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Forensiker

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Alle erstellten Inhalte von Forensiker

  1. Ich lese hier viele Aneinanderreihungen von Begriffen, die nicht im Zusammenhang stehen oder falsch ausgelegt werden. Warum?
  2. Sorry, aber again: "Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)." Man muss hier wirklich mal strikt trennen, was gesetzliche Kassenleistung ist und was nicht. Ob man trotzdem etwas erstattet bekommt, ist ein anderes Paar Schuhe. Ich habe auch schon mal ausnahmsweise was von der Krankenkasse erstattet bekommen, was nirgendwo auftaucht. Das darf man aber nicht einfach vermengen.
  3. https://academic.oup.com/schizophreniabulletin/article/34/3/523/1876271
  4. Daher ist das in Kürze a. o. g. Gründen ja auch Geschichte mit der Erstattung.
  5. Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Allerdings erstattet ein Großteil der Krankenkassen Versicherten Behandlungskosten für homöopathische Arzneimittel, weil es eine Nachfrage gibt. Dies ist auch ein Instrument im Konkurrenzkampf zwischen den Krankenkassen. Und das auch nur oft sehr begrenzt. z. B. bei der AOK: Leistung für Therapie: Max. 80,00 % und max. 500,00 EUR pro Jahr im gesamten Versorgungsgebiet für alle Versicherten im Rahmen eines Globalbudgets Leistung für Medikamente: Max. 80,00 % und max. 500,00 EUR pro Jahr im gesamten Versorgungsgebiet für alle Versicherten im Rahmen eines Globalbudgets
  6. Hier wirfst du zu viel in einen großen Topf. Beim ganzen Spektrum der Persönlichkeitsstörungen: Welche Medikation schlägst du vor? Zumal die tatsächlichen Wirkmechanismen von Psychopharmaka immer noch nicht erforscht sind. Kognitive Verhaltenstherapie bei Schizophrenie ist genauso (gut) wirksam. In einer Metaanalyse von Wykes (Wykes et al., 2008) konnte ein substanzieller Effekt auf Positiv- und Negativ-Symptome, Funktionsniveau, Stimmung und soziale Ängstlichkeit nachgewiesen werden. Neben ‚Efficacy‘-Studien (unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen nachgewiesener Effekt) wurde der Effekt zunehmend auch in ‚Effectiveness‘-Studien (Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen in klinischen Routine-Settings) nachgewiesen (Lincoln et al., 2012). Aufgrund der wachsenden Evidenzbasis wird die KVT-P mittlerweile in vielen Praxisleitlinien empfohlen. Insbesondere die britische NICE-Guideline, die zu den qualitativ besten gehört (Gaebel et al., 2005), gibt klare Empfehlungen für den Einsatz von KVT-P bei Patienten mit psychotischen Störungen aus. So lautet u. a. eine Empfehlung: „Offer cognitive behavioral therapy (CBT) to all people with schizophrenia. This can be started either during acute phase or later” (NICE, 2009, S. 21). Damit gibt die NICE-Guideline die breiteste Empfehlung für den Einsatz von KVT-P. Bias vorzuwerfen ist ganz schön unfair und im Grunde ein Totschlagargument und führt hier eigentlich nur dazu, dass man die Diskussion einstellen kann. Quellen: Wykes, Til; Steel, Craig; Everitt, Brian; Tarrier, Nicholas (2008): Cognitive behavior therapy for schizophrenia: effect sizes, clinical models, and methodological rigor. In: Schizophrenia bulletin 34 (3), S. 523–537. DOI: 10.1093/schbul/sbm114. Lincoln, Tania M.; Ziegler, Michael; Mehl, Stephanie; Kesting, Marie-Luise; Lüllmann, Eva; Westermann, Stefan; Rief, Winfried (2012): Moving from efficacy to effectiveness in cognitive behavioral therapy for psychosis: a randomized clinical practice trial. In: Journal of consulting and clinical psychology 80 (4), S. 674–686. DOI: 10.1037/a0028665. Gaebel, Wolfgang; Weinmann, Stefan; Sartorius, Norman; Rutz, Wolfgang; McIntyre, John S. (2005): Schizophrenia practice guidelines: international survey and comparison. In: The British journal of psychiatry : the journal of mental science 187, S. 248–255. DOI: 10.1192/bjp.187.3.248. NICE (2009): Schizophrenia. Core Interventions in the Treatment and Management of Schizophrenia in Primary and Secondary Care (Update). London: National Institute for Health and Clinical Excellence (UK).
  7. Deine Antworten sind aber auch kein wissenschaftlicher Diskurs. Vica hat es in diesem Post sehr schön erklärt:
  8. Results of 375 controlled evaluations of psychotherapy and counseling were coded and integrated statistically. The findings provide convincing evidence of the efficacy of psychotherapy. On the average, the typical therapy client is better off than 75% of untreated individuals. Few important differences in effectiveness could be established among many quite different types of psychotherapy. More generally, virtually no difference in effectiveness was observed between the class of all behavioral therapies (e.g., systematic desensitization and behavior modification) and the nonbehavioral therapies (e.g., Rogerian, psychodynamic, rational-emotive, and transactional analysis). (PsycINFO Database Record (c) 2016 APA, all rights reserved) Da lese ich nichts von Laienhelfern. Es geht um die unterschiedlichen Therapiemethoden.
  9. Ohne Beleg würde ich solche Aussagen öffentlich nicht niederschreiben. In anderen Kontexten würde so ein Vorgehen als FUD bezeichnet.
  10. Ich werde mal drüber nachdenken, wenn das Fahrwasser wieder ruhiger ist
  11. Hallo und vielen Dank für die netten Kommentare. Ich versuche mal einige Fragen von Vica zu beantworten. Letztlich weiß man das erst nach einer histologischen Untersuchung wirklich sicher. Je nach Tumorart ist aber eine Biopsie lebensbedrohlich, z. B. bei einem Phäochromozytom (unkontrolliert hormonproduzierender Tumor). Ich habe Sono, Röntgen, CT, MRT und viele Blut- und Urinuntersuchungen hinter mir. Die Radiologen meinen, dass allein die Größe (10,5 x 8,5 x 7,5 cm) für eine fragliche Benignität steht. Positiv ist, dass die Leber noch nicht infiltriert ist. Die Endokrinochirurgin, die mich behandelt, ist ganz zuversichtlich, wenngleich ein sehr seltenes Hormon bei mir etwas erhöht ist (was u.a. in der NNR produziert wird), aber nicht die typischen Hormone, die ein Tumor produzieren würde. Die Differentialdiagnostik ist bei diesen seltenen Tumoren der NNR sehr wichtig, weil je nach Tumorart teils völlig unterschiedliche Behandlungen folgen. Die Krankenhäuser sind ausgelastet und schneller können die umfangreichen Untersuchungen nicht durchgeführt werden. Als nächstes habe ich einen Termin beim Endokrinologen. Erst danach kann Genaueres gesagt werden. Auch wenn es zunächst ganz gut aussieht, macht es mir trotzdem etwas Unbehagen, zu wissen, dass sich eine Kaffeehumpen große Geschwulst in meinem Bauchraum breit macht. Die Ungewissheit ist ziemlich zermürbend. Anders als 2013, wo ich gar keine Zeit hatte, mir Gedanken zu machen: Da kam ich mit Oberbauchschmerzen ins Krankenhaus. Nach unklarer Symptomatik wurde mein Bauchraum komplett eröffnet, nachdem durch eine bis dato unbekannte chronische Divertikulitis der Darm perforiert war und sich der Inhalt im Bauchraum verteilt hatte. Dabei wurde auch ein Tumor am Omentum Majus entdeckt. Zusammen mit dem Wurmfortsatz, dem Omentum Majus wurden auch 30 cm Dickdarm entfernt. Nach 6 Wochen war ich dann wieder an der Arbeit. In der aktuellen Situation bin ich nach dem kurzen Krankenhausaufenthalt wieder an die Arbeit gegangen. Ohne Beschäftigung halte ich es schwer aus, wenn es nicht wirklich Urlaub ist. Wie es mir geht? Psychisch bin ich stabil. Mache mir aber natürlich diese ganzen Gedanken. Körperlich bin ich sehr schlapp. Dauermüde und bekomme schlecht Luft. Bin sofort außer Puste. Weiß aber nicht, ob das im Zusammenghang steht. Als ich den ersten Befund und die Größe des Tumors bei Dr. Google recherchiert hatte, las ich von sehr schlechter Prognose. Daher dachte ich, dass nun alles umsonst gewesen sei. Im gleichen Zuge habe ich mit meiner Frau ein gemeinsames Testament verfasst und alle Passwörter aufgeschrieben und meinen Sohn am PC gebrieft, wo er alles findet (Bilder, Dokumente usw.). Klingt inzwischen vielleicht etwas albern, war mir zu dem Zeitpunkt aber wichtig. Der Blog ist im Grunde, wie bisher auch im Studium, meine Art von Stressbewältigung,
  12. Hallo liebe Blogleser, über ein Jahr ist jetzt vergangen, seit ich den letzten Blogeintrag veröffentlicht habe. Da war Corona noch kein besonderes Thema. Und ehrlich gesagt ist es das jetzt bei mir immer noch nicht, denn die Dinge entwickeln sich im Leben immer anders, als man denkt. Eigentlich hatte ich ja großes mit dem Blog vor: Viel über den Arbeitsalltag und die beruflichen Fort- und Weiterbildungen zu berichten. Aber... Ende Februar wurde bei mir ein faustgroßer Tumor (kein Adenom) der Nebennierenrinde entdeckt, nachdem ich nachts mit Todesschmerzen im Bauchraum per Rettungswagen ins Krankenhaus gekommen war. Meine zweiten Gedanken waren tatsächlich: Warum habe ich mir das Studium nur jahrelang angetan, wenn jetzt doch alles umsonst war? Aktuell erlebe ich ein Wechselbad der Gefühle. Die sehr aufwändige Diagnostik ist immer noch nicht abgeschlossen. Es gibt nicht viele, denen ich es erzählt habe. Nicht mal meinen Geschwistern. Aber hier in meinem Blog dachte ich, dass ich über alles schreiben kann, denn ihr kennt mich ja auch nicht im wirklichen Leben. Meine Gedanken kreisen seit dem Befund eigentlich immer nur um die Zukunft meiner beiden Kinder und nicht um Meine. Es hilft mir, wenn ich es mir wenigsten hier mal von der Seele schreiben kann, auch wenn meine Sorgen vielleicht unbegründet oder übertrieben sein können. Drückt mir die Daumen, dass alles gut ausgeht. So long, euer Forensiker
  13. Das hier ist doch nett. https://www.genderator.app/wb/gast/
  14. Ja, natürlich. Der Artikel wurde von mir auch nur zitiert. Ich bin absolut für Gleichstellung. Aber irgendwie nimmt es sprachlich m. E. komische Ausmaß:innen an. Wobei "Ampelfigürchen" klingt auch ganz lustig. Hätte auch nichts dagegen, wenn nur die weibliche Form genommen wird.
  15. https://www.rnd.de/politik/friedrich-merz-spricht-sich-gegen-gendergerechte-sprache-aus-FJMNZ4LPWVFUJDMNHU3X4TL5DA.html
  16. Am besten bei der MEU in Magdeburg anrufen. Dort kann man Auskunft geben. 0391-62023907
  17. Bezüglich des Fernstudiums hatte ich, wissentlich um ihre Einstellung, vorher schon die Luft rausgenommen. Da blieb dann nur noch das MSc, um wenigstens irgendwas abzuwerten... 😉
  18. Die Arbeit wäre so schön, gäbe es manche Kollegen nicht 🤣
  19. Kenne ich auch... aber etwas anders... Mein M.Sc. - da machte sich letztens eine Kollegin drüber lustig. Welches Kreuzfahrtschiff ich denn fahren würde... das war auch eine gezielte Abwertung. Nach meiner Antwort - Ja, willkommen zu Traumreisen auf der MSc Forensiker - wir buchen, sie fluchen, war dann Stille. Und das Beste: Bei Researchgate gibt sie mit ihrem Dipl.-Psych selbst "Master of Science" an, weil das Diplom ja eher unbekannt ist... muahahaha...
  20. Ich bin so einer. Und habe auch einige Kollegen ohne Approbation, die im Case Management tätig sind. Wir sind aber Einhörner.
  21. Das ist falsch. Die wenigen ärztlich delegierbaren Tätigkeiten darf zwar examiniertes Pflegepersonal ausüben. Aber ein Arzt darf nicht als examinierter Krankenpfleger arbeiten. Das sind zwei verschiedene Berufe und dagegen steht das Krankenpflegegesetz. Außerdem ist es eine geschützte Berufsbezeichnung. Ihre Sicht ist hier viel zu sehr auf die geringen Überschneidungen bei konkreten medizinisch-somatischen Handlungen fokussiert. Es sind alles völlig unterschiedliche Berufe mit unterschiedlichen Tätigkeiten. Es gibt einfach mehr als Blutentnahmen und Zahnreinigungen. Übrigens werden die Salus-Kliniken von Psychologischen Psychotherapeuten als Klinikdirektoren geführt. Hat aber auch nichts zu sagen. Wir können gern in ein paar Jahren noch einmal diskutieren, wenn sie mit der ärztlichen Ausbildung fertig sind und selbst profunde Erfahrungen gemacht haben. Vorher drehen wir uns nur noch im Kreis.
  22. Mit einer gefestigten Meinung lässt sich m. E. sowieso schwer diskutieren. Nach Abschluss der ärztlichen Ausbildung an der Hochschule wird die anstehende Praxistätigkeit in einer Klinik sicher helfen, ein umfassenderes Bild von der Realität im Arbeitsumfeld und den Umgang mit den verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens zu bekommen. Da bin ich mir dank langjähriger Erfahrung ziemlich sicher 😉 Vor dem Hintergrund könnte ich mir auch vorstellen, dass manche Erfahrungen womöglich schmerzlich gemacht werden müssen. Um so nachhaltiger werden sie dann aber sein 🤷‍♂️
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