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peron3

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Kommentare zu einem Blog erstellt von peron3

  1. Dein Werdegang ist ermutigend, weil er die Durchlässigkeit unserer Arbeitswelt bestätigt.

    Du hast trotz unkonventionellem Bildungsweg Karriere gemacht.

    Ich muss zugestehen, dass ich ein Verfechter von Heiko Mell bin und es genau so wie er mit den Karriereschritten halte.

     

    Führungskarrieren aus dem Handwerk hinaus in einen Großkonzern sind mir nur in Einzelfällen bekannt. Wie z.B. die des Niederlassungsleiters eines Schraubenherstellers, der in den Konzernvertrieb wechselt. Oder die des Werkstattleiters der in den Service eines Automobilbauers wechselt. So gesehen Spezialisten mit Führungserfahrung - Jedoch nicht der Standard. Im Gros wird hier auch auf eine niedrigere Karrierestufe als auf die zuvor bestehende gewechselt. 

     

    Vielleicht liegt es nur halb an der Ausbildung / Weiterbildung auf diese Weise Karriere zu machen. Der andere Teil besteht aus Willen, Talent und Glück. Kann das nicht wissenschaftlich belegen. Interessant allemal.

     

     

  2. Es stellt sich mir hier die Frage wohin der Weg führen soll ? Eine Position im mittleren Management mit geschätzten 38-39 Lebensjahren und einem unkonventioneller Bildungsbiografie sind Grundlage (ein Fernstudium ist definitiv nicht die Norm).

     

    Gewollt ist der Aufstieg ins Topmanagement oder zumindest ins mittlere Management in einem anderen Unternehmen.

    Was das Topmanagement betrifft, macht dies ca. 1-2% aller offenen Stellen für Wirtschaftsingenieure aus. Zumeist wird für das Topmanagement mit Traineeprogrammen ausgebildet. Mit 38 Jahren ist ein ehemaliger Trainee bereits um Welten besser vorbereitet als ein externer Kandidat. Zudem ist der Trainee bereits mindestens Bereichsleiter und hat Reputation.

     

    Stellen im mittleren Management werden aufgefüllt in Notlagen, wenn es brennt. Diese Stellen werden nicht sechs Monate im voraus beplant. Auf eine solche Stelle werden Menschen gesetzt die als Troubleshooter agieren sollen. Kandidaten die Ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben. Ein frisch ausgelernter B.Eng oder M.Eng irritiert hier nur den jungen Personalreferenten. Dieser wird eher auf Sicherheit setzen und nach dem Standard "Hans Wurst" suchen (bevor er/sie die eigene Karriere mit einer eventuellen Fehlbesetzung sabotiert) .

     

    Die akademische Weiterbildung ist ein Sonderweg den man im höheren Management nicht auf dem Plan hat. Das Management setzt sich zumeist aus einer besonderen Klientel zusammen, welche Top-Businessschools besucht hat und einen "gläsernen Käfig" um sich gebaut hat. Mit knapp 40 Jahren kommt man dort am ehesten mit einem Executive MBA einer Top-Businessschool an. Der Fokus auf einen unbekannten MBA einer Dorf-FH wäre verschwendetes Geld. Einen MBA macht man vorzugsweise wegen dem Netzwerk. Außerdem ist der MBA als Ausbildung je nach Unternehmen teils komplett verpönt. 

     

    Ein Einstieg im Ausland mit knapp 40 Jahren ist auch fragwürdig. Vorausgesetzt man bewirbt sich nicht direkt auf eine Auslandsstelle bei dem ausländischen Unternehmen. Unternehmen im Ausland suchen Spezialisten, General Manager oder zumindest Vice Presidents. Das Risiko einen Neueinsteiger direkt ins Ausland zu entsenden, wird kein Unternehmen eingehen. Dafür setzt man junge Absolventen ein, die bereits ein Praktikum im Ausland durchführten. Ein ausländischer Bewerber kostet zumindest auf Asien bezogen im Schnitt 100-200% mehr als eine örtliche Kraft. In dem Fall hier, würde vermutlich noch die Partnerin, Kinder mitkommen. Das muss erstmal erwirtschaftet werden.

     

    Mein Vorschlag: Jemand im mittleren Management und einem B.Eng ist bereits gut bedient. Mit zusätzlichen Zertifikaten renommierter Schools wie Harvard, Stanford, LSE lässt sich punktuell und zielgerichtet weiterqualifizieren. Anbei bekommt man Zugang zu "höheren" Zirkeln zu moderaten Kosten.

     

    Zusammenfassend: Eine Karriereplanung ist vergleichbar mit einem Hausbau. Erst die Fundamente, Mauern, das Dach. Hat man in seinen 20er-Jahren bereits das Fundament schief angelegt, wird es in den 40ern nur schwerlich etwas mit dem geraden Dach - das Haus hat sich gesetzt.

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