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Greetsiel

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Informationen

  • Status
    Aktiver Fernstudent
  • Anbieter
    ILS, Hamburg
  • Studiengang
    Abitur - 2. Einstieg (Mittlerer Bildungsabschluss liegt mehr als 5 Jahre zurück)
  • Wohnort
    In der Nähe von Mannheim
  • Geschlecht
    m

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  1. Jetzt habe ich auch endlich Latein und mit der Abgabe der letzten Einsendeaufgabe, Nr. 47, das erste Studienjahr, und zugleich die Einführungsphase (die Mittelstufe) meines Abiturlehrgangs bei ILS, abgeschlossen. Ziemlich genau 13 Kalendermonate, nachdem ich Ende Mai 2018 damit begann. Latein kam erst "spät", in diesem vierten Quartal, als mein siebtes Fach, hinzu. Das erste Latein-Lernjahr war also recht kurz. Vier Studienhefte bearbeitete ich in diesem Studienvierteljahr. Das ILS-Studienmaterial habe ich unten als Bild angefügt. Sieht harmlos aus, oder? Es handelt sich dabei um die erste Hälfte des Grundlagenkurses Latein, der mich noch in den kommenden zwei Studienvierteljahren beschäftigen wird und die "Lektürephase" bis zum Abitur vorbereitet. Drei Studienhefte inklusive jeweils einer Einsendeaufgabe haben die Sprachlehre zum Gegenstand. Das vierte Heft ist ein Begleitheft, auf dessen Inhalt die anderen Studienhefte immer wieder Bezug nehmen und solche Aspekte der deutschen Grammatik beinhaltet und kurz erklärt, die für das Erlernen der lateinischen Sprache als wichtig erachtet werden (Die verschiedenen Wortarten und ihre möglichen Funktionen in einem deutschen Satz). Dieser Rückbezug auf die deutsche Grammatik findet in Latein in einem viel stärkerem Maße statt, als in Englisch oder Französisch. Dieses erste Latein-Quartal hat meine Lateinkentnisse, ich hatte keine, auf folgenden Stand gehoben (oder wollte es zumindest): - Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ und Ablativ. Auch Vokativ und Lokativ, aber mit geringerer Bedeutung. - Zeiten: Präsens, Perfekt (historischer und konstatierender Gebrauch), Imperfekt (durativer und iterativer Aspekt). - Indikativ/Imperativ (letzteres mit geringerer Bedeutung). - Aktiv/Passiv. - Deklination von Substantiven und Adjektiven: a, o, konsonantisch, e, u, i und gemischte. - Konjugation von Verben: a, e, (kurzvokalische) i und konsonantisch. - Kongruenz von Substantiv und Adjektiv in Kasus, Numerus und Genus (KNG-Kongruenz). - Konnektoren und ihre Bedeutung im lateinischen Satz. - Prädikatsnomen: Substantiv/Adjektiv + Kopula. - Akkusativobjekt, Dativobjekt. - Adverbiale Bestimmung. - Attribute (adjektivisch, Genitivattribut, Apposition). - Verschiedene Funktionen des Genitivs: genitivus possessivus, -obiectivus, -subiectivus, -partitivus, -qualitatis. - Verschiedene Funktionen des Dativs: dativus possessivus, -commodi, -finalis. - Verschiedene Funktionen des Abaltivs: ablativus separativus, -instrumentalis, -modi, -sociativus, -loci, -temporis. - Infinitiv als Objekt und verschiedene Erscheinungsformen des AcI. - Präpositionen. - Personalpronomen. - Nebensätze: Relativsätze (Relativpronomen) und Adverbiale Nebensätze (Subjunktionen) - Konstruktionsmethode lateinischer Nebensätze. - Prädikativum. - Der relative Satzanschluss. - Das (Partizip) Perfekt Passiv (PPP) - Das Prädikat und der Infinitiv im Perfekt Passiv. - Das Reflexivpronomen der 3. Person. - Doppelter Nominativ, doppelter Dativ, doppelter Akkusativ. - Das Demonstrativpronomen. - Das Pronominaladjektiv. - Die Verben esse, ferre und posse. - Knapp 800 Vokabeln. Das ist schon eine ganze Menge Stoff; ziemlich verdichtet und in einem einzigen (!) Studienvierteljahr präsentiert. Zu viel. Davon, dass ich den Stoff bewältigt hätte, kann keine Rede sein. Die Hälfte des Grundlagenstoffes habe ich damit jetzt zwar durch, aber es werden noch etliche Runden zu drehen sein, bis die Stoffverinnerlichung Abiturniveau und die Stoffpräsenz abiturfähig ist. Aber diese Zeit ist ja, zumindest nominell, noch in ausreichendem Umfange vorhanden. Wenn ich auch nach zwei weiteren Studienquartalen die Grundlagen alle "zum ersten Mal" gelernt haben werde, werde ich mich bestimmt bis zur Abiturprüfung mit diesen Grundlagen immer wieder befassen (müssen). Auswendiglernen, die Notwendigkeit dafür so sichtbar wie in keinem anderen meiner Fächer, gehört auch nicht zu meinen Hobbys. In der Anwendung des Stoffs geht es um Übersetzungsarbeit lateinischer Sätze (Texte) und dabei wird analytisch vorgegangen. Um ihn zu übersetzen, wird der einzelne Satz in seine Bestandteile, grammatikalische Einheiten, die miteinander verbunden sind, zerlegt. Beispielsweise: "Arminius amicus populi Romani, ..." - Subjekt mit Apposition mit Genitivattribut mit adjektivischem Attribut. Die Zerlegung wird erreicht, in dem der Satz konstruiert wird (Konstruktionsmethode), d.h. der Satz entsteht "aus dem nichts" durch Hinzufügen einzelner Bestandteile, beginnend bei Subjekt und Prädikat des Hauptsatzes. Eine Vorgehensweise, Puzzeln, aber systematisch, die mir sehr gut gefällt. Wer auch sonst gerne analysiert, bekommt mit Lateintexten und den erlernten Analyseverfahren einen spannenden Analysezugang, der sich von anderen (z.B. mathematischen) unterscheidet. Das Studienmaterial bewerte ich mit 7 von 10 Punkten. Die formale Qualität (Bindung, Druck, Schriftbild, etc.) ist mangelfrei. Jedes Studienheft besteht aus fünf Lektionen, in denen die Grammatik häppchenweise präsentiert wird. Die Formenlehre (Deklination und Konjugation) ist auf die einzelnen Lektionen verstreut und wechselt sich mit anderen Grammatikthemen ab. Jede Lektion beginnt mit der Vokabelliste und einer abstrakten Erklärung der neuen Grammatik. Anschließend wird ein lateinischer Text mit den behandelten Grammatikphänomenen übersetzt, d.h. die Sätze werden mit der erwähnten Konstruktionsmethode analysiert, wenn auch nicht immer so ausführlich. Das ist dann Schade, weil trotz nachvollziehbarer Übersetzung die Grammatikstruktur nicht vollständig deutlich wird. So kann der eigene Versuch "des Aueinandernehmens" des Satzes nicht auf Richtigkeit geprüft werden. Am Ende einer Lektion gibt es Übungsaufgaben, inklusive deren Lösung im hinteren Teil des Studienheftes. Diese Struktur der Lektionen wird konsequent durchgehalten, was das Lernen erleichtert, weil der Schüler sich an diesen Aufbau gewöhnen kann. Der Lernstoff des einen(!) Studienquartals ist sehr verdichtet, zeitlich und inhaltlich, so dass sich ein Gefühl der "Überrumpelung" und des "Erschlagenwerdens" unvermeidlich bei dem Versuch einstellt, zu schnell durch den Stoff zu kommen. Das klappt nicht. Das fatale ist, dass sich ein anderer negativer Eindruck einstellt, nämlich der des "nicht Fertigwerdens", wenn man langsam vorgeht, und dieses Gefühl kann ebenfalls unbefriedigend sein. Am besten ist es hier einen Mittelweg zu finden, Lücken und Unverständnis in Kauf zu nehmen, in der Absicht und Hoffnung, in den späteren Phasen des Lehrgangs einige Lücken zu schließen und mehr Verständnis zu gewinnen. Ich wendete für die drei Hefte viel Zeit auf und bin trotzdem noch weit entfernt davon, den Stoff zu beherrschen. Aber es ist immerhin schon ein erheblicher Teil des Grammatikstoffs, den Lateinschüler in der Schule lernen und dafür mehrere (2 ?) Jahre Zeit eingeräumt bekommen. Die Stoffwiederholung in der restlichen Lehrgangszeit ist hier also sehr wichtig und ich gehe davon aus, dass nach Ende des Grundlagenkurses, im weiterführenden Studienmaterial, einzelne Grammatikthemen wiederholt werden, also der in den anderen Fremdsprachen übliche Wiederholungsprozess auch in Latein angewendet wird. Überhaupt wie in jedem Fach, ist Eigeninitiative gefragt, um sich auch jenseits des von ILS angeboten Materials mit dem Stoff zu befassen, ihn zu vertiefen, zu strukturieren, einzuüben, etc. Ich überwinde meine Unzufriedenheit mit meinem eigenen Fortschritt jedenfalls mit der Aussicht, den vielen Stoff bis zu der mündlichen Abiturprüfung noch genauer unter die Lupe nehmen zu können. Für das Lernen der Vokabeln verwende ich meinen Langenscheidt Vokabeltrainer, den ich ja auch für Englisch nutze. Die Wortschatzdatenbank baue ich selber auf, in dem ich die Vokabellisten aus den PDF-Dokumenten der Studienhefte in eine Textdatei kopiere, die ich mittels der Importfunktion der Software in den Vokabeltrainer hochlade. Als weiteres Zusatzmaterial verwende ich ein Lateinlehrbuch mit einem Grammatik- und einem Übungsheft (inkl. Lösungen) "... für den später beginnenden Lateinunterricht". Dieses Lehrbuch ist die Vorlage der ILS-Studienhefte. Ich nutze auch kostenlose Angebote im Internet, z.B. Webseiten mit Konjugations- und Deklinationshilfen. Es gibt auch Seiten, die einzelne Grammatikinhalte erklären. Ich werde mir in der Qualifikationsphase ("Oberstufe") wohl auch noch eine weitere "Latein-Reihe" (Arbeitsbuch mit Übungen + Begleitgrammatik) kaufen, die als schulische Begleitung für Latein als 2. Fremdsprache konzipiert ist. Ich habe da auch schon was im Auge und werde ggf. in einer späteren Lehrgangsphase weiter berichten. Die Einsendeaufgaben, bisher zwei, wurden innerhalb weniger Tage korrigiert (die Dritte ist abgegeben und wartet darauf korrigiert zu werden). Nur ein Fernlehrer bewertete alle meine Einsendeaufgaben. Latein ist damit das einzige meiner Fächer mit nur einem betreuenden Fernlehrer. Interessanterweise hat er meine erste Einsendeaufgabe in der Papiervariante korrigiert: Ein ausgedrucktes Exemplar meiner elektronisch abgegebenen Lösung wurde ihm auf dem Postweg zugeschickt und von ihm per Briefpost, an mich zurückgesendet. Die anderen beiden Einsendeaufgaben hat er dann in der Online-Variante bearbeitet. Er hat also anscheinend seine Korrekturweise umgestellt. Nun folgt die Qualifikationsphase in Richtung Abitur, die Oberstufe, und da erwarten mich 7 Studienhefte und 1 Arbeitsbuch mit insgesamt 8 Einsendeaufgaben. Zunächst wird der Grundlagenkurs in drei Studienheften fortgesetzt und abgeschlossen. Anschließend geht es, hoffentlich neben der Wiederholung von Grundlagen, so weit ich bisher weiß, vor allem um das Übersetzen von Originaltexten und um Hintergrundwissen zu römischer Geschichte und Kultur, das dann auch Prüfungsstoff ist. Latein macht mir Spaß und ist, auch wenn es mich sehr herausfordert, eine interessante Angelegenheit. Latein kurz und bündig: Mein schwerstes Fach! Schönen (Feier-) Tag Greetsiel 19.06.2019
  2. Vom Start meines fünften Studienvierteljahres und damit vom Start der Qualifikationsphase ("Oberstufe") meines Abiturlehrgangs, bin ich "nur" noch zwei Latein-Studienhefte inklusive Einsendeaufgaben entfernt. Die Gänsefüßchen um das nur sollen darauf hindeuten, dass der Start zwar nicht unmittelbar bevorsteht, aber doch endlich in Sichtweite ist. Deshalb nahm ich letzte Woche am (kostenlosen) "Webinar zum Start in die Qualifikationsphase" teil, das seit ein paar Wochen im Online-Studienzentrum angekündigt wurde (es findet ein oder zweimal im Jahr statt). Knapp 30 Fernschüler folgten den Ausführungen der beiden Damen von der ILS-Studienbetreuung für den Abiturlehrgang. So richtig Neues habe ich nicht erfahren, denn was präsentiert wurde, ist über das Online-Studienzentrum zugänglich (z.B. Lern- und Motivationshilfen) oder steht im Wesentlichen auch in der Abiturlehrgangsinformation (Begleitheft) zur Arbeit in der Qualifikationsphase, und diese hatte ich bereits studiert. Interessant fand ich aber einige Fragen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Veranstaltung sehr rege schriftlich im Chat stellten und mündlich von den Studienbetreuerinnen beantwortet wurden. Darum habe ich im Folgenden nach Gedächtnisprotokoll die Fragen und Antworten dem Sinn und bester Erinnerung nach, niedergeschrieben (wodurch ich Ungenauigkeiten oder gar Fehler insbesondere bei den formulierten Antworten nicht ausschließen kann). Frage: Wie werden die Leistungskurse gewählt? Antwort: Ein "Leistungskurs" heißt im Hamburger Externenabitur auch "Leistungsfach" oder "Fach mit erhöhtem Anforderungsniveau" oder "Fach auf erhöhtem Anforderungsniveau". Die Verwendung ist nicht einheitlich. In den Unterlagen werden alle drei Bezeichnungen nebeneinander verwendet. Aus den acht Prüfungsfächern werden zwei Fächer als Leistungskurse ausgewählt. Dabei muss Deutsch oder Mathematik oder eine Fremdsprache (aus Englisch, Französisch, Russisch oder Spanisch) ein Leistungskurs sein. Der zweite Leistungskurs muss dann eines der folgenden Fächer sein (weil ansonsten kein Fach als Leistungskurs angeboten wird): Ein Fach, das auch erster Leistungskurs sein kann und außerdem Biologie, Geschichte oder Politik/Gesellschaft/Wirtschaft (PWG). Andere Fächer können nicht als Leistungskurs gewählt werden. Frage: Sind die Leistungskurse schriftlich oder mündlich? Antwort: Sie sind schriftlich! Frage: Ist das Anforderungsniveau der Fremdsprachen in der Abiturprüfung einheitlich oder gibt es Unterschiede? Antwort: Das Anforderungsniveau ist in einer als Leistungsfach gewählten Fremdsprache höher. Die Einteilung erfolgt nach dem "Gemeinsamen europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER)" und bewegt sich je nach Fremdsprache zwischen B1 und C1. Frage: Warum wird Physik, Chemie, Geographie, Religion und Latein nicht als Leistungskurs angeboten? Antwort: Weil ILS den erforderlichen Kompetenzerwerb für diese Leistungsfächer durch den Abiturlehrgang nicht sicherstellen kann. Zum einen fehlen einfach die Materialien. Zum anderen sind in diesen Fächern Kompetenzen erforderlich, deren Erwerb Stand heute in der Fernlehre von ILS nicht gefördert werden (können), z.B. Experimente planen und durchführen in den Naturwissenschaften oder andere Prüfungsanforderungen, die nicht in Lehrmaterialien abgebildet werden (können). Es gibt aber eine gewisse Dynamik, denn Spanisch konnte früher auch nicht als Leistungskurs gewählt werden, was heute möglich ist. Frage: Bis wann muss man spätestens die Leistungskurse wählen? Antwort: Die Leistungskurse müssen vor der Anmeldung zu den Probeklausuren gewählt werden. Frage: Kann man gewählte Fächer oder gar Leistungskurse nochmal ändern? Antwort: Formal ja, jederzeit, kostenlos. Weil für das neue Fach aber der gesamte Stoff inklusive der Einsendeaufgaben "nachgeholt" werden muss, bedeutet ein Fachwechsel je nach Zeitpunkt des Wechsels, einen deutlich erhöhten Mehraufwand. Frage: Ein Leistungskurs hat nur wenige Studienhefte mehr als ein Grundkurs. Warum ist der Unterschied zwischen einem Leistungskurs und Grundkurs trotzdem so bedeutend? Antwort: Das Niveau der Abiturprüfung ist im Leistungskurs deutlich höher als im Grundkurs. Die Aufgabenstellungen bei gleichem Stoffinhalt sind im Leistungskurs schwerer und die Erwartungen an die Aufgabenlösung höher als im Grundkurs. Frage: Warum wird empfohlen, auch Chemie als Prüfungsfach zu wählen, wenn Biologie als Leistungskurs gewählt wird? Antwort: Weil für die Anforderungen im Leistungskurs Biologie auch gute Kenntnisse des für Biologie relevanten Chemiestoffs notwendig sind. Im Grundkurs Biologie ist das nicht der Fall. Frage: Eine Prüfungsvoraussetzung ist die "gleichmäßige und kontinuierliche Arbeit" in allen Prüfungsfächern. Was bedeutet das? Antwort: Formale Voraussetzung für die Teilnahme an den Probeklausuren und damit auch für die Abiturprüfungen ist die Lösung und Korrektur aller (!) Einsendeaufgaben in den schriftlichen Prüfungsfächern und 80% der Einsendeaufgaben in den mündlichen Fächern. Über dieses formale Kriterium hinaus, ist "gleichmäßig" und "kontinuierlich" eher eine Richtschnur. Nicht zulässig sind sehr krasse Gestaltungen des Lehrgangs, z.B. die Bearbeitung und Abgabe der Hälfte der Einsendeaufgaben in den letzten drei Monaten vor den Probeklausuren. Eine "Durststrecke" von mehreren Monaten ohne Abgabe einer Einsendeaufgabe ist kein Problem. Es ist ja auch eine bis zu sechs monatige Lehrgangsunterbrechung möglich. Frage: Sind die schriftlichen Abituraufgaben des Externenabiturs identisch mit den Aufgaben des Zentralabiturs ("Schülerabiturs")? Antwort: Nein, im Externenabitur gibt es eigene Aufgaben. Das ist schon deshalb verständlich, weil die Termine der Abiturprüfung im Externen- und Zentralabitur unterschiedlich sind, die Prüfungen also nicht am selben Tag stattfinden. Außerdem gibt es für das Hamburger Externenabitur zwei Termine, für das Zentralabitur aber nur einen Termin pro Jahr. Schon deshalb ist es ausgeschlossen, dass die Aufgaben identisch sind. Ein anderer Grund: Im Fach Deutsch gibt es im Zentralabitur Pflichtlektüren, die sich alle paar Jahre ändern. Im Externenabitur gibt es keine Pflichtlektüren (aber natürlich gibt es jede Menge Lektüren, die in den Deutsch-Studienheften bearbeitet werden und Gegenstand von Einsendeaufgaben sind). Frage: Welche Hilfsmittel sind in der Abiturprüfung erlaubt? Antwort: Einsprachiges Wörterbuch in den Fremdsprachen (eigenes); Fremdwörterbuch (eigenes oder in der Prüfung bereit gestelltes); Formelsammlung (eine ganz bestimmte; eigene); zugelassener Taschenrechner (eigener, z.B. Casio FX-991 DE Plus). Im Rahmen der Prüfungsvorbereitung gibt es aktuelle Informationen, weil sich die Regeln für die Hilfsmittel ändern können. Frage: Gibt es eine Empfehlung von ILS für den Taschenrechner? Antwort: Der Casio FX-991 DE Plus ist beispielsweise zugelassen (es gibt noch weitere). Der Taschenrechner darf u.a. nicht programmierbar sein. Im Rahmen der eigenen Prüfungsvorbereitung gibt es aktuelle Informationen, weil sich die Zulässigkeit von Taschenrechnern ändern kann. Informationen dazu gibt auch die Hamburger Schulbehörde. Frage: Fließen die Noten der Einsendeaufgaben und der Probeklausuren in die Abiturnote ein? Antwort: Nein, die Abiturnote bildet sich ausschließlich aus den Noten der acht Abiturprüfungen. Frage: Können die Probeklausuren bei Nichtbestehen wiederholt werden? Antwort: Ja, aber nur als Ganzes, also nicht fächerweise. Werden die Probeklausuren nicht bestanden, können sie beim folgenden Termin wiederholt werden. In der Zusammenschau war das Webinar für mich hilfreich. Es ist eine der wenigen Gelegenheiten, in denen ich ganz plastisch sehe, dass sich auch andere mit dem Abiturlehrgang beschäftigen (Fernschüler und Studiengangsbetreuer) und es eine gemeinsame Interaktion gibt. Es wirkt damit auch als kleiner Aufheller und sanfte Motivationsspritze. Die Veranstaltung halte ich aber für verbesserungsfähig. Zum einen war der Termin nachmittags an einem Werktag. Möglicherweise wäre die Beteiligung an diesem Webinar größer (Es wären nur knapp 30 Lehrgangsteilnehmer), wenn es in den Abendstunden statt fände, nämlich um arbeitende Teilnehmer, die einen Nachmittagstermin nicht ohne weiteres wahrnehmen können. Zum anderen dauerte das Webinar 45 Minuten. Zu kurz angesetzt. denn am Ende fehlte die Zeit, um alle Fragen adäquat zu beantworten. In den letzten 15 Minuten waren die Studienbetreuerinnen durch die "ablaufende Uhr" sehr gehetzt, was dazu führte, dass nicht alle Fragen beantwortet wurden oder doch nur so, dass es manchmal an Ausführlichkeit mangelte. Den Studienbetreuerinnen rannte die Zeit davon und das wirkte sich in der Fragerunde, meiner Beobachtung nach, auf die Sorgfältigkeit aus. Ich hatte den Eindruck, dass sie am Ende auch etwas den Überblick über die gestellten, aber noch nicht beantworteten Fragen verloren. Schönen Feiertag Greetsiel 30.05.2019
  3. Mit der Abgabe der sechsten Einsendeaufgabe beendete ich vorgestern das Fach Deutsch in der Einführungsphase ("Mittelstufe") meines Abiturlehrgangs. Ein Bild des Studienmaterials habe ich unten angehängt. ILS schickte mir nur die sechs Studienhefte ins Haus. Die Bücher musste ich extra kaufen. Neben den physischen Exemplaren habe ich mir auch die E-Books besorgt, um sie mit dem Kindle zu lesen und darin zu suchen. Ich fasse den Stoff der sechs Studienhefte, die jeweils die auch sonst üblichen 70-100 Seiten enthalten, so zusammen: Es geht um das Lesen und Schreiben als Mittel des sprachlichen Kompetenzerwerbs. Worin der sprachliche Kompetenzerwerb aber besteht ist "ein weites Feld" (welche literarische Figur verwendet diese Wendung des Öfteren?). Um Deutsche Grammatik geht es nicht. Als grobes Schlagwort nenne ich aber "Stilkunde" für das Lesen fremder und Schreiben eigener Texte und "Literaturkunde", bei der Stilbetrachtungen auch nicht zu kurz kommen. Mir fällt auch noch "Analysefähigkeit" ein, die unter Anleitung (Vorgabe von Systematiken) und anhand von Texten ("Textarbeit") trainiert wird. Die konstruktive Seite "Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks" und "Zielgerichtete Texterstellung" sowie letzlich "Bildungserwerb", erkenne ich ebenfalls als große Ziele der Studienhefte. Drei der sechs Studienhefte befassen sich mit Literatur im Allgemeinen (in Form einer Einführung) und der Literaturgattung Epik im Besonderen. Drei Romane waren Gegenstand der Betrachtungen und von Einsendeaufgaben: "Arnes Nachlass", von Siegfried Lenz, erschienen 1999; "Der Vorleser", von Bernhard Schlink, erschienen 1995; "Effi Briest", von Theodor Fontane, erschienen 1896. Ein Studienheft hat die anderen Formen der Epik zum Thema: Erzählung, Novelle, Kurzgeschichte, Parabel, Anekdote, Sage, Legende, Märchen, Fabel. Insbesondere vertieft betrachtet werden hier: Die Kurzgeschichte, anhand einer "klassischen" und einer "modernen" Kurzgeschichte ("Jenö war mein Freund", von Wolfdietrich Schnurre, erschienen 1958; "Der Tipp des Arztes", von Seher Cackir, erschienen 2009), die Parabel (anhand von "Geschichten vom Herrn Keuner" von Bertold Brecht, erschienen in loser Reihe zwischen 1926 und 1956) und die Novelle (anhand der "Schachnovelle" von Stefan Zweig, erschienen 1942). Die anderen drei Studienhefte haben die Titel "Stilkunde", "Erörterungen" und "Texte im privaten und beruflichen Bereich". Hierbei geht es um das "Richtige", "Verständliche", "Wirksame", "Interessante" und "Zielgerichtete" Schreiben von Texten. Hier steht die (moderne) Sprache als Instrument im Mittelpunkt und die Möglichkeiten ihres Einsatzes, auch unlauteren (Manipulation). Die Studienhefte gefallen mir gut. Ich vergebe 8 von 10 Punkten. Sie sind ausführlich und bieten viel mehr Material als die Schulbücher (zu meiner Schulzeit) und das Material, das Lehrer zur Verfügung gestellt haben. In Deutsch wird ein Unterschied zwischen Fernlehre und Schulunterricht besonders deutlich: Die Art und Weise des Stofferwerbs. Im Deutschunterricht in der Schule wird viel Stoff innerhalb des Unterrichts durch Lehrer-Klasse-Kommunikation gemeinsam erarbeitet. Das fällt in der Fernlehre komplett weg. Hier wird der Stoff in einem didaktischen Rahmen präsentiert und Aufgaben laden zur selbständigen Beschäftigung mit dem Gelesenen ein. Ich meine, das Studienmaterial bietet alle Möglichkeiten für die geführte Weiterbildung, aber der Umfang ist die eigentlich Herausforderung. Der Schüler muss den Stoff, der vermittelt wird, auch "abholen", erst einmal "abholen wollen" und das wird, je nach Schüler, mal besser und mal schlechter gelingen. Die Einsendeaufgaben waren immer sehr aufwändig, zeitlich und mental, und ihre Bearbeitung beanspruchte jeweils viele entbehrungsreiche und manchmal auch quälende Stunden. Deshalb wähle ich Deutsch auch zu meinem aufwendigsten Fach im ersten Studienjahr. Das Fach ist sowieso schon zeitaufwändig, weil neben den anspruchsvollen Studienheften auch die behandelte Literatur gelesen sein will. Die Korrekturen der sechs Einsendeaufgaben enthielten immer sehr ausführliche Kommentare und Hinweise, 1-2 Seiten, handschriftlich oder elektronisch geschrieben, sowie Anmerkungen in den Arbeiten selber (inhaltliche und solche zu Rechtschreibung, Grammatik und sprachlichen Ausdruck). Drei Fernlehrerinnen korrigierten meine Aufgaben immer sehr akribisch und auffallend kritisch; eine im "im Online-Modus" direkt im Abgabedokument, die beiden anderen in der "Papier-Variante". Die Korrekturdauern waren im Durchschnitt die längsten aller Fächer. Eine der Aufgaben erhielt ich 19 Tage nach der Abgabe zurück, der bisherige Rekord. In den kommenden zwei Studienjahren, der Qualifikationsphase (Oberstufe), erwarten mich noch 14 Studienhefte inkl. Einsendeaufgaben und ein Textband "Literaturgeschichte". Die großen Themenfelder werden sein: Literatur- und Textanalyse, Literaturgeschichte und Textproduktion. Deutsch kurz und bündig: Ein weites Feld! Schöne Woche Greetsiel 19.05.2019
  4. Ich mache auch den 36-monatigen ILS-Abiturlehrgang (2. Einstieg), bin im 12. Studienmonat und arbeite an der 45. Einsendeaufgabe von (momentan) angezeigten 146. Deine Frage kann niemand beantworten. Du bist mit Deinen bisherigen Erfahrungen im Lehrgang aber bestens geeignet, selber Antworten zu finden. Ich selber weiß nach knapp 1/3 der (regulären) Lehrgangs-Zeit, gegen Ende des vierten Studienvierteljahres von zwölf, dass ich für die restlichen 2/3, gleicher Zeitaufwand zugrunde gelegt, länger brauchen werde als für das bisherige erste Drittel, weil ich für das vierte Quartal bedeutend länger gebraucht haben werde als für jedes der ersten drei Quartale. Ich wäre nicht überrascht, gehe sogar davon aus, über das reguläre Ende des Abiturlehrgangs hinaus, viele weitere Monate zu brauchen, um den Lehrgang, also das Studium der Hefte und die Bearbeitung der Einsendeaufgaben, abzuschließen. Schönen Abend Greetsiel
  5. Darüber weiß ich auch noch nicht soviel. Die Abiturprüfung ist noch sehr weit entfernt. Gefühlt auf jeden Fall, tatsächlich aber auch. Für die mündlichen Prüfungen in vier Fächern wird, zumindest ist es heute so, ein im Lehrgangspreis enthaltenes, mehrtägiges Vorbereitungsseminar in Hamburg, angeboten. Das Nächste ist vom 18.11.19 bis 28.11.19, die mündlichen Prüfungen sind im Dezember. Teilnahmeberechtigt ist jeder, der an den schriftlichen Prüfungen, die in jedem Abiturzyklus vor den mündlichen Prüfungen stattfinden (August/September), teilgenommen hat. Im Vorfeld der mündlichen Prüfungen muss jeder Abiturient in seinen mündlichen Fächern eine fachliche Auswahl treffen, also den (hauptsächlich?) prüfungsrelevanten Stoffumfang eingrenzen. Zum einen kenne ich das Prozedere nicht (möglicherweise gibt es Pakete, aus denen man auswählen kann?). Zum anderen weiß ich nicht, ob diese Auswahl dann nur den Schwerpunkt der Prüfung bildet, so dass der andere Stoff durch die eingrenzende Auswahl trotzdem prüfungsrelevant bleibt. Die mündlichen Prüfungen finden innerhalb einer Woche in den Räumen der ILS in Hamburg statt. Beim Frühjahrstermin im April, beim Herbst-Termin im Dezember. Ich gehe davon aus, dass die eigenen vier Prüfungen auf die Woche verteilt sind, so dass zwischen der ersten und letzten Prüfung mehrere Tage, nicht notwendigerweise aufeinderfolgende, liegen. Die mündliche Prüfung ist, nachdem was ich bisher, auch durch die Blogs hier im Forum erfahren konnte, aufgeteilt, in eine Vorbereitungsphase, in der eine Aufgabenstellung gedanklich/schriftlich und zeitlich begrenzt vorbereitet werden muss, und die eigentliche Prüfung direkt im Anschluss, bei der mit dieser Aufgabe begonnen und darauf aufbauend das weitere Prüfungsgespräch (in erster Linie durch die Prüfer) gestaltet wird. Im Anschluss an die eigene Prüfung, beraten die Prüfer (ein paar Minuten) und die Note wird dem Abiturienten vor Ort mitgeteilt. Durchgeführt werden die Prüfungen durch Fachlehrer Hamburger Gymnasien. Beim Herbst-Termin 2018 im letzten Dezember waren es nach ILS-Mitteilung 70 Lehrerinnen und Lehrer aus 40 Hamburger Schulen für ca. 200 Prüfungen. Schönen Feiertag Greetsiel
  6. Heute morgen beendete ich die Bearbeitung der fünf Mittelstufen-Lernhefte in Geschichte mit der Abgabe der letzten Einsendeaufgabe. Ein Bild des Studienmaterials habe ich unten angehängt. Folgende geschichtliche Themen und Epochen waren Bestandteil der Einführungsphase, also meines ersten Studienjahres: Französische Revolution ab 1789: Aufklärungsphilosophie, Vorbilder England/USA (Glorious Revolution, amerikanische Unabhängigkeit), Politik und Gesellschaft im Ancien Regime, politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Frankreich: Von der Zusammenkunft der Generalstände (1789) bis zum Untergang Napoleons (1815), Auswirkungen der französischen Revolution und Napoleons auf Deutschland und Europa. Vom Wiener Kongress 1814/15 bis zur deutschen Reichsgründung 1871: Restauration und Neuordnung nach Napoleon, Vormärz und Revolution von 1848/49, Reaktion und der Weg zur Reichsgründung, industrielle Revolution und soziale Frage. Deutschland 1871-1890 (Bismarck): Soziale, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland, Europa und USA. Innen- und Außenpolitik Bismarcks: Kampf gegen die katholische Kirche (Kulturkampf). Kampf gegen die Sozialdemokratie: Sozialistengesetz und Sozialversicherungssystem. Europäische Bündnispolitik zum Zwecke der Friedenswahrung. Deutschland 1890-1918 (Wilhelm II.): Imperialismus, Nationalismus, Sozialismus, Militärismus (Flottenrüstung), Weltkrieg, Untergang des Kaiserreichs. Deutschland 1918-1933 (Weimarer Republik): Von der Novemberrevolution bis zur Auflösung der Weimarer Republik in Deutschland und der Welt. Ich habe den Eindruck, dass der Stoffumfang bis zum Ende der Mittelstufe zu meiner Schulzeit zwar größer war (ich hatte in der 10. Klasse Gymnasium, meiner Abschlussklasse, bereits die Nazi-Zeit und den zweiten Weltkrieg), die Stoffpräsentation der behandelten Zeiträume in meinem ILS-Abiturvorbereitungslehrgang dafür aber umfangreicher ist. Die Einsendeaufgaben waren immer sehr aufwändig, zeitlich und auch mental. Das wird nur noch von Deutsch übertroffen. Für mich ist die Textproduktion, die mit der Lösung der Einsendeaufgaben untrennbar verbunden ist, immer sehr anstrengend. Den richtigen Inhalt in richtiger Qualität und richtigem Umfang zu erdenken und dann in guter Sprache nieder zuschreiben ist für mich eine schwierige Angelegenheit. Da bin ich schonmal froh, dass ich in diesem Fach eine mündliche Prüfung haben werde und keine schriftliche! Die Studienhefte finde ich sehr gut, sowohl formal (Schriftbild, Layout, Sprache, Bindung) als auch inhaltlich (Präsentation des Lernstoffes). Ich vergebe dafür 9 von 10 Punkten. Ich würde 10 Punkte vergeben, nähme ich mir damit nicht die Möglichkeit, noch besseres Material in Zukunft besser zu bewerten. Besonders möchte ich hervorheben, dass die Darstellung des Stoffes durchgängig mit zahlreichen Quellen und deren Auslegung arbeitet. Auch in den Einsendeaufgaben geht es in etwa der Hälfte der Aufgaben um die Auswertung, Auslegung oder Einordnung von Quellenmaterialien und historischer Zeugnisse (z.B. Ausschnitt aus einer Rede oder einem Brief, Karikatur, Plakat, Sekundär-Abhandlungen, Zahlenmaterial). Eine Einführung in die Arbeit mit und der Auswertung von Quellen gab es ebenfalls. Stellenweise arbeitete ich mit zusätzlichen Materialien, z.B. dem Spiegel-Heft zur Französischen Revolution. Ein Schulbuch Geschichte für die gymnasiale Oberstufe in Baden-Württemberg verwende ich auch zum Nachschlagen und Nachlesen. Hier wird aber ein grundsätzliches Problem besonders deutlich, das ansonsten für alle meine Fächer gilt: es gibt sehr viele Möglichkeiten der Vertiefung und des Weitermachens, dem durch das limitierte Zeitbudget aber Grenzen gesetzt sind. Die Einsendeaufgaben wurden von einer Fernlehrerinnen und zwei Fernlehrern innerhalb weniger Tage korrigiert. Alle Fernlehrer bewerteten die Aufgaben im Online-Modus (direkt im Abgabedokument). In der Oberstufe (die kommenden zwei Studienjahren) werde ich 13 Studienhefte und 12 Einsendeaufgaben bearbeiten. Neben den noch fehlenden Epochen, wird ein Zweites Mal durch bekannte Epochen getourt: Industrielle Revolution (1 Heft), Soziale Frage (1 Heft), Weimarer Republik (2 Hefte), Nationalsozialismus (3 Hefte), Deutschland 1945–1990 (3 Hefte), Imperialismus (2 Hefte). In dem Studienheft ohne Einsendeaufgabe wird es um Fachmethodenlehre und Quelleninterpretation gehen. Geschichte kurz und bündig: Wichtige Allgemeinbildung! Schöne Woche Greetsiel 28.04.2019
  7. An der FernUniversität Hagen kannst Du als Akademiestudierende ohne Zugangsvoraussetzung einzelne Module belegen und an den Abschlussprüfungen (Klausur, Hausarbeit ,...) teilnehmen. In einem Studiengang bist Du aber nicht eingeschrieben und einen Abschluss kannst Du auf diese Weise auch nicht machen. "Das Akademiestudium an der FernUniversität entspricht dem Gasthörerstudium an Präsenzhochschulen. Als Akademiestudierende/r kann jede/r zugelassen werden, die/der einzelne Kurse/Module in einem Fernstudium studieren möchte. Der Nachweis von bestimmten Zulassungsvoraussetzungen ist für das Akademiestudium nicht erforderlich, da Sie nicht in einen Studiengang eingeschrieben werden und somit keinen Hochschulabschluss erlangen. Das Akademiestudium steht allen Interessierten offen. Die Zulassung zum Studium erfolgt für die Dauer eines Semesters, eine erneute Zulassung ist jeweils für ein weiteres Semester möglich. Akademiestudierende können auch gleichzeitig noch an einer anderen Hochschule eingeschrieben sein." https://www.fernuni-hagen.de/studium/fernstudieren/hoererstatus.shtml Gute Nacht Greetsiel
  8. Ich habe folgende Klassifikation gefunden: https://www.uni-potsdam.de/.../Wissensdimensionen_und_Leistungskategorien.pdf - Faktenwissen (vertstehe ich als: Auswendig gelerntes Wissen, z.B. wichtige Definitionen) - Prozeduren (verstehe ich als: Methodenwissen, z.B. Schaltungsberechnung, Herzoperation) - Konzeptwissen (verstehe ich als: Wissen, um schöpferisch tätig zu sein, z.B. Ingenieursentwicklung, oder den Dachstuhl flächen- und volumenoptimal auszubauen oder neue Ansätze in der Altenpflege, allerdings bis hinunter auf die operative Ebene und nicht nur auf einer akademisch verklausulierten "Ideenebene" oder wissenschaftlich arbeiten). Letztlich ist der Studierende, Auszubildende und eingeschränkt Schüler (zumimndest in der Abschlußphase) für seine Fachkompetenzen zu einem großen Teil selber verantwortlich. Und je nach Interesse, Talent und Einsatzwillen- / möglichkeit und tatsächlich geleistetem Einsatz, wird aus dem Kandiaten ein Absolvent mir mehr oder weniger großen Anteilen der oben genannten Wissensdimensionen. Ein Jurist mit großem Faktenwissen erlangt durch dieses Faktenwissen alleine noch keine Kompetenz, einen schwierigen Fall im Sinne seines Mandanten zu bewältigen. Dafür braucht es auch für diesen Fall ausreichendes Prozedur- und Konzeptwissen. Wer ein technisch kompliziertes Bauwerk konstruiert oder während des Baus die dutzenden von plötzlich auftauchenden Problem lösen muss, stößt abängig von der Verteilung seiner Wissenskompetenzen (x% Fakten, y% Prozeduren, z% Konzepte, x+y+z = 100%) mehr oder weniger schnell an seine Grenzen. Allgemeiner: Jemand ist abhängig vom Anforderungsprofil einer Tätigkeit und der persönlichen Verteilung der genannten Wissensdimensionen, mehr oder weniger an der Tätigkeit interessiert, mehr oder weniger interessant für Arbeitgeber oder mit seiner Arbeit mehr oder weniger über-/unterfordert. Das gilt natürlich auch schon in der Ausbildung und im Studium in Bezug auf die Lern-, Lehr- und Prüfungsinhalte. In der Arbeitswelt finden sich idealerweise Jobprofil und Interessenten mit derselben Verteilung der Anteile auf die drei Wissenskategorien zueinander, mit den jeweiligen (berechtigten) Gehaltsvorstellungen und Gehaltsangeboten. Schönen Sonntag Greetsiel
  9. Im ILS-Online-Studienzentrum gibt es aktuell eine Mitteilung zum diesjährigen Frühjahrs-Abitur 2019. Gemeint ist natürlich das Externenabitur in Hamburg, das bei der Hamburger Schulbehörde u.a. über den ILS-Abiturlehrgang im Frühling und Herbst abgelegt werden kann. Ich fasse im folgenden die Highlights dieser Mitteilung zusammen: Es wurden über 280 mündliche Prüfungen in sechs Tagen, in sechs Fächern, absolviert. Die schriftlichen Abiturprüfungen fanden bereits vorher statt, so dass dieser Abiturzyklus mit den mündlichen Prüfungen nun abgeschlossen wurde. 52 Fernschülerinnen / Fernschüler haben die Abiturprüfung bestanden. 5 Fernschülerinnen / Fernschüler haben die Fortsetzungsprüfung zu Fachhochschulreife bestanden. 6 Fernschülerinnen / Fernschüler haben ihre Prüfung nicht bestanden. 7 Kandidaten haben einen 1-er Abiturdurchschnitt (also "eine 1 vor dem Komma"). 40% der Kandidaten schafften einen Abiturdurchschnitt von 2,5 oder besser. 63% der Kandidaten schafften einen Abiturdurchschnitt von 3,0 oder besser. Schönen Tag Greetsiel
  10. Ja, man muss zwischen dem Abiturlehrgang des Anbieters (Privatrecht: Regeldauer, Verlängerung, andere Vertragsleistungen) auf der einen Seite und der Abiturprüfung (Öffentliches Recht: Anmeldung, Kosten, Teilnahme, Verhinderung, andere schulbehördliche Auflagen und Möglichkeiten) auf der anderen Seite unterscheiden. Schönen Abend Greetsiel
  11. Latein ist neu für mich. Bis zum Ende Abiturlehrgangs wird der Stoff innerhalb von zwei Jahren und drei Monaten (9 Studienvierteljahre) vermittelt. Gute Nacht Greetsiel
  12. Danke schön! Ich neige zu überbordener Akribie. Weil Latein für mich neu war/ist und die Sprache eine akribische Arbeitsweise herausfordert und dazu einlädt, hat es mich hier bei dem ersten Studienheft etwas aus den Latschen gehauen. Gute Nacht Greetsiel
  13. Du bist für den Früjahrstermin schon angemeldet? Bei der Anmeldung zur Abiprüfung (Hamburger Schulbehörde) hast Du unterschrieben: "Der Inhalt der §§ 15,16 der ExPO vom 22.07.2003 ist mir bekannt. D.h. insbesondere: Sollte ich an der Prüfung nicht teilnehmen können, werde ich das Amt für Bildung umgehend schriftlich informieren und die Gründe dafür angeben...." Auszug aus der ExPO: "Prüfungsordnung zum Erwerb von Abschlüssen der allgemeinbildenden Schulen durch Externe (Externenprüfungsordnung - ExPO -) .... § 15 Rücktritt, Versäumnis, Unterbrechung (1) Nach der Zulassung zur Prüfung können Prüflinge bis zum Beginn der Prüfung wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund mit Genehmigung der zuständigen Behörde von der Prüfung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Treten Prüflinge ohne Genehmigung der zuständigen Behörde zurück, gilt die Prüfung als nicht bestanden. (2) Wer ohne wichtigen Grund einen Prüfungstermin versäumt oder eine geforderte Prüfungsleistung verweigert oder nicht erbringt, hat die Prüfung nicht bestanden. Wird ein wichtiger Grund unverzüglich nachgewiesen, bestimmt die zuständige Behörde einen neuen Prüfungstermin; bei Krankheit kann die Vorlage einer amtsärztlichen Bescheinigung verlangt werden. Bereits abgelegte Prüfungsteile werden angerechnet. Wird eine Prüfung mehr als insgesamt zweimal unterbrochen, gilt sie als nicht bestanden." Schönen Abend Greetsiel
  14. Das aktuelle, vierte, wird das längste Studienvierteljahr meines bisherigen Abiturlehrgangs. Ich wollte Ende April damit fertig werden, aber das ist nicht mehr zu schaffen. Ich plane nun Ende Mai das Quartal zu beenden und damit ein volles Kalenderjahr für das erste Studienjahr gebraucht zu haben. Der Start meiner Abitour war ja Ende Mai letzten Jahres. Latein, mein neues Fach, hat an dieser Verzögerung einen großen Anteil. Endlich habe ich vorgestern meine erste Einsendeaufgabe in Latein fertig gestellt und abgegeben. Das ist das Ergebnis einer sehr langwierigen und holprigen Beschäftigung mit einem sehr schwierigen Studienheft. Ich vermute, dass die übrigen fünf Studienhefte des Grundlagenkurses Latein LAG1 - LAG6 dasselbe Kaliber haben. Ich habe den Eindruck, die Abiturvorbereitung ist mir mit Latein regelrecht entgleist! Am 23. Februar begann ich mit diesem ersten Studienheft und am 28. März bin ich mit der Einsendeaufgabe fertig geworden. In diesem Zeitraum habe ich ansonsten kein anderes Fach bearbeitet. Das ist einfach zu lang! Jetzt weiß ich zwar alles sehr genau und kann nachts um drei vigilare konjugieren (wenn auch nur im Präsens Indikativ und Imperativ), wenn ich soll. Aber ich sollte mich nicht so ausführlich damit beschäftigen, damit ich schneller durch komme. Außerdem muss ich in Zukunft erst die Vokabeln lernen, bevor ich ein Studienheft (Grammatik, Texte) bearbeite. Wenn der Wortschatz schon bekannt ist, fällt das Lernen der Grammatik leichter, weil keine unbekannten Wörter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die Konzentration auf die Grammatik stören. Und nun? Außer zwei weiteren Studienheften und Einsendeaufgaben in Latein, stehen noch drei Geschichte- und ein Deutsch-Studienheft auf dem Stundenplan des aktuellen Quartals. Ich habe mir nun folgenden Plan für dieses Restprogramm zurechtgelegt: Im April lerne ich die Vokabeln der zwei Latein-Hefte und erledige alle drei Geschichte-Studienhefte. Mit dem ersten habe ich bereits begonnen: Deutsches Kaiserreich, die Bismarck-Ära 1871-1890, also von der Reichsgründung bis zum Ende seiner Kanzlerschaft. Es war eine richtige Wohltat, sich nach den nicht enden wollenden Lateinlektionen mal wieder mit einem anderen Fach zu beschäftigen. Außerdem will ich im April die beiden Deutsch-Lektüren (Fontane/Effi Briest, Schlink/Der Vorleser) lesen, so dass ich Anfang Mai das Deutsch-Heft studieren und die Einsendeaufgabe anfertigen kann. Danach beende ich das Quartal und das erste Studienjahr mit den beiden ausstehenden Latein-Heften. Wenn der Mai dafür zu kurz sein sollte, dann endet das erste Jahr eben erst im Juni. Möglicherweise hat der Zeitabschnitt der Abivorbereitung begonnen, in der ein Studienvierteljahr mehr als drei Monate dauert ... Schönes Wochenende Greetsiel 29.03.2019
  15. Früher, vor der Bologna-Reform, wurde in den entsprechenden Studiengängen der akademische Grad "Magister Artium (M.A.)" verliehen und zwar Jahrhunderte lang. Die Semantik der heutigen Arts-Abschlüsse (deren Bezeichnungen) lässt sich durch eine bloße Übersetzung also nicht erfassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Magister#Magister_Artium/Magistra_Artium_(M.A.) "...Magister Artium bzw. Magistra Artium (M.A., Lehrer/in bzw. Meister der Freien Künste) ist ein akademischer Grad. Dieser Grad bezieht sich auf die in der Antike vorgebildete und durch das gesamte Mittelalter hindurch tradierte Auffassung von den Disziplinen der Grundlagenwissenschaften als den septem artes liberales. Er bedeutet somit „(Lehr-)Meister der Wissenschaften“ und ist nicht auf künstlerische Gebiete beschränkt. In der Folgezeit übernahm man diesen Grad für alle sich weiter selbstständig etablierenden Fächer mit „philosophischer“ Grundlage, z. B. die Sprachen und geschichtswissenschaftlichen Fächer. Bis zur Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse war es an vielen Universitäten zunehmend möglich, auch Fächer wie Informatik, Betriebswirtschaftslehre oder Rechtswissenschaften, die nicht dem klassischen Bild eines Magisterstudiums entsprechen, als Magisterfach zu studieren. Wenn diese Fächer als erstes Hauptfach (also in dem die Magisterarbeit geschrieben wird) gewählt werden, nennt sich der Abschluss Magister/Magistra Scientiarum (M.Sc.), d. h. „Lehrer/in der (Natur-)Wissenschaften“...." Schönen Abend Greetsiel
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