematik lernt, Zusammenhänge zu generalisieren, zu entschlacken, hierarchisch zu strukturieren und Strukturen auch charakterisieren kann. Long story short: Gerade bei einem Studium mit "Analyst" im Namen hätte ich ein wenig mehr Pfeffer erwartet.
  14. Kann ich nicht im Ansatz bestätigen. Die Skripte sind gut aufbereitet und verständlich, wobei das natürlich immer etwas vom jeweiligen Author abhängt und auch Geschmacksache ist. Das Niveau ist hoch aber schaffbar (das Erststudium Physik erleichtert sicher einiges). Es gibt zwar in einigen Klausuren Multiple-Choice-Ansätze, der Großteil der Klausuren (nach dem Kernbereich sind es überwiegend sowieso mündliche Prüfungen) verzichtet jedoch auf MC. Die Skripte für einen 6-SWS-Kurs umfassen etwa 500-600 Seiten. Auswendiglernen ist aber (vermutlich analog zum Physikstudium) nicht der Großteil der Arbeit...
  15. Auch wenn ich für diese Meinung viel Kritik kassieren werde: Ich habe nie verstanden, warum Hagen den Psycho-Studiengang im BSc/MSc überhaupt eingeführt hat. Ihre finanzielle Situation war damals schon angespannt und wie man nun sieht, ist der Fachbereich hoffnungslos überlastet. Das wäre mir persönlich als Student der Informatik/Mathematik egal, jedoch musste unsere Fakultät (M+I) sehr bluten, damit Hagen (neben dem Ansturm der Wiwi'ler) die Psychologie stemmen kann. Dies kostete uns den kompletten Fachbereich(!!) Elektrotechnik mit einst acht Lehrgebieten, vier Lehrgebiete der Mathematik und zwei Lehrgebiete der Informatik. Klar ist daran nicht alleine der Psycho-Studiengang schuld, aber er ist und war in dieser Sache ein gewichtender Faktor. Während die Informatiker teils in essentiellen Inhalten stark eingeschränkt sind, klagen die Psychos, dass der Studiengang nicht ganz die Vertiefung hat, die sie sich wünschen. Sollte der Studiengang tatsächlich eingestellt werden, ist das sicherlich schade, aber ich freue mich dann, dass man sich in Hagen wieder auf jene Studiengänge besinnt, die schon von Beginn an zu den tragenden Säulen gehörten und in den letzten Jahren stark vernachlässigt wurden. Edit: Natürlich hoffe ich damit, dass die Petition scheitert - denn ich weiß schon, wer für die Fachbereichserweiterung bezahlen muss. Alle, die den Hals nicht vollkriegen, bitte ich dies zu bedenken...
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