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Azurit

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    Aktiver Fernstudent
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    FernUniversität in Hagen
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    Rechtswissenschaft
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    Leonberg
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  1. In den Facebook-Gruppen ging das schon eine ganze Weile rum. Die FernUni ist nicht die schnellste Hochschule, wenn es um die Einführung neuer Studiengänge geht. Mit 2021 würde ich eher nicht rechnen, denn der neue Professor muss auch erstmal berufen werden, dann fängt er erstmal an zu arbeiten, Unterlagen müssen erstellt werden etc. Also eher in ein paar Jahren als nächstes Jahr, würde ich mal behaupten...
  2. Das ging aber fix o.O eigentlich haben die für den Bereich doch erst Professuren ausgeschrieben?! (In den Gruppen auf FB ging das rum, dass neue Studiengänge im Bereich Software/Data Science kommen sollen.)
  3. Heute: - Note für die virtuelle Exkursion erhalten - ich bin zufrieden - in einer Live-Vorlesung Precision Farming gewesen (externer Referent - über eine Stunde nur Wiederholung, hätte ich mir sparen können, insgesamt waren es so 2,5 Stunden) - darauf gewartet, dass meine Frage zu einer Übung beantwortet wird, damit ich in Precision Farming auf dem neuesten Stand bin (leider nicht passiert) - meine Übungsgruppe in Mess- und Regelungstechnik schreibt am Freitag Nachprüfungen aus dem WS, daher muss ich noch auf Feedback bezüglich meines ersten fast komplett alleine verfassten Protokolls warten, beim zweiten blicke ich die Auswertung nicht, hab ich mir auch heute angeschaut - bei den von meiner Professorin angegebenen Quellen nach Literatur für die Bachelor-Arbeit recherchiert (leider gab es da nichts) - gewartet, dass wir die Adressen von Landwirten für unsere Feldforschung Entwicklung in ländlichen Räumen erhalten (kam aber leider auch noch nichts) - dem Regierungspräsidium geschrieben wegen einer Bescheinigung, dass man mich für ein Praktikum ohne Mindestlohn anstellen darf Also eigentlich habe ich sehr viel gemacht, fühle mich aber nicht sehr erfolgreich und leicht frustriert. Plan für morgen: - kleine Übung für Ackerschlepper rechnen - mit der Hausarbeit Entwicklung in ländlichen Räumen anfangen (vielleicht Teilaufgabe 1 und 2) - Mess- und Regelungstechnik für Übung 2 den Text für das Protokoll schreiben - Mess- und Regelungstechnik Computer-Übung 2 fertig machen, vielleicht noch die nachfolgende Vorlesung hören - vielleicht nochmal was für die Bachelor-Arbeit schreiben und vielleicht mit Einleitung und Methoden tatsächlich schreiben beginnen - vielleicht im E-Learning-Modul Herbologie das nächste Kapitel durcharbeiten - vielleicht noch was auf Cousera machen, die nächste Abgabe in Climate Variability ist auch ein kleiner Aufsatz und an "schreiben" hab ich genug für morgen
  4. Hallo! Ich bin "chronischer Vielstudierer" und habe schon einiges ausprobiert - das kann man machen, wenn kein berufliches Ziel dahinter steht. Du möchtest aber gerade das Gegenteil, aus deinem aktuellen Job raus und woanders hin. Daher solltest du überlegen, was du mit den entsprechenden Studiengängen anfangen möchtest. Fremdsprachen sind toll, ich liebe sie und habe mit allen vier genannten Erfahrung. Im Fernstudium kann man Sprachen an der Hochschule Dalarna in Schweden studieren (auf Englisch). Außer Dolmetscher und Übersetzer gibt es aber keine Berufe, für die man ein solches Studium speziell braucht. D.h. man muss vorher wissen, was genau man damit machen will und zusätzliche Qualifikationen erwerben (z.B. durch Praktika, zusätzlich belegte Kurse etc.). Das funktioniert im Fernstudium mit Berufstätigkeit eher schlecht. Chinesisch und Japanisch sind sehr interessante Sprachen, aber auch nicht ganz einfach zu erlernen. Um eine Zeitung auf Chinesisch halbwegs lesen zu können, muss man bereits 2000 bis 3000 Zeichen beherrschen. Ein "durchschnittlicher Chinese" kann 10 000 bis 20 000. Das erfordert viel Zeit und auf den Hosenboden setzen, man schreibt das gleiche Zeichen dutzende Male und macht man mal eine längere Pause, hat man die Hälfte wieder vergessen. Um die Kultur richtig kennenzulernen und die Sprache (und auch ihre Besonderheiten) richtig kennenzulernen, gehört hierzu auch mindestens ein Auslandssemester, was mit Fernstudium und Berufstätigkeit ebenfalls schlecht vereinbar ist. Ein Kunststudium (genau wie ein Design-Studium) ist sehr praktisch orientiert und daher kaum im Fernstudium zu machen. Und auch hier musst du dir die Frage stellen: Was genau willst du später damit machen? Häufig führt das Studium in die Selbstständigkeit und die läuft nicht immer direkt gut. Meine Schwester hat Design studiert und merkt mittlerweile immer stärker, dass es schwer ist, ständig kreativ sein zu müssen. Zumal man der eigenen Kreativität nicht einfach freien Lauf lassen kann, sondern der Kunde entscheidet, was er möchte - und wenn der jetzt einen Delphin will, dann muss es ein Delphin sein, d.h. man ist in seiner Kreativität auch noch stark eingeschränkt. Übrigens kann man die Dinge, von denen du redest, auch sehr gut hobbymäßig erlernen. Dafür braucht man kein Studium. Ich würde mich daher bei der Wahl auf die anderen Dinge fokussieren. Du hast bereits Erfahrung in einem kaufmännischen Beruf, daher ist es von Vorteil, das einzubinden - gerade dann, wenn du ein Fernstudium machst und keine Praxiserfahrung über ein Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit sammeln kannst, weil du berufstätig bist. BWL (mit einem Schwerpunkt, der dir Spaß macht) oder Wirtschaftsinformatik wäre da vermutlich das Sinnvollste.
  5. Auch von mir mal wieder (kleinere) Neuigkeiten: Earth Science an der Uni Stockholm war schon immer online, aber auch die Präsenz-Exkursion wurde in Windeseile auf ein virtuelles Angebot umgestellt. Technische Probleme gab es kaum und Feedback wurde schnell angenommen. Alles hierzu kann man in meinem Blog-Eintrag lesen. Ich bin sehr zufrieden mit der schnellen Reaktion und Umsetzung dort. An der Uni Hohenheim (Präsenz-Studium) in Agrarwissenschaften läuft es mittlerweile auch schon sehr viel besser wie zu Beginn. Technische Probleme waren hauptsächlich auf Bedienungsfehler zurückzuführen, aber die Dozenten haben das mittlerweile alles ausgemerzt. Außer in einem Modul haben die Dozenten auch den Rückstand (in Woche 1 häufig noch gar nichts online) ausgemerzt. Aufgrund der virtuellen Exkursion in Stockholm durfte ich also neben dem verpassten Stoff (ca. 2 Wochen) auch noch einiges aus Woche 1 nachholen. Das hat es natürlich noch etwas anstrengender gemacht und ich habe auch in Woche 5 noch ein paar Dinge nachzuholen, wobei ich bei den meisten Dingen wieder auf dem Stand bin. Einen Blog-Eintrag dazu gibt es, sobald ich alles nachgeholt habe. An der Fakultät Rechtswissenschaft der FernUni läuft so weit wohl ebenfalls alles sehr gut. Leider konnte ich keine Online-Klausur schreiben, da ich mich nur zu wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungen angemeldet hatte. Laut Fachschaft und Facebook-Gruppen ist das Feedback zu den Online-Klausuren aber überwältigend gut, lediglich die Angst vor dem Versagen der Technik im entscheidenden Moment wurde als Problem gewertet. Bereits vor Corona gab es viele Online-Angebote, die jetzt wohl ebenfalls relativ problemlos laufen. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUni kann da leider überhaupt nicht mithalten und wurde bereits von meiner Präsenz-Uni überholt! Online-Angebote sind stark begrenzt in der Teilnehmerzahl (z.B. die Mentoriate, die nun statt in Präsenz virtuell angeboten werden) und es gibt immense technische Schwierigkeiten (die meisten Studenten berichten von ca. einer halben Stunde Funktionsfähigkeit bei ca. 4 Stunden Mentoriat, bei mir lief es ähnlich). Die Prüfungen aus dem letzten Semester sollen nun Ende Juni in Präsenz nachgeholt werden. Statt einer guten Verteilung wurden alle Prüfungen in nur wenige Tage gequetscht (vermutlich wegen der Kosten für die entsprechenden Orte, bei denen es sich hauptsächlich um Messehallen handelt). Zudem wird nur an fünf Orten geschrieben, die Verteilung über Deutschland ist alles andere als gerecht. Durch die wenigen Tage wurden einige Prüfungen bereits morgens um 9 angesetzt, was die Verteilung nicht besser macht. Mit ca. 2,5 Stunden Fahrtzeit + Einrechnung eventueller Staus + Raumsuche + Ankommen und Runterkommen für der Prüfung müsste ich so zwischen 3:30 und 4:00 aufstehen, was dann wiederum ergibt, dass ich mit absoluter Sicherheit keine gute Prüfung schreiben könnte. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUni zeigt also sehr eindrucksvoll, wie es NICHT geht! Wir Studenten ärgern uns zu Tode.
  6. Wie versprochen berichte ich euch heute über meine ungewöhnliche virtuelle Exkursion an der Uni Stockholm. Für mich war es eine sehr interessante und wertvolle Erfahrung! Begonnen haben wir die Exkursion am 28. April um 14 Uhr mit einem Online-Meeting über Zoom. Wie bei Exkursionen üblich haben wir uns zunächst vorgestellt, jeder hat gesagt wie er heißt, wo er herkommt und wohnt, warum er an der Exkursion teilnimmt und welche Hobbys er hat. Wie ich schon von meinem Studium in Stockholm gewohnt bin, waren wir sehr international aufgestellt. Anschließend wurde uns noch kurz vorgestellt, was wir in den nächsten Tagen machen würden. Insgesamt hat das Meeting ca. eine Stunde gedauert. Am 29. April ging es um 8:30 auch schon richtig los - und zwar auf der Fähre! Unser Professor wollte uns die schöne Überfahrt nicht vorenthalten und so konnten wir via Zoom die wunderschöne Aussicht bei der Überfahrt nach Utö genießen. Um 9:20 waren wir dann dort. Der Professor und seine beiden Assistentinnen hatten ihre E-Bikes mitgenommen und fuhren dann zunächst zu unserem ersten Ort auf der Insel, Krokarna, wo wir um 9:30 ankamen. Die Verbindung dort war extrem schlecht, alles hat geruckelt und wir konnten nichts verstehen. "Oh weia, das kann was werden...", dachte ich. Im Laufe des Tages ging es dann quer über die Insel von Krokarna zu den Utö Minen, den Minenresten, Rävstavik West und Ost, Skaftängen, Stora Persholmen Süd und Nord. Meine Sorgen bezüglich der schlechten Verbindung waren unbegründet - Krokarna blieb der einzige Ort, an dem die Verbindung so schlecht war. Unsere Dozenten schalteten auf längeren Wegen die Kamera ab, sodass man zwischendurch problemlos Kaffee- und Essenspausen machen konnte. Benutzt haben sie tatsächlich ihre Handys, die sie live auf Zoom übertragen haben. Während der Exkursion mussten wir Notizen machen und verschiedene Orte skizzieren. Wenn wir einen Ort skizzieren mussten, wurde das Handy in ein Stativ gespannt, sodass es nicht zu Wacklern kam. Beim Laufen war es leider sehr wacklig, mir wurde ab und an sogar etwas schwindlig. Ein Kugelstativ hätte da sicher Abhilfe geschaffen, aber in Anbetracht der geringen Vorbereitungszeiten und Lieferschwierigkeiten durch Corona möchte ich mich da nicht beschweren. Falls es bei Studenten Verbindungsprobleme geben sollte, wurden immer zusätzlich Fotos und Videos gemacht, die per Mail verschickt wurden. Um 15:30 ging es dann zurück auf die Fähre und wir hatten erstmal Pause. Um 16:30 haben wir uns noch einmal online für ein Meeting getroffen, um die Aufgabe für den nächsten Tag zu besprechen. Der Professor war sehr traurig, dass wir nicht wie normalerweise abends gemeinsam Bier trinken können und daher haben wir um 17:30 noch eine Bier-Session gemacht, um uns zu unterhalten und besser kennenzulernen. Am 30. April war dann Heimarbeit angesagt. Das Ziel war eine Rekonstruktion der geologischen Geschichte der Insel Utö. Hierfür musste ich folgende Aufgaben machen: 1. Skizzen vom Vortag ins Reine zeichnen, die Notizen für jeden Ort unter Beobachtung und Interpretation zusammenfassen und die dort gesehenen geologischen Phasen dazu schreiben. 2. Eine Reihenfolge der geologischen Phasen anhand der Beobachtungen festlegen und in einem kleinen Text begründen. 3. Die Beobachtungen in einer Tabelle nach geologischer Phase und Ort zusammenfassen. 4. Um 14 Uhr gab es ein Zoom-Meeting, wo wir in kleinen Gruppen in Breakout-Räume geschickt wurden und unsere Ergebnisse diskutiert haben, jede Gruppe hat im Anschluss ihre Ergebnisse präsentiert. Danach haben wir noch die Aufgaben für den nächsten Tag besprochen. Das hat bis ca. 16 Uhr gedauert. 5. Die geologische Geschichte von Utö in einem Aufsatz zusammenfassen. Das war wirklich ein ganzer Batzen an Arbeit, ich wurde an diesem Tag nicht fertig und hatte schon Angst, dass ich die Exkursion nicht schaffen werde. Außerdem fühlte ich mich sehr alleine, da der Professor auch keine Kontaktdaten anderer Studenten herausgeben durfte. Am 1. Mai ging es dann direkt weiter mit Heimarbeit. Auch hier gab es wieder einen ganzen Batzen an Arbeit: 1. Eine Seite Aufsatz über gebänderte Eisenformationen und Karbonate auf Basis des Buchs Earth Science: Portrait of a Planet von Marshak. Der Professor hat bereits am Vortag festgestellt, dass es zu den Karbonaten im Buch kein Material gibt und die Aufgabe daher auf eine halbe Seite über gebänderte Eisenformationen geändert. 2. Mit Hilfe einer Karte und eines Querschnitts musste die ungefähre Menge des geförderten Erzes berechnet werden. 3. Mit Hilfe eines Online-Kartengenerators sollten Karten erstellt und mögliche Orte für weitere Minen im Stockholm-Archipel gefunden werden, selbstverständlich begründet. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt: zunächst macht man eine Karte mit magnetischen Abweichungen, da sind mögliche Orte zu sehen (weil Eisen und sein Erz Magnetit magnetisch sind). Danach kann man eine Schwerkraft-Karte machen, da Eisen-Erze schwerer sind und man so sehen kann, wie viel Erz an einem Ort zu finden ist. Zum Schluss kann man noch Kupfer-, Kobalt- und Nickel-Karten erstellen, da diese häufig mit Eisen zusammen vorkommen. 4. Zoom-Meeting um 14 Uhr, lief ziemlich genauso ab wie das am Tag davor. 5. Arfwedson hat Karbonate in Utö analysiert und dabei Lithium entdeckt. Wir sollten nun mit Hilfe von Gewichten das Molekulargewicht des unbekannten Lithiums bestimmen und anschließend die chemische Formel für Petalit (ein Lithium-Mineral) berechnen. Auch an diesem Tag wurde ich nicht fertig mit den Aufgaben, besonders die Meetings zwischendurch haben mich immer komplett aus meinem Workflow gehauen. Am 2. Mai ging es dann wieder ins Feld - diesmal nach Ytterby und Stockholm. Um 10 Uhr morgens ging es zunächst zur Ytterby Mine, wo wir verschiedene Skizzen anfertigen und Notizen machen mussten. Dann gab es eine kleine Mittagspause, während die Dozenten den Ort wechselten. In Stockholm sind wir dann quasi gemeinsam mit den Professoren von Ort zu Ort gelaufen und haben Notizen gemacht, die Orte waren Filadelfiakyrka, Rörstrandsgatan, eine Bahn-Unterführung, eine Mülldeponie, Sabbatsberg, Observatorielunden, Stallmästargarden und Stockholmsasen. Nach dem Tag trafen wir uns gegen Abend nochmals zum Meeting, um den nächsten Tag zu besprechen. Am 3. Mai gab es dann wieder Aufgaben in Heimarbeit und es war wieder viel zu tun: 1. Skizzen aus Ytterby ins Reine zeichnen, Notizen aus Ytterby strukturieren in eine Tabelle mit den drei gesehenen Mineralien, ihrer Beschreibung und Identifikation, anschließend sollte das Muttergestein einer Steingruppe zugeordnet werden, dann bestimmt, anschließend noch die Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung vom Geiger-Zähler berechnet und die X-Ray-Analyse aufgeschrieben. 2. Mit Hilfe verschiedener Paper (zum Teil sehr alt) sollte ein Aufsatz über die Reihenfolge der Entdeckungen von Yttrium, Terbium, Erbium, Ytterbium und Lutecium geschrieben werden. Ein Paper war auf Deutsch, zwei auf Schwedisch und der Rest auf Englisch. Wir sollten Google Translate benutzen, um die Paper zu übersetzen und grob zu verstehen. Dummerweise waren die beiden schwedischen Paper alt und eingescannt, sodass es nicht möglich war, den Text zu kopieren, stattdessen mussten die entsprechenden Teile von Hand in Google Translate eingegeben werden. Das hat natürlich eine Menge Zeit gekostet. 3. Notizen aus Stockholm ins Reine schreiben. 4. Historische Karten von Stockholm ansehen und abzeichnen, eine vor der Porzellan-Industrie, eine während und eine danach rund um Filadelfiakyrka. 5. Zoom-Meeting um 14 Uhr, wie die anderen vorher auch. Das war vom Aufwand her der schlimmste Tag und ich war nebenher noch dabei, die vorigen drei Tage Heimarbeit fertig zu bekommen... Am 4. Mai sollte es dann nach Ekerö gehen, um 9 ging es los zum Väsby Hage Naturschutzgebiet. Dabei musste man natürlich wieder Notizen machen und Skizzen anfertigen. Eigentlich sollte es am Nachmittag weiter nach Ekeröasen gehen, allerdings fing das Wetter gegen Mittag an, sich rapide zu verschlechtern und so brachen wir um 12 Uhr ab, da viele Studenten in Schweden kaum noch Internet hatten und auch die Verbindung der Dozenten durch das Gewitter eingeschränkt war. Nachmittags sollten dann die Aufgaben vom 5. Mai vorgezogen werden: 1. Auf der LiDAR Karte die angeschauten Orte eintragen. Außerdem Skizzen ins Reine zeichnen. 2. Tabelle mit Nummer des Ortes, Koordinaten, Landformen, Beobachtungen wie Größe, Höhe, etc., Erosion oder Ablagerung. 3. Ein paar Sätze über die gesehenen Erosions-Landformen. 4. Ein paar Sätze über die gesehenen Ablagerungen und den Zusammenhang zur Erosion. Am 5. Mai gab es dann bereits um 9:30 ein Meeting, da viele sich alleine fühlten. Das war dann auch der Punkt, an dem wir eine Whatsapp-Gruppe ins Leben riefen (über den Zoom-Chat) und uns endlich mal vernetzt haben. Das hätten wir schon lange vorher tun sollen. Danach sollten wir den Rest der Aufgaben vom 5. Mai erledigen: 1. De Geer Moränen auf einer LiDAR Karte einzeichnen. 2. Abstände zwischen den De Geer Moränen messen und kommentieren, ob diese gleichmäßig oder ungleichmäßig sind. 3. Die erhaltenen Daten mit einer Karte von Strömberg vergleichen und ca. eine Seite Aufsatz darüber schreiben. Um 13:30 Uhr wurde dann der Teil vom 4. Mai nachgeholt und wir gingen wieder raus nach Ekeröasen. Das dauerte extrem viel länger wie geplant, wir waren von 13:30 bis nach 18 Uhr draußen. Dabei mussten wir natürlich wieder Notizen machen. An diesen Tag erfuhr ich, dass ich nicht der einzige Student war, der mit dem extremen Workload zu kämpfen hatte. Manche meiner Kommilitonen arbeiteten 16 Stunden am Tag an den Aufgaben und hatten keine Zeit mehr zum Duschen, Schlafen oder Essen. Rückenschmerzen waren absolut normal bei fast allen, da wir täglich x Stunden vor dem PC saßen, ohne uns zu bewegen. Das war dann doch noch etwas krasser wie bei mir. Wir entschieden uns daher, den Dozenten eine E-Mail zu schicken und um Verlängerung der Deadline zu bitten. Am 6. Mai kam morgens eine E-Mail, dass unsere Dozenten uns absolut verstehen können und die Deadline vom 7. Mai auf den 11. Mai verlegen. Super! Danach war dann der letzte Tag Heimarbeit angesagt: 1. Skizzen ins Reine zeichnen. 2. Mit Hilfe von hochauflösenden Fotos von Sandkörnern auf Millimeter-Papier die Größe von je 30 Körnern in 2 Proben bestimmen. 3. Mittelwert und Median berechnen. 4. Mit Hilfe von Hjulström-Kurven die Fließgeschwindigkeit für den Transport dieser Körner berechnen. 5. Drei mögliche Quellen von Fehlern, Unsicherheit und Verzerrung beschreiben. 6. Erklären, warum dazwischen große Steine gefunden werden können. 7. Mit Hilfe eines Kartengenerators LiDAR Karten von Stockholm und Umgebung erstellen und Esker darauf einzeichnen, danach die Länge und Abstände messen und einen Text dazu schreiben. 8. Eine Seite Aufsatz über die Nutzung von Eskern für die Rekonstruktion des Rückgangs von Gletschern mit Hilfe von zwei Artikeln und den gemachten Beobachtungen, außerdem, warum man mit Eskern auch die Veränderung des Meeresspiegels erforschen kann. 9. Um 14 Uhr gab es wieder ein Meeting auf Zoom mit Gruppendiskussionen. Um 16 Uhr gab es dann das Abschluss-Meeting, wo noch einmal auf offene Fragen eingegangen wurde. Meine Heimarbeiten habe ich dann gestern endlich abgeben können, nachdem ich sie fertiggestellt hatte. Fazit: Es war eine sehr interessante Exkursion und man hat sich trotzdem man nicht wirklich anwesend war zum Teil gefühlt wie ein kleiner Forscher. Technische Probleme gab es kaum und es wurde dafür gesorgt, dass Studenten keine Nachteile durch fehlende Internet-Verbindung erhalten. Außerdem waren die Dozenten sehr offen für Feedback und haben uns direkt eine längere Bearbeitungszeit gewährt. Trotzdem man daheim saß, war es auf keinen Fall weniger anstrengend wie eine "echte" Exkursion! Das dauerhafte Sitzen war extrem anstrengend. Außerdem hatten wir am Anfang kaum Kontakt zueinander, man sollte die Studenten bei zukünftigen ähnlichen Exkursionen direkt darauf hinweisen, Kontakt über einen weiteren Kanal aufzunehmen und sich zu unterhalten - ich denke, dann hätte man sich weniger allein gefühlt. Die meisten von uns werden sich bei der Pflicht-Exkusion des 3./4. Semesters nächstes Jahr im März in Islay wiedersehen (vorausgesetzt, Corona ist bis dahin halbwegs erledigt). Insgesamt ein tolles Format - sicher noch an der ein oder anderen Stelle verbesserungsfähig, aber definitiv zu empfehlen! Und nun werde ich mich daran machen, den verpassten Stoff von meiner Präsenz-Uni nachzuholen, damit ich wieder auf dem neuesten Stand bin!
  7. Vielen Dank, danach habe ich schon geschaut und die liegt bei 42 Jahren. Davon bin ich noch weit weg (zum Glück). Ich werde versuchen, die Praktikantenprüfung ins Studium einzubauen, sodass ich mit dem Master und der Praktikantenprüfung in 2 Jahren fertig bin. Dann kann ich mich für das Referendariat bewerben und bei Abschluss bin ich dann 34
  8. Ich habe heute tatsächlich noch etwas für die Zeit nach dem Studium recherchiert. Außerdem mache ich gerade die Abgaben für die virtuelle Exkursion fertig (sobald ich das hinbekommen habe, bekommt ihr natürlich einen Blog-Beitrag dazu) und vielleicht noch etwas aus dem E-Learning meiner Präsenz-Uni.
  9. Danke Es fühlt sich tatsächlich sehr gut an, eine Antwort auf die Frage zu haben, was ich nach dem Studium machen möchte. Mittlerweile habe ich auch noch weitere Möglichkeiten in diesem Bereich gefunden, z.B. den höheren landwirtschaftlichen Dienst. Ich könnte mich dann nach dem Master also sowohl für verschiedene Stellen mit Landwirtschaftsbezug in der Verwaltung bewerben als auch auf das Referendariat im höheren landwirtschaftlichen Dienst. Interessant ist auch, dass ich den höheren landwirtschaftlichen Dienst vorher nicht auf dem Schirm hatte. Das ist quasi die perfekte Mischung aus Bildung, Beratung und Verwaltung. Man kann nach dem Referendariat an Berufsschulen unterrichten (anderen etwas beibringen hat mir schon immer viel Spaß gemacht, daher auch der Ausbildereignungsschein, ein Orientierungspraktikum für Lehramt am Gymnasium usw.), Landwirte zu verschiedenen Themen beraten und informieren (mit Menschen arbeiten macht mir allgemein Spaß und Beratung konnte ich mir immer ganz gut vorstellen) und nebenbei kommt durch die Verwaltung auch mein Interesse an Jura und Wirtschaft nicht zu kurz. Was man wirklich macht, hängt dann nach dem Referendariat natürlich von der Stelle ab, aber da sehe ich dann weniger Probleme, nach dem Referendariat hat man innerhalb der Verwaltung auch beste Aufstiegschancen. Außerdem ist man als Beamter natürlich gut abgesichert und kann sogar ein Sabbatjahr machen (vielleicht ja dann doch noch irgendwann die Weltreise :D). Und es ist keine 60-80h-pro-Woche-Stelle, sondern ich kann nebenbei weiter meine Interessen verfolgen und studieren (wenn auch mit etwas weniger Pensum wie ohne Arbeit). Ich bin mir gerade noch nicht sicher, ob ich nicht irgendwas übersehen habe, aber aktuell hört sich das alles für mich nach genau der eierlegenden Wollmilchsau an, nach der ich immer gesucht habe Vielen Dank auch nochmal an alle, die mir quasi bei jedem meiner Threads auf den Geist gegangen sind, z.B. @KanzlerCoaching und @thb Ich werde zwar jetzt nicht alles umschmeißen (solange ich im Master sehr gute Noten erreichen und die Praktikantenprüfung parallel machen kann), aber ich fühle mich um einiges besser!
  10. Hallo! Ich habe die Beiträge mal sacken lassen und verschiedene Sachen daraus überlegt - z.B. die Definition einer "Corona-Schnapsidee", die jeder für sich selbst machen sollte und Pro-Contra-Listen. Selbstverständlich will ich euch das Ergebnis nicht vorenthalten: Das Auslandssemester ist für mich definitiv eine Corona-Schnapsidee. Den Wunsch hatte ich wie gesagt das letzte Mal vor ca. 8 Jahren und die Antwort auf Fragen diesbezüglich war immer "ich kann nicht (finanziell, Band usw.)" war wohl eher eine Ausrede für "ich will nicht (bzw. etwas anderes ist mir wichtiger)". Vermutlich ist mir die Idee gekommen, weil die Dinge, auf die ich mich im nächsten/übernächsten Jahr gefreut hatte, durch die Corona-Krise in weite Ferne rücken. Dem wollte ich wohl nicht ins Auge sehen, daher die Idee mit dem Auslandssemester (à la wenn ich weg bin, kann ich ja nicht sehen, dass mein Plan nicht aufgegangen ist). Insgesamt hat es wohl mehr Nachteile (Studium verlängert sich, das Studium dort bringt mich meinen Zielen nicht näher, genauso wenig wie der Sprachkurs, den ich auch zu Hause machen kann oder Aushelfen im Dino-Labor, lange und weit weg von meinem Freund und meiner Familie, wo die meisten schon über 80 sind, den Lebenslauf rettet es eh nicht mehr , Planungsunsicherheit wegen langer Bewerbungsprozesse) als Vorteile (mehr Bafög, zusätzliches Wissen über Aquakultur). Ich denke, ich werde die Idee verwerfen und mich wie seither auf kürzere Auslandsaufenthalte konzentrieren, eine Exkursion nach Schottland, ein FernUni-Modul im Ausland und ein kurzes Seminar in Stockholm stehen schließlich auch noch an. Eventuell könnte ich mich dann noch nach einer Summer School o.Ä. umschauen, die in der Regel auch nicht so lang dauern, aber das hat noch eine Menge Zeit, dieses Jahr fällt aufgrund der Corona-Situation schließlich ohnehin alles aus, daher kann ich auch noch nächstes Jahr entscheiden, ob ich etwas in die Richtung machen möchte oder nicht. Und vielleicht hat @ClarissaD doch Recht und es ergeben sich noch ganz andere Dinge - eine Weltreise mit Kind auf Elterngeld, wie eine Bekannte von mir das gemacht hat (ist natürlich das abgefahrenste Beispiel und soll nur ausdrücken, dass es durchaus mehr Möglichkeiten gibt, als einem auf den ersten Blick einfallen). Beim Archäologie-Studium bin ich noch gespalten, ob ich es als Corona-Schnapsidee bezeichnen kann oder nicht. Den Wunsch hatte ich definitiv schon öfter in letzter Zeit (und habe hier im Forum auch mal nach einem Fernstudium gefragt). Vorteile (außer Befriedigung meines Interesses) gibt es nicht, Nachteile (außer dass ich ein wenig Zeit in eine Begründung investieren muss) aber genauso wenig. Wenn ich vergleiche: "Ich werde kein Auslandssemester machen" und "Ich werde nie Archäologie studieren", dann sagt das Bauchgefühl sehr unterschiedliche Dinge. Ersteres kommt mir tatsächlich ganz problemlos über die Lippen, das zweite fühlt sich im Bauch extrem komisch an (schwer zu erklären, dass es mir einen Stich versetzt, wäre übertrieben, aber mein Bauch fühlt sich unwohl an). Ich denke, ich werde es einfach mal mit einer Begründung probieren und letztendlich entscheidet dann die Uni. Wenn die Uni meine Begründung ablehnt, dann hat es wohl nicht sollen sein und ich muss da auch nicht mit dem Gefühl rausgehen, ich hätte es nicht versucht. Und im anderen Fall habe ich noch genug Zeit, eventuell vergessene Vor- und Nachteile zu finden, bis zur Annahme der Begründung zu entscheiden, ob ich es wirklich durchziehen will. Und natürlich sind auch immer noch die ganzen Ideen in meinem Kopf, die ich bereits vorher hatte, die sind aber momentan eher weit weg (außer Corona dauert noch deutlich länger an und ich kann das Arbeitspensum wie aktuell halten, dann wäre noch Zeit übrig, die ich aktuell mit Coursera-Kursen auffülle). Tatsächlich habe ich mich auch mal gefragt, ob ich eigentlich Ziele habe und welche. Dazu habe ich überlegt, auf welche Stellen ich mich beworben habe und welche Stellenanzeigen mich allgemein ansprechen. Mein Ziel ist tatsächlich der öffentliche Dienst mit Bezug auf Landwirtschaft. Ungefähr 80% dieser Stellen sind für Master-Absolventen im höheren Dienst ausgeschrieben. Daher liegt meine Priorität definitiv auf meinem Agrar-Master (wie seither schon auf dem Agrar-Bachelor). Wenn ich Glück habe, bekomme ich bis dahin auch meinen Jura-Bachelor fertig, was in diesem Bereich nur von Vorteil sein kann. Wenn nicht, bleibt er (wie bei seitherigen Bewerbungen) weg.
  11. Vielen Dank für den Hinweis! Schade, dass man dafür in den Studiengang eingeschrieben sein muss.
  12. Das sind nun viele tolle Antworten! Da ich gerade leicht im Stress bin, kann ich nur kurz auf eine Antwort zu meiner speziellen Frage eingehen, aber ich verspreche, dass ich demnächst auch eine allgemeine Antwort verfassen werde! Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber ich bin sehr verwurzelt in meiner Region. Damit meine ich nicht, dass ich Angst habe, in der neuen Region keine Freunde zu finden - tatsächlich habe ich auch aktuell Freunde in ganz Deutschland und mit meinem offenen und kommunikativen Wesen war das seither auch nie ein Problem. Meine Hobbys habe ich zwar alle hier und könnte sie nicht einfach verlagern, aber auch da sehe ich kein Problem, neue zu finden. Allerdings ist auch meine Familie hier und ich muss regelmäßig zwei Verwandte Ü80 betreuen, da es außer mir niemanden gibt, der das aktuell stemmen kann. Ein Umzug zieht auch einen ganz schönen Rattenschwanz nach sich: zunächst muss man eine Wohnung finden, die örtlich, finanziell und von der Größe her (mind. 100 qm und 3 Zimmer) passt, dann der sehr aufwendige Umzug mit 20 Aquarien und Terrarien (das will man sicher auch nicht alle 2 Jahre machen) und die Vermietung der Wohnung hier aus der Ferne (da muss ich dann auch ständig hin für Besichtigungen, wenn es Probleme gibt etc.). Und dann hängt natürlich noch mein Freund mit dran, der dort auch einen passenden Job finden müsste und der hier noch viel tiefer verwurzelt ist wie ich und das auch erstmal wollen muss (wir haben darüber mal geredet und für ihn kommt das nicht wirklich in Frage, er war schon immer hier und wollte nie woanders hin). Dass ich meinen Traumjob direkt nach dem Studium bekomme, habe ich überhaupt nicht erwartet. Ich suche nach sämtlichen Stellenanzeigen, auf die ich mit meinem Studium auch nur halbwegs passe. Nur Vertrieb schließe ich absolut aus, alles andere ist mir (erstmal) völlig egal. Du sagst, du würdest dir 6-12 Monate Zeit nehmen, ich bin ja nun schon seit 6 Monaten auf der Suche.
  13. @KanzlerCoaching: Hier ging es um etwas ganz anderes - nur ist der Thread mittlerweile etwas abgeschweift. Und auch für @thb und @ClarissaD: Es geht hier nicht um meine Zukunft, sondern um Corona-Schnapsideen und darum, ob ihr sie auch habt, ob ihr sie als solche empfindet und ob ihr meine als solche beurteilen würdet. Der Thread hat sich in eine Richtung entwickelt, für die er nicht gedacht war. @ClarissaD: Das mit dem Auslandssemester stimmt, ich habe das durchaus schon zu genau geplant. Ich weiß ja auch noch nicht, ob ich einen Platz bekomme. Aber im Endeffekt ist das mehr das Ausloten von Möglichkeiten (lohnt sich das für mich?). Über die Begründung muss ich wegen der Bewerbungsfristen bereits nachdenken, ich muss die beiden Master im Wintersemester schließlich gleichzeitig starten, sollte ich mich dafür entscheiden. Es ist also unabdingbar, schon über die Begründung nachzudenken, während ich die Entscheidung treffe, sonst ist die Bewerbungsfrist um. Bezüglich des Berufseinstieg vs. Master hätte ich nun aber doch noch Fragen an dich. Unter Umständen könnte es sein, dass diese etwas provokant rüberkommen, sie sind aber nicht so gemeint, daher möchte ich das vorher klarstellen. Wie weit würdest du denn täglich pendeln für einen Einsteiger-Job? Ich bin ja mit meiner Umkreissuche schon bei 300 km Pendelstrecke am Tag. Wenn man damit rechnet, dass das Stauaufkommen sich nach Corona wieder normalisiert (hier ist absolute Staugegend) und man einen Teil über Land fährt, also eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 100 km/h hat, sind das bereits 4 Stunden am Tag. Dazu dann 8 Stunden arbeiten und eine Stunde Zwangspause. Dann bin ich bereits 13 Stunden täglich unterwegs nur zum Arbeiten. Und was soll ich machen, wenn ich im Anschluss ans Studium keinen Job gefunden habe? Ein Jahr daheim sitzen, weiter Schulden machen und nebenbei warten, dass irgendwann mal wieder Stellenanzeigen reinkommen? In irgendwelchen Aushilfsjobs arbeiten, die schlecht bezahlt werden, weil man dafür keinerlei Qualifikation braucht? Und dann irgendwann auch nichts mehr bekommen, weil es heißt "Ihr Studium ist doch schon 3 Jahre her"? (Kein Witz, ist einem Bekannten so passiert.)
  14. Nein, ich bin noch nicht im Master, ich belege lediglich die Module des 1. Master-Semesters. Die Annahme, ich wäre eine Lernmaschine und würde eine Menge reißen, wenn ich mich auf ein Fach konzentrieren würde, ist leider völlig falsch. Wenn ich mich auf ein Fach konzentriere, ist das sehr einseitig und führt bei mir schnell zu Langeweile. Dann fängt sich meine Psyche und mein Körper (ADS) an zu wehren, ich kann überhaupt nichts mehr machen und sitze nur mit einem schlechten Gefühl in der Gegend. Vielleicht ist es einfach nicht mein Ding, extrem in die Tiefe zu gehen. Ich bin eher der Typ für die großen Zusammenhänge. Im Chemie-Studium konnte ich das gegen Ende merken, ich könnte mir niemals vorstellen, mich in einer Doktor-Arbeit drei Jahre lang mit dem gleichen Molekül (bzw. der gleichen Molekülgruppe) auseinanderzusetzen. Es wurde ebenfalls falsch interpretiert, dass ich nach zwei Bewerbungen den Kopf in den Sand stecken würde. Das ist nicht der Fall, ich hätte gerne mehr geschrieben. Das Problem ist viel mehr, dass es nur diese beiden Stellenanzeigen gab - das war im Oktober bzw. November und seither gab es keine einzige neue Stellenanzeige mehr. Ich hatte meine Umkreissuche sogar auf 100 km ausgedehnt und die Suchen berechnen nicht den Fahrtweg sondern die Luftlinie. Unter Umständen hätte ich da also 300 km am Tag pendeln müssen, aber auch in diesem Umkreis gab es nichts. Ausgeschlossen hatte ich lediglich Vertrieb, weil ich das wirklich nicht machen möchte.
  15. Hallo und danke für die konstruktiven Antworten! @Anyanka: Das letzte Mal, dass ich wirklich an einen Auslandsaufenthalt gedacht habe, ist tatsächlich schon etwas länger her (ca. 8 Jahre). Es könnte aber auch sein, dass ich das im Chemie-Studium verdrängt habe, da ich zeitlich sehr eingespannt war (und währenddessen auch meine Oma gestorben ist, bei der ich aufgewachsen bin) und dann später nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten hatte. Für mich hat sich die Idee jetzt dann doch etwas "plötzlich" angefühlt. Über Auslandsaufenthalte an sich habe ich sowohl Positives als auch Negatives gehört, wobei mich das Negative bis jetzt nie abgeschreckt hat. Es war auch in den letzten Jahren (wenn ich danach gefragt wurde) nie "ich will nicht ins Ausland", sondern eher ein "ich kann nicht ins Ausland" (zur Frage der Finanzierung kam dann auch noch die Band, die es allerdings jetzt nicht mehr gibt). "Wuppen" kann man viel, in erster Linie ist es die rechtliche Seite, die mir Steine in den Weg wirft und damit viel Arbeit (Aufarbeitung von beruflichen Gründen) machen würde. Ansonsten würde ich es einfach ausprobieren, aber so viel Arbeit reinstecken und dann später merken, dass es doch schwachsinnig war, ist auch blöd. @Muddlehead: Das wüsste ich auch zu gerne und in ein paar Jahren werden wir sicher schlauer sein @ClarissaD: Tatsächlich habe ich auch vorher schon Schnapsideen gehabt, die sind dann kurz da und ich verfolge sie meist nicht weiter - oft auch deshalb, weil ich mich am Riemen reiße und/oder keine Möglichkeit sehe. Deshalb kann es auch sein, dass ich das im Forum mal geschrieben habe - manchmal kommen mir Ideen auch mehrfach... In Corona-Zeiten hat man wahrscheinlich in der Tat mehr Zeit, das könnte der Grund sein, warum ich mich nun intensiver damit beschäftige. Pläne für die Zukunft muss ich definitiv machen! Wenn ich davon ausgehe, dass sich an den Bewerbungsfristen für Master-Studiengänge nichts ändert, dann laufen die ersten Fristen bereits am 15. Mai ab, viele andere am 15. Juli. Wenn ich mich nicht rechtzeitig bewerbe, stehe ich ab Oktober "ohne was" oder zumindest "ohne das Richtige" da. Entschuldige, dass ich mich undeutlich ausgedrückt habe. Selbstverständlich möchte ich ein richtiges Auslandssemester machen und dort auch studieren. Das Semester in Thailand (aktuell der Favorit) geht von Anfang August bis Anfang Dezember. An der Uni in Deutschland geht es dann erst Anfang April weiter, daher würde ich die übrigen vier Monate für Reisen und Sprachkurs verwenden. Nach dem Master kann ich leider nicht reisen, da ich dafür dann wieder kein Bafög bekomme und kein Geld da ist. Im Ausland arbeiten kommt auch weniger in Frage, da ich dauerhaft an Deutschland gebunden bin - und wer gibt einem schon einen Job für 4 Monate bei so viel Gehalt, dass man noch 4 Monate Reise anhängen könnte.... Es ist also wirklich meine letzte Chance, für längere Zeit ins Ausland zu gehen und zu reisen. @thb: Ursprünglich hatte ich den Plan, mit meinem Bachelor arbeiten zu gehen. Dafür habe ich mich bereits im Oktober und November auf jeweils eine Stelle beworben. Mehr Stellen gab es zu diesem Zeitpunkt nicht und seither gab es kein einziges Stellenangebot mehr. Corona macht die Situation mit Sicherheit auch nicht besser. Daher bin ich nun gezwungen, den Master zu machen. Selbstverständlich würde ich davon gerne was im Beruf anwenden, aber es geht halt nicht ohne Stelle. Und tatsächlich lerne ich einfach gerne, es ist nicht so, dass ich später mit allem arbeiten muss, was ich bis jetzt gelernt habe. In meinen Lebenslauf schreibe ich selbstverständlich auch nur relevante Dinge
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