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Walter Frei

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  1. Liebe Ramona, danke für dein Feedback zu meinem Blogbeitrag. Ich habe in meinem Beitrag meine Erfahrungen geschildert. Dem Beitrag habe ich voran gestellt, dass es sich um einen persönlichen Eindruck handelt. Darüber hinaus habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass sich einige meiner Schilderungen auf bisher beobachtete Einzelfälle beziehen. Wenn bei dir der Eindruck einer verallgemeinernden Schreibweise entsteht, liegt das vielleicht daran, dass ich aus Datenschutzgründen vermeiden will/muss konkrete Angaben zu machen. Mir ist aufgefallen, dass vielleicht ein Missverständnis entstanden ist. Es ist richtig, wie du sagst, dass Fragen auf dem Board beantwortet werden. Meine Kritik bezog sich auf die fachlich/inhaltliche Diskussion, die ich auf dem Board vermisse. Organisatorische Fragen werden stets umgehend beantwortet. Es tut mir leid wenn ich hier zunächst einen anderen Eindruck erweckt habe. Außerdem habe ich meinen Beitrag zu den studymags gekürzt und meine Erläuterungen zum diesbezüglichen statement der Hochschulleitung gelöscht. Es ist manchmal schwierig hier einen konkreten Einblick zu liefern, ohne dabei Dinge konkret zu benennen. Ich akzeptiere aber deinen Wunsch nach Privatsphäre unter den Angehörigen von onlineplus an der Stelle. Fresenius onlineplus bietet einen Probemonat. Das ist wirklich eine tolle Sache und ich kann allen nur empfehlen das auszuprobieren. Jede/jeder hat ganz unterschiedliche Bedarfe und für einige sind vielleicht Aspekte, die ich kritisch finde, gar nicht so schlimm. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es möglich ist, bei Fresenius onlineplus zu einem Abschluss zu gelangen, das steht für die meisten wahrscheinlich im Mittelpunkt der Erwägungen. Außerdem ist das Angebot günstig und die Studiendauer verhältnismäßig kurz. Eine persönliche Kosten/Nutzen - Abwägung kann also trotz der benannten Kritikpunkte darin resultieren das Studium bei Fresenius onlineplus zu bestreiten. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn auch andere, die den jungen Studiengang Soziale Arbeit bei Fresenius onlineplus studieren oder an einer anderen Fernhochschule Soziale Arbeit studieren, hier über ihre Erfahrungen berichten. Ich kann mir vorstellen, dass sich aus den unterschiedlichen Perspektiven heraus auch ganz verschiedene Eindrücke ergeben, die weder falsch noch richtig, sondern persönliche wertvolle Eindrücke sind. Lieben Dank Walter
  2. Liebe Community, hier jetzt endlich der nächste Beitrag zu meinen Erfahrungen bei Fresenius onlineplus Studiengang BA Soziale Arbeit. In einem vorigen Beitrag hatte ich schon über das Studienkonzept bei Fresenius onlineplus berichtet. Hier nochmal zur Wiederholung: "Vertiefen Sie Ihr Wissen u. a. mit modernen Studienmagazinen, den studymags. Und wenn Sie Fragen haben oder einmal nicht weiterwissen: Verlassen Sie sich auf Ihren persönlichen studycoach, der Sie in jeder Situation berät und der Ihnen die passenden Tipps und Antworten gibt. [...] studynet ist Hörsaal, Seminarraum und Cafeteria zugleich." https://www.onlineplus.de/fernstudium/studienkonzept/ Meine subjektiven Erfahrungen aus den letzten Wochen, das wird ein bisschen mehr und es ist auch emotional geprägt: Ich bin wirklich baff darüber, was den Studierenden da verkauft wird. Das ist mein persönlicher Eindruck, ich habe keinen Vergleich mit anderen Fernhochschulen. studymags: Im BA Soziale Arbeit gibt es keine Studienbriefe, die extra dafür verfasst wurden. Es sollen aber studymags aus anderen Studiengängen gelesen werden. Diese enthalten zahlreiche Fehler, Namen bedeutender WissenschaftlerInnen werden durchweg falsch geschrieben. Konzepte werden falsch dargestellt. Literaturverweise sind nicht vorhanden oder fehlerhaft, wörtliche Zitierungen entsprechen nicht der Quelle. Es macht nicht wirklich Spaß damit zu lernen. Alles was darin steht, muss ohnehin nochmal geprüft werden und das ist aufwendig. Außerdem fühlt mensch sich wirklich "über den Tisch gezogen", das Studium kostet ja viel Geld, geworben wird mit modernen Studienmagazinen. Aber die gibt es nicht für den BA Soziale Arbeit. Und obwohl die zu lesenden fachfremden studymags schon 2 Jahre unter Studierenden kursieren, weisen auch die online-Versionen noch schwerwiegende Mängel auf. Die Themen mangelnde Qualität und Nicht-Vorhandensein von studymags werden auch in der onlineplus-Community diskutiert. Die Probleme tauchen auch in anderen Studiengängen auf. Inzwischen hat sich die Hochschulleitung dazu ein Statement abgegeben. ****GELÖSCHT**** Studierende haben auch schon erkannt, dass das wohl eher wiederholte Schönfärberei ist. FAZIT studymags: ENTTÄUSCHEND. sehr. studycoach: Zu studycoaches kann ich nicht viel sagen. Sie sind wohl für Fragen bei der Organisation des Studiums zuständig. Mir ist nicht ganz klar, wofür sie tatsächlich da sind. Ansprechpartner*Innen gibt es außerdem im Prüfungsamt, auch die Studiengangsleitung und Dozierenden erfüllen diese Funktion, z.T. in Doppelfunktion. Es ist ein wenig unklar, wer wofür zuständig ist. Das führt vermutlich dazu, dass Studierende ihre Anfrage, ob der unklaren Aufgabenverteilung an verschiedene Menschen schicken. Ich musste mich zuweilen zwischen 3 Ansprechpartner*Innen hin und her fragen. Komplizierend kommt hinzu, dass es möglich ist, im Forum (auf dem Board nennen sie es), per Nachricht, per Chat oder per Mail zu kommunizieren. Ich habe schon Informationen via E-Mail erhalten, die dann auf dem Board, für mich nicht gleich ersichtlich, wieder revidiert wurden. Aber das führt schon zum nächsten Thema. Erstmal FAZIT stduycoach: UNKLAR. studynet: Das studynet - die Plattform auf der alles stattfindet. Es ist auf den ersten Blick ganz hübsch. Im studynet gibt es einen Bereich fürs Prüfungsamt. studentische Gruppen, und eben die studienbezogenen Lernräume je Modul. Heute geht es mehr um die Lernräume. Zu dieser Plattform und was dort alles zu erleben ist, gibt es in Zukunft sicher noch mehr zu berichten. Je Modul gibt es also nochmal einen Bereich, der von irgendwem dann mit Lernmaterial ausgestattet wird. Im Prinzip ist dieser Bereich zunächst nichts weiter als ein Vorlesungsskript, was hier in verschiedene Lerneinheiten untergliedert wird. Hin und wieder lesen Dozierende auch Text vor, das kann mensch sich dann als Video anschauen. Ist inhaltlich redundant, gibt aber tatsächlich so ein wenig das Gefühl, dass hinter dem Material noch irgendwo ein Mensch steckt, der*die das Modul betreut. Und dann kann mensch sich von Lerneinheit zu Lerneinheit durchklicken und durcharbeiten. Das gibt einerseits Strukturierung, andererseits ist das auch sehr unübersichtlich. Es gibt in diesen Modulen zum Beispiel keine Literaturliste für das gesamte Modul. Mensch muss sich jeweils in die Lerneinheit klicken und sich dann bis zur Literatur (was meist ein Link ist) durch klicken. Das verlinkte Material lässt sich ohne Tricks auch nur schlecht bearbeiten (markieren oder ähnliches ist schwierig.) Irgendwie wirkt alles ein wenig versteckt in diesen Modulen. Es ist nicht möglich sich zum Beispiel einfach alle Informationen als eine Textdatei runter zu laden um zum Beispiel auch mal damit in eine Bibliothek zu gehen und offline zu studieren. Außerdem kann mensch, falls das Studium mal beendet wird, diese ganzen Informationen eben nicht einfach so konservieren. Wenn du raus bist und das studynet nicht mehr nutzen kannst, kannst du nichts mitnehmen. Falls du doch die Absicht hast, dir ein Skript für die Module irgendwo abzuheften oder zu speichern, musst du das kompliziert per Hand selbst raus kopieren. 😞 In diese Lernräumen gibt es Boards, also wieder ein Forum. Mensch kann dort Fragen stellen oder irgendwas machen, was der Zweck dieses Boards eigentlich ist, ist unklar. Vielleicht auch beabsichtigt unklar. Es gibt auch die Möglichkeit Fragen, Hinweise usw. zu den einzelnen Lernmaterialien zu erstellen. Gemessen an der Anzahl der eingeschriebenen Nutzer*Innen ist die Aktivität am Board sehr sehr sehr mau. Hin und wieder werden technische oder organisatorische Fragen gestellt. Inhaltlich wird an diesen Boards nichts geklärt. Was dann wiederum vielleicht erklärt, dass die Aktivität sehr mau ist. Es gibt eigentlich keine inhaltlichen Diskussionen zwischen Studierenden am Board. Es sind ein paar inhaltliche Fragen zu beobachten, die an die Dozierenden gerichtet sind, aber in den von mir besuchten Modulen, scheinen die Dozierenden nicht gewillt oder nicht fähig auf inhaltliche Fragen einzugehen. Auf den Boards ergibt sich dahingehend wirklich ein skurriles Bild. Auf inhaltliche Fragen wird kaum (eigentlich nie) öffentlich in der Sache geantwortet. Es gibt Antworten wie, "Ich leite das weiter", "Wird geprüft." "Danke". "Wir schauen uns das an.", "Die Frage sprengt den Rahmen." "Andere Studierende fragen nicht, deshalb muss das klar sein.", "Schauen Sie doch selbst nach." "Das ist nicht prüfungsrelevant". Mensch bekommt den Eindruck als würden dort Politiker*innen unangenehme Fragen gestellt, die diese dann irgendwie ausweichend, aber nie in der Sache, beantworten. Wirklich befremdlich. Die Rolle der Dozierenden bei onlineplus ist mir sehr unklar. Als fachliche Beratung scheinen Sie (meinen Beobachtungen am Board (im Forum)) zufolge, nicht zur Verfügung zu stehen. Zum Teil räumen sie selbst ein, das dargebotene Material nicht zu kennen. Sie betreuen also Module, deren Material sie nicht kennen. Es ist skurril. (Bisher beobachtete Einzelfälle). Die Module werden zum Teil von Dozierenden betreut die fachfremd in Bezug auf die Soziale Arbeit und zum Teil auch fachfremd in Bezug auf das von ihnen betreute Modul sind, gepaart mit einer scheinbar wenig ausgeprägten Bereitschaft sich vertieft in das Material einzuarbeiten. Es ist ein Trauerspiel. Bisher. Ich hoffe auf deutliche Verbesserungen. Was sind Eure Erfahrungen in Bezug auf die inhaltliche Betreuung. Erhaltet ihr Antwort, wenn ihr mal was nicht verstanden habt? Könnt ihr auch mal eine kniffelige Frage stellen? Habt Ihr das Gefühl die Dozierenden haben Lust drauf, euch beim Lernen zu helfen? Ich würde mich über Feedback von Euch freuen. Beste Grüße
  3. Hallo Markus, ja es wird auf Literatur verwiesen, bzw. es werden konkrete Texte und Bücher und Kapitel zu einzelnen Lehreinheiten empfohlen. Auf die Bücher kann kostenfrei zugegriffen werden. Downloads sind nur beschränkt möglich, wer die technischen Kniffe nicht kennt, muss lange Texte online lesen. Aber dafür ist es ja ein online-Studium. Interessant ist, dass zwischen den Literaturangaben im Modulhandbuch und der tatsächlich zu lesenden Literatur nur wenig Überschneidungen bestehen. Vielleicht liegt das an den Personalwechseln, die bei dem recht jungen Studiengang schon statt gefunden haben. Inzwischen läuft in der onlineplus-Studierenden-Gemeinschaft auch eine interessante Diskussion zu den studymags. Es scheint als würden diese zum Teil in anderen Studiengängen abgeschafft, zur großen Unzufriedenheit einiger Studierender, die sich insbesondere wegen der studymags, mit denen die Studiengänge auch beworben werden, für Fresenius onlineplus entschieden haben. Ein klares Statement dazu seitens der Hochschule gibt es bisher aber noch nicht. In einem nächsten Eintrag werde ich versuchen meine Eindrücke zum studynet zu teilen.
  4. Hi Markus, vielen Dank für dein Interesse. Soweit ich es überblickt habe, gibt es keine studymags, die spezifisch für den BA Soziale Arbeit erstellt wurden. Nur teilweise werden studymags aus anderen Kursen herangezogen. Ich habe mir es eigentlich auch so vorgestellt, dass die moderne Form des Studienheftes angeboten wird, da es ja zentrale Bestandteil ist. So scheint es aber nicht. Aber vielleicht kann hier noch wer anders korrigieren. Es ist durchaus möglich, dass ich es nicht richtig erfasst habe.
  5. In meinem ersten Beitrag habe ich aus der Stellungnahme des Wissenschaftsrats zur institutionellen Akkreditierung für die Hochschule Fresenius berichtet. Um Akkreditierung wird es auch diesmal gehen, zunächst stelle ich aber das Studienkonzept kurz vor und berichte von meinen ersten Erfahrungen mit der Umsetzung. Auf das anmeldepflichtige Angebot bei onlineplus habe ich auch schon Zugriff. Und dort habe ich zunächst ein zentrales Element des Studienkonzepts einem prüfenden Blick unterzogen. Erläuterungen zum Studienkonzept bei onlineplus können auch nicht angemeldete Interessierte nachlesen. https://www.onlineplus.de/fernstudium/studienkonzept/ Das Studienkonzept ist aus 3 Elementen aufgebaut: studynet (das ist die online-Plattform), studymags und studycoaches. In diesem Beitrag werde ich besonders den Aspekt der studymags beleuchten. (Auf die anderen Elemente gehe ich in späteren Beiträgen ein). Zu den studymags ist auf der Website zu lesen: "Dröge Studienbriefe waren gestern: Unsere studymags in Magazinform sind prall gefüllt mit verständlichen Texten und Infografiken, aktuellen Inhalten, praxisnahen Fallbeispielen und kompakten Zusammenfassungen zur Prüfungsvorbereitung. [...] studymags sind didaktisch und inhaltlich so konzipiert, dass auch anspruchsvoller akademischer Stoff sich leicht einprägt. Lernen funktioniert eben am besten, wenn es Spaß macht." (https://www.onlineplus.de/fernstudium/studienkonzept/) Das ist ein reizvolles Angebot. Ich habe mich auch gleich im shop von onlineplus, wo ich die studymags kostenpflichtig bestellen kann, umgeschaut (sie sind aber auch kostenfrei digital verfügbar). Leider musste ich im shop feststellen, dass kein einziges studymag, welches spezifisch für den Studiengang Soziale Arbeit erstellt wurde, zu erwerben ist. Das finde ich ärgerlich. (Es gibt zwei studymags zu einem Modul der Sozialen Arbeit, diese sind aber aus einem anderen Studiengang geliehen und decken nur einen sehr kleinen Bereich des Moduls ab. Für Module die auch von anderen Studiengängen belegt werden, scheint das Angebot an studymags größer zu sein.) Vielleicht bessert die Hochschule an dieser Stelle noch nach. In Bezug auf die studymags aber auch allgemein, möchte ich weiter darüber informieren wie Berichte zur Akkreditierung genutzt werden können um sich zur Qualität des zukünftigen Studiums zu informieren. Neben den Hochschulen werden auch die einzelnen Programme, also Studiengänge akkreditiert. Das dient unter anderem dazu, sicherzustellen, dass das Studiengangskonzept schlüssig ist und tatsächlich umgesetzt wird. Die Hochschule Fresenius ist systemakkreditiert und kann deswegen ihre Programme selbst akkreditieren. Der Studiengang Soziale Arbeit bei onlineplus wurde entsprechend durch die Hochschule selbst akkreditiert. Ein kurzer Bericht dazu ist hier zu finden: (hier könnt ihr auch andere Studiengänge an anderen Hochschulen suchen, die euch interessieren). https://antrag.akkreditierungsrat.de/akkrstudiengaenge/361bd1b5-ae43-401f-8ae5-95c5c142b17b/ Die Akkreditierung erfolgt für 8 Jahre (31.01.2019 - 31.03.2027) *GEKÜRZT*. Zum Vergleich habe ich auch eine externe Akkreditierung für einen anderen Studiengang bei onlineplus angesehen. Die Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) wurde durch die FIBAA - Foundation for International Business Administration Accreditation akkreditiert. Auffällig ist, dass die FIBAA damals (2016) ihre Akkreditierung an Auflagen geknüpft hat. "Die Hochschule weist die endgültige Fertigstellung der Studienbriefe („studymags“) für alle Module der ersten beiden Semester in den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre (B.A.) und Wirtschaftspsychologie (B.Sc.) nach." Dabei beruft sich die FIBAA auf die Rechtsquelle: Ziff. 2.3 „Studiengangskonzept“ der Regeln des Akkreditierungsrates. https://antrag.akkreditierungsrat.de/akkrstudiengaenge/ff4ce337-3f23-ee16-dbd9-fb88f2bd8ac8/ Hier zeigt sich, dass eine Akkreditierung tatsächlich für Studierende sinnvoll sein kann, da sie eine gewisse Qualität sicherstellt. Wie die Regeln des Akkreditierungsrates ausgelegt werden, scheint aber ein wenig abhängig davon, wer die Akkreditierung vornimmt. Studierende der Sozialen Arbeit bei onlineplus müssen zunächst noch ohne studymags auskommen, obwohl damit als zentrales Element des Studienkonzepts geworben wird. Wie sich das so studiert und wie es mit den anderen zentralen Elementen des Studienkonzepts bei onlineplus bestellt ist, werde ich bald berichten.
  6. Ich denke darüber nach das Produkt Bachelorstudiengang Soziale Arbeit bei onlineplus zu erwerben. Bevor ich größere Konsumentscheidungen treffe, befasse ich mich gewöhnlich kurz mit der Kultur des anbietenden Unternehmens. Ich vermute, dass sich Unternehmenskultur auch in Struktur und Zufriedenheit der Mitarbeitenden und letztendlich auch im Kontakt mit Kund*innen widerspiegelt. Deswegen lege ich Wert auf demokratisch organisierte Unternehmen mit möglichst flachen Hierarchien und Kommunikation auf Augenhöhe über alle Instanzen hinweg. Als moderner Mensch ist mir auch wichtig, dass Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Sensibilität für Diskriminierung von Unternehmen aktiv angegangen werden. In Bezug auf private Hochschulen ist es nicht einfach an ausgewogene Informationen zu gelangen. Hilfreich können hier die Stellungnahmen zur Akkreditierung des Wissenschaftsrat sein. (https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5238-16.html) Die Hochschule Fresenius wurde 2016 durch den Wissenschaftsrat re-akkreditiert. Zu den allgemeinen Zielen der Institutionellen Akkreditierung zählen auch der "Schutz der Studierenden sowie der privaten und öffentlichen Institutionen als künftige Arbeitgeber der Absolventinnen und Absolventen." (https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/5238-16.html) Für zukünftig Studierende sind solche Stellungnahmen tatsächlich interessant. Ich gebe im folgenden aus dem Bericht nur für mich bedeutsame Aspekte wieder. Um euch ein eigenes Bild zu machen, bzw. um zu prüfen, wie die für euch wichtigen Aspekte vom Wissenschaftsrat bewertet wurden, empfehle ich die Lektüre der Stellungnahme. Auch zu anderen Hochschulen, die Fernstudium anbieten, gibt es Stellungnahmen. Auf onlineplus selbst werden - selbstverständlich und legitim - positive Aspekte aus der Stellungnahme des Wissenschaftsrat erwähnt um das Programm anzupreisen. (https://www.onlineplus.de/ueber-onlineplus/akkreditierung-und-zertifizierung/) Ich finde bemerkenswert, dass der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme deutlich macht, dass die Hochschule ein stark unternehmerisch geprägtes Selbstverständnis hat, sie jedoch nicht über eine "im Ganzen wissenschaftsadäquate Leitungs- und Selbstverwaltungsstruktur" verfügt. Als besonders kritisch bewertet der Wissenschaftsrat, dass dieser Mangel auch schon im Jahr 2010 thematisiert wurde, die Hochschule aber nicht in der Lage oder Willens war entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung des Mangels zu ergreifen. (Stellungnahme zur Reakkreditierung der Hochschule Fresenius, Idstein (Drs. 5238-16), April 2016) Die Ausstattung mit hauptberuflichen Professorinnen und Professoren bewertet der Wissenschaftsrat als äußerst kritisch. Mit Blick auf die Gleichstellung der Geschlechter merkte der Wissenschaftsrat kritisch an, dass das zum Zeitpunkt der Reakkreditierung sechsköpfige Präsidium ausschließlich männlich besetzt ist. (Stellungnahme zur Reakkreditierung der Hochschule Fresenius, Idstein (Drs. 5238-16), April 2016) Die Reakkreditierung ist schon 5 Jahre her und bezog sich auch nicht direkt auf den damals noch nicht existenten Fachbereich onlineplus. Das nächste Reakkreditierungsverfahren steht bald an. Mglw. werden dann durch den Wissenschaftsrat auch gesondert Aussagen zum Fachbereich onlineplus gemacht. Mein erster Eindruck der Hochschule Fresenius, der weitestgehend auf der Stellungnahme zur Reakkreditierung durch den Wissenschaftsrat aus dem Jahr 2016 basiert, ist in Bezug auf die mir wichtigen Aspekte zunächst nicht so positiv. Ich bin gespannt welche Empfehlungen des Wissenschaftsrates bis zur nächsten Reakkreditierung umgesetzt wurden und wie die Entscheidung zur Reakkreditierung ausfällt. Ob diese eher macht-monopolisierende Unternehmenskultur auch im Alltag für Studierende bemerkbar wird, werde ich versuchen während eines Probemonats bei Fresenius onlineplus festzustellen.
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