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WalterD

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  1. Guten Abend derPate, zuerst einmal ist es gut zu hören, dass Du mit einem Promotionskolleg Deiner Aus-Wahl, Dein möglicherweise großes Lebensziel verfolgst - Chapeau! Auch in Deinen Zeilen wieder, wie so oft an anderer Stelle: Wo es ein lachendes Auge gibt, kann es auch möglicherweise ein Weinendes geben. Ich kann Dir nun durch meine persönliche Erfahrung rückschauend berichten, dass mich gerade das "Aufspüren" meines Promotionsstudienganges bemerkenswert intensiv beschäftigte. In meiner Antwort an Markus Jung unternahm ich den Versuch, aus meinem Blickwinkel und meiner Art zu leben, wichtige Forderungen an einen Promotionsstudiengang aufzuklären und miteinander zu vergleichen. Du kennst das ja aus eigener Erfahrung - so ein Unterfangen ist nicht ganz risikolos, vulgo "Kugelfuhr". Die Aufgabe ist, einfach nichts dem Zufall zu überlassen. Gut, Foren und anonyme Beitrage mögen ein Stimmungsbild geben. Aber ich schlage vor, sich mit erfolgreichen Absolventen intensiv auseinanderzusetzen, Seminare und Doctoral Conferences zu besuchen und ebenso alle adäquaten Regeln und Requirements der in Frage kommenden Universitäten im Detail zu verstehen. Daraus schält sich fast wie von selbst, eine Wahl, die zu den persönlichen Lebens-Herausforderungen passen könnte. Ohne genau zu wissen, in welcher Phase Deiner Doctoral Journey Du Dich befindest, bedanke ich mich noch einmal für Deine Mail und wünsche ich Dir einen glücklichen Progress und erfolgreichen Abschluss. Viele Grüße, Walter
  2. Guten Abend Frantic, natürlich freue ich mich, dass Du meinen Beitrag gelesen hast und danke Dir für Deine Zeilen. Es wäre schön, wenn dieser möglicherweise Deine Entscheidung zur Aufnahme dieses (eines) Promotionsstudienganges bei Dir verstärkt hat. Nun zu Deinen Fragen: - Finanzierung: Es ist wie so oft im Leben, eine Frage der Priorität. Für mich war es eines der ganz großen Lebensziele und diesem Ziel habe ich alles untergeordnet oder in die Zukunft/auf später verschoben. - Arbeitsaufwand pro Woche: Das hat sehr, sehr stark variiert. Das wurde zum einen bestimmt durch Präsenzseminare und der resultierenden Assignments während der Studienphase, durch den Prozess der Datenerhebung in der Researchphase und dann den eigentlichen Write Up. Jedoch manchmal auch durch ein "sich `mal Freinehmen" - wenn auch nur für kurze Zeit. Aber überlagert wird dieser Aufwand vor allem durch das Lesen während aller Phasen. Ich kann Dir mitteilen, dass das Feststellen des aktuellen Standes meines Forschungsthemas eine beachtliche Aufmerksamkeit meines Zeitmanagements generiert hat. Wie ich das in meiner Antwort an Markus Jung versuchte zu erklären, benötigt man einen Contingency-Plan, der alle Lebens- und Arbeitssituationen berücksichtigt - so meine Sicht, gepaart mit entschlossenem Handeln. Natürlich gehört dazu, dass man sich alle Universitätsregularien im Detail verinnerlicht und sich jeglichen Supports von Dozenten und Supervisors versichert. Bitte nie vergessen, dass man "im Driver Seat" den Verlauf selbst bestimmt (aber das ist ja eigentlich selbstverständlich). Schön wäre es für mich, wenn Dich meine Erklärung noch zeitnah genug erreicht. Bon courage, Walter
  3. Guten Abend Markus, zuerst einmal vielen Dank für Dein Interesse an meiner DBA-Journey. So beantworte ich gerne zeitnah (ohne genaues Wissen, aber in Annahme der Motivation) die Fragen. - Zum bisherigen Studium: Elektrotechnik und MBA - Zur Berufstätigkeit: Ich bin freiberuflich tätig. Mein Eindruck: Aus heutiger Sicht (hindsight) ist für eine erfolgreiche DBA-Journey nicht so sehr der Umfang der Berufstätigkeit entscheidend - viel mehr ein entschlossenes Handeln - auf der Basis eines Planes, der die jeweiligen Lebens- und Arbeitssituationen umfassend berücksichtigt. - Zu den Entscheidungsgründen für IHP: Für diese Frage bin ich richtig dankbar. Tatsächlich hatte ich diesen Bereich gründlich recherchiert und verglichen - möglicherweise etwas zu gründlich. Trotzdem, eine vernünftige, emotionslose Aufklärung hilft sehr, das persönliche Zeitbudget von der Bewerbung bis zum Write Up der Dissertation fest an der Kandare zu halten. Dies waren neben einer Reihe dazu gehörender Themen vor allem diese Kernfragen: Ist der Studiengang so strukturiert, dass er die Gegebenheiten einer Berufstätigkeit in Deutschland integriert? Seit wie vielen Jahren führt der Promotionsstudiengang erfolgreich zum Doktortitel? Wie sind die Präsenzseminare strukturiert, wo finden diese in Deutschland statt, wie ist deren Operationsmodus und wie erfolgt vor allem deren Betreuung? Gibt es Ansprechpartner für mögliche (vorhersehbare) organisatorische und finanzielle Fragen und wie agieren diese Ansprechpartner? Markus, nun hoffe ich, dass ich damit ein Stück weiter - in Richtung Entscheidungshilfe, beigetragen habe. Einen schönen Abend und beste Grüße, Walter
  4. Ein Großteil der Beiträge dieses Forums - so mein Eindruck, spiegelt aktuell die Suche nach Erfahrungen und Umsetzungsmöglichkeiten eines DBA-Studiums wider. Gerne möchte ich deswegen in diesem Beitrag den Verlauf, Erfahrungen und Herausforderungen darlegen, welche ich im Verlauf meiner DBA-Journey vor nicht allzu langer Zeit erfuhr. 1. Auswahl Aus vielen Umsetzungsmöglichkeiten selektierte ich den Zugang zum DBA-Programm der University of Gloucestershire über das IHP-Büro in München (damals noch University of Gloucestershire German Office), weil er mir in meiner Art zu leben und zu arbeiten als bemerkenswert plausible Realisierungschance erschien. 2. Zeitrahmen Im Oktober 2012 startete ich als einer von ca. 20 Teilnehmern der IHP Munich Cohort. Die mit dem zukünftigen Forschungsverlauf sowie dem Verfassen der Thesis für mich notwendigen Themen und Studieninhalte wurden in vier Präsenzterminen, ergänzenden Verfahrensveranstaltungen sowie der Doctoral Conference 2014 in Berlin stetig verfeinert. Im Mai 2015 reichte ich meine Thesis ein – die erfolgreiche Verteidigung meiner Arbeit war im darauf folgenden Juli. 3. DBA – Studium Der von der Universität Gloucestershire umrissene Zeitstrahl schien genügend Puffer für unvorhergesehene Ereignisse zu bieten. Durch mein Berufsleben geprägt, war mir klar, im Sinne eines kohärenten Abschlusses gleich zu Beginn einen unumstößlichen Contingency - Plan zu erstellten (a plan is a plan is a plan ...). Diesen verfolgte ich in nahezu religiöser Manier. Das half mir, Präsenztermine zum Beispiel auch an anderen Orten als München wahrzunehmen oder Assignments ohne Ausnahme zeitnah zu erstellen. Ebenso wichtig war für mich der intensive Kontakt und Gedankenaustauch mit Dozenten und Tutoren zur Absicherung des erreichten Studienstatus. Wiederkehrend kommunizierte ich mit ihnen über Ansätze und Vorgehensweisen – entweder über elektronische Medien oder persönliche Besuche an weiteren Präsenzorten. Dies ist besonders in der „Taught Phase“ wichtig, da gerade die Vertiefung der einzelnen Wissensmodule erst durch intensives Lesen themenbezogener Literatur und die Diskussion darüber unterstützt wird. In diesem Zusammenhang erwähne ich den Nutzen von Learning Sets. Abhängig von verkehrsgünstigen Entfernungen traf ich mich mit weiteren DBA-Studenten aus der Munich Cohort zum Gedankenaustausch und Verständnisabklärung. 4. Thesis / Research – Phase Retrospektiv betrachtet war es für mich ein unschätzbarer Vorteil, dass ich mich seit langer Zeit mit einem ernsten Business Problem der Investitionsgüterindustrie beschäftigte. Dies half mir sehr, die entsprechende akademische, professionelle und graue Literatur adäquat zu adressieren und zu analysieren. So auch hier: wieder vermehrt lesen, lesen und nochmals lesen. Zum Erfahren des aktuellen Standes der Wissenschaft war meine Mitgliedschaft in Branchen- und Management-Vereinigungen sehr dienlich. Ich besuchte deren Konferenzen, aber auch akademische Symposien und abonnierte alle meinen Research betreffenden RSS-feeds. Entsprechend der Natur der Aufgabe wählte ich einen qualitativen Ansatz. Und dieser Ansatz empfiehlt ein frühes Identifizieren von möglichen Interviewpartnern, das Wecken deren Interesses und Bereitschaft sowie das Absichern deren, für die Datenerhebung verfügbaren Interviewzeit. Schon nach Vorliegen der ersten Analysen und Informationen diskutierte ich mit Peers, um deren Evaluierung meiner Analyse zu erhalten. Gerade in dieser Zeit ist ein sehr enger und vermehrter Kontakt zu den Supervisors nötig. Beide hatten mich bereits kurz nach meinem Beginn meiner DBA-Journey intensiv begleitet. Ich nutzte jede sich bietende Gelegenheit zur Diskussion, Orientierung und Beratung – sei es per Telefon oder durch persönliche Besuche in Cheltenham und London. 5. Thesis / Write up – Phase Wenn ich mein Tagebuch durchblättere, das ich während meiner gesamten DBA-Journey führte, war diese Phase wohl die aus Sicht meiner Umwelt am stärksten von sozialen Kontakten abgeschottete Phase. Für einige wenige Monate stand hier das Verfassen meiner Thesis im Vordergrund und sonst (fast) nichts. Für dieses Verfahren hatte ich mich entschieden, weil ich ein häufiges, durch Unterbrechungen hervorgerufenes „Wiederhineinversetzen“ in das bisher Erreichte als so unendlich mühsam und zeitverschwendend erfuhr. 6. Dissemination Während der späten Research – Phase hat es mir sehr geholfen, dass ich nicht nur Teilnehmer von Konferenzen war. So stellte ich meinen Lösungs-Ansatz als Sprecher auf Tagungen und Verbandstreffen vor und versuchte die Reaktion darauf auszuloten. In dieser Zeit habe die Möglichkeiten zur Dissemination meines Lösungsansatzes durch Paper-Veröffentlichung und als Buch Co-Autor genutzt. 7. Resümee - Habe ich das erreicht, was ich wollte? Ja! - Hat es sich gelohnt? Ja, wirklich in vielfacher Hinsicht! - Würde ich diese Journey wieder unternehmen? Ja, aber: Ich würde heute in meinem Plan sehr viel mehr Gewicht auf die Pflege meiner sozialen Beziehungen legen. - Was hat mich besonders beeindruckt? Die Bereitschaft und Offenheit meiner Interviewpartner gegenüber dem Vorhaben und der Aufgabenstellung. - Gibt es eine Empfehlung? Ja, sich nämlich ständig bewusst zu sein, vom Anfang „im Driver Seat zu sitzen“, um den Fortschritt der gesamten DBA-Journey selbstbestimmt voranzutreiben.
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