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physiogirl76

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Über physiogirl76

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    Ehemaliger Fernstudent
  • Studiengang
    Master of Health Economics
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  1. Die Ausprägung der Leistung ist dann also im o.g. Fall "zur vollen Zufriedenheit", die zeitliche Ausprägung "stets", wenn ich das richtig verstanden habe? Ich hatte das nur etwas abgekürzt, aber demzufolge wäre also "stets zur vollen Zufriedenheit = gut" "stets zur vollsten Zufriedenheit = sehr gut" ? Wenn "stets" also z.B. mit "im Großen und Ganzen" ersetzt wird bzw. die zeitliche Komponente ganz fehlt, sieht es also wieder anders aus, trotz "voller/vollster Zufriedenheit"?
  2. Das mag jetzt vielleicht etwas Offtopic sein, aber ich persönlich konnte mich mit den deutschen Arbeitszeugnissen mit all seinen standardisierten Phrasen und "Geheimcodes" noch nie richtig anfreunden. Ich denke auch, wie Fr. Kanzler dies schon erwähnte, dass Arbeitgeber vor allem Wert auf die Aufgabenbeschreibung legen. Diese "Lobhudelei" (sorry...) kann ich manchmal einfach nicht ernst nehmen, zumal es in der Praxis auch nicht unüblich ist, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitszeugnisse selbst schreiben. Und wenn dann das Wörtchen "stets" fehlt, legt man Beschwerde ein... Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, ein "wohlwollendes" Zeugnis zu erstellen - daher ist es in der Praxis oft üblich, nur gute Zeugnisse zu erteilen, da es sonst zu Widerspruch kommen könnte. Ein solches Zeugnis liegt dann wohl vor allem im Interesse des Arbeitgebers, um Streitigkeiten zu vermeiden. Ich befinde mich gerade im Bewerbungsprozess und habe in meinen Bewerbungen so gut wie nie Arbeitszeugnisse mitgeschickt. Ein Grund ist, dass ich einige Jahre im englischsprachigen Ausland gearbeitet habe, wo diese nicht üblich sind - statt dessen arbeitet man dort mit Referenzen. Dies habe ich nun auch für meine deutschen Bewerbungen übernommen: Ich habe zwei Personen (z.B. aktueller Vorgesetzter, ehemalige Professoren, etc) mit Kontaktdaten genannt (natürlich nachdem ich deren Erlaubnis eingeholt hatte) und in meinem Anschreiben auch erwähnt, dass meine Referenzen bei Fragen zu meinen Leistungen etc. gerne zur Verfügung stehen. In einem direkten Gespräch bzw. Emailkontakt erfolgen oft authentischere Bewertungen als über Arbeitszeugnisse Bis jetzt hat noch niemand meine fehlenden Arbeitszeugnisse beanstandet. Aber das ist nur meine persönliche Situation und Vorgehensweise und mir ist klar, dass Arbeitszeugnisse in einigen Branchen bzw. Unternehmen noch sehr wichtig sind (bzw. mit höherer Hierarchiestufe auch notwendig sind). Trotzdem arbeite ich lieber mit Referenzen als mit Arbeitszeugnissen. Ich bin jetzt auch kein Experte, und wie Fr. Kanzler schon erwähnte, ist das gesamte Zeugnis relevant, aber der Satz "Ihre Aufgaben erfüllt sie stets zur vollen Zufriedenheit." ist eine 2 (=gut). Eine 1 (=sehr gut) wäre "zu unserer vollsten Zufriedenheit". Gruß, Melanie
  3. Hallo Nadine, kommt für dich evtl auch auch ein Zertifikatskurs in Frage oder muss es ein Master sein? Ansonsten kann ich dir diesen Kurs an der Apollon FH empfehlen: https://www.apollon-hochschule.de/zertifikatskurse/kommunikation-persoenlichkeit/interkulturelles-management/ Ich habe den Kurs Ende letzten Jahres absolviert - die Studienhefte sind gut geschrieben und lehrreich. Der Kurs ist sowohl auf deutsch als auch auf englisch buchbar. Das meiste ist relativ allgemein gehalten, so dass man es auch auf andere Branchen (nicht nur auf die Gesundheitsbranche) übertragen kann. Zusätzlich habe ich einen 3-wöchigen Kurs vor Ort absolviert, der jedes Jahr für die Apollon-Studierenden an der California State University angeboten wird - Prof. Lünemann ist dort Dozent für interkulturelle Kommunikation und hält diesen Kurs auch für seine amerikanischen Studierenden. Würde diesen Kurs klar weiterempfehlen, die Betreuung durch Prof. Lünemann ist echt super und man bekommt wertvolles Feedback. In welcher Branche bist du denn? Viele Grüße Melanie
  4. Wie wäre es denn mit diesem Studiengang: http://www.dhfpg.de/mba.html (MBA Sport-/Gesundheitsmanagement; Spezialisierungsrichtungen: Sportökonomie, Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement oder Betriebliches Gesundheitsmanagement) Allerdings ist hierzu eine berufliche Tätigkeit von 2 Jahren gefordert.
  5. Hallo Sammy 689, ich kann mich der vorigen Meinungen nur anschließen. Natürlich sollten auch die eigenen Interessen bei der Berufswahl eine Rolle spielen, aber ich bin mir nicht sicher, ob du dir mit den von dir zwei angedachten Lehrgängen tatsächlich eine echte berufliche (langfristige) Perspektive schaffst. Als Physiotherapeutin kann ich dir zumindest was über die Branche der Prävention, Gesundheit bzw. Wellness sagen: Ich nehme an, mit dem Fernlehrgang "Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention" ist dieser dieser Anbieter gemeint: http://www.sgd.de/persoenlichkeitsbildung/fachpraktiker-massage.php ? Ich habe mir das mal durchgelesen und ehrlich gesagt bin ich mehr als skeptisch: Massage in all seinen Facetten ist ein sehr praktischer Bereich. In der klassischen Ausbildung zum Masseur (2 Jahre) bzw. Physiotherapeut (3 Jahre) sind daher viele praktische Stunden im Unterricht vorgesehen - und zwar um einiges mehr als die im Lehrgang geplanten 2 Praxisseminare zu 2 bzw. 4 Tagen. Das heißt, du konkurrierst nacher mit Masseuren bzw. Physiotherapeuten, die wesentlich umfangreicher ausgebildet wurden. Ich habe einige Zeit im Präventionsbereich (betriebliche Gesundheitsförderung) gearbeitet und mir ist in diesem Bereich nie ein "Fachpraktiker" über den Weg gelaufen - ohne Ausnahme waren es immer qualifizierte Masseure bzw. Physiotherapeuten (mit entsprechender Zusatzausbildung), die z.B. Massagen in Betrieben oder Wellnessmassagen durchführten. Der Markt der Masseure ist zudem übersättigt, da die Ärzte mittlerweile weniger Massagen verordnen - d.h. diese Masseure drängen auch auf den Wellness - und Präventionsmarkt. Mir fällt öfters auf, dass Fernstudienanbieter manchmal das Blaue vom Himmel versprechen. So steht z.B. bei diesem Lehrgang: "Die Umsätze in diesem Bereich sind gewaltig, und sie steigen fortlaufend. Entsprechend wächst der Bedarf an qualifizierten Dienstleistern. Der Kurs zum Fachpraktiker für Massage, Wellness und Prävention ist eine gute Alternative zur Physiotherapie-Ausbildung und verschafft Ihnen Zugang zu einer der krisensichersten Branchen überhaupt. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind groß – im Frisiersalon, als mobiler Masseur in Unternehmen oder im Wellnesshotel. Kommen Sie dem Physiotherapeuten zuvor und helfen Sie Menschen, bevor sie krank werden. " (Quelle: http://www.sgd.de/persoenlichkeitsbildung/fachpraktiker-massage.php) Alleine die Behauptung "Die Umsätze sind gewaltig, sie steigen fortlaufend" halte ich für sehr gewagt. Nur weil der Bedarf steigt, heißt das nicht, dass das Einkommen des Einzelnen steigt - gerade auf dem Wellness-/Massagemarkt sind viele Dumpingpreise zu finden, gut verdienen wirst du daher in diesem Bereich nicht. Aus meiner beruflichen Erfahrung heraus würde ich heute jedem abraten, "nur" eine Massageausbildung zu absolvieren - wegen der fehlenden Perspektiven. Auch solltest du bedenken, dass Massage körperlich sehr anstrengend ist - die meisten Masseure bzw. Physiotherapeuten, die ich kenne, haben nach einigen Jahren im Beruf selbst Probleme mit ihren Finger - und Handgelenken. Es ist also nicht unbedingt ein Beruf, den man locker in VZ bis zur Rente ausüben kann. Als zweites Standbein, um sich ein paar Euros dazu zu verdienen - von mir aus. Aber als einziges berufliches Standbein? Niemals - vor allem nicht mit solch einem "Light-Lehrgang". Zu deiner zweiten angedachten Möglichkeit: Mir als Hundebesitzer würde nicht im Traum einfallen, meinen Hund von einer Tierhomöopathin behandeln zu lassen, die ihren Abschluss in einem Fernlehrgang absolviert hat und keinerlei tiermedizinische Ausbildung hat. Ich würde mir einen qualifizierten Tierarzt suchen, der eine Weiterbildung zu diesem Thema hat. Wie gesagt, das ist nur meine Meinung und ich will dir deinen Traum nicht ausreden - aber vielleicht etwas die Augen öffnen. So rosarot wie die Werbung der Fernstudiumanbieter ist die Welt bzw. die Zukunftsaussichten nämlich nicht... Die Frage wurde ja schon aufgeworfen: Wenn dich der Gesundheitsbereich interessiert: Wäre es nicht sinnvoller, auf dein kaufmännisches Wissen aufzubauen? Gerade im Bereich Gesundheitsmanagement gibt es doch einige gute Möglichkeiten, eventuell sogar über ein Präsenzstudium bzw. Duales Studium?
  6. Das ist eine Mutmaßung - man kann hier nicht pauschal sagen, dass AN, die ein Fernstudium absolvieren, automatisch weniger Leistung bei der Arbeit bringen. Oft sind es die motivierten und leistungsbereiten Mitarbeiter, die sich für ein Fernstudium entscheiden. Der AG kann nicht einfach vermuten, dass die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters - vielleicht, eventuell, in der Zukunft - aufgrund seines Studiums abnimmt - da muss er schon handfeste Beweise haben. AG, die so denken, gibt es vielleicht - aber hier hat das Studium wohl direkt mit der Tätigkeit des Threaderöffners zu tun, es ist nicht fachfremd. Der AG profitiert davon in einigen Jahren - und das zum Nulltarif, denn das Studium ist selbst finanziert. Bei solch einem großen Konzern gehe ich mal davon aus, dass es auch Entwicklungsmöglichkeiten gibt (anders wie bei vielen kleinen oder mittelständischen Unternehmen) - aus AG-Sicht ist es doch viel billiger und nachhaltiger, die eigenen Kräfte auszubilden, zumal der AG hier keinesfalls das Studium finanziert hat. Nein, das finde ich nicht - noch nicht mal von Seiten des AG. Was ein AN in seiner Freizeit treibt, ist allein seine Sache. Anders sieht es aus, wenn die Arbeit darunter leidet - aber das war in diesem Fall wohl noch nicht der Fall. Sein direkter Chef war anfangs ja auch ganz begeistert - erst als der "big boss" dazukam, gab es Probleme. Ganz ehrlich, für mich wäre das eine Situation, in der ich innerlich kündigen würde - wenn du die Möglichkeit hast, schau dich auf dem Arbeitsmarkt um, es gibt durchaus AG, die an einer Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter Interesse haben. Gruß Melanie
  7. @ Beetlejuicine: Ich habe den Master of Health Economics absolviert (wow, das erste Mal, dass ich in der Vergangenheit schreibe). Bin kürzlich fertig geworden und war letzten Samstag bei der Absolventenfeier in Bremen dabei. Ich wünsche dir noch viel Erfolg und Durchhaltevermögen für dein Studium!
  8. Ich gehöre zu den Apollianern, die dieses Jahr mit dabei waren in Sacramento. Für mich hat sich der Aufenthalt bzw. der Kurs absolut gelohnt, aber ich bin auch so ein kleiner Multikulti;) Wenn du es finanziell irgendwie gestemmt bekommst und Interesse hast, mal über den deutschen Tellerrand zu schauen, kann ich es nur empfehlen - ich bereue es keine Sekunde!
  9. Ich habe den Bericht auch gesehen. Ich muss zugeben, ich kenne mich in der Ingenieursbranche nicht aus, da ich im Gesundheitsbereich arbeite, fand die Dokumentation aber sehr interessant. Auch für mich, als Branchenfremden, kamen einige Dinge doch sehr bekannt vor, z.B. die oft zu lesenden Stellenanzeigen, wo ein Bewerber gesucht wird, der in dem genannten Arbeitsgebiet schon einige Jahre Erfahrung hat und quasi gleich voll eingesetzt werden kann (oder wie es dort genannt wurde: plug and play). Aus AG-Sicht natürlich verständlich, nur finde ich es dann fragwürdig, von Fachkräftemangel zu sprechen, wenn entsprechende Studienabsolventen existieren, diese aber nicht auf das Anforderungsprofil passen, weil die Firmen erfahrene Kräfte bevorzugen. Selten lese ich mal eine Anzeige "Wir bieten eine gründliche Einarbeitung." Auch Fachkräfte haben mal angefangen... Und zum Thema "Im Gesundheitsbereich existiert tatsächlich ein Fachkräftemangel": Jeder weiß, wo viele unserer deutschen Ärzte und Pflegekräfte sind - in der Schweiz. Weil sie dort oft bessere Bedingungen vorfinden (und damit meine ich nicht nur das Gehalt) als in Deutschland. Viele Pflegekräfte bleiben außerdem auch nur wenige Jahre im Beruf - aufgrund der Arbeitsbedingungen. Meiner Ansicht nach ist dieser Fachkräftemangel zum größten Teil hausgemacht... Gebt den Leuten einen attraktiven Arbeitsplatz, gute Bedingungen, eine anständige Bezahlung und Anerkennung - dann löst sich das Problem zum größten Teil selbst. Aber es ist natürlich einfacher, Kräfte aus dem Ausland zu bewerben und ihnen einen Sprachkurs zu bezahlen... Manchmal züchtet man sich seine Probleme auch selbst...
  10. Das könnte in der Tat ein möglicher Grund sein. Aber es würde nicht die Ablehnung erklären, wenn es sich um ein unbezahltes bzw. auf Minijob basierendes Praktikum handelt, wo es gar nicht um die Problematik der Sozialversicherung geht. Da spielen wahrscheinlich andere Gründe eine Rolle (evtl. Sorge, dass der Praktikant schon zu eingefahren ist, nicht mehr lernfähig, kann sich nicht unterordnen, etc.).
  11. Danke - bin auch superhappy. Ich werde vorerst weiterhin als Physiotherapeutin arbeiten, allerdings mit verringerter Stundenzahl (das war aber schon vorher geplant, um Luft zu haben für evtl. Praktika/Erfahrungen sammeln außerhalb meines Arbeitsbereichs). Anfangs wird die BGF-Sache kein Vollzeitjob sein, von daher passt das auch zeitlich. Je nachdem, wie sich das Ganze entwickelt, werde ich wohl irgendwann meine Stunden in der Therapie komplett abbauen. Übrigens: Man hat ganz spezifisch nach einer "älteren" Mitarbeiterin gesucht, da eine gewisse Reife in diesem Bereich notwendig ist. Auch von einer Bekannten, die im Personalbereich einer großen Klinik arbeitet, wo vor einiger Zeit eine Stelle für den Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement ausgeschrieben war, hat mir erzählt, dass die jungen Uniabsolventen mit Anfang/Mitte 20 aussortiert wurden, da man tatsächlich nach Lebenserfahrung bzw. Reife gesucht hat. Ich fand das in Zeiten des Jugendwahns ("Bin ich mit 35 schon zu alt für den Arbeitsmarkt?") tatsächlich sehr beruhigend.
  12. Es gibt ein Update: Mittlerweile habe ich mir tatsächlich Gedanken gemacht, welcher Bereich mich 1. intereressiert und 2. wo ich Chancen sehe, den Einstieg zu finden. Wie schon vorher erwähnt, interessieren mich viele Gebiete - aber nicht in allen wird es realistisch sein, mit 38 Jahren den Einstieg als "relativer Berufsanfänger" zu finden, sofern man kompletter Branchenneuling ist. Ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass es am Vernünftigsten wäre, einen Bereich zu finden, wo ich meine jahrelange Erfahrung als Physiotherapeutin einsetzen kann und wo ich meine Fachkenntnisse (nicht nur aus dem Studium) verwenden kann. Als mögliches Einsatzgebiet habe ich mir dann den Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements überlegt. Parallel dazu habe ich ein Gespräch mit meinem Chef gesucht (der über mein Fernstudium Bescheid weiß) und ihm mein Anliegen geschildert, in Zukunft gerne zusätzliche Arbeitsbereiche im Unternehmen zu übernehmen, wo ich auch Kenntnisse meines Studiums einsetzen kann. Vor einigen Tagen habe ich dann nochmal "nachgehakt" und mittlerweile hat sich tatsächlich eine Option ergeben: Unser Unternehmen ist schon seit längerem im Bereich "betriebliche Gesundheitsförderung" tätig - dieses Gebiet wollen Sie jedoch in Zukunft noch mehr ausbauen. Da der Mitarbeiter, der für diesen Bereich momentan zuständig ist, uns bald verlässt, hat mein Chef meinen Namen ins Spiel gebracht. Mein Studium war zwar nicht unbedingt ausschlaggebend, hat mich aber für die Stelle sicherlich attraktiver gemacht. Im Prinzip werde ich - nach entsprechender Einarbeitung - den gesamten Prozess der Kundenakquise bzw. -pflege, Angebotsentwicklung, Durchführung gesundheitsfördernder Maßnahmen in Betrieben und unserem Unternehmen bis hin zur Evaluation etc. begleiten. Für mich ist diese Lösung perfekt: Ich kann erstmal bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der mich schon kennt und unterstützt, zusätzliche Erfahrungen sammeln und gleichzeitig auf meine Erfahrung als Physiotherapeutin aufbauen. Ich denke, da werden meine beruflichen Chancen auf jeden Fall besser sein, als wenn ich mit Ende 30 mich extern als "Berufsanfänger" bewerbe... Übrigens: Letztendlich habe ich eine SWOT Analyse durchgeführt: Analyse meiner beruflichen und persönlichen Stärken und Schwächen, Risiken und Chancen am Arbeitsmarkt... Danach habe ich tatsächlich klarer gesehen. Und die 2. Überlegung: Warum in die Ferne schweifen... die Option (die sicherlich nicht jeder hat) beim jetzigen Arbeitgeber zusätzliche "Skills" zu erwerben, ist sicherlich die naheliegendste. Gruß Melanie
  13. Hallo Frau Kanzler, vielen Dank für Ihre ehrliche und hilfreiche Antwort. Sie bestätigen im Grunde das, was ich mir schon gedacht habe. Es ging mir wie gesagt auch nicht um konkrete Tipps für den Umstieg, sondern vielmehr um Erfahrungswerte auf dem deutschen Arbeitsmarkt mit den Ü30-Kandidaten. Durch meine längere Auslandstätigkeit habe ich bis jetzt noch keinen genauen Überblick gewonnen, wie sich die Situation hier darstellt. Mein (subjektiver) Eindruck ist, dass man in den angelsächsischen Ländern etwas offener gegenüber den "Umsteigern" auch über 30 ist, ein "career change" ist dort eher aktzeptiert, auch das Alter spielt meines Erachtens eine eher untergeordnete Rolle. Das Thema Fernstudium ist in Ländern wie z.B. Australien oder USA schon lange etabliert und "ganz normal" - hier in Deutschland bekommt man manchmal den Eindruck (das ist nicht meine Meinung), dass ein Fernstudium ein "Schmalspurstudium" darstellt. Aber Sie haben recht, die Idee mit der Mindmap ist gut, ich werde wohl erstmal mehr Struktur in meine Gedankengänge hineinbringen müssen. An die Möglichkeit eines individuellen Coachings habe ich ehrlich gesagt auch schon gedacht - da meine Situation, die - so haben Sie recht - in einem öffentlichen Forum nicht diskutiert werden kann bzw. sollte - tatsächlich etwas speziell ist, ist dies wohl der erfolgsversprechendere Weg. Nochmals vielen Dank für Ihre Einschätzung.
  14. Hallo Jan, danke für deine Antwort. Ich habe eine grobe Vorstellung, wohin ich möchte, allerdings möchte ich mich nicht auf ein spezielles Gebiet begrenzen. Ich möchte mir verschiedene Optionen offen lassen, da mich nun mal mehrere Bereiche interessieren. Generell fände ich den Bereich Unternehmensberatung ganz interessant - aber ich bin realistisch und denke, dass man in dieser Branche eher jüngere Arbsolventen von renommierten Präsenzunis bevorzugt. Spannend fände ich auch einen Tätigkeit bei einer Krankenversicherung, bzw. einem Verband (z.B. GKV Spitzenverband), wenn es um gesundheitspolitische Fragen geht, Weiterentwicklung von Gesundheits- und Präventionsangeboten, etc. Was mich reizen würde, wäre einen Einblick in die Arbeit der WHO zu bekommen, sprich Public Health, internationaler Vergleich von Gesundheitssystemen etc - aber auch da gilt: der Einstieg wird in meinem Alter schwer sein. Die wohl realistischste Möglichkeit wäre, im Bereich der Physiotherapie bzw. Prävention zu bleiben und eine administrative bzw. leitende Funktion in z.B. einem Therapiezentrum anzustreben, Stichwort Qualitätsmanagement, Personalentwicklung, Health-Marketing, etc. Dort würde mir meine Erfahrung wohl tatsächlich helfen - bei allen anderen Stellenausschreibungen in den o.g. Bereichen ist meine Berufserfahrung tatsächlich nicht relevant... Davon halte ich ehrlich gesagt gar nichts. Wenn ich meinen Master-Abschluss habe, will ich danach nicht noch ein mies bezahltes bzw. unbezahltes Praktikum machen. Da arbeite ich lieber weiter in meinem Job als Physiotherapeutin und halte nebenbei die Augen offen. Ich weiß, es ist schwierig, Tipps für eine spezielle Situation zu geben, wenn man die Person und die Hintergründe nicht kennt. Mich hat es einfach nur mal interessiert, wie die Erfahrungswerte hier sind, wenn man mit Mitte/Ende Dreißig als "Quasi-Umorientierer" den Fuß in den deutschen Arbeitsmarkt bekommen möchte. Gruß Melanie
  15. Hallo zusammen, ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Denkanstöße geben, ich bin im Moment etwas ratlos bzw. könnte einige Tipps gebrauchen. Zu meiner Person: Ich bin seit knapp 10 Jahren Physiotherapeutin und bin seit März 2013 im Studiengang "Master of Health Economics" an der Apollon Hochschule eingeschrieben. Da ich langfristig "weg von der Behandlungsbank" möchte (aufgrund mangelnder Aufstiegsmöglichkeiten, auch finanzieller Natur) und ich mich für gesundheitswirtschaftliche bzw. -politische Zusammenhänge sehr interessiere, erhoffe ich mir eine berufliche Weiterqualifizierung, um in Zukunft auch Aufgaben "hinter den Kulissen" zu übernehmen. Das Studium finde ich sehr interessant und es war defintiv die richtige Entscheidung. Die Gründe, warum ich mich für ein Fernstudium entschieden hatte, waren v.a.: 1) ich bin im Moment privat gebunden an den Großraum Stuttgart 2) ich habe keine Präsenz-FH bzw. -uni (mit dem Angebot Master Gesundheitsökonomie/-management) ausfindig machen können, wo ich a) die Zugangsvoraussetzung erfülle mich das Curriculum so angesprochen hat wie das der Apollon c) die wenigen Master-Präsenzstudiengänge, die ich gefunden habe, wesentlich teurer gewesen wären als mein jetziger Studiengang Soweit - so gut. Mein "Problem" ist nun folgendes: Ich studiere offiziell Vollzeit und arbeite in Teilzeit als Physiotherapeutin bei meinem ehemaligen Arbeitgeber. Es ist zwar ein großes Therapiezentrum, aber ich behandle ganz klassisch Patienten, bin also weiterhin "an der Basis". Ansonsten habe ich keine sonstigen Aufgaben administrativer bzw. organisatorischer Art, d.h. ich kann Inhalte aus meinem Studium nicht einsetzen. Ich bin nicht so naiv, dass ich denke, die Jobs fliegen mir danach nur aufgrund meines Master-Abschlusses zu. Ich verfolge schon seit längerem die Stellenangebote in dem Bereich, und fast immer wird RELEVANTE Berufserfahrung (mindestens in Form von Praktika) verlangt. Ich besitze zwar Berufserfahrung - aber nicht in diesem Bereich.... Die Frage hat sich mir nun gestellt, ob ich mit aller Gewalt versuchen soll, in Form eines Praktikums diese Erfahrung zu sammeln - oder soll ich mit meinem Studium Gas geben (ich könnte meine Arbeitszeit noch etwas weiter reduzieren) und dafür schneller als die Regelstudienzeit fertig zu werden und mich dann auf Jobs zu bewerben? Sorge macht mir eben mein Alter (mit 37, ich weiß, eigentlich traurig): Ich habe mich in den letzten Wochen/Monaten für einige Praktika beworben (z.B. Unternehmensberatungen im Gesundheitsbereich, Krankenversicherungen) - und leider hagelt es bis jetzt nur Absagen. Ist es naiv, mit 37 Jahren noch eine Praktikumsstelle zu ergattern? Soll ich mich gleich auf "richtige" Jobs bewerben, auch wenn mir evtl. die praktische Berufserfahrung fehlt? Ich denke nicht, dass es an meinen Bewerbungsunterlagen liegt, denn bei meinen Bewerbungen als Physiotherapeutin in der Vergangenheit wurde ich - salopp gesagt - mit Zusagen überschüttet. Sicherlich hängt das auch damit zusammen, dass Personal an der Basis immer vermehrt benötigt wird. Mein Lebenslauf ist leider auch nicht "typisch deutsch", ich habe einige "Brüche" hinter mir (z.B. abgebrochenes Studium der Sozialarbeit, einjährige Tätigkeit in einer Multimedia-Agentur), aber auch viele verschiedene Erfahrungen, z.B. - Freiwilliges soziales Jahr in Paris - Praktikum in den USA (im Bereich Physiotherapie) - Aufbaustudium in Holland (Physiotherapie) zum Bachelor of Health - mehrjährige Berufserfahrung als Physiotherapeutin in Neuseeland und Australien Mir scheint es, dass die vielgepriesene Auslandserfahrung im Gesundheitsbereich nicht unbedingt positiv gesehen wird, im besten Falle ist sie stillschweigend akzeptiert. Mein Lebenslauf rief in Australien meist die Reaktion "toll, was du schon alles gemacht hast!" hervor - in Deutschland bekommt man für solche Lebensläufe eher einen skeptischen Blick. Ich würde gerne in Deutschland bleiben - sollte sich jedoch herausstellen, dass man mir hier keine Chance für den Einstieg mehr gibt, dann werde ich mich wohl wieder Richtung Ausland (z.B. Australien) orientieren. Die Option, auch in anderen Arbeitsgebieten meines Arbeitgebers eingesetzt zu werden, steht noch aus, eventuell öffnet sich da ein Türchen - aber auch da habe ich den Eindruck, man zieht nur ungern eigenes Personal an der Basis ab (wo man ja gebraucht wird und Geld generiert), um es dann in eher "Managementbereichen" einzusetzen. Welchen Rat könnt ihr mir geben? Studium schnell durchziehen und dann mit dem Master in der Tasche auf Jobsuche gehen? Oder schon -trotz meines "fortgeschrittenen Alters" auf Suche nach einem Praktikum zu gehen, um den Fuß in die Tür zu bekommen? Tut mir leid, dass es so ellenlang geworden ist.... Gruß Melanie
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