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Emmma

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18 Gut

Über Emmma

  • Rang
    Erfahrener Benutzer

Informationen

  • Status
    Fernstudentin
  • Anbieter
    FernUni Hagen
  • Studiengang
    Psychologie
  • Wohnort
    im Norden
  • Geschlecht
    w
  1. Bist du glücklich, dass du keine Kinder bekommen hast oder haderst du manchmal mit der Entscheidung?
  2. Tja, das Problem ist, wie du ja auch selbst einräumst, dass man das alles möglichst früh und möglichst genau wissen sollte. Und genau da hakt es dann nämlich im Endeffekt. Das beginnt ja schon damit, dass die wenigsten schon seit ihrer Kindheit wissen, was sie später mal werden wollen. Und so gern das immer wieder als Ziel- oder Orientierungslosigkeit kritisiert wird, ist es meines Erachtens mehr ein Problem - unserer vielfältigen Möglichkeiten und - des extrem breit gefächerten Arbeitsmarktes. Wie viele Ausbildungen sind denn noch klar auf ein bestimmtes Berufsziel ausgerichtet? Und wer kennt denn schon mit 20 alle Berufsfelder, die das Leben so hergibt und kann obendrein aufgrund eines Jobprofils bewerten, ob ihn XY glücklich machen könnte? Es ist doch eigentlich klar, dass man da erstmal grob nach Neigungen entscheidet ("Bloß nicht ins Büro!", "Irgendwas mit Tieren...", "bitte nicht mit so viel Mathe...", "irgendwas, wo man viel Geld verdient") und der Rest ergibt sich dann bei den meisten im Laufe ihrer Laufbahn. Von meinen Kindern würde ich nicht zwingend erwarten, dass sie frühzeitig ihre Berufsziele definieren können. Ich würde lediglich erstmal dazu raten, dass die Richtung schon stimmen sollte und sie dann wachsam beobachten müssen, wohin die Reise dann spezifischer gehen darf. Mit den anderen Themen ist es eigentlich nicht so anders. Woher soll man wissen, wie man zum Thema Kinderbetreuung steht, wenn man noch nicht mal Kinder hat? Mit 20 hatte ich weder eigene Kinder, noch irgendeine Vorstellung davon, was es hieße, seine Existenz mit einem Beruf sichern zu müssen. Da dachte ich, Kinder gehörten in den ersten Jahren zu ihrer Mutter und als ich selbst welche bekam, war ich froh, nach einem Jahr wieder arbeiten gehen zu können. Tja, so ist das mit den Überzeugungen... Fragen wie "Wer kann sonst noch unterstützen?", "Wie alt will ich beim ersten Kind sein?" oder "Wie steht der Partner zum Thema?" kann man doch auch erst klären, wenn es so weit ist. Darüber zu Beginn der Berufslaufbahn zu philosophieren, wenn vielleicht noch nicht mal der potentielle Partner da ist, ergibt doch überhaupt keinen Sinn. Wer weiß denn schon, was in ein, zwei, acht Jahren ist, ob die eigenen Eltern noch fit sind, ob die überhaupt Lust haben, die Enkelkinder zu beaufsichtigen, welchen Job man haben wird und ob man überhaupt einen Kindergartenplatz findet, der zu der dann existierenden Situation passt? In meinen Augen sind diese ganzen Fragen Ausdruck genau dieser Sehnsucht nach Planbarkeit. Alles wird organisiert und möglichst gut vorbereitet - nur lassen sich Kinder meiner Erfahrung nach selten in dieses Schema pressen. Vor einiger Zeit las ich mal, dass man vermutet, dass die Zunahme von postpartalen Depressionen unter anderem auf die hohe eigene und äußere Erwartungshaltung zurückzuführen ist und ich denke, dass da eine Menge Wahrheit drinsteckt. Ich kenne einige wirklich gut ausgebildete Frauen, die genau das durchgemacht haben und die hatten vorab die oben gestellten Fragen ganz brav wie eine Checkliste abgearbeitet und zu ihrer Zufriedenheit und zur Zufriedenheit der Umwelt beantwortet: Die Doktorarbeit noch während der Schwangerschaft beendet, mit dem Arbeitgeber alles besprochen, den Zeitpunkt scheinbar perfekt gewählt, Betreuung gesichert, der liebende Partner nimmt brav seine Elternzeit und dann... tut sich da ein tiefes schwarzes Loch auf. Weil das Baby nur schreit und so gar nicht bei Oma bleiben will, weil der Arbeitgeber plötzlich doch nicht mehr so flexibel ist, was Teilzeit angeht ("Sie wissen ja, die Umstrukturierung hier...") und von der mühsam erkämpften Freiheit und Unabhängigkeit der letzten Jahre nichts mehr übrig ist, weil man nicht mal mehr auf Toilette gehen kann, wenn man denn muss. Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und meine Meinung ist, dass genau dieser Fragenkatalog einen auch kaputt machen kann. Meiner Erfahrung nach sind die Menschen am glücklichsten und ausgeglichensten, die einen groben Fahrplan haben, ein gutes Gespür für die jeweilige Situation und die eigenen Interessen besitzen und die nötige Flexibilität, sich auf Neues einstellen zu können. Im Job, wie auch im Privatleben.
  3. Okay, ich bekomme den Zusammenhang gerade trotzdem nicht hergestellt. Was nützt ihm deine Info denn jetzt? Mir fehlt da einfach der Bezug. Und abgesehen davon ist die Aussage auch noch irreführend oder zumindest sehr stark vereinfacht. Kinder können mitnichten immer beitragsfrei in die Familienversicherung, wenn ein Elternteil privat krankenversichert ist. Aber das nur am Rande.
  4. Auf welchen Beitrag war das nun bezogen? Welche Kinder? Welche Frau? Und welche Familienversicherung?
  5. Wurden denn in dieser Statistik alle Stellen einer Branche berücksichtigt, also auch Führungskräfte? In einer Abteilung mit sieben Personen, von denen der Vorgesetzte 6000 Euro brutto verdient und die sechs angestellten Arbeitskräfte aus der Arbeitnehmerüberlassung für 8,50 Euro Mindestlohn übernommen werden, verdient statistisch gesehen jeder im Mittel auch 2000 Euro. Auch wenn ich dem Fragesteller widersprechen muss, was die Verdienstmöglichkeiten in der Logistik betrifft (zumindest so verallgemeinernd), so halte ich die hier nun verlinkte Übersicht ebenfalls für realitätsfern. Interessant sind Statistiken, in der keine Führungskräfte berücksichtigt wurden. Und vielleicht müsste auch eine Altersgrenze gezogen werden, da ich mir vorstellen könnte, dass viele alte Arbeitsverträge mit besseren Konditionen ebenfalls das Ergebnis verfälschen. Statistisch betrachtet hatte ich in meiner alten Abteilung ja auch über 30 Tage Urlaub, obwohl in meinem Arbeitsvertrag nur 24 standen.
  6. Ich weiß ja nicht, ob ich mich hier zu Wort melden darf, schließlich bin ich eine dieser neumodischen arbeitenden Mütter, die ihre Kinder in die Fremdbetreuung abschieben , aber ich riskiere es einfach mal. Ich finde die genannten Gehaltsangaben nicht nachvollziehbar. Ausbildung, Beschäftigungsumfeld und übrige Faktoren sind bei mir vergleichbar. 2100 Euro waren im Jahr 2007 mein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung. In 2008 habe ich gewechselt und 2450 Euro verdient, in 2009 ein weiterer Wechsel - 2900 Euro plus 13. Gehalt. Aktuell wechsle ich wieder und nun sind es gut 2900 Euro plus diverse Zulagen, allerdings für eine Teilzeitstelle. In der Logistik wird sehr unterschiedlich bezahlt, aber es ist garantiert nicht so, dass grundsätzlich nur der Mindestlohn drin ist. 2400 bis 3000 Euro halte ich für durchschnittlich, in der Industrie wird erfahrungsgemäß besser bezahlt. Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass es an der Berufsbezeichnung liegt und die Ausgangslage für ausgebildete Speditions- und Industriekaufleute in diesen Branchen besser ist.
  7. Danke schön. :-) Und um die ganze Angelegenheit hier noch "rund" zu machen: Ich habe am Montag meinen Arbeitsvertrag unterschrieben und die Kündigung bei meinem alten Arbeitgeber eingereicht. Nun habe ich noch einen ruhigen Sommer mit jeder Menge Urlaub und freue mich auf den Neustart im September.
  8. Das würde bei mir dann aber schon etwas eigenartig anmuten.
  9. Danke für Ihre Antwort. Mir wurde direkt im Anschluss an das Gespräch gesagt, dass man mich sehr gerne einstellen möchte, sofern ich denn möchte. Später am Nachmittag wurde ich noch mal von der Personalabteilung angerufen, ob ich ihnen kurzfristig einen Beleg über die Kinderbetreuungskosten schicken kann, damit sie den steuerfreien Zuschuss direkt in der korrekten Höhe mit in den Vertragsentwurf aufnehmen können. Es war sehr konkret und verbindlich.
  10. So, nachdem mein zweites Gespräch nun hinter mir liegt, kann ich berichten, wie es bei mir gegliedert war. Die erste Kontaktaufnahme lief übrigens über das Telefon durch den disziplinarischen Vorgesetzten für diese Position und glich bereits einem kleinem Jobinterview. Das erste richtige Vorstellungsgespräch ging etwa eineinhalb Stunden und teilgenommen hat eine Psychologin (!) , der o.g. Vorgesetzte und ein Senior aus dem Team. Letzterer hat auch den Löwenanteil des Gesprächs bestimmt und ich würde sagen, es ging hauptsächlich darum, die fachliche Eignung sowie die Jobmotivation zu prüfen. Nebenbei wurde mal eben zwischendurch die Sprache gewechselt und dann im Englischen über Stärken und Schwächen, die eigene Motivation und Erfahrungen zu sprechen, war wirklich wirklich anstrengend und eine kleine Herausforderung. Im Nachhinein war es glaube ich ganz gut, dass ich nicht wusste, was da auf mich zukommt, denn ansonsten hätte ich mich vermutlich total verrückt gemacht. Da es nach sechs Jahren meine erste Bewerbung war, hatte ich mich zwar gut vorbereitet, aber habe das ganze Gespräch im Vorwege mehr als Training betrachtet, um mich überhaupt erstmal wieder auf dem Jobmarkt zu orientieren. Nach dem Gespräch war ich richtig geschlaucht und hätte gut eine Stunde schlafen können. Das hatte ich vorab nicht so erwartet. Man hat mir direkt am Ende des Gesprächs gesagt, dass es eine zweite Runde mit einer kleinere Auswahl an Bewerbern geben und man sich dann gegebenenfalls melden würde. Das zweite Gespräch gestern lief dagegen sehr viel entspannter. Man entschuldigte sich für die ein oder andere "Falle" und sagte mir, ich hätte das aber sehr gut gemacht und Ihnen würde es sehr helfen, weil sich in der Theorie immer jeder für fremdsprachensicher oder flexibel halten würde weshalb sie gern sehen möchten, ob dieses Bild der Realität auch entspräche. Teilgenommen hat erneut der o.g. disziplinarische Vorgesetzte und dazu jemand aus der Personalabteilung. Insgesamt war alles viel lockerer und gelöster, eher eine angenehme Plauderei. Natürlich ging es auch hier nicht um Smalltalk, sondern unter anderem um Arbeitsorganisation und konkrete Fragestellungen, die sich aus dem Aufgabengebiet ergeben. Aber insgesamt war es sehr viel mehr "Miteinander" als im ersten Gespräch. Auch die Räumlichkeiten waren andere: heller, größer, moderner und ich saß weniger frontal vor den Interviewern. Es kann natürlich Zufall gewesen sein, aber ich habe den Eindruck, die wissen dort schon sehr genau, was sie machen.
  11. So, gestern war mein zweiter Termin und was soll ich großartig schreiben? Es sieht so aus, als hätte ich den Job! Meine erste Bewerbung seit sechs Jahren und es klappt im ersten Anlauf! Ich bin noch immer ganz durcheinander.
  12. So, ich wollte mich ja noch mal hier zurückmelden. Ich wurde gestern angerufen und man hat mir mitgeteilt, dass man das Gespräch mit mir sehr angenehm fand und mich gern zum zweiten Gespräch einladen würde. Nun bin ich gespannt. Und mein Outfit kann so schlimm also nicht gewesen sein.
  13. Danke schön. Ich bin auch schon sehr gespannt.
  14. Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Sie haben mein Taschenproblem mit acht Worten gelöst.
  15. So, nun habe ich noch eine möglicherweise dusselig anmutende Frage. Es heißt ja, man solle eine vollständige Bewerbungsmappe mit zum Gespräch nehmen. Gleichzeitig möchte ich natürlich nicht auf eine Handtasche verzichten, aber es ergibt sich das Problem, dass die Mappe in keiner meiner seriöseren Handtaschen passt. Und einen Shopper will ich ja nun auch nicht mitnehmen, schließlich gehe ich weder zum Kindergeburtstag noch auf den Wochenmarkt. Irgendwelche Ideen? Wirkt es unprofessionell, wenn ich die Mappe einfach einzeln in der Hand halte, also zusätzlich zu einer Tasche?
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