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Joachim.Merk

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  1. Zum Kommentar von KanzlerCoaching möchten wir folgendes erläutern: Das "Sorry" ist gar nicht nötig - für solche Themen sind solche Foren ja genau gemacht. Es handelt sich NICHT um ein Studiengang sondern um eine Fortbildung auf Zertifikatsbasis. Ob Fortbildungen in den Bereichen, die Sie nennen, sinnvoll sind oder nicht, ist eine Frage der Empirie. D.h. gibt es Studien, die zeigen, dass diese Methoden effektiv sind? Und kann man diese Effekte auch durch andere Methoden erzielen? Zum Thema Waldtherapie und Achtsamkeitsübungen im Wald gibt es Studien die zeigen, dass Interventionen im Wald anderes wirken als z.B. im Park nebenan. Auch für die Verwendung von Tieren in der Therapie gibt es auch sehr interessante empirische Evidenzen. Wenn Therapeuten, solche Methoden anwenden möchten, warum soll es dazu keine Fortbildungen geben? Hinzu kommt, dass es sicherlich auch Transfereffekte gibt, d.h. wer ein Achtsamkeitstraining im Wald durchführen kann, kann auch andere Formen von Achtsamkeitsübungen durchführen und muss nicht für jeden Subtyp eine Fortbildung machen. Daraus aber ein Studiengang zu machen wäre sicherlich nicht sinnvoll. Viele Grüße Joachim Merk & Ahmed Karim
  2. Als Prorektor für die Lehre an der SRH Fernhochschule - The Mobile University möchte ich an dieser Stelle einige Missverständnisse zu den Zertifikatskursen „Wald und Gesundheit: Resilienz und Achtsamkeitstraining“ und „Waldtherapie bei psychischen und psychosomatischen Störungen“ aufklären: 1. Die Verbindung von „Wald“ und „Gesundheit“ ist für viele auf den ersten Blick nicht naheliegend. Tatsache ist aber, dass es in u.a. USA und in Japan bereits etablierte Fortbildungsangebote für „Forest Therapy“ und „Forest Medicine“ gibt. Darüber hinaus zeigen mehrere Pionierstudien, dass die Umgebung „Wald“ insbesondere in Kombination mit Achtsamkeits- und Expositionsübungen ein großes Potential für das psychische und körperliche Wohlbefinden bieten kann. In diesen Studien wurden u.a. Stresshormone (z.B. Cortisol) gemessen sowie psychophysiologische und neurophysiologische Messungen durchgeführt. Unter dem folgenden Link können Sie einige dieser englischsprachigen Studien nachlesen: http://www.natureandforesttherapy.org/the-science.html 2. Wir bedanken uns bei Herrn Markus Jung, der in diesem Forum bereits einige Missverständnisse korrigiert hat. Er schreibt: „Ich habe erstmal auch geschmunzelt …Auf den zweiten Blick scheint es aber schon ein fundiertes Angebot zu sein, das sich ja, was den Kurs "Waldtherapie bei psychischen und psychosomatischen Störungen" angeht auch gezielt nur an Therapeuten richtet, die diesen Aspekt vielleicht mit dazu nehmen möchten. Ich kann mir schon vorstellen, dass es dafür eine gewisse Zielgruppe gibt, so zum Beispiel für Manager im Burn-Out vielleicht“. Das ist völlig richtig, es geht NICHT darum, dass jemand nach dem 7-monatigen Kurs „Waldtherapie“ sich „Therapeut“ nennen darf, sondern dieser Kurs richtet sich speziell an Kandidaten mit entsprechender therapeutischer Vorbildung. Interessenten ohne Approbation oder Heilerlaubnis dürfen nicht mit Patienten arbeiten. Kandidaten mit entsprechender therapeutischer Vorbildung können mit diesem Zertifikatslehrgang ihr therapeutisches Angebot entsprechend erweitern. Kandidaten ohne therapeutische Vorbildung können jedoch einen anderen Kurs belegen, nämlich den „Wald-Achtsamkeitstrainer (SRH)“. Dieser Kurs richtet sich z.B. an Erzieher, Pädagogen und Jugendleiter, die nicht mit Patienten, sondern mit gesunden Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen Achtsamkeitsübungen im Wald durchführen, u.a. um die psychische Resilienz zu fördern. Durch die Kooperation der SRH-Fernhochschule (mit den Studien- und Forschungsschwerpunkte „Präventions- und Gesundheitspsychologie“) mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg können wir die Kompetenzen der beiden Hochschulen verbinden und zwei innovative Zertifikatslehrgänge anbieten. 3. Es ist nicht richtig, dass nur ein Modul sich auf Wald bezieht, sondern ALLE Module beziehen sich auf das Thema Wald und Gesundheit, jedoch aus verschiedenen Perspektiven: In dem Modul „Forstwirtschaft & Waldpädagogik“ geht es u.a. um folgende Inhalte: - Den Wald mit allen Sinnen erfahren – Wald als kreatives Medium - (Licht, Duft, Farben, Klänge, Aromen) biologisches Waldwissen Komplexe Achtsamkeit im Wald - Green Meditation, heilsame Symbolik - Botanik, Insektenkunden - Sicherheit, Rechtslage im Wald etc. - Gestaltung von Führungen, Events und Trails - Trail awarenesses and safety - Trail design and selection In dem Modul „Gesundheitspsychologie“ geht es u.a. um folgende Inhalte: - Theorien und Methoden der Gesundheitspsychologie unter Berücksichtigung von Studien zur Wirkung von Wald auf psychische und körperliche Gesundheit. Vorstellung, kritische Diskussion dieser Studien und Ausblick für zukünftige Studien - Biologischen Psychologie & Psychoneuroendokrinologie: Wirkung von Wald auf psychophysiologische und neuroendokrine Parameter. In dem Modul „Präventions- und Interventionsmethoden“ geht es u.a. um folgende Inhalte: - Methoden psychologischen Gesprächsführung und Gruppendynamik zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbesprechung von Achtsamkeits- und Expositionsübungen im Wald. - Praktische Achtsamkeitsübungen im Wald, u.a. mit sokratischer Gesprächsführung, geleitetes Entdecken, visuelle-, auditive-, taktile-, olfaktorische-, und vestibuläre Übungen, Atemübungen, Rollenspiele etc. - INSBESONDERE: Praktische Messungen von psychophysiologischen Parametern (u.a. EKG, Hautleitfähigkeit, EMG) vor, während und nach solchen Übungen mit unserem mobilen psychophysiologischen Forschungslabor. - Möglichkeiten der Evaluation von solchen Präventions- und Interventionsmethoden. In dem Modul „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ geht es nicht darum, dass approbierte Therapeuten verschiedene Störungsbilder kennenlernen, sondern zu erarbeiten, was man bei den verschiedenen Störungsbildern beachten muss, wenn man Achtsamkeits- und Expositionsübungen im Wald anbieten möchte. Z.B. Wie gehe ich mit Patienten um, die an Panikattacken und Agoraphobie leiden? Wie gehe ich mit Zwangspatienten um, die unter Kontroll- oder Waschzwänge leiden? Wie gehe ich mit Persönlichkeitsstörungen um, wie etwa anakastische Patienten, die unter Perfektionsmusdrang leiden? Fazit: Wie können Therapeuten solche Übungen methodisch sinnvoll im Therapieprozess einbauen, begleiten und deren Nachhaltigkeit erhöhen? Anhand dieser Ausführung sollte deutlich geworden sein, dass ALLE Module in den beiden Zertifikatslehrgänge sich auf das Thema Wald und Gesundheit beziehen, jedoch aus verschiedenen Perspektiven. Wir bedanken uns bei den Forum-Teilnehmern für das Anstoßen dieser Diskussion und hoffen, dass die genannten Missverständnisse hiermit behoben wurden. Ebenso stehen mein Kollege Professor Ahmed Karim und ich Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung. Beste Grüße Joachim Merk
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