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Tom74

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  1. Es ist anzunehmen, dass die obligatorische Hochstufung des DBA's aus Großbritannien auf die Abschlussklasse "D1" (Promotion/Doktorgrad) das Ergebnis eines rechtichen Einwandes einer oder mehrerer Institutionen war. So werden sich mit Sicherheit insbesondere hiesige Bildungsanbieter, welche den DBA in Kooperation mit einer britischen Universität anbieten, bei der KMK gemeldet haben. Zudem hatten - nach eigener Aussage - die hiesigen Forenmitglieder "der Pate" Kontakt mit der Süddeutschen Zeitung sowie "Stefs" mit dem Wissenschaftsministerium aufgenommen. Vielleicht hat aber auch ein Mensch von der KMK die Diskussion hier im Forum verfolgt und sich den hier angeführten Argumenten sowie Quellenangaben hingegeben - nur Spaß! Nichtsdestotrotz möchte ich noch eine persönliche Einschätzung zu der Sachlage geben: auch wenn der DBA aus Großbritannien - nach meiner Rechtsauffassung richtigerweise - wieder der Abschlussklasse "D1" zugeordnet wurde, so sollte das Verhalten der KMK Studieninteressierten, Studierenden sowie Absolventen eines DBA's zu Denken geben. Wie bereits im Bericht der Süddeutschen Zeitung v. 13.11.2015 geschrieben, beobachtet die KMK den DBA mit Argusaugen. Zudem wird in einem weiteren Bericht der Süddeutschen Zeitung v. 13.11.2015 (http://www.sueddeutsche.de/karriere/doktortitel-eine-geldverdienmaschine-1.2733693) von einer Professorin fälschlicherweise behauptet, dass die "Gründerinstitution" des DBA's - nämlich die Harvard Business School - diesen mittlerweile nicht mehr anbieten würde. Nach einer kursorischen Recherche auf der Internetseite der Harvard Business School ist zu konstatieren, dass der DBA sehr wohl noch von dieser angeboten wird. Hier wird in Abhängigkeit vom Schwerpunkt ein DBA- oder PhD-Studium angeboten. Kurz und knapp gesagt: ich habe zurzeit leider den Eindruck gewonnen, als ob eine Art "Hetzjagd" von diversen Seiten auf den DBA eröffnet wurde. Ob sich der DBA am Ende gegenüber diesen Widersachern durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.
  2. Ich habe in meinem vorherigen Beitrag versucht, die von meinem Vorredner "Schubert" unter Punkt b ) aufgeführte Argumentation in einer - nennen wir es mal: kompromissvolleren Darstellung - zum Ausdruck zu bringen. Eine Herabstufung des DBA's aufgrund einer angeblich fehlenden Wissenschaftlichkeit finde ich auch sehr fragwürdig. Letztendlich muss aber zunächst die Begründung der KMK abgewartet werden.
  3. Leider muss ich Ihnen widersprechen, da die KMK im gleichen Beschluss auf S. 2 folgendes schreibt: "Dies gilt nicht für Doktorgrade, die ohne Promotionsstudien und -verfahren vergeben werden (so genannte Berufsdoktorate) und für Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind. Die gleichzeitige Führung beider Abkürzungen ist nicht zulässig." D. h. also, dass die KMK bei der Begriffsdefinition von so genannten Berufsdoktoraten davon ausgeht, dass diese ohne Promotionsstudien und -verfahren vergeben werden. Dies ist beim DBA aus Großbritannien jedoch unstrittigerweise nicht der Fall. Mithin scheint hier lediglich ein unterschiedliches Begriffsverständnis vorzuliegen.
  4. Meiner Einschätzung nach ist Ihre Argumentation nicht stringent. Die KMK besagt in ihrem bereits schon zitierten Beschluss ganz klar, dass für so genannte „Berufsdoktorate“ und Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind, die Ziff. 1 - also die Führung in Originalform ohne Herkunftszusatz - gilt. Laut QAA handelt es sich beim DBA zwar um einen "professional doctorate", dieser wird aber in der Tabelle 1 auf S. 17 des ebenfalls bereits aufgeführten Berichts von der QAA (http://www.qaa.ac.uk/en/Publications/Documents/qualifications-frameworks.pdf) dem 3. Zyklus zugeordnet.
  5. "Welche amtliche Quelle aus Großbritannien könnte da weiterhelfen, die den DBA tatsächlich der dritten Ebene zuordnet?" Die QAA Quality Assurance Agency for Higher Education... "Aufgabe der "Quality Assurance Agency" (QAA) ist die Gewährleistung solider Standards in der höheren Bildung für das gesamte Vereinigte Königreich. Diese werden gemeinsam mit anderen Bildungsorganisationen weiterentwickelt und der Öffentlichkeit kommuniziert. Die QAA berät die Regierung unter anderem bei der Anerkennung von Universitäten und der Gewährung der Autorität zur Verleihung akademischer Abschlüsse." (Quelle: http://www.kooperation-international.de/detail/info/qaa-quality-assurance-agency-for-higher-education.html) Weiters könnte von Interesse folgender Bericht von der QAA hinsichtlich der Charakterisierung der unterschiedlichen Doktorgrade sein: http://www.qaa.ac.uk/en/Publications/Documents/Doctoral_Characteristics.pdf
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