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MartinGS

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Alle erstellten Inhalte von MartinGS

  1. Sofern die Entscheidung der Hochschulwahl und der Zielsetzung noch nicht endgültig gefallen ist, könnte es sich ggf. auch anbieten (je nach deiner persönlichen Ambition), direkt auf ein Masterstudium zu gehen. Hierzu bietet die ZFH eine Reihe von Studiengängen an, die auch für dich im Interessenfeld als WING liegen könnten. Eine andere Möglichkeit könnte auch das Studienangebot der Donau-Uni Krems in Österreich sein, auch wenn diese eher sozial- und wirtschaftswissenschaftlich aufgestellt ist. Auch wenn das off-topic ist: Ist es wirklich nötig, an dieser Stelle Politiker*in-Bashing zu betreiben? Unabhängig davon, wer sich öffentlich ungünstig verkauft hat, sind Bachelor- und Masterabschlüsse hier in Deutschland (so lange von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule verliehen) gleichermaßen gültig und anerkannt. Ich denke nicht, dass man hier bei der FHM, die IU oder den anderen, hier genannten Hochschulen da völlig daneben greift. So lange man hier auf eine der etablierten Hochschulen im deutschen bzw. deutschsprachigen Raum setzt, macht man da (meiner persönlichen Meinung nach) nichts groß falsch.
  2. Hallo zusammen, während es in den vergangenen Monaten nur schleppend voranging, wartete der vergangene Juli mit so einigen Fortschritten auf. So fand vor zwei Wochen nun endlich das Seminar zum Modul MR402 statt. Unsere Lerngruppe umfasste dieses Mal wieder eine komfortable Größe von zwei Personen, neben mir nahm ein DBA-Student an der Veranstaltung teil. Die Vermischung von DBA- und PhD-Teilnehmenden ist an der Universität nicht unüblich, da das dritte und vierte Modul des DBA (DBA8003 und DBA8004) den beiden PhD-Modulen entspricht. Nachdem es bei MR401 (vgl. den zugehörigen Eintrag hier) im Schwerpunkt um einen Einstieg in die Philosophie, die Erkenntnistheorie und Grundsätze der Forschungsmethodik ging, knüpft MR402 nahtlos mit Forschungsmethoden und Grundsätzen guter Forschungspraxis an. Diese Themen wurden im ersten Seminar zwar schon angeschnitten, nunmehr aber eingehend vertieft. Der bzw. die geneigte Leser*in wird sich an der Stelle schnell die Frage stellen, was denn der Unterschied zwischen Forschungsmethodik (Research methodology) und Forschungsmethoden (Research methods) sind - ein guter und wichtiger Aspekt, der oftmals nicht sauber getrennt wird! Reserach methods meint die konkreten Werkzeuge und Verfahren, mit denen Forschungsdaten aus der realen Welt in Hinblick auf Forschungsfragen oder -hypothesen gesammelt, analysiert und ausgewertet werden können. Unter Research methodology wird demgegenüber die Ausrichtung der Forschungstätigkeit verstanden, die sich durch eine zugrunde liegende Strategie sowie die Auswahl bzw. das Design von konkreten Methoden auf Basis forschungstheoretischer Ansätze ergibt. Diese Ansätze wiederum basieren auf der epistemiologischen, d.h. der erkenntnistheoretischen Einordnung der jeweiligen Forschungsarbeit. Anders ausgedrückt kann man also sagen: Die Erkenntnistheorie stellt das "Warum?", der forschungstheoretische Ansatz das "Was?", die Methodik das "Wie?" und die konkrete Methode (bzw. das Methoden-Set) das "Womit?" einer Forschungstätigkeit dar. Hier gibt es auf medium.com noch einen guten Artikel, der den Unterschied zwischen methodology und methods anschaulich darstellt. Bei den Grundsätzen guter Forschungspraxis wurden insbesondere ethische Aspekte behandelt. Die University of Gloucestershire stellt hierfür ein umfassendes Handbuch zur Verfügung, in dem alle wichtige Rahmenbedingungen, Vorgaben und Verfahren rund um das Thema Forschungsethik behandelt werden (Fun Fact: Trotz Brexit hält sich die Uni an die zwölf goldenen Regeln für ethisches Forschungsverhalten der Europäischen Kommission, siehe auch hier). Ein weiterer Aspekt, der in dem Seminar behandelt wurde, war die Project Approval Form (PAF - siehe auch meinen Eintrag von April). Um uns einen Anhalt für die eigene Arbeit zu geben, wurden nach einer ersten Übersicht zu dem Thema einige Beispiele für akzeptierte PAFs (in anonymisierter Form) gegeben, die wir dann diskutiert haben. Hiernach wurden die Aufgabenstellungen für das Assigment verteilt. Wie bei MR401 auch, haben wir hier drei Möglichkeiten zur Auswahl erhalten: die Auswahl, Entwicklung und Ralisierung von einer oder mehr Forschungsmethoden aus MR402 im Kontext des eigenen Forschungsthemas, die kritische Auseinandersetzung mit zwei publizierten Journal-Artikeln zu Forschungsmethoden und Forschungsmethodik im jeweiligen Untersuchungsumfeld (in Abstimmung mit den Betreuenden), und die Identifikation und Auswahl einer Methode speziell für die Entwicklung eines (fiktiven oder real umzusetzenden) Ergebnisartefakts, das in den Kontext des jeweiligen Forschungsprojekts gesetzt wird. Bis zum 25.10.2021 ist eine Ausarbeitung zu einer dieser Aufgaben mit einer Länge von ca. 5000 Wörtern (+/-10%) fällig. Hierzu werde ich mich in der kommenden Zeit mit meinem Supervisor in Verbindung setzen und eine geeignete Auswahl treffen. In dem Zusammenhang einigten wir uns bereits vor dem Seminar darauf, die geplante Publikation erneut nach hinten zu schieben, da die gleichzeitige Abarbeitung von drei Baustellen (Assignment, PAF und Paper) nicht realistisch wäre. Zu guter Letzt fiel die Erstellung des Annual Progress Reports (APR) in den letzten Monat. Hierbei handelt es sich um einen verpflichtend zu erstellenden Bericht, in dem die Arbeit des vergangenen Jahres reflektiert, die Ziele für die kommenden zwölf Monate abgesteckt und anschließend durch den jeweils zuständigen Supervisor bewertet werden. Mit diesem Berichtsinstrument wird nicht nur eine administratives ActionItem erledigt, ganz im Gegenteil - Die Universität nimmt die APRs sehr ernst. Wer den Report nicht oder nicht zeitgerecht erstellt, darf den research degree nicht weiter verfolgen und läuft Gefahr exmatrikuliert zu werden. Aber keine Sorge, hier müssen keine ausschweifenden Berichtsdokumente elaboriert werden. Vielmehr sind auf dem Web-Portal der Hochschule drei Textfelder (progression/ discussion/ summary, Your objectives for the next year, any other commens [optional]) auszufüllen, die dann an den Supervisor gesendet und von diesem mit einem kurzen Feedback versehen werden. Insgesamt also alles keine Rocket Science. Alles in allem war es ein spannender Monat - auch, wenn ich inhaltlich (gefühlt) immer noch hinten dran hänge. Insbesondere freue ich mich jedoch, dass es endlich mit MR402 geklappt hat und es mit dem Programm auch formell voran geht. Cheers, Martin
  3. Eine gute und meiner Meinung nach längst überfällige Entscheidung, die sich u.a. nach Hessen und Bayern auch in Sachsen-Anhalt fortsetzt. Ich hoffe, dass das breitere Promotionsangebot den wissenschaftlichen Wettbewerb unter den Hochschulen ankurbelt und der angewandten Forschung einen höheren Stellenwert zuschreibt - ähnlich, wie es im Angelsächsischen mit den Professional Doctorates gehandhabt wird.
  4. Und genau darum ging es mir in meinem vorangehenden Post: Ich halte es für maximal unglücklich, einerseits mit einem im Schriftverkehr sowie im Sprachgebrauch üblichen und demnach gesetzlich geschützten Kürzel für einen akademischen Grad zu werben (wenn auch als 'The PowerMBA'), andererseits aber weder eine Akkreditierung, eine Anerkennung, noch überhaupt eine Zulassung als Hochschule vorweisen zu können. Ich spreche dem Kurs nicht ab, dass man dort etwas lernen könnte - ganz im Gegenteil. Aber die Bezeichnung des Zertifikats ist irreführend und suggeriert bei mangelnder Recherche den Eindruck, es könnte sich um einen vollwertigen akademischen Grad handeln.
  5. Seitdem der §132a StGB in Deutschland gilt, der das missbräuchliche Tragen akademischer Grade unter Strafe stellt. Die Bezeichnung "MBA" als Namenszusatz suggeriert aufgrund der gängigen und im Schriftverkehr üblichen Abkürzung, dass ein Master of Business Administration erworben wurde (ähnlich zu den Kürzeln M.Sc., B.Sc., B.Eng. etc.). Natürlich könnte man auch (fiktives Beispiel) klagen, dass MBA als Künstlerzusatz für 'Master of Being Awesome' steht. Ich bin mir aber sehr sicher, dass solch eine Klage ziemlich zügig vom zuständigen Gericht einkassiert würde. Dass ein MBA nur von einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland bzw. aus der EU getragen werden darf, ist hier im Forum bereits hinlänglich diskutiert worden.
  6. Ein ähnliches Modell zum PowerMBA gibt es an der Quantic Business School, die ebenfalls schon etwas länger auf dem Markt ist und zudem in den USA akkreditiert ist: Klick mich. Die Idee eines bezahlbaren und gleichzeitig fordernden MBA-Programms mit zeitgemäßen Lernmethoden und -formaten "für alle" halte ich für eine spannende Idee, allerdings hängt die Qualität eines solchen Angebots auch von den Einstiegshürden und vom damit einhergehenden Adressatenkreis ab. Wenn ich mir die FAQ-Seite durch schaue und dort (bis auf die Teilnahmegebühr) keine Einstiegshürde vorliegt, stelle ich mir die ernsthaft die Frage, was der echte Vorteil gegenüber Business MOOCs von edX, Coursera und co. sein soll. Insofern halte ich den PowerMBA für eine unglückliche Zwitterlösung: Mit der Bezeichnung wird einerseits ein akademischer Abschluss suggeriert, der jedoch weder fachlich, noch wissenschaftlich qualitätsgesichert ist. Andererseits kostet er fast 900 €, die zwar im Vergleich zu 'echten' MBAs ein Schnäppchen sind, die man auf MOOC-Plattformen (s.o.) mit verifizierten Zertifikaten renommierter Business Schools jedoch deutlich besser investieren kann.
  7. Für sowas gibt es einerseits papierbasierte Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen oder Hologramme - die je nach Beschaffenheit des Dokuments mit mehr oder weniger Aufwand gefälscht werden können. In der Forschung und Praxis setzen sich aber andererseits zunehmend auch digitale Zertifikate mit elektronischer Signatur durch. Je nach Schutzniveau dieser Signatur lässt sich die Validität des Dokuments überprüfen. Speziell hierzu setzen sich auch aktuell einige Forschungsprojekte auseinander, u.a. beim HPI, DAAD und an der TU München.
  8. Das Thema ist leider nichts neues - für Fake-Urkunden und -Zertifikate gibt es weltweit Anbieterportale, auf denen man sich vom Führerschein bis hin zum Hochschulabschluss so ziemlich alles kaufen kann (insbesondere btw für den US-Markt). Insofern ist das natürlich für Dich eine unangenehme Angelegenheit, allerdings werden weder Du, noch die WBH etwas real dagegen unternehmen können, weil die meisten Unternehmen und Personen, die diese Leistungen anbieten, im Ausland sitzen und somit schlichtweg nicht greifbar sind. Wie du ja selbst schon gesagt hast (und auch @KanzlerCoaching angemerkt hat), kommt es hier darauf an, für die Thematik und den Umgang damit zu sensibilisieren und soweit wie möglich die eigenen personenbezogene Daten zu schützen. Das Vorhandensein von Abschlussarbeiten an einer Hochschule (da der Titel Deiner Arbeit im WWW kursiert) lässt sich im Zweifelsfall ja nachweisen, sodass rechtliche Probleme gar nicht erst entstehen können 👍
  9. Vielen Dank @Aramon und @Markus Jung! PAF steht für Project Approval Form. Siehe hierzu auch mein Update 04/2021, dort bin ich bereits näher auf das Thema eingegangen 😉
  10. Hallo zusammen, die letzten Wochen standen ganz im Zeichen der anderen Baustellen, die parallel zum Promotionsvorhaben liefen oder noch immer laufen. Mit Blick auf den Kalender steht bei den meisten im Büro der Sommerurlaub vor der Tür, sodass in vielen Projekten Zwischenstände vorzulegen sind, letzte ActionItems abgesprochen oder aber letzte Klärungsbedarfe vor dem nahenden Interbellum erledigt werden. Gerade in den letzten zwei Wochen wurde es im Büro nicht nur einmal später , sodass ich auf die kulinarischen Rafinessen via Lieferdienst zurück greifen "durfte". Wenn das noch länger so weiter geht, dauert es nicht mehr lange, bis ich alle Auswahlmöglichkeiten eines bekannteren Liefer-App Dienstes mit der orangen Gabel vor Ort durch habe.🤓 Daneben hatte bzw. habe ich noch noch zwei Fortbildungen auf der Agenda, von denen ich mit dem Public Health Kurs einen vor kurzem von der Bucket List streichen konnte (siehe unten - in Zeiten wie diesen muss man auch die kleinen Fortschritte zu würdigen wissen 🥳). Weil die Prüfung bei der zweiten Fortbildung spätestens zum 30.11. abzulegen ist, werde ich diese noch einige Zeit nach hinten schieben. In den kommenden Wochen werde ich den Rückstand aus den vergangenen zwei Monaten anfangen aufzuholen. Trotz dem (immer noch) ausstehendem Forschungsmodul habe ich mir relativ straffe Zeitlinien auferlegt: Auch wenn es in der aktuellen Projektphase auf der Arbeit gerade auf einen langen Abend nach dem anderen aussieht, will ich noch in diesem Quartal die erste Publikation auf einer Konferenz einreichen und gleichzeitig meine PAF vorantreiben. Die Voraussetzungen hierfür liegen vor, sie müssen "nur noch" in Form gegossen werden. Wie Wolfgang Petry zu singen pflegt: Augen zu und durch. In diesem Sinne, cheers! Martin
  11. Danke @Aramon für deine Eindrücke. Haben dich denn die Zertifikate auch beruflich nennenswert voranbringen können? Und wenn ja, wie weit? Absolut! Ich hätte mir - als Beispiel - bei edX ein Professional Certificate und einen MicroMaster zu zwei passenden Themen gesucht, von denen ich denke, dass sie mich inhaltlich voranbringen würden. Leider fehlt mir aktuell noch das Gefühl, ob und inwieweit das einem bzw. einer später auf dem Arbeitsmarkt und v.a. auch hinterher in der Praxis helfen kann. Gerade bspw. auf LinkedIn findet man ja immer wieder Profile, die sich mit solchen Zertifikaten in der Vita schmücken.
  12. Hallo zusammen, zwar schneiden einige Threads mein Anliegen bereits (grob) an, allerdings gibt es nach erster Sichtung noch keine übergreifende Diskussion dazu. Also!: Dass diverse Hochschulen das Schweizer System (DAS, CAS - siehe auch hier) für sich entdeckt haben, um zielgerichtet für Berufserfahrene, Quereinsteiger und Interessierte ein Angebot ohne extra Abschluss bereitzustellen, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Darüber hinaus bieten zunehmend mehr Hochschulen auch Weiterbildungs-Kurse mit der Option auf ein verifiziertes Zertifikat auf MOCC-Plattformen wie edX, Coursera, sowie auf hauseigenen Auftritten an (wie bspw. MITXpro). Aktuell setze ich mich ausgegebenem Anlass (und parallel zu meiner Primärbaustelle Promotion) mit solchen und ähnlichen Weiterbildungsmöglichkeiten auseinander, die kein ganzes Studium umfassen, sondern zu gezielten Themen Spezial-/ Spezialist*innenwissen vermitteln. Vor dem Hintergrund würde ich gerne von Euch wissen: Habt ihr schon Erfahrungen mit zertifizierten Kursen auf edX, Coursera und co. machen können (bspw. in Hinblick auf Machbarkeit, Art und Umfang, inhaltliche Ausgestaltung etc.)? Haben diese euch beruflich, wissenschaftlich-akademisch oder privat in einer nennenswerten Form weiter gebracht? Und wenn ja, inwiefern? Wie sieht es mit (oftmals online angebotenen) Executive Education-Kursen aus, bspw. vom MIT, Stanford oder aber auch der Carnegie Mellon University? Insgesamt will ich mir mit dem Meinungsbild ein Bild darüber machen, ob solche Zertifikatskurse eine sinnvolle Ergänzung zum Studium, der Berufserfahrung und ggf. zu absolvierten Industriezertifikaten (z.B. ITIL, PRINCE2, PMI...) sind. Ich freue mich schon auf Euer Feedback! ✌️ Cheers, Martin
  13. Hallo in die Runde, meiner Meinung nach (und das schwingt bei einigen Vorredner*innen schon mit) ist der wesentliche Unterschied zwischen "etwas gelernt zu haben" und "etwas studiert zu haben" darin, dass "studieren" die Fähigkeit zur kritischen Reflektion des vorliegenden Wissens beinhaltet. Ein Studium befähigt die absolvierende Person aber nicht nur dazu, bestehende Informationen kritisch zu hinterfragen, sondern dieses Wissen auch in einen übergreifenden Kontext zu setzen und - je nach Erfahrung und Qualifizierung - zu objektivieren. Wenn man die Wissenstreppe von North gegenhält, so könnte aus dieser Perspektive heraus auch sagen: "Etwas gelernt zu haben" bedeutet (idealtypisch), im Nachhinein gesammeltes Wissen kompetent zu reproduzieren und danach zu handeln, ohne dass man dadurch gegenüber einer bestimmten Vergleichsgruppe (z.B. auf dem Arbeitsmarkt, in der Forschung etc.) aus der Masse signifikant heraussticht. "Etwas zu studieren" würde demgegenüber (idealtypisch) heißen, dass die studierte Person darüber hinaus nicht nur etwas "gelernt hat", sondern durch das Erlernte so viel Handlungs- und Methodenexpertise erlangt, dass er oder sie dadurch in einer Vergleichsgruppe einen signifikanten Wissens- und Anwendungsvorsprung erlangen kann (bspw. in Form einer exklusiven Forschungsnische oder eines Wettbewerbsvorteils durch exklusives Fach- oder Anwenderwissen). In diesem Verständnis würde ich den Begriff "studiert zu haben" nicht (nur)daran festmachen, institutionalisiert einen Hochschulabschluss erlangt zu haben - vielmehr kann auch der- bzw. diejenige ein eingehendes Studium zu einem Sachverhalt durchgeführt haben, wenn er oder sie bspw. signifikante Erfahrungen in ihrem bzw. seinem Handlungsumfeld gesammelt hat und diese Erfahrungswerte in neuen Handlungskontexten anzuwenden vermag. In der Industrie würde man das Berufserfahrung, in der Forschung Empirien und Heuristiken nennen 😉 Cheers, Martin
  14. Hallo zusammen, dieser Blogeintrag wird etwas kürzer als gewohnt ausfallen. Nachdem ich bis Ende April mit der geplanten Publikation auf dem Wissenschaftsforum der WBH sowie mit meiner Project Approval Form (PAF) gut im Zeitplan lag (vgl. letzten Blog-Eintrag), haben mich die letzten fünf Wochen krankheitsbedingt zurück geworfen. Zwar konnte ich bis Anfang Mai noch die Anzahl der (möglicherweise) relevanten Quellen von 2145 auf ca. 95 Publikationen reduzieren (davon werden es nach aktuellem Stand ca. 60-70 in die Review abschließend schaffen), allerdings reicht die Zeit bis zur Deadline in Darmstadt realistisch nicht mehr aus, um ein gutes Stück wissenschaftliche Arbeit zu liefern. Davon abgesehen hat der o.g. krankheitsbedingte Ausfall auch die übrige Planung der vergangenen (und kommenden Wochen) ein wenig durcheinander gebracht. Einerseits steht Ende diesen Monats voraussichtlich das Forschungsmodul MR402 mitsamt dem Assignment an (endlich!), andererseits läuft bei mir seit Ende letzten Jahres im Hintergrund noch ein Zertifikatskurs Public Health, für den ich bis zum Beginn von MR402 zwei Einsendeaufgaben zu bearbeiten und einzureichen habe. Man hat ja sonst nichts zu tun 😅 Vor diesem Hintergrund werde ich die Publikation nach Rücksprache mit meinen Co-Autoren voraussichtlich auf eine Konferenz zum Ende des Jahres hin verschieben, sodass ich bis zur Einreichung genügend Zeit für die inhaltliche Ausarbeitung des Papers habe. Hier habe ich auch schon diversen Input von meinem Supervisor erhalten, welche Möglichkeiten für eine Einreichung geeignet wären. Auch wenn der vergangene Monat einen Schritt zurück bedeutet, zeigen mir das Feedback meines Betreuers und aus meinem Umfeld, dass ich die nötige Rückendeckung für mein Vorhaben habe. Insofern kann man hierzu nur eines sagen: Hinfallen - Aufstehen - Krone richten - Weitermachen. An der Stelle hinterlasse ich besondere Grüße an @SebastianL, der aktuell in der heißen Abschlussphase seiner Diss steht: Durchbeißen, das Ende ist am Horizont zu sehen! 🤞 In dem Sinne, Cheers, Martin
  15. Um wieder zurück auf das eigentliche Thema zurückzukommen, nachdem der Thread deutlich abgeschweift ist: Mit Blick auf das Hochschulprofil und die Dozierenden fehlt mir aktuell ein Stück weit die Fantasie, wie in diesem DBA-Programm die wissenschaftliche Qualität eines - mit anderen Universitäten vergleichbaren - Promotionsverfahrens gewährleistet sein soll. Die Liste der Dozierenden an der Triagon Academy besteht zu großen Teilen nicht aus Promovierten, nennenswerte Forschungsleistungen hat die Hochschule ebenfalls bisher nicht vorzuweisen. Auch wenn das Programm mitsamt Hochschule noch in den Kinderschuhen steckt, bleibe ich alles in allem skeptisch. Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen, aber bisher gibt es hierzu keine wirklich objektivierbaren Informationen. Interessant wäre es hierbei bspw., welche Qualität die DBA-Arbeiten am Ende des Programms haben, wenn die ersten Absolvent*innen dies abgeschlossen haben. Leider sind viele DBA-Abschlussarbeiten oftmals nicht open-source, sondern unterliegen beschränkten Zugriffsmöglichkeiten - insofern bleibt nur zu hoffen, dass die Triagon Academy ihre Arbeiten publiziert und damit den Skeptikern den Wind aus den Segeln nehmen kann. Cheers, Martin
  16. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie du es schaffst, neben Familie, Vollzeit-Job und Diss noch eine Schippe drauf zu legen - Chapeau, dass wir uns demnächst auch auf ein Buch von dir (als Co-Autor?) freuen dürfen!🤓 Was mich interessieren würde: Kannst du denn Synergieeffekte zwischen den Buchinhalten und deiner regulären Forschungsarbeit schaffen oder handelt es sich bei der Monographie eher um Basics? Was wird dann der thematische Gegenstand des Buchs sein? Und welche Zielgruppe sprichst du damit an? Sehe ich hier etwa auch akademische Ambitionen in der Lehre und Forschung als Postdoc? 😏
  17. Moin, bei deinen Kriterien stellt sich die Frage, welches Ziel du grundsätzlich anstrebst und inwieweit du ggf. Kompromisse eingehen möchtest. Im öD spielt das Renommee einer Business School keine ausschlaggebende Rolle, hier kommt es vielmehr auf den Abschluss an sich sowie die vermittelten Inhalte an (oder platt gesagt: Ob Mannheim Business School oder Hochschule Hintertupfingen - Hauptsache Master als Qualifikation). Daneben beißen sich meiner Erfahrung nach die beiden Kriterien Fern-/ Onlinestudium vs. namhafter Anbieter häufig, da ein Großteil der bekannteren Business Schools hierzulande ihre Weiterbildungsprogramme als Blended Learning Format mit Pflichtpräsenzen anbieten (abgesehen von der aktuellen Pandemie-Situation, in der die meisten Hochschulen auf Fernlehre setzen). Grundsätzlich wird Public Management als Vertiefung in einem Fernstudium von einigen wenigen Hochschulen in Deutschland angeboten, die an und für sich nicht unbedingt goldene Titellettern führen - jedoch mMn allesamt eine grundsolide Management-Weiterbildung bieten (so zumindest die Erfahrungsberichte, die ich auf die Schnelle finde). Beispiele hierfür sind die HWR Berlin mit ihrem MPA oder die HS Koblenz mit ihrem MBA Public Management oder die Uni Kassel mit ihrem MPA. Diese sind aber trotz Fernstudium an gewisse Präsenztermine gebunden. Daneben gibt es noch reine Online-/Fernstudien-Formate auf dem deutschsprachigen Markt wie von der KMUAkademie, der FH Burgenland oder eben von der IU. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auf dem internationalen Markt zu schauen (bspw. Open University). Allerdings sind die Inhalte ausländischer Masterabschlüsse nicht unbedingt auf die Rahmenbedingungen hierzulande (wie bspw. im öD) anwendbar. Cheers, Martin
  18. Zwar ist das Schema überall ähnlich, aber nein - ich gehe hier nach Webster& Watson (2002) und nach vom Brocke et al. (2009) vor, weil diese ihren Fokus speziell auf Literatur aus der Wirtschaftsinformatik bzw. dem Bereich Business Information Systems setzen. Ich schaue mir aber sehr gerne mal das PRISMA Schema nach Moher an, sobald ich mit meiner aktuellen Literature Review durch bin. Aktuell gibt das die Zeit nicht her, sich mit anderen Frameworks auseinanderzusetzen. Vielleicht kann ich das ja in den Ausblick positionieren? 😉
  19. Kann mich an der Stelle nur @Steffen85 und @SebastianL anschließen: Ausgehend von deiner Ausgangslage ist es zum aktuellen Zeitpunkt weniger zielführend, einen MBA draufzusetzen. Hier ist es eher sinnvoll, mit Hinblick auf dein Alter, die bisherige Qualifikation und die Investitionsbereitschaft deiner Vorgesetzten deine Kenntnisse in der Tiefe auszubauen und einen Data Science bzw. AI-Abschluss zu machen. Du könntest (je nach persönlicher Präferenz) auch in Betracht ziehen, ein grundständiges Informatik-Aufbaustudium zu machen, um dich außerhalb von DS/AI breiter aufzustellen. Einen MBA kann man zu einem späteren Zeitpunkt immer noch hervorragend nachziehen, sobald die dort gelehrte Management-Expertise tatsächlich für den weiteren Werdegang relevant wird bzw. du die Aussicht hast, ins gehobene oder höhere Management aufzusteigen. Vielleicht noch ein Wort zu der Meinung, dass ein "Fern-MBA" nichts bringen würde oder dass nur Triple Crown-Abschlüsse das einzig Wahre wären. Hier muss man sich selbst die Frage stellen, welchen Anspruch man hat und wo man hin möchte. Internationale Akkreditierungen (hier also AACSB, AMBA und EQUIS) oder die goldenen Titellettern einer renommierten Business School sind an sich ein tolles Verkaufsargument - allerdings spielen diese Dinge nur in großen, internationalen Unternehmen, bei größeren Beratungsunternehmen oder aber dann eine wichtigere Rolle, wenn man sich bspw. über die jeweiligen Inhaltskompetenzen und über Unternehmensgrenzen neu aufstellen will. Wenn es dir hingegen darum geht, eine solide Management-Weiterbildung zu durchlaufen, kannst du auch bedenkenlos zu einer (vermeintlichen) Wald-und-Wiesen-HS greifen - natürlich so lange diese akkrediert bzw. anerkannt ist. Was die inhaltliche Ausgestaltung der Programme angeht, kochen alle Hochschulen am Ende des Tages auch nur mit Wasser.
  20. Aus den vergangenen zwei Masterarbeiten heraus kann ich nur sagen: Respekt für das konsequente Durchziehen! Wie wir aus Piles Higher and Deeper wissen, wird eine Diss nicht durch Druckertinte geschrieben - zumindest nicht ausschließlich 😉 Die Däumchen bleiber weiterhin gedrückt, halt die Ohren steif und lass dich nicht unterkriegen!
  21. Hallo zusammen, das kommende Forschungsmodul MR402 lässt auch weiter auf sich warten. Wie ich vor kurzem von unserem Course Lead erfahren habe, wird das zugehörige Seminar erst wieder Ende Juni angeboten. Demnach wird sich der Abschluss des Moduls auch auf etwa Ende September/Anfang Oktober hinziehen. Allerdings will ich die Zeit bis dahin nicht vergeuden, sondern sie so gut wie möglich nutzen. Seit dem letzten Blogeintrag fanden zwei Supervision Meetings mit meinem Erstbetreuer statt. Während der Austausch mit dem Doktorvater/der Doktormutter ind Deutschland erfahrungsgemäß stark von dem bzw. der jeweiligen Betreuer*in abhängt, wird der Punkt an britischen Universitäten deutlich strukturierter durchgeführt. Je nach Bedarf finden die Meetings in einem zwei- bis vierwöchigen Turnus statt, hier bespricht man die aktuellen Arbeitsschritte, holt sich Feedback zum aktuellen Sachstand ein und legt den weiteren Way Ahead fest. Um den Zeitraum bis zum MR402-Seminar zu überbrücken, arbeite ich an zwei Baustellen: Bis zum Stichtag 31.05.2021 will ich auf Basis der Ergebnisse aus dem Assignment zu MR401 eine erste Publikation einreichen, in der ich auf den aktuellen Stand der Wissenschaft und Praxis in meinem Themenumfeld eingehe. Der/die geneigte Leser*in wird schnell erahnen, dass es sich hier um eine Literature Review handeln wird. Diese werde ich wie folgt durchführen: Rechercheplattformen (in meinem Fall: Google Scholar, ScienceDirect, IEEExplore, AISEL, ProQuest, JSTOR, Springer Link und PubMed) werden mithilfe einer bestimmten Kombination von KeyWords durchsucht. Um die Aktualität der zu untersuchenden Inhalte sicherzustellen, wird die Suche auf Publikationen mit einem Alter <= 10 Jahren eingegrenzt. In einem ersten Schritt werden die Suchergebnisse einer ersten Filterung anhand der Titel und der Key Words unterzogen. Danach folgt ein zweiter Durchgang, in dem die Abstracts gelesen und anhand dessen die Anzahl der relevanten Publikationen weiter eingegrenzt wird. Im dritten Durchgang schließlich werden die übrigen Publikationen jeweils von vorne bis hinten durchgearbeitet (an diesem Punkt hänge ich aktuell 😅). Hieran entscheidet sich dann auch, was es am Ende in die Literature Review schafft und was nicht. Die Ergebnisse, die bei diesem Vorgang am Ende zusammen kommen, werden kritisch gewürdigt und in ein Conceptual Framework gegossen. Das bedeutet, dass die bekannten Inhalte aus der Wissenschaft debattiert und mit Hinblick auf das übergreifende Thema miteinander in Kontext gesetzt wird, sodass die jeweilige Forschungslücke nachvollziehbar wird. Zum Schluss des Conceptual Frameworks steht die Forschungsagenda, in der anhand der gegenüber gestellten, ausgewerteten Literatur Untersuchungslücken für das mögliche weitere Vorgehen aufgezeigt werden. Je nach Autorenschaft und thematischer Ausrichtung des Papers kann diese Agenda unterschiedlich ausfallen. Denkbar ist es beispielsweise, dass 3-5 Themenfelder stichpunktartig dargestellt und mit einem Rational begründet werden. Meine zweite Baustelle ist die Project Approval Form (PAF). Hierbei handelt es sich um eine weiterentwickelte Form des initialen Proposals, in der das Forschungsprojekt in einer stark eingedampften, auf den Punkt gebrachten Fassung beschrieben wird. Hierbei spielen neben einer fokussierten Darstellung des Forschungsdesigns (im Falle von empirischen Erhebungen oder bei allen möglichen Formen von Experimenten, an denen Menschen beteiligt sind) ethische Aspekte im Umgang mit Probanden einen wichtige Rolle: Hier müssen die Guidelines der Hochschule sowie Handlungsleitfäden der jeweiligen Wissenschaftsdisziplinen eingebracht werden. Insgesamt wird sich die PAF auf etwa 8-10 Seiten belaufen, wobei ein Großteil durch ein Template der Hochschule vorgegeben ist. Mein Plan ist es, das Template der PAF laufend durch die Erkenntnisse aus der Literature Review anzufetten und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Von den Zeitlinien her ist es zwar ambitioniert, das Paper bis Ende Mai fertig zu kriegen (aktuell hänge ich wie gesagt noch daran, die vorhandenen Quellen von A bis Zink durchzuarbeiten), aber insgesamt sollte das machbar sein. In der Zwischenzeit ist das Infektionsgeschehen wieder fast so schlimm wie zu Weihnachten, sodass wir in der Dienststelle auch weiter im Schwerpunkt aus dem Home Office arbeiten sollen. Nach acht Wochen Abwesenheit muss ich aber in der kommenden Woche wegen einen Pflichttermin in Präsenz vor Ort sein. Die Gelegenheit werde ich auch gleich dazu nutzen, (privat und dienstlich) die Post zu leeren und den üblichen OrgBesorg eines Wochenendpendlers zu erledigen. Drei Monate nach Bezug der Wohnung sollte ja irgendwann der berühmte GEZ-Brief kommen 🙃 Bis dahin, bleibt gesund! Martin
  22. Ich drücke dir weiterhin die Däumchen, der Passus zu deiner Diss hört sich (auch wenn er kurz gehalten ist) entsprechend des Fortschritts sehr ausgereift an. Wie ich sehe, kommst du um den inflationären Gebrauch von Buzzwords wie KI/ AI aber auch nicht herum - ich fürchte, zur nächsten Publikation wird es mir da auch nicht besser gehen 😅
  23. Zu deinem ersten Punkt muss man ganz klar sagen: Es hängt nicht (vollständig) an der Personalie oder an der Qualifikation - das, was du meinst, sind spezifische Stellenzulagen für herausragende bzw. Mangelverwendungen. Diese beziehen sich aber immer nur auf eine festgelegte Zahl von bestimmten Dienstposten. Wenn man Pech hat, bekommt man trotz einer hochspezialisierten Verwendung in Mangelbereichen keine Stellenzulage, weil der Dienstposten schlichtweg nicht richtig kodiert ist. Gerade in IT-Verwendungen des Bundes ist dies (zumindest meiner Erfahrung nach) leider oftmals der Fall - besonders bspw. bei IT-Verwendungen in ansonsten Fachbehörden. Zu deinem zweiten Punkt: Grundsätzlich d'accord, allerdings vergisst du hier zu erwähnen, dass es mittlerweile auch (je nach Land/ Kommune) leistungsbezogene Zuschüsse wie z.B. Leistungsprämien im ÖD gibt. Auch gibt es beim Einstieg in den ÖD einen relativ weiten Verhandlungsspielraum bei den Erfahrungsstufen, sofern man relevante Berufserfahrung vorweisen kann.
  24. Hallo zusammen, nachdem der letzte Eintrag ein gutes Quartal her ist, wird es wieder einmal Zeit für ein Update. Bereits Ende Januar erhielt ich den grünen Haken meines ersten Supervisors für das Assignment zum Modul MR401. In den beiden Forschungsmodulen ist es üblich, dass zunächst nur der erste Supervisor die Ausarbeitung bewertet und der Zweite erst bei Bedarf hinzugezogen wird. Abgesehen von "Pass"/ "Not Pass" erhält man als Feedback zum Assignment eine Bewertungsmatrix mit mehreren Kriterien, die je nach Qualität mit: Distinction: Eine weit über das Anforderungskriterium hinaus gehende, herausragende Arbeit, Merit: Eine über das Anforderungskriterium hinausgehende, gute Arbeit, Pass: Eine dem Anforderungskriterium entsprechend befriedigende Arbeit, Refer: Eine dem Kriterium entsprechend ausreichende Arbeit, jedoch mit einigen Mängeln, Fail: Eine dem Anforderungskriterium entsprechend ungenügende Ausarbeitung bewertet werden. Unterschieden wird in den Modulen nach einem übergreifenden Bewertungskriterium erster und fünf Kriterien zweiter (also nachgeordneter) Ordnung. Diese lauten: Argument/ Internal consistency (Dies ist das Bewertungskriterium erster Ordnung: Wie hoch ist insgesamt die Konsistenz des Assignments unter Berücksichtigung aller nachgeordneten Faktoren?), Research problem (Ist das Forschungsproblem adäquat und mitsamt dem zugrunde liegenden Rational umrissen worden? Und ist diese Darstellung auf den Punkt gebracht?), Use of theory (Bis zu welchem Grad erfolgt die zugrunde liegende Einordnung in das Themenumfeld mit Hinblick auf das formulierte Forschungsproblem und inwieweit wurde diese Einordnung kritisch analysiert und ausgewertet?), Literature review (Welcher Literaturumfang wurde in das Assignment eingebracht, wie weit wurde dieser mit Bezug auf das Forschungsproblem ausgewertet und welcher Grad an unabhängiger wissenschaftlicher Arbeit ergibt sich daraus?), Research methodology (Sind die methodischen Grundlagen und deren Einschränkungen deutlich herausgearbeitet worden? Wird die initial ausgewählte Methodik zur [zukünftigen] Sammlung von Forschungsdaten adäquat begründet? Ist sie geeignet, um das aufgezeigte Forschungsproblem zu lösen bzw. zu seiner Lösung beizutragen?), und Presentaton and expression (Wie gestalten sich die Form des Assignments, der gewählte Sprachstil und die Referenzierung der verwendeten Quellen?). Insgesamt kam ich bei "Merit" raus, mein Supervisor war also zufrieden 😉 In der Zwischenzeit gehen die internen Umstellungen an der University of Gloucestershire weiter voran. Im letzten Jahr teilte sich die bisherige School of Business and Technology in eine Business School und eine School of Computing and Engineering auf. Da ich mit der Wirtschaftsinformatik (bzw. Business Informatics/ Business Information Systems) an der Schnittstelle zwischen beiden Schools unterwegs bin, muss ich mich auf der einen Seite mit dem Course Lead der Business School (die Wirtschaftsinformatik wird im angelsächischen Raum traditionell dort aufgehängt) und auf der anderen Seite mit meinen beiden Supervisors (die zur School of Computing and Engineering gehören) laufend abstimmen. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum aktuell noch kein Termin zur Durchführung des nächsten Moduls MR402 steht (Und deswegen kommt der aktuelle Blog-Eintrag erst jetzt 😅). Nicht zuletzt das Ende der Übergangsfrist vom Brexit scheint hier sein Übriges zu tun - jedoch bin ich mehr als zuversichtlich, dass es bald weiter geht! Da wären wir auch schon bei dem Thema, das ich beim letzten Mal in Aussicht gestellt habe: Der Frage, welche Auswirkungen der Brexit auf mein Promotionsverfahren bzw. generell auf britische Promotionen aus unserer Perspektive heraus hat. Auch nach dem Austritt aus der EU ist Großbritannien weiter Mitglied des sogenannten Bologna-Raums, wie er mit der gleichnamigen Bologna-Erklärung definiert ist (der Wikipedia-Artikel liefert dazu weitere Informationen). Insofern sind britische Hochschulabschlüsse in Deutschland auch weiterhin formell anerkannt, sofern sie von einer akkreditierten bzw. staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule des jeweiligen Landes vergeben sind (da gibt es auch genügend schwarze Schafe auf dem Markt, Stichwort Titelmühle). Man kann also weiter mit bspw. einem britischen Bachelor-Abschluss ein deutsches Masterstudium nach Maßgabe der jeweiligen Hochschule anschließen. Inwieweit Arbeitgeber*innen die Abschlüsse anerkennen, hängt (wie es auch zuvor war) vom jeweiligen Unternehmen ab. Davon abzugrenzen ist die Führung ausländischer Hochschulgrade als Namenszusatz (bspw. in der Email-Korrespondenz oder auf Visitenkarten). Hierzu gibt es einen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), der übergreifende Vorgaben macht. Demnach dürfen ausländische Hochschulgrade grundsätzlich in der durch die jeweilige Hochschule verliehenen Form oder in der nachweislich gängigen Abkürzung sowie unter Angabe der verleihenden Hochschule getragen werden. Als Inhaber bspw. eines norwegischen Bachelor-Abschlusses der Universität Oslo wäre eine zulässige Führung des Hochschulgrades demnach: Max Mustermann, B.Sc. (Universität Oslo) Zusätzlich dazu gibt es begünstigende Regelungen für die Führung ausländischer Hochschul-, inklusive Doktorgrade. Diese betreffen unter anderem auch die Führung britischer Doktorgrade, wobei der PhD oder der DBA die Bekanntesten sind. Demnach dürfen diese auch weiterhin (ohne fachlichen Zusatz und ohne Herkunftsangabe) als "Dr." vor dem Namen in Deutschland getragen werden. Diese Grundsätze werden jeweils durch Landesregelungen umgesetzt, etwa durch die in Bayern. Hiernach gilt: Britische Hochschulgrade (exklusive Doktorgrade - also Bachelor- und Masterabschlüsse), die vor dem 31.12.2020 verliehen wurden, dürfen weiterhin ohne Namenszusatz der verleihenden Hochschule getragen werden, Britische Hochschulgrade (exklusive Doktorgrade), die ab dem 01.01.2021 verliehen wurden bzw. werden, müssen mit Namenszusatz getragen werden (bspw. Max Mustermann, BSc. [University of Edignburgh]), Britische Doktorgrade dürfen sowohl in der Originalform mit, ohne Herkunftszusatz oder alternativ als "Dr." ohne Fach- und Herkunftszusatz getragen werden. So! Das war es aus wissenschaftlicher Sicht auch schon wieder. Wie ich beim letzten Eintrag ebenfalls anklingen ließ, stand in diesem Quartal die Versetzung auf den neuen Dienstposten an. Nachdem es in den ersten paar Wochen im Februar anstregend war, jede Woche knappe 1000 km mit dem Auto zu fahren (u.a. um die Pendelwohnung einzurichten und das neue Büro zu beziehen), geht es seit knapp zwei Wochen schwerpunktmäßig wieder ins Home Office. Angesichts der wieder steigenden Fallzahlen sind wir natürlich alle gespannt, wie lange diese Situation noch andauert - diese Frage stellen sich in der Republik aber sicher auch genügend andere Leute 😅 In diesem Sinne: Cheers! Martin
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