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Gargamel

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  1. Ich erlaube mich jetzt hier aus dieser Diksussion zu absentieren, da meiner Meinung nach die Beiträge von Jedi, Dadi und vor allem Stonie an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten sind. Auch muss ich sehr über die Haarspaltereien und Besserwissereien schmunzeln: Sie schaffen es trotzdem nicht, den nicht vorhandenen Doktortitel zu kompensieren. Es ist keine vernünfitge Diskussion, sondern (leider) eine Diskussion, wie sie für die deutsche Neidgesellschaft typisch ist. Mein Beileid und gute Besserung...
  2. Gegen alle Vernunft melde ich mich hier noch einmal zurück, um vor allem den Äußerungen von "Stonie" zu begegnen. Anstatt jetzt hier einfach nur "zurück zu böllern" versuche ich die Diskussion in eine konstruktive Richtung zu steuern. Das mag zwar sein, dass die Doktorarbeit dem Rest der Welt egal ist, trotzdem ist man zumindest um eine Erfahrung reicher, nämlich eben eine Dissertation (mit allen guten und schlechten Momenten) verfasst zu haben. Da normalerweise der Umfang und die Komplexität einer Dokorarbeit höher liegen sollte als bei einer Bachelor/Master/Diplomarbeit, handelt es sich bei dem Anfertigen einer Doktorarbeit (im Normalfall) um eine intellektuelle Unternehmung, die im Stande ist, Persönlichkeit, Geist und Verstand zu schärfen und ein wesentliches Vertiefungswissen (in ein spezielleres Wissensgebiet) zu ermöglichen, wie es bei anderen wissenschaftlichen Arbeiten wahrscheinlich nicht in dem Maße der Fall wäre. Natürlich bleibt die Frage immer offen, inwieweit dieses spezielle Vertiefungswissen (aus der eigenen Dissertation) dann wirklich im Alltag bzw. im Beruf weiterhilft. Fakt ist, dass ein normaler, regulärer und ehrlich erworbener Dr. Titel einer deutschen Universität immer ein hohes Maß an Ansehen und Reputation im Arbeitsumkreis garantiert, egal in welchem Arbeitsumfeld. Man kann etwas mehr verdienen als niedriger gesehene Abschlussgrade und man hat eine enorme Ruhe am Arbeitsplatz: Damit meine ich den mystischen Nimbus, den einige aus einem Doktortitel/Grad machen (den ich persönlich unsinnig finde): Man wird weniger in unnötige "Klugscheisser-Diskussionen" involviert, man wird nicht "herausgefordert" sondern unangenehme Leute machen eher einen Bogen um einen, da sie sich mit einem Doktor dann in der Öffentlichkeit doch nicht so recht anlegen wollen. Man hat eben seine Ruhe, kann in Ruhe arbeiten und wer Dr. ist und in der freien Wirtschaft arbeitet wird wissen, was ich meine... Wenn die genaue Kenntlichmachung von akademischen Graden in Deutschland so dermaßen unwichitg wäre, wieso sehe ich dann immer mehr Lebensläufe und Visitenkarten, wo der akademische Abschlußgrad bis ins kleinste Detail ausgelotet ist ? Ich sehe z.B. Unterscheidungen wie "LL.M (Uni)" oder "LL.M" ohne was dazu (wahrsch. dann auf FH gemacht). In meinem Umkreis, in dem sich viele verschiedene Akademiker von Fachhochschulen und Universitäten gleichermaßen befinden und den Universitätsumgebungen, in denen ich mich bewege, habe ich noch NIE einen Lebenslauf oder eine Visitenkarte gesehen, bei dem nicht die geneue Kenntlichmachung des Dr. Grades dabei gewesen wäre, also eben nicht nur z.B. Dr. sondern immer Dr. phil, Dr. rer. pol. usw. Das gleiche gilt für die Betriebe, Kanzleien und Unternehmensberatungen, in denen ich schon praktiziert habe: Dort wurde auch immer der Dr. Grad (falls vorhanden) genau kenntlich gemacht. Das gleiche gilt für Ämter, Administrationen und sogar den Bundestag. Richtig ist, dass im Personalausweis nur Dr. stehen darf- ohne weitere Kenntlichmachung des Doktorgrades. Ob jetzt auf Internetseiten oder Briefbögen nur Dr. steht oder eben z.B. Dr. phil, halte ich persönlich für Haarspalterei. Eine Person die einen ausländischen Dr. Grad besitzt darf diesen in Deutschland ja gar nicht genauer kenntlich machen und somit kommen immer unangenehme Fragen auf. Ich bin der Meinung, dass im Zuge des "Bologna-Prozesses" die Trennlinie IN JEDEM FALLE in der genauen Bezeichnung des akademischen Abschlusses bzw. Grades liegt, zumindest auf dem deutschen Arbeitsmartk und in deutschen Personalabteilungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Universitäten, staatliche Institutionen sowie Wirtschaftsbetriebe als Arbeitgeber genau drauf achten, wo der Abschlussgrad herkommt. Durch den "Bologna-Prozess" haben wir nämlich jetzt solche Kuriositäten, dass Universitäten und Fachhochschulen bestimmte Studiengänge bei den gleichen Akkreditierungsgesellschaften anmelden müssen. Im Endergebnis gibt es jetzt Fachhochschulen, die z.B. aufgrund der hohen Qualität ihrer Lehrfähigkeit einen Bachelor of Science in engineering anbieten können. Dieser Abschluss war aber in erster Linie für die Universitäten gedacht und für Fachhochschulen war der Bachelor of engineering vorgesehen. Das "Science"- Prädikat sollte für Universitäten reserviert werden aber einige Fachhochschulen sind eben so gut, dass sie auch den "Science" Studiengang anbieten können. Somit wären sie auf universitärer Höhe und müßten streng genommen promovieren können- da gleicher Abschluss wie auf der Uni. Wie das Universitäten dann handhaben mit solchen Bewerbern ist mir noch nicht ganz klar. Streng genommen müßte nach Maßgabe des "Bologna-Prozesses" ein "Science" Studiengang von einer rumänischen Uni oder FH den gleichen Wert und die gleiche Güte haben wie ein Studiengang in Deutschland. Ob deutsche Arbeitgeber dies nun so sehen, bezweifle ich. Auch ein Dr. Grad aus Rumänien, Österreich oder sonst wo wird immer genau hinterfragt werden, da der "Bologna-Prozess" die Landschaft der akademischen Grade und Studiengänge in meinen Augen noch intransparenter gemacht hat. In Deutschland wird nach meinem Kenntnissstand kein einziges berufsbegleitendes Fernstudium angeboten, wo man einen deutschen Dr. Grad erlangen kann, es sei denn man ist externer Doktorand an einer Universität. Diese externen Doktoranden promovieren ja meist neben ihrer bereits vorhandenen beruflichen Tätigkeit. Für 99 % aller Fh Absolventen ist eine Promotion in Deutschland eher nicht möglich, es sei denn man unterzieht sich Sonderprüfungen, Extrasemstern usw. Da in Deutschland immer noch der Geist herrscht, dass Doktortitel nur auf Universitäten vergeben werden können und somit universitäre Abschlüsse erforderlich sind um promovieren zu können, wird jegliches Studienmodell (ob nun in Deutschland oder im Ausland), bei dem Absolventen auf FH-Höhe promovieren können, in Deutschland nicht auf Akzeptanz stoßen. Der Glaube, dass eine "gewagte Investition" in einen Doktorstudiengang, der auch für Fachhochschulabsolventen ohne weitere Probleme zugänglich ist, auf besonders positive Eigenschaften beim Bewerber schließen lässt, halte ich für eine gewagte These. Wenn ich Personaler wäre, würde ich da eher einen Kandidaten sehen, der sich mit teurem Geld einen wissenschaftlichen Grad besorgt hat, den er so auf billigerem und formalerem Wege auf einer deutschen Universität nicht bekommen hätte, da die akademischen Qualifikationen nicht ausgereicht haben. Aber vielleicht wird es auch Personalabteilungen geben, die das toll finden, nach dem Motto: ("Ironie on") Hey du hast dir für ganz viel Geld in irgendeinem intransparenten Studiengang im Ausland einen Dr. Titel gemacht. Du kannst nur super drauf sein, da du diesen Dr. Titel auf normalem Wege in Deutschland nicht machen konntest und somit auf eine private Uni im Ausland ausgewichem bist. Dein Doktortitel gibt es in Deutschland gar nicht, TROTZDEM darfst du dich auf der Visitenkarte mit Dr. bezeichnen. UMIT ? Davon haben wir noch nie gehört, aber das wird sicherlich so gut sein wie die Uni München und wir stellen dich als Vorstandsvorsitzenden ein. Die Tatsache dass du gaaaanz viel Geld bezahlt hast, um auf Biegen und Brechen einen Dr. Titel auf der Visitenkarte führen zu können, spricht für deinen Ehrgeiz("Ironie off"). Wer hier in meinem Text Rechtschreibfehler findet, bitt diese UNBEDINGT deklarieren, anzeigen und korrigieren. Übrigens im Rechtsbereich ist der Dr. ein Titel, im akademischen Bereich ein Grad, aber wer solche Haarspalterei an den Tag legt (@Stonie) sollte sich vielleicht wirklich nochmal einen Dr. Titel zulegen bzw. kaufen, um etwas ausgeglichener zu werden.
  3. Die Tatsache, dass es diesen Doktorstudiengang nicht mehr gibt, ist glaube ich für alle beteiligten sehr gut. Nur was ist mit den Leuten, die diesen Studiengang absolviert haben. Wird denen jetzt der Dr. Titel aberkannt?
  4. @ Dadi & Markus Jung: Klar ist auch bei universitären Doktorarbeiten und Doktortiteln nicht immer alles astrein. Natürlich gibt es dort immer schwarze Schafe (siehe Zu Guttenberg usw.). Auch weiß ich wohl, dass sich hinter manch Dr.med und Dr.jur eine Abhandlung von nur 40 -100 Seiten versteckt mit eher dürftigem wissenschaftlichen Anspruch. Das gleiche mag es (wenn auch nicht so häufig) bei anderen Fakultäten geben. Mein Kommentar zielte eher auf die (in meinen Augen) unverschämte Augenwischerei der Fachhochschule ab, die so etwas deutschen FH-Studenten angeboten hatte. Jetzt eben auf der Homepage der FH kann man ja den kleinen Eintrag lesen, dass das Doktoratsstudium nicht mehr angeboten wird. Ich wollte auf keinen Fall die DIPLOMA Fachhochschule schlecht machen, da mein Bekannter soweit mit seinem Diplomstudium sehr zufrieden war ! Es ging mir nur um diesen Doktorstudiengang. P.S. Zu dieser ominösen Frau muss ich sagen, ich weiß selbst nicht mal, wer das ist. Es ist nur eine Geschichte von meinem Bekannten. Ich selbst bin sehr froh, dass Deutschland ein offenes Bildungssystem hat und Menschen sich jederzeit weiter- und fortbilden können bzw. Studien- und Schulabschlüsse nachholen können. Von daher war es eventuell falsch von mir von dieser Sekretärin zu schreiben, wollte keinem zu nahe treten.
  5. Als "echter" Doktorand" einer staatlichen Universität der BRD kann ich die ganze Geschichte des Doktorstudiums an der DIPLOMA nur mit einem sanften Schmunzeln auf den Lippen betrachten und gleichzeitig mit einem weinenden Auge... Ein Bekannter von mir hat auf der FH Nordhessen seinen Abschluss gemacht (damals noch Diplom), es scheint eine ordentliche FH zu sein für den Rahmen normaler Fachhochschulabschlüsse. Er erzählte dann von der Möglichkeit eines Doktorfernstudiums an dieser Fachhochschule, dies wohl in Kooperation mit der österreichischen Privatuni UMIT. Der Doktortitel wird aber in Österreich vergeben und somit kann dieser in Deutschland ohnehin nur als Dr. ohne weitere Bezeichnung geführt werden. Ein deutscher Doktortitel hat ja immer eine nähere Kenntlichmachung des Fachbereiches (z.B. Dr. med, Dr. phil. usw.). Die Lehrseminare und Kolloquien zum Doktorfernstudium passieren zwar auf deutschem Boden, aber der Titel wird in Österreich verliehen: Ein geniales Geschäftsmodell der DIPLOMA. Obwohl dies ursprünglich ein Doktor in den Gesundheitswissenschaften ist, wissen wir, dass die DIPLOMA auch FH Studenten aus den Bereichen BWL und Wirtschaftsrecht in dem Doktoratsstudium unterbringt (das sagt mein Bekannter). Die Kosten belaufen sich auf einige 10.000 Euro und was bekommt man dann? Meiner Meinung nach eine Milchmädchenrechnung. Was die Reputation des Dr. Titels angeht, werden Personalabteiltungen immer sorgfältig im Lebenslauf prüfen, WO der Dr. gemacht wurde. Ein Doktor aus dem Ausland (in dem Fall Österreich) der in Deutschland nur als Dr. ohne weitere Kenntlichmachung geführt werden darf, wird sich auf dem deutschen (und wohl auch auf dem internationalen) Arbeitsmarkt IMMER HINTER Doktoranden von deutschen Universitäten einreihen müssen. Das Szenario, dass derartige "FH-Doktoren" gar an Universitäten angestellt werden ist sowieso abwägig, außerdem bezweifle ich, dass in diesem Doktoratsstudium wirklich nennenswerte Forschung passiert. Mein Bekannter erzählte mir dann von einer Sekretärin am DIPLOMA Standort Bad Sooden-Allendorf (wo mein Bekannter studierte). Diese Frau, mit gerade mal kaufmännischer Ausbildung, hatte dann im Fernstudium das Diplom gemacht und dann noch im Fernstudium diesen "Schummeldoktor" absolviert, ohne jemals eine Universität von innen gesehen zu haben. Diese Frau, die außer ihrer Berufserfahrung aus der FH-Schreibstube keine nennenswerten beruflichen Kenntnisse aus Wirtschaft, Technik oder Recht besitzt und NIE eine Universität von innen gesehen hat, unterrichtet jetzt wohl in Wirtschaftsfächern in Bad Sooden-Allendorf. Ich bin mir nicht sicher, ob sich solche Leute und andere "Absolventen" dieses Doktoratsstudiums wirklich als vollwertige Doktoranden und Forscher verstehen, im Vergleich zu Universitätsdoktoranden ? Jeder der keine absolut selektive Wahrnehmung hat und sich mit Gütekriterien akademischer Abschlüsse und Grade auskennt, wird leider nur über solche Studienangebote lachen können. Schlimm ist, dass Leute wirklich das viele Geld ausgeben für diesen kastrierten Doktor und dann aber schlussendlich keinen Titel bekommen, der vom Renommee, der Güte oder der akademischen Qualität auf der Stufe eines normalen deutschen Universitätsdoktorgrades ist. Liebe Fernstudenten, macht euch nichts vor und besinnt euch auf eure Schlüsselqualifikationen, die sich nun mal im Bereich der Fachhochschulen und nicht der Universitäten befinden.
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