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brunokoch

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  1. Lt. mediafon zahlt Fresenius 35 Euro für 45 min. Weitere Infos auch hier: http://www.kununu.com/de/all/de/bi/hochschule-fresenius/kommentare
  2. Ich erwarte eigentlich nur ein Stundenhonorar, was Lehrniveau und Aufwand berücksichtigt. Bei 25 Euro Honorar ist man bei Berücksichtigung des Aufwandes (Anfahrtzeit, Vor- und Nachbereitung des Unterrichts) und ggf. der Fahrtkosten ganz schnell im prekären Bereich. Für dieses Honorar würde ich nicht an einer HS arbeiten wollen.
  3. In Hamburg werden Dozenten an einigen privaten HS mit Honoraren von 25-30 Euro pro 45 min abgespeist und da ist dann oft nicht nur die reine Lehrtätigkeit mit abgegolten, sondern auch noch das Korrigieren von Arbeiten und Rückfragen der Studenten. Eine Übersicht gibt es hier: http://mediafon.net/empfehlungen_honorar_fragebogen.php3?view=&si=〈=1
  4. Warum sollte dies ein Problem darstellen? Einen Fachkräftemangel in einzelnen Bereichen gibt es ja nur deswegen, weil die Konditionen zu unattraktiv sind im Vergleich zu anderen Jobs oder Studiengängen. Mit anderen Worten: Wenn z.B. das Handwerk Schwierigkeiten hat Leute zu bekommen, müssen dort eben die Konditionen verbessert werden, so einfach ist das. Leider hat das Handwerk genau den falschen Weg eingeschlagen, nämlich auf Lohndumping, Zeitarbeit und Zuwanderung gesetzt, anstatt ihre Arbeitsplatzangebote zu verbessern. Ich kann nicht erkennen, daß hier eine große Trendumkehr stattfindet. Einer meiner gerade ausgelernten Azubis (Bauarbeiter) erzählte mir kürzlich, daß er jetzt einen Stundenlohn von 13 Euro bekommt, aber gar nicht zur Arbeit geht, denn er hat als Subunternehmer einen Polen der genau seine Arbeit für 8 Euro macht. Dieser geht aber auch nicht zur Arbeit, denn er hat einen Russen als Sub-Subunternehmer, der für 5 Euro auf dem Bau schuftet. Im Bildungssystem scheint die gesellschaftliche Mitte zu erodieren und auf einen Dualismus hinauszulaufen. Wer kann, studiert. Wer nicht, muß ins stetig unattraktivere Duale System. Die "Guten" in Töpfchen, die "Schlechten" ins Kröpfchen. Vermutlich ist daran auch die vielerorts vollzogene Zusammenlegung von Haupt- und Realschule verantwortlich. Was früher die Berufsschule war, ist heute im Prinzip die Fachhochschule. Wenn qualifizierte junge Menschen dem Dualen System in Scharen davonlaufen, hat dieses System seine Existenzberechtigung verloren.
  5. Nun, mit dem Argument "Handwerk hat goldenen Boden" hat man schon Generationen von jungen Leuten gekapert. Inzwischen sieht die Realität längst anders aus. Vielerorts wird für Dumpinglöhne gearbeitet und daran wird sich IMHO auch mittelfristig nichts ändern. Ich vermute, daß viele handwerkliche Tätigkeiten künftig überwiegend von Migranten ausgeführt werden. Nicht umsonst pochen gerade die Handwerkskammern auf verstärkte Zuwanderung. Kein Wunder, denn für die absurd gesunkenen Löhne findet sich kaum noch deutsches Personal. Nein. Ich bin bekennender Wechselwähler demokratischer Parteien. Das Zuwanderung gerade im Handwerk die Löhne gedrückt hat, ist zwar vielleicht unbequem, aber eine Tatsache. Mit zunehmendem Arbeitskräfteangebot kann der Unternehmer eben unter mehreren Kandidaten auswählen. Aber auch hier wird die Demographie bald voll durchschlagen und das finde ich für den Arbeitsmarkt auch prima. Genau das passiert eben vielerorts nicht. Ansonsten müßten z.B. Altenpfleger viel mehr Geld bekommen. In vielen anderen Bereichen sieht´s ähnlich aus, z.B. in der Aus- und Weiterbildung. Da tritt die BA als Angebotsmonopolist auf, was zur Folge hat, daß die Löhne vielfach halbiert wurden. In der Realität sind die Personalkosten knallhart gedeckelt und man läßt das Personal massenhaft (unbezahlte) Überstunden schieben, bei gleichzeitiger drastischer Reduktion der Stellen. Was früher 2 oder 3 Leute erledigt haben, muß heute einer machen - für weniger Geld. Das Lohnniveau unterliegt einer Vielzahl von Faktoren, einer davon ist der Markt, aber es gibt noch massenhaft andere Faktoren. Langfristig, möglicherweise. Das können auch 20, 25 Jahre sein. "Langfristig sind wir alle tot", wie ein von mir sehr geschätzter Wirtschaftswissenschaftler mal gesagt hat. Stimmt. Der VDI hat sich ja mit seinem absurden Alarmismus zum angeblichen Fachkräftemangel bei Ingenieruren zurecht schon eine blutige Nase geholt. Die "qualifizierten Praktiker" kann man haben, aber eben nicht zum Dumpinglohn. Niemand hält die Wirtschaft ab, z.B. qualifizierte Praktiker, also z.B. staatl. gepr. Techniker/Betriebswirte tariflich auf auf das Niveau der studierten Ingenieure/Betriebswirte zu heben. Das macht man aber natürlich nicht. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die zukünftigen Arbeitnehmer lieber auf ein Studium setzen, als im Dualen System zu versauern.
  6. Ist das ein Argument? Ich finde nicht. Die Wirtschaft schadet sich letztlich selbst wenn sie gerade in den Handwerksberufen auf Dumpinglöhne und Zuwanderung setzt. Da ist es doch kein Wunder, daß sich jemand z.B. für ein Ingenieursstudium einschreibt, anstatt sich für dumm verkaufen zu lassen. Früher war das Verhältnis von Studenten zu Auszubildenden 1:7, heute liegt es bei 1:1, was die Konkurrenzsituation zusätzlich verschärft. Und schaut man sich so die Tarifverträge an, so rangiert z.B. ein Techniker mit Berufserfahrung tariflich immer noch unter einem frischgebackenen Ingenieur. Wer das Duale Berufsausbildungssystem retten will, muß auch hier ansetzen, ansonsten werden in vielen Bereichen künftig nur noch Arbeitnehmer zu finden sein, die sonst nirgends unterkommen und das Duale System verkommt zur "Resterampe". Besonders im Handwerk, aber auch in Berufen wie Verkäufer, Bäckereifachverkäuferin oder Fachlagerist ist zudem deutlich erkennbar, daß der Migrationsanteil zunimmt, was möglicherweise dem Berufsimage nicht unbedingt förderlich ist. Hinzu kommt noch der demographische Wandel. Berufe mit miesem Image werden künftig beinharte Nachwuchsprobleme bekommen.
  7. Das sind exakt auch meine Informationen. Möglicherweise sehen das einige Kammern nicht ganz so eng, wenn da ein Kunde mit 5.000 Euro lockt. ;-) Viel Verwirrung gibt es oft bei den Zulassungsmodalitäten. Während für die IHK-Kurse meist keine oder nur geringe Zulassungsvorrausetzungen bestehen, ist das bei der Zulassung zur Prüfung ganz anders. Zum Zeitpunkt der Prüfung muß dann die Berufserfahrung nachgewiesen werden, was in der Praxis bedeutet, daß man den Kurs ohne Berufserfahrung beginnen kann.
  8. Kannst ja noch die entprechenden Zertifikate für Linux machen. ;-) Der Wirtschaftsfachwirt paßt nicht wirklich in die bisherige Fortbildungsstruktur der Kammern, denn Fachwirte sind ja, im Gegensatz zu den tätigkeitsspezialisierten Fachkaufleuten (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Fachkaufmann_f%C3%BCr_Organisation) eigentlilch branchenspezifiziert. Im Grunde ist der Wirtschaftsfachwirt daher ein "kleiner Betriebswirt". Ich will den Abschluß aber nicht kleinschreiben, schließlich ist er erst seit kurzer Zeit auf dem Markt und schon sehr populär. Er dürfte seine Berechtigung haben. Alternativ gäbe es noch den (technischen) IHK-Betriebswirt (geprüfter Betriebswirt), der für Dich in Frage käme. Vom Stufenmodell (Erst Fachwirt/Fachkaufmann, danach IHK-Betriebswirt) würde ich aber abraten. Zwar ist dies möglich, aber man zahlt in vielen Kammerbezirken am Ende viel mehr Geld, als wenn man gleich den IHK-Betriebswirt macht. Teilweise gibt es auch mangels Teilnehmerzahl gar keine derartigen Aufbaukurse im Kammerbezirk, sodaß entweder beim Fachkaufmann/Fachwirt Ende der Fahnenstange ist, oder man den IHK-Betriebswirt ganz von vorne beginnen (und bezahlen) muß. Wenn es nicht unbedingt ein teurer IHK-Abschluß sein muß, käme ggf. auch ein Zertifikatsstudium z.B. an der Fernuni Hagen in Betracht. Dort kann man sich die entsprechend benötigten Module rauspicken. Statt 4.000 Euro für einen IHK-Kurs ist man dort mit einem zweistelligen Betrag dabei.
  9. Sooo groß unterscheiden sich die Inhalte nicht. Wäre es für Dich nicht besser, eine Fortbildung im IT-Bereich zu machen? Der typische Handelsfachwirt ist eher Filialleiter einer Handelskette wie z.B. Lidl.
  10. Das kann man durchaus so sehen. Allerdings ist Sinn und Zweck von EQR/DQR ja gerade die Vergleichbarkeit und Einstufung von Abschlüssen. Ein frisch gebackener staatlich geprüfter Techniker/Betriebswirt hat nun einmal zwangsläufig viel Praxiserfahrung, während ein Bachelor u.U. noch nie einen Betrieb von innen gesehen hat.
  11. Das scheint aber wohl eher die Ausnahme zu sein, für die meisten Arbeitnehmer ging es gehaltsmäßig in die andere Richtung. Gründe sind vor allem der massive Anstieg der Arbeitnehmerzahlen, einerseits durch verstärkte Einwanderung, andererseits durch höhere Frauenerwerbstätigkeit. Die gesamte Arbeitsmenge ist gleich geblieben. Folglich bleibt für jeden weniger vom Kuchen. Was den DQR/EQR angeht, da ist auch ein erhebliches Kriterium das der beruflichen Handlungsfähigkeit. Mit anderen Worten: Ein Meister, der theoretisch weniger drauf hat als ein frischer Bachelor, macht dies mit seinen Praxiskenntnissen wieder wett.
  12. Wenn auf eine Stelle 3 Bewerber kommen, dann ist das erstmal ein Zeichen dafür, daß der Unternehmer den Luxus hat, unter mehreren Kandidaten auszuwählen (und ggf. die Löhne drücken) zu können. Für das Arbeitsamt ist übrigens genau dieses Verhältnis von 3:1 schon gegeben um von einem Fachkräftemangel zu reden. Abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen gibt es in Deutschland keinen Fachkräftemangel. sondern einen eklatanten Überschuss an Arbeitskräften. Wäre es anders, würden die Löhne nicht seit 20 Jahren stagnieren. Langsam brechen demographisch andere Zeiten an und vielleicht erinnern sich die Unternehmen dann ja mal wieder an vergessene Tugenden wie Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter oder vernünftige Gehälter. Meiner Meinung nach, geht´s den Unternehmen noch viel zu gut. Aber vielleicht habe ich ja auch ein falsches Verständnis von einer "Fachkraft"; die Unternehmerdefinition dafür scheint zu sein: "Woanders (=kostenlos) ausgebildet, selbst weitergebildet, mobil, flexibel, Überstunden kein Problem. Vertrag natürlich auf 1 Jahr befristet und zum Zeitarbeitstarif."
  13. Ohne Berufserfahrung würde ich von so einem Fernkurs abraten, weil ich es für rausgeworfenes Geld halte. Nur wegen eines Zertifikates bekommt man keinen Job. Ich würde da erstmal versuchen klein einzusteigen, also mit einem 450-Euro-Job nebenbei im Büro arbeiten und die andere Arbeitsstelle stundenmäßig versuchen zu reduzieren.
  14. Ja, ich arbeite im Personalwesen (Bereich Aus- und Weiterbildung)
  15. Das würde ich auch empfehlen. Wer mit ausgeprägter sozialer Ader ins Personalwesen will, sollte eher die Tätigkeit als Personalentwickler ins Auge fassen, also dort, wo es darum geht Mitarbeiter zu qualifizieren.
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