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DonGeilo

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    APOLLON
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    Bachelor Gesundheitsökonomie

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  1. Das ist ein großes Problem unserer Zeit! Lohndumping wird uns alle irgendwann die Konsequenzen spüren lassen. Ich würde den Job nicht annehmen. Es gibt aber genug Unterbelichtete, die das mit sich machen lassen und solange es solche Menschen gibt, wird sich daran leider wenig ändern. Ok, hier bei uns sind 30000 Euro schon ein Top-Lohn, soviel verdienen hier meistens nichtmal Handwerksmeister und Führungskräfte (altes Bundesland), aber höhere Qualifikationen sollen auch besser bezahlt werden und in anderen Bundesländern sind 30000 Euro wohl soviel wie hier der Mindestlohn. Meine Prinzipiel bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind: beim Lohn deutlicher Unterschied zum Mindestlohn und zu Sozialleistungen unbefristeter Arbeitsvertrag maximal 45 Stunden in der Woche zwei freie Tage pro Woche, egal ob am Wochenende oder in der Woche mindestens zzgl. Weihnachtsgeld gewisse Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit müssen gezahlt werden, es muss sich also lohnen an diesen Tagen bzw zu diesen Zeiten arbeiten zu gehen.Bei 25% für Feiertags- oder Sonntagsarbeit lohnt es sich meiner Meinung nach nicht. Prinzipiell keine Arbeit in der Zeit vom 24. bis 26.12. und 31.12. und 01.01. Zumindest anteilsmäßige Auszahlung (mindestens 50%) von Überstunden, denn Abfeiern kann man sie meistens sowieso nicht. Da ich weder Zeit noch Geld zu verschenken habe, bin ich selber auch nur in absoluten Ausnahmefällen zu Überstunden bereit. Für die Arbeit habe ich ein seperates Mobiltelefon, private Nummern haben weder Vorgesetzte, noch Kollegen. An freien Tageni oder wenn ich Urlaub habe, ist das Handy dann aber auch aus. Aber wie gesagt: Solange sich Arbeitnehmer freiwillig ausnehmen lassen, wie eine Weihnachtsgans, wird sich an den Arbeits- und Lohnbedingungen auch wenig bis gar nichts ändern. Meine erste Frage im Vorstellungsgespräch bezog sich eigentlich immer auf das Finanzielle und wird es auch immer wieder tun.
  2. Muammar al-Gaddafi - Das grüne Buch Arabischer Nationalismus, beduinisch geprägter Sozialismus und Basisdemokratie in der Form einer direkten, unmittelbaren Demokratie sind die tragenden Pfeiler der Lehre des ermordeten libyschen Revolutionsführers Muammar al Gaddafi (den ich persönlich sehr geschätzt habe), die erin diesem Buch versucht der Öffentlichkeit darzustellen.
  3. Dauerhaft im Sinne von hauptberuflich? Bis jetzt Nein, obwohl noch den Sicherheitsdienst am Bahnhof sehr interessant finde.
  4. Wenn du wirklich Geld verdienen willst und dir (d)ein Privatleben wichtig ist, würde ich nicht im Gesundheitswesen oder Sozialwesen arbeiten. Ansonsten gibt bei ja auch rein schulische Ausbildungen, wie zB Medizinischer Sektionsassistent. Soviel ich weiß ist das die kürzeste Berufsausbildung in Deutschland und wird nur in Berlin ausgebildet.
  5. Tag 1: 19.00 Uhr Allgemeine Einweisung, Zuweisung an einen erfahrenen Revierfahrer, Einweisung in Pläne, Route, technische Geräte und Dokumentation 20.00 Uhr Schichtübergabe 20.15 Uhr Beginn der Streifenfahrt 23.30 Uhr Pause von 30 Minuten Dauer 1.45 Uhr An einem Objekt, einer Berufsschule für Chemielaboranten, Chemikanten und Chemisch-Technische Assistenten, wurden Einschusslöcher in den Fensterscheiben entdeckt. Im Umkreis der betroffenen Fenster wurden Stahlkugeln gefunden, weshalb ein Zwillenbeschuss und wahrscheinlich Jugendliche, Heranwachsende oder junge Heranwachsende als Täter anzunehmen sind. Fenster waren nicht so weit beschädigt, das man durch sie in das Gebäude hätte einsteigen können. Im Inneren des Gebäudes wurde nichts auffälliges entdeckt. Meldung an Polizei, Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt, Meldung an den Betreiber, Vermerk in der Objektkartei. 3.30 Uhr Pause von 30 Minuten Dauer 4.00 Uhr Fehlalarm in einem Geschäftsgebäude eines großen lokalen Immobilienunternehmens. 7.00 Uhr Schichtübergabe 7.30 Uhr Feierabend ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Tag 2 20.00 Uhr Schichtübergabe, Zuweisung an den Revierfahrer vom Vortag, selbe Route wie am Vortag 20.15 Uhr Beginn Streifenfahrt 23.45 Uhr Pause von 30 Minuten Dauer 1.30 Uhr Alarm bei einem Hersteller für Verpackungsmittel. An der Seitentür wurde eine sichtlich unruhige Person mit Fahrrad aufgegriffen. Vorläufige Festnahme bis zum Eintreffen der Polizei. Keine Einbruchspuren entdeckt. kein Einbruchwerkzeug entdeckt. Polizei fand aber eine größere Menge Mariuhana und einen höheren dreistelligen Bargeldbetrag. Wahrscheinlich sollte in dieser Ecke ein Drogendeal stattfinden, doch die Bewegungsmelder schlugen Alarm. Anzeige wurde von der Polizei von Amts wegen aufgenommen, Täter wurde von der Polizei u.a. auch zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitgenommen. 4.00 Uhr Pause von 30 Minuten Dauer 5.00 Uhr Alarm bei einer Fahrschule (nach McFahrschule-Prinzip)! Bei Ankunft war dort schon Blaulicht zu erkennen. Ein alkoholisierter heranwachsender Rollerfahrer hat wohl die Kurve an der Kreuzung nicht mehr gekriegt und ist durch die Tür der Fahrschule gefahren, hat sich dabei aber anscheinend nur leicht verletzt. Daten des Verursachers wurden von der Polizei aufgenommen und an den Fahrschulinhaber weiter gegeben wegen Versicherung etc.pp.. Der Fahrschulinhaber wohnt fast in der Nachbarschaft, war daher rasch vor Ort und sicherte die Tür mit einer Holzplatte und Planen ab. 7.15 Uhr Schichtübergabe 7.45 Uhr Feierabend Mein Fazit: Auch wenn wenig zu tun ist, ist alleine durch das ständige herumfahren und kontrollieren von Toren, Türen und Fenstern , sowie von Innenräumen und Außenflächen immer für Abwechslung gesorgt. Dieser Beruf in der Sicherheitsbranche wird aber leider sehr unterschätzt, denn häufig ist man zuerst vor Ort (obwohl der Einsatzplan in der Zentrale abgearbeitet wird) und es kommt sogar vor, dass die Alarmanlagen nichts losgehen, wenn irgendwo eingebrochen oder etwas beschädigt wurde, weshalb die Gefahr besteht, das man die Täter auf frischer Tat ertappt. Und da diese natürlich möglichst schnell abhauen, keine Zeugen und nicht erkannt werden wollen, können sehr schnell sehr gefährliche Situationen entstehen, da Revierfahrer alleine unterwegs sind. Auch hier heißt es: Keine Heldentaten, denn dafür ist die Polizei zuständig! Dennoch muss man immer damit rechnen, auf einen Täter zu treffen. Die Ausrüstung, die der Revierfahrer hatte, bestand aus einem Mobiltelefon, Todmannmelder, Funkgerät, aus Pfefferschaum, einem Teleskopschlagstock und stich- und schnittfeste Handschuhe, sowie eine Taschenlampe. Das wars und damit sind die schon überdurchschnittlich gut ausgerüstet gewesen! Einige Revierfahrer haben sich auf eigene Kosten schnitt- und stichhemmende ballistische Unterziehwesten in der Schutzklasse 1 gekauft. Würde ich als Revierfahrer arbeiten, würde ich mir auch eine kaufen, wenn der Arbeitgeber sie nicht stellt. Was mich ein bisschen abstößt ist, dass man auch mit Sicherheitstechnik aller Art vertraut sein muss, was nichts für mich ist. Ansonsten fand ich das eigentlich ganz interessant.
  6. Am 16.08. war es so weit, die Sachkundeprüfung für das Bewachungsgewerbe stand an. An diesem Tag war ich sehr müde, weil ich die Nacht über nicht viel schlafen konnte und absolut kein Prüfungsmensch bin, weshalb der Beginn der Prüfung um 8.30 Uhr mehr als brutal war. Nervös war ich, wie bei jeder Prüfung, extrem, sodass ich zudem auch noch mit Kreislaufproblemen, Magenschmerzen und Übelkeit zu kämpfen hatte. Die schriftliche Prüfung machte mir nicht zu schaffen, die mündliche Prüfung dafür aber um so mehr. Wie gesagt, um 8.30 Uhr ging es los. Ich hatte eine Anfahrt von knapp 1,5 Stunden Dauer. Im Prüfungsraum wurden wir nochnmal auf die Folgen von Täuschungsversuchen hingewiesen und es wurde gefragt, ob jemand Vorbehalte gegen die Prüfer hat. Dies war nicht der Fall, also konnte die schriftliche Prüfung relativ schnell beginnen, wofür 120 Minuten für 72 Fragen eingeräumt wurden - meiner Meinung viel zu viel. Die klassischen Schwerpunkte sind sämtliche gesetzlichen Bestimmungen , diesmal aber auch Sicherheitstechnik - der Bereich, der mich absolut nicht interessiert, da ich auch Null technisches Verständnis besitze. Bei großen IHKs findet die mündliche Prüfung meistens einige Wochen nach der schriftlichen Prüfung statt. Bei uns gab es die Ergebnisse ca. eine Stunde, nachdem der letzte Prüfling seinen Zettel abgegeben hat. Ich hatte zwei Fehlerpunkte (bei Fragen zur Sicherheitstechnik) und somit bestanden und konnte direkt im Anschluss die mündliche Prüfung machen. Die mündliche Prüfung wurde in Dreiergruppen durchgeführt, aber aufgrund meiner an einer Phobie grenzenden Prüfungsangst, die ich mir von einem Psychiater attestieren ließ, durfte ich die mündliche Prüfung alleine ablegen, musste mich jedoch im Verlauf hinsetzen, weil ich das Gefühl hatte, jeden moment umzufallen und auch schon ordentlich geschwankt habe und Schweißausbrüche bekam. Eigentlich war die mündliche Prüfung nichts anderes als die schriftliche Prüfung in verbaler Ausführung. Einige Fragen waren den schriftlichen Prüfungsfragen sehr ähnlich und ansonsten lag auch hier der Schwerpunkt im Bereich Recht und Umgang mit Menschen. Ein kleines Fallbeispiel wurde besprochen (Bei einem Rundgang treffen sie eine Person auf dem Gelände an, die sich dort wiederrechtlich aufhält. Diese Person ist äußerst aggressiv und weigert sich, den Bereich freiwillig zu verlassen. Wie verhalten sie sich und wie bringen sie die Person dazu, diesen Bereich zu verlassen?) und nach gut 15 Minuten war die Prüfung beendet. Danach ging es wieder raus in den Aufenthaltsraum. Wir konnten nach Hause gehen oder warten. Ich entschied mich dort zu warten und bekam die Antwort, dass ich bestanden habe und die Urkunde in den nächsten Tagen mit der Post kommt. Beide Prüfungen haben mir übrigens 200 EUR gekostet. Jetzt heißt es dass Praktikum zu Ende zu bringen und ab September stehe ich dann am Wochenende auch vor der Tür der Diskothek, die ich schon im Praktikum kennengelernt habe. Mein Fazit: So anspruchslos wie die Lerninhalte im Buch waren, war auch die Sachkundeprüfung. Ich hatte mehr mit der Prüfungsangst zu kämpfen, als mit der Prüfung an sich. Viele Fragen waren auch allein durch logisches Denken und für jeden Menschen, der ein Mindestmaß an sozialer Kompetenz hat, wahrscheinlich auch ohne Vorbereitung zu beantworten gewesen.
  7. Ja, aber ich hatte weder Laptop mit, noch ein Tablet und mein Handy lag ausgeschaltet im Auto. Ehrlich gesagt habe ich vergessen die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Prüfung war gestern, am 16.08. und habe bestanden. Bericht folgt. Kommt darauf an als was du arbeitest. In der Pflege zum Beispiel ist es sehr angenehm, wenn nichts los ist, sobald aber ein Notfall dazwischen kommt oder jemand stirbt, kommst du ins rotieren, denn in der Regel bist du Nachts alleine auf Station und ein Toter brauch in einer Pflegeeinrichtung mehr Zeit als ein Lebender. In der Produktion macht es keinen Unterschied ob du am Tag oder in der Nacht arbeitest und im Werkschutz scheint das sehr entspannt zu sein. Ok, den klassischen Nachtwächter als solches gibt es kaum noch, aber trotzdem ist nachts fast nichts zu tun. Man verbringt die meiste Zeit mit Kontrollgängen bzw. -fahrten oder in der Zentrale und guckt die ganze Zeit aus dem Fenster, auf Monitore der Überwachungskameras oder schaut sich was bei YouTube an. Letzteres ist eigentlich nicht erlaubt, weil es ablenkt. Und wenn mal was passiert, dann kann das fatale Folgen haben, gerade in der Chemieindustrie. Das mit den x Bereichen brauch dich nicht wundern. Ich mache die Praktikas weil ich die verschiedenen Bereiche der Sicherheit kennenlernen und mich nicht auf einen Bereich festlegen will. Außerdem will ich den Beruf ja, bis jetzt, nicht in Vollzeit ausüben, sondern nebenbei. Geld kriege ich dafür nicht. Ich laufe ja eigentlich auch nur mit oder mache kleinere Tätigkeiten, für die Kenntnisse im Bewachungsgewerbe nicht vorausgesetzt werden. Genau so war es von meiner Seite auch gedacht. Ad hoc ist das hier auch nicht üblich. Ich mache die Praktikas bei zwei Sicherheitsdiensten, einer davon gehört meinen Trainer, mit den ich auch privat guten Kontakt habe. Der andere Sicherheitsdienst ist ein anderes Unternehmen, die Chefs kenne ich nicht. Aber hier sieht man vieles nicht so eng wie in anderen Teilen der Republik. Um hier einen Job zu kriegen brauch man sich nichtmal aufwendig bewerben. Anrufen, nachfragen, vorstellen mit maximal einen tabellarischen Lebenslauf und Zeugnissen reicht, die Antwort gibt es meistens direkt danach, anfangen kann man schon am Folgetag und alles wird per Handschlag und wenn es ganz traditionell ist, mit einen Kräuterschnaps oder ein Schnapsglas Oldesloer Korn, besiegelt, ein schriftlicher Arbeitsvertrag folgt irgendwann später.....oder gar nicht. Und gerade wenn man beim Bauern arbeitet, muss man trinkfest sein. Ämter und Behörden sind hier auch nicht wirklich streng. Hier kannst du z.B. parken, wo du willst, denn es interessiert niemanden (solange keine Rettungswege versperrt werden) und zahlen musst du auch fast nirgendwo fürs Parken und für öffentliche Toiletten schon gar nicht. Hier kannst du auch einfach irgendwo an einen Baum pinkeln, wenn die Polizei daneben steht - kostet nichts, zumindest wird das hier nicht verfolgt. Das sind halt die Vorteile wenn man in einer sehr ländlichen Gegend wohnt. Oder ein anderes Beispiel.....das Jobcenter. Ob man sich wirklich irgendwo beworben hat, wird nicht nachgeprüft, selbst dann nicht, wenn man Bewerbungskostenerstattung beantragt. Eine Zweitschrift des Anschreibens reicht, hintertelefoniert wird nicht. Bei der Erstausstattung kommt niemand raus und guckt, ob du wirklich nichts hast. Du stellst einen Antrag, schreibst auf, was du brauchst und kriegst dann einen schriftlichen Bescheid mit einen Gutschein für das Sozialkaufhaus, wo drauf steht, was die übernehmen und was nicht (oder u.U. auch Geld). Und dafür gibt es dann auch keine Obergrenzen. Ob eine Couch nun 50 Euro oder 100 Euro kostet, spielt hier keine Rolle, es interessiert auch nicht ob ein Alleinstehender sich eine Dreier-Couch nimmt oder ein Ecksofa mit sechs Sitzplätzen. Und weil hier alles einfacher und lockerer ist, könnte ich mir auch nicht vorstellen, jemals in einer großen Stadt zu leben. Der Nachteil ist hier, dass du selbst als Landwirtschaftshelfer oder Kartonöffner bei ALDI nichts wirst, wenn du kein Vitamin B hast. Vetternwirtschaft ist hier noch sehr stark vorhanden und wird auch von den jüngeren Generationen gepflegt - wobei ich persönlich niemals Familienmitglieder und Freunde einstellen würde, wenn ich einen eigenen Betrieb hätte. Ich habe zum Beispiel mal in einem Pflegeheim gearbeitet, wo fast alle Mitarbeiter und Vorgesetzte, von der Hauswirtschaft über die Küche bis zum Betreiber und zum Hausmeister zurück, irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert waren. Von den gut 100 Bewohnern war gut ein Drittel auch mit Mitarbeitern und Vorgesetzte verwandt oder verschwägert. Hast du da als nichtverwandter Arbeitnehmer auch nur ein falsches Wort gesagt, dann war das innerhalb von Minuten bei der Pflegedienstleitung oder gar schon beim Betreiber. Eigentlich waren es zwei Betreiber, zwei Schwager, die auch als Zahnärzte praktizieren und nebenbei einen Golfplatz betreiben. Ich war froh, als ich da weg war. Auf einer ganz andere Seite kennt hier aber jeder jeden und fast jeder ist auch irgendwie mit jeden verwandt. Lauf hier mal abends oder am Wochenende durch die Dörfer, auch als Fremder. Bis du Zuhause bist, hast du meistens 2 Promille auf dem Kessel. Hier sitzt der 90-jährige Altbauer, mit dem 60-jährigen Großbauern, dem 50-jährigen Dorfarzt, dem 45-jährigen Dorftierarzt, den 35- und 25-jährigen Landwirtschaftshelfer. dem Dorfpastor und den 17-jährigen Bauernsohn und deren 15-jährigen Freund aus dem Nachbardorf, dem 62-jährigen Maurermeister, seinen 52-jährigen Altgesellen und den 16-jährigen Auszubildenen zusammen am Tisch und trinken mit dem Polizeihauptkommissar oder Wehrführer, der noch die Uniform an hat (während die Frauen das Abendessen vorbereiten, die Kinder hüten oder schon im Bett sind) und es gibt es keine Fremden.....solange sie optisch dem Bild eines Deutschen entsprechen. Das wäre wiederum ein weiterer Nachteil, wobei es da auch auf die eigene Einstellung ankommt. Oder wenn man Hilfe brauch sind immer genügend Leute da, die helfen. Auf der anderen Seite haben es arbeitsscheue Menschen hier aber auch sehr schwer und den würden die meisten Leute hier wohl nichtmal helfen, wenn sie Tod überm Zaun hängen....wie man hier umgangssprachlich sagt. Aber das ist hier ja nicht das Thema. Besonders sensible Bereiche sind Personenschutz, Kernkraftanlagen und Liegenschaften der Bundeswehr. Da bin ich leider auch nicht rangekommen.
  8. 18.00 UhrBeginn, Schichtübergabe, Zuweisung an den Werkschutzmeister vom Vortag18.30 UhrKontrollfahrt über das Firmengelände. 19.15 UhrFehlalarm Brandmeldeanlage Bunker 220.00 Uhr Kontrolle Ein- und Ausfahrtswege, sowie Tore, Schließanlagen und sonstige Überwachungstechnik 21.30 UhrErneuter Fehlalarm Brandmeldeanlage Bunker 222.30 UhrAllgemeine Überwachung des Firmengeländes aus der Werkschutzzentrale. Salopp gesagt: Ab jetzt heißt es aus dem Fenster zu gucken und die Zeit totzuschlagen. Einige Werkschützer haben ihr Tablett bzw. Laptop mit und gucken bei YouTube Videos oder spielen Spiele.....und der Werkschutzmeister sitzt daneben!0.30 UhrKontrollfahrt und Kontrolle der Schließeinrichtungen inkl. Tore2.15 Uhr Rundgang Hallen 1 bis 4, Hallen 5 bis 8 und 9 bis 12 wurden von anderen Werkschützern kontrolliert.4.30 UhrZurück in der Werkschutzzentrale 5.30 Uhr Entsicherung der Tore und weiterer Schließtechnik 6.00 Uhr Schichtübergabe 6.20 Uhr Feierabend Mein Fazit: ich kann nachts besser arbeiten, als am Tag, da ich ein nachtmensch bin, aber der Nachtdienst im Werkschutz ist mehr als langweilig. Daher ist sowas nichts für mich.
  9. Ich arbeite immernoch am zweiten Lehrbuch, habe mich jetzt aber endgültig auf meine Spezialisierungen festgelegt. Diese werden sein: Ausleitende Verfahren (insbesondere Schröpfen, Baunscheidttherapie, Cantharidenpflaster, Blutegeltherapie und Aderlass) und Eigenblut- und Blutegeltherapie Psychotherapie Klassische Homöopathie (und ggf. Bach-Blüten und/oder Schüßler-Salze) Phyto- und Mykotherapie (= Kräuter- und Pilzheilkunde) Neuraltherapie Auf diese Gebiete werde ich mich vorerst beschränken, eigentlich sind diese Gebiete auch mehr als genug. Anfangen werde ich mit der Eigenbluttherapie, der Aderlass und Psychotherapie. Gerade bei den ausleitenden Verfahren und bei der Neuraltherapie ist eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz oder Approbation als Arzt Voraussetzung für die Lehrgangsteilnahme, aber dennoch habe ich mir dazu schonmal einige Lehrbücher gekauft und hoffe, dass mir das, was ich bis dahin gelernt habe, in den Kurs weiterhelfen werden. Ansonsten kann ich sagen, dass die Temperaturen hier auf eben über 20 Grard gefallen sind und mir das Lernen daher viel einfächer fällt. Wahrscheinlich kriegen wir noch ein paar warme tage, aber die heißesten Sommertage haben wir mit Garantie hinter uns gebracht.....zum Glück! Ich Fiebere jetzt schon der Zeitumstellung, Weihnachten und dem Winter entgegen, denn für mich ist das die angenehmste Jahreszeit (nicht nur wegen meinen Kreislauf und meine Allergien). Mein Vater ist mit einen habilitierten Allgemeinmediziner befreundet, der sich übrigens bereit erklärt hat, mir die Injektionstechniken und körperliche Untersuchungsmethoden (wie Bauch abtasten usw.) in der Praxis zu zeigen. Versuchskaninchen werden meine Mutter und mein Nachbar sein, die sich ebenfalls dazu bereit erklärt haben. Von daher kann ich das Geld für diese beiden externen Kurse sparen.
  10. 6.00 Uhr Beginn, Schichtübergabe, Einweisung, Dienst- und Sicherheitskleidung bekommen, Sicherheitsunterweisung, Zuweisung an einen Werkschutzmeister 8.00 Uhr Kontrollfahrt über das Firmengelände. Werkschutzfahrzeuge, die das riesige Firmengelände nicht verlassen, haben, wie die Werkfeuerwehr auch, Blaulicht und Martinshorn auf dem Dach. 9.30 Uhr Frühstückspause 10.00 Uhr Hospitation bei Ein- und Ausfuhrkontrollen und Transportdokumente 12.30 Uhr Mittagspause 13.00 Uhr Telefon-, Empfangs- und Pfortendienst 17.00 Uhr Alarm! Sanitäter der Werkfeuerwehr forderten nach Erstversorgung Rettungsdienst an, da ein Mechaniker sich dem Daumen stark gequetscht hat. Hinweis an die Pforte, dass diese das Tor aufmachen, sobald der Krankenwagen in Sichtweite ist und den RTW zum Sanitätszimmer an Halle 6b schicken. 18.00 Uhr Schichtübergabe 18.20 Uhr Feierabend Für morgen wurde ich für den Nachtdienst (18.00 bis 6.15 Uhr) eingeteilt
  11. Tag 1: 19.30 Uhr: Anfang, Einweisung, Stichschutzweste und Stichschutzhandschuhe erhalten, zwei erfahrenen Türstehern zugewiesen wurden. Ich wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, keine Heldentaten zu vollbringen, egal was ich mitbekomme. 20.30 Uhr: Besprechung und Aufbau der Absperrgitter etc.pp. 22.00 Uhr: Disko öffnet, erste Einlasskontrollen 22.30 Uhr: Zwei Minderjährige ohne volljährige Begleitpersonen werden abgewiesen. 23.00 Uhr Meldung darüber, dass zwei Minderjährige auf dem Parkplatz Leute ansprechen, ob sie für sie die Aufsichtspersonen sein können, die sie brauchen, um reinzukommen. Sie werden aufgegriffen und erhalten sechs Wochen Hausverbot und gehen dann freiwillig. 0.00 Uhr Erster Alarm! Ein alkoholisierter Gast versuchte der Barkeeperin an die Brust zu fassen. Er wurde raus gebracht, Polizei gerufen, Anzeige erstattet und Hausverbot von zwei Jahren Dauer erteilt. 1.30 Uhr: Meldung darüber, dass auf dem Herrenklo in Gemeinschaft gekifft wird. Dies konnte bei der Kontrolle bestätigt werden. Betreffende Personen wurden raus gebracht, Polizei gerufen und Hausverbot erteilt. Die Polizei stellte mehrere kleinere Päckchen Cannabis sicher, die wahrscheinlich am Körper rangeklebt reingeschmuggelt wurden. 2.00 Uhr Noch während die Polizei vor Ort ist ertönt neuer Alarm. Rangelei an der Bar, Streitursache war eine Frau (wie fast immer). Beide wurden raus gebracht und gingen freiwillig nach Hause. 3.00 Uhr Mehrere Schnapsleichen wurden nach Draußen gebracht und dafür gesorgt, dass sie nach Hause kommen. 3.30 Uhr Erneuter Alarm! Wieder Rangelei an der Bar. Diesmal wussten die beiden Typen selber nicht so genau, worum es eigentlich ging. Beide wurden verwarnt und fielen danach nicht wieder auf. 4.15 Uhr Vollgekotzte und kaum ansprechbare Person im Gang zur Toilette gefunden, Krankenwagen angerufen, Verdacht auf Alkoholvergiftung, wurde ins Krankenhaus gebracht. 5.00 Uhr Ankündigung des DJs, dass noch drei Lieder gespielt werden und dann Schluss ist. 5.20 Uhr DJ kündigt Schluss an. 5.45 Uhr Rundgang durch alle Räumlichkeiten, verbliebene Gäste wurden raus gebeten, gleichzeitig wurden draußen Absperrgitter usw. abgebaut. 6.15 Uhr Nachbesprechung 6.45 Uhr Feierabend --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Tag 2 19.30 Uhr Anfang, Besprechung, denselben Türstehern wie am Vorabend zugeteilt wurden. 21.00 Uhr Aufbau Absperrgitter usw. 22.00 Uhr Disko öffnet, erste Einlasskontrollen, mit Unterstützung von zwei Kollegen darf ich jetzt selber die ersten Einlasskontrollen machen 22.45 Uhr Es ist zu merken, dass heute viele Leute dort aufschlagen, die von vorneherein streitlustig waren. Bis jetzt wurden mehrere Personen abgewiesen, da sie bereits beim Einlass Stress machten. 23.15 Uhr Erste abgewiesene Person kommt wieder und diskutiert, teils sehr beleidigend dabei. 23.45 Uhr Erster Alarm! Schlägerei an der Bar, ein Barhocker wurde dabei zerstört. Polizei hinzugerufen, eine Person wurde mitgenommen, eine andere nach Hause geschickt. Beide erhielten Hausverbot von einem halben Jahr, da nicht zu ermitteln war, wer angefangen hat. 0.30 Uhr Erneuter Alarm! Schlägerei vor den Toiletten. Grund dafür war eine Frau. Polizei wurde hinzugerufen, Anzeigen aufgenommen, einer ging nach Hause und der andere machte später nochmal vor der Tür von sich Reden. 0.45 Uhr Noch während ein anderer Alarm abgearbeitet wird, kommt eine Gruppe von Frauen auf uns zu. Eine Freundin von denen wurde gerade von ihrem eifersüchtigen Freund mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Frau flüchtete sich in eine Lounge, die eigentlich nur für zahlungskräftige Gäste gedacht ist. Gesicht blutig, erster Blick zeigte Platzwunde an der linken Augenbraue und geschwollenes Auge. Grund: Sie flirtete mit einem anderen Typen, was ihren Freund nicht passte. Suche nach ihrem Freund wurde aufgenommen, aber leider war er nicht mehr vor Ort. Polizei und Krankenwagen wurden gerufen, die junge Frau mit ins Krankenhaus genommen, sie verzichtete auf eine Anzeige. 1.45 Uhr Für Türsteher wird es langsam gefährlicher! Der Typ, der gegen 0.30 Uhr rausgeschmissen wurde, ist wieder da. Diesmal mit zwei Freunden. Erster Versuch sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Dieser konnte relativ einfach abgewehrt werden. Polizei kam erneut, die drei Typen waren aber wieder Weg. Anzeige wegen versuchten Hausfriedensbruch. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. 2.30 Uhr Mehrere Schnapsleichen werden raus gebracht und dafür gesorgt, dass sie nach Hause kommen. Gleichzeitig erscheint der Typ, der um 0.30 Uhr rausgeschmissen wurde, wieder. Diesmal aber mit sieben bis acht Freunden. Sie versuchen, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen, was scheiterte. Irgendwo haben sie dann Zaunlatten abgerissen und schlugen damit gegen die Tür, die von innen zugehalten wurde. Sicherheitschef trommelte alle verfügbaren Türsteher zusammen (ich glaube, es waren fünf), die dann fast alle rausgestürmt sind und den Chaoten gegenüber standen. Ich sollte hinter der Eingangstür bleiben. Polizei wurde nebenbei verständigt. Türsteher vor der Tür wurden mit Latten angegriffen aber hielten die Stellung bis zum Eintreffen der Polizei und schlugen, teilweise mit Teleskopschlagstöcken bewaffnet, zurück. Resultat: Vier ordentlich verletzte Chaoten (einer bekam den Teleskopschlagstock mit voller Wucht auf die Hand, Hand wahrscheinlich gebrochen), ein leicht verletzter Türsteher (Wunde am Unterarm, die genäht werden musste). Alle wurden ins Krankenhaus gebracht. Polizei nahm den Rest der Chaoten fest, die vorherige Anzeige wurde aktualisiert und ausgeweitet. Hausverbot jetzt lebenslang. Gleichzeitig bestreifen zwei Türsteher den Parkplatz und vernichten dort deponierte Alkoholflaschen. 5.00 Uhr Ein Bühnentechniker eines DJs kommt mit einem Gast im Schwitzkasten auf uns zu und schmeißt ihn raus, weil er ihn mutwillig sein Getränk über seine Elektronik kippen wollte. 5.30 Uhr DJ kündigt die letzten drei Lieder an. 5.45 Uhr DJ verkündet das Ende für dieses Wochenende 6.00 Uhr Rundgang, verbliebene Gäste werden rausgebeten. Gleichzeitig Absperrgitter usw. abgebaut. 6.45 Uhr Nachbesprechung, Bestandsaufnahme nach der Schlägerei vor der Tür 7.30 Uhr Feierabend --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vor allem am zweiten Tag wurde mir bewusst, dass wohl kaum ein Job im Sicherheitsdienst so viel Konflikt- und Verletzungspotential mit sich bringt, wie der Job an der Tür. Gleichzeitig wurde mir auch klar, dass gerade bei Türstehern die Grenzen der Notwehr/-hilfe auch schnell überschritten sind, was ich nachvollziehen kann, wenn da jemand ist, der einem ernsthaft ans Leder will (z.B. hat fast jeder dienstältere Türsteher durch Messerstiche und Glasschnitte vernarbte Hände). Und gerade für Türsteher ist die seit 2016 geltende Zuverlässigkeitsprüfung ein ernsthaftes Problem, denn im Gewühle und unter Adrenalin ist die Grenze zur Strafbarkeit sicherlich nicht immer klar zu erkennen und schnell überschritten. Eine Anzeige und Verurteilung zu mindestens 3 Monaten Freiheitsstrafe, eine Geldstrafe über 90 Tagessätze oder zwei kleinere Geldstrafen und man ist seinen Job spätestens bei der nächsten Überprüfung los. Häufig werden sogar eingestellte Anzeigen für die Unzuverlässigkeit als Rechtfertigung angegeben, was eigentlich unzulässig ist. Das bestärkt mich in der Ansicht, dass die jetzige Art und Weise, wie die Zuverlässigkeitspüfung gemacht wird, falsch ist und durchaus die Umstände, die zur Tat geführt haben, berücksichtigt werden müssen (was eigentlich auch vorgesehen ist, aber nicht umgesetzt wird) und nicht nur das, was in § Schießmichtod Abs. Peng steht und mit der Realität fast nichts zu tun hat. Nach dem zweiten Tag sagten mir zwei ältere Türsteher auf dem Mitarbeiterparkplatz das, was ich in den letzten Wochen schon mehrfach gehört habe: Der Job von Einsatz- und Sicherheitskräften, egal ob staatlich oder privat, wird zunehmend gefährlicher! Gerade an der Tür würde man das merken, denn es wäre ein Querschnitt der Gesellschaft, der dort aufschlägt. Vor 20 Jahren wurden Gäste aus der Disko rausgezogen wenn sie sich daneben benommen haben, haben dann noch etwas diskutiert und wenn es ganz dumm lief, musste man sich beleidigen oder anspucken lassen. Auch kam es manchmal vor, dass jemand auf die Türsteher losgehen wollte, nur kam das viel seltener vor und selbst da gab es meistens noch Grenzen. Heute ist es so, dass es eigentlich täglich dazu kommt, dass Türsteher beleidigt, bedroht, angespuckt oder gar angegriffen werden oder man ihnen sogar noch nach Arbeitsende auflauert und auch der Einsatz von Waffen ist kein Tabu mehr. Diejenigen, die rausgeschmissen wurden, lassen das nicht auf sich sitzen und kommen immer häufiger auch mit mehreren Leuten wieder. Erst vor gut einem Jahr gab es ein Bericht darüber, dass sich 300 Jugendliche zusammengerottet und versucht haben, eine Disko zu stürmen, nachdem Türsteher einem Gast den Eintritt zur Oberstufenparty verweigerten. Das ist auch heute ein Extremfall, aber die Hemmschwelle sinkt ständig und ernsthafte Verletzungen, die auch tödlich sein können, werden immer häufiger billigend in Kauf genommen. Daher riet man mir, dass ich genau darüber nachdenken soll, ob ich das in Zukunft machen möchte, denn die Zustände werden nicht besser werden. Trotz allem werde ich mir, nachdem ich die Sachkundeprüfung für das Bewachungsgewerbe bestanden habe, an der Diskotür den einen oder anderen Euro dazu verdienen. Die meisten Gäste, die aus der Disko entfernt werden mussten, weil sie auffällig wurden, waren Personen mit Migrationshintergrund - meistens Türken/Araber, Russen und Osteuropäer im Allgemeinen, wobei man sagen muss, dass die Disko in einem Viertel mit hohem Anteil russischer Einwanderer liegt . Ich mache mir jetzt schon Sorgen um meinen Bericht über meine Tage beim Sicherheitsdienst einer Asylunterkunft, was meine letzte Station im Praktikum sein wird. Wie soll man über das, was man dort mitbekommt, ehrlich berichten, wenn man doch sofort in die Nazi-Ecke gesteckt wird, wenn man sowas ausspricht.
  12. 7:00 Uhr Schichtanfang. Ich wurde wieder den Fußstreifen zugeteilt ca. 9.30 Uhr Mittagspause ca. 10.00 Uhr Ende der Mittagspause, Kontrolle der Fluchtwege ca. 10.30 Uhr Alarm, Diebstahl beim Bäcker. Täter war Obdachlos. Als der Bäcker davon erfuhr schenkte er ihn die Ware, die er geklaut hatte und verzichtete auf eine Anzeige. ca. 11.15 Uhr Fortsetzung Kontrolle der Fluchtwege ca. 12.00 Uhr Alte verwirrte und vollkommen nassgeschwitzte Frau aufgegriffen. Sie ist polizeilich bekannt und leidet an fortgeschrittener Demenz. Ist aus einem nahegelegenen Pflegeheim abgängig gewesen. Wurde an Polizei übergeben und zurück ins Pflegeheim gebracht. Auch dem Sicherheitsdienst ist die Frau bekannt. Bis sie Anfang der 90er-Jahre in Rente ging, hat sie fast 15 Jahre in dem Kaufhaus gearbeitet. ca. 12.45 Uhr Mittagspause ca. 13.15 Uhr Ende der Mittagspause, Fortsetzung der Rundgänge ca. 15.00 Uhr Wieder werden Jugendliche, die in den Gängen geraucht und diesmal auch Alkohol getrunken haben, zusammengefaltet und diskret zum Ausgang begleitet. Es waren dieselben Leute wie gestern. Alle haben 3 Monate Hausverbot bekommen, weil sie auch schonmal einen Mülleimer abgefackelt haben, in dem sie ihr glühenden Zigarettenkippen warfen und nichts daraus lernten. ca. 16.30 Uhr Schichtende Direkt als Kaufhausdetekiv in den Ladenzeilen konnte man mich nicht mitlaufen lassen, da es die Tarnung auffliegen lassen könnte. Morgen und Übermorgen geht es an der Tür einer Diskothek weiter.
  13. Heute war es endlich so weit. Meine Praktikas in verschiedenen Bereichen privater Sicherheitsdienste fingen an. Hier mein Bericht: 6:30 Uhr: Um 6:30 Uhr sollte ich da sein. Zwar öffnet das Kaufhaus erst um 8:00 Uhr, aber da man mich noch etwas instruieren musste, sollte ich schon früher kommen, als die anderen Sicherheitsmitarbeiter. Diese müssen um 7:00 Uhr, also eine Stunde vor Kaufhausöffnung, anfangen. Mir wurde erklärt, dass es im Kaufhaus drei Gruppen von Sicherheitsmitarbeitern gibt. Die einen sitzen an den Bildschirmen und überwachen das gesamte Kaufhaus. Die zweite Gruppe hält sich in einigen Geschäften in ziviler Kleidung auf, die dritte Gruppe ist äußerlich als Sicherheitsdienst zu erkennen und hält sich in den Gängen zwischen den Ladenzeilen auf. Diese tragen eine schwarze Hose, schwarze Schuhe, ein weißes Hemd mit Aufschrift "Security", eine blau-weiße Krawatte mit Clip, Handschellen, Pfeffergel, Teleskopschlagstock, stich- und schnittfeste Handschuhe, eine extra dünne ballistische Unterziehweste SK1 mit Stich- und Schnittschutz, Funkgerät und Mobiltelefon. Da in diesem Kaufhaus auch teure Luxusgüter verkauft werden und es vermehrt zu Diebstählen, teils auch mit Gewalt, kam, forderte der Betreiber zusätzlich einen sichtbaren Sicherheitsdienst an. Die Kaufhausdetektive in den Läden tragen, wie erwähnt, Zivilkleidung, sowie eine extra dünne ballistische Unterziehweste SK1 mit Stich- und Schnittschutz, einen kabellosen Knopf im Ohr mit direkter Funkverbindung zu den "Bildschirmüberwachern", ein Mobiltelefon und tragen verdeckt ebenfalls Pfeffergel und, im Gegensatz zu den "Kaufhaus-Fußstreifen", Einmalhandfesseln aus Plastik in einer kaum erkennbaren Gürteltasche, aber keine Teleskopschlagstöcke. Auch haben sie keine Einsatzhandschuhe, wohl aber Einmalhandschuhe. Ich bekam lediglich eine knallrote Armbinde mit der Aufschrift "Sicherheitsdienst". Die Ausstattung des Sicherheitsdienstes empfinde ich schon sehr überdurchschnittlich. Auf Nachfrage teilte man mir mit, dass das Kaufhaus in den 90ern mehrfach überfallen wurde und seitdem besteht der Betreiber auf die zusätzliche Ausrüstung. ca. 7:00 Uhr: Für den heutigen Tag plante man mich zuerst in der Bildschirmüberwachung ein. Ich muss sagen, dass das kein Job für mich wäre. Zwar konnten wir einen Diebstahl auf den Bilder erkennen und verhindern, aber diese Arbeit ist doch sehr monoton und langweilig. ca. 9:30 Uhr Ich konnte meine Frühstückspause machen ca. 10:00 Uhr Ich war zurück in der Überwachungszentrale ca. 12:00 Uhr Ich konnte Mittagspause machen ca. 12:30 Uhr Ich ging zurück in die Überwachungszentrale und wurde dann den Fußstreifen zugeteilt. ca. 15:00 Uhr Bis hierhin keine großartigen Vorkommnisse. Ein mal musste eine Gruppe Jugendlicher zusammengefaltet werden, weil sie im Gebäude geraucht haben. Das war erstmal alles. Doch dann der zweite Ladendiebstahl an diesem Tag bei Gucci. Eine Frau hat versucht eine Umhängetasche, einen Gürtel und eine Geldbörse zu klauen. Als sie von einem Ladendetektiv angesprochen wurde, machte sie die Meile, konnte aber kurz vor dem Ausgang noch gestellt werden. Da sie sich Lautstark wehrte und sich zwei Typen mit ihr solidarisierten, wurden die Fußstreifen dazu gerufen. Nach einigen Minuten harter Diskussionen gab sie dann doch nach. Sie kam mit ins Büro, rückte die Sachen raus und die Polizei kam dann und erledigte den Rest. ca. 16:30 Uhr Keine Vorkommnisse. Wir liefen die ganze Zeit über "unsere" Etage und hielten die Augen offen. Es passierte nichts. Um 16.30 Uhr konnte ich dann Feierabend machen, bei der Schichtübergabe musste ich nicht dabei bleiben. Dort sind die Schichtzeiten etwas ungewöhnlich. Das Kaufhaus macht um 8 Uhr auf und schließt um 21 Uhr, im Erdgeschoss befinden sich jedoch auch Bistros, die bis 23 Uhr geöffnet haben, weshalb das Erdgeschoss auch geöffnet bleibt, nachdem alle anderen Geschäfte schon zugemacht haben. Die Zugänge zu den anderen Etagen werden aber verriegelt. Daher geht die erste Schicht von 7.00 bis 17.00 Uhr und die zweite Schicht überlappend von 16.30 bis 24:00 Uhr bzw. bis die Bistros nach Ladenschluss alles sauber gemacht haben.
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