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Mein Job als Fernlehrerin für die Klett-Gruppe


Markus Jung

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  • Admin

Elke Meurer ( www.eMeurer.com ) ist seit vielen Jahren für verschiedene Fernschulen aus der Klett-Gruppe als Tutorin und Autorin tätig. Exklusiv für Fernstudium-Infos.de berichtet sie in einer kleinen Beitragsreihe über ihre Erfahrungen als Fernlehrerin ganz allgemein und speziell über die von ihr betreuten Lehrgänge zum Qualitätsmanagement.

Ich bin freiberufliche Auditorin und Unternehmensberaterin mit den Schwerpunkten Qualitäts- und Projektmanagement. Bereits vor meiner freiberuflichen Arbeit habe ich in der Erwachsenenbildung als Dozentin gearbeitet und bin der Lehre seither treu geblieben. Als Fernlehrerin zu arbeiten ist für mich eine logische Konsequenz. Seit 2004 bin ich Fernlehrerin für den Lehrgang „Qualitätsbeauftragte/r TÜV“ bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD). Etwa ein Jahr später habe ich die Betreuung des gleichnamigen Kurses bei der Hamburger Akademie für Fernstudien (HAF) übernommen und seit 2008 bin ich Autorin der entsprechenden Lernhefte (QUAL-Reihe) für das Institut für Lernsysteme (ILS).

Freiberuflich arbeiten bedeutet, dass ich nicht in der jeweiligen Fernakademie zu finden bin. Sicherlich sind unter den Fernlehrern auch Angestellte zu finden. Es sind jedoch sehr viele Freiberufler dabei, weil sonst die Fachgebiete nicht in dem Maße abgedeckt werden könnten. Mein Wohn- und Geschäftssitz ist in Eupen (Belgien) in der Nähe von Aachen, wo ich ursprünglich herkomme. Manchen E-Mails von Fernstudenten entnehme ich, dass sie davon ausgehen, ich säße in der jeweiligen Akademie („können Sie im System nachgucken…“). Die Aufgaben von Akademie und Fernlehrer sind klar getrennt: die Akademie kümmert sich um die organisatorischen Belange (Verträge mit Teilnehmern, Hefte verschicken, Noten erfassen, Zeugnisse ausstellen, Prüfung organisieren usw.) und Fernlehrer sind für die inhaltlichen Angelegenheiten zum Lehrgang da (Fragen beantworten und Einsendeaufgaben korrigieren). Ich bin über die Abläufe der jeweiligen Akademie soweit informiert, dass ich entsprechend verweisen kann oder die Angelegenheit an betreffende Mitarbeiter weiterleite.

Meine Rolle hat viele Parallelen zur Situation von Fernstudenten: Die Einsendeaufgaben werden täglich an mich versendet. In meinem Postfach in Aachen liegen regelmäßig dicke Briefumschläge mit mehreren Einsendungen. Zeitlich unabhängig innerhalb einer gesetzten Frist korrigiere und bewerte ich sie dann an meinem Schreibtisch. Dabei kenne ich die Studenten meist noch weniger als sie mich. Über den Online-Campus bzw. im persönlichen Begrüßungsschreiben stelle ich mich kurz vor. Manche stellen sich mir auch vor, sagen was sie beruflich machen und warum sie sich zu diesem Studium entschieden haben. Darüber freue ich mich, denn die beruflichen Hintergründe sind in diesem Lehrgang sehr unterschiedlich.

Die zeitliche Unabhängigkeit war für mich von Anfang an attraktiv, da ich den Aufwand um meine anderen Aufgaben herum verteilen kann. Im Gegensatz zu Präsenz-Seminaren, bei denen ich pünktlich erwartet werde und ein zeitlicher Rahmen vereinbart ist, kann ich diese Arbeit flexibel gestalten. In der Tat ist es für mich zur Routine geworden, damit meinen Tag zu beginnen, sofern ich keinen Termin außer Haus habe. Schade ist dagegen, dass man sich kaum kennenlernen kann. In all den Jahren habe ich erst wenige Fernstudenten persönlich kennengelernt; meistens besteht der Kontakt über Campus (Mails und Chat), Telefon oder Skype. Vor kurzem habe ich eine Xing-Gruppe für (ehemalige) Fernstudenten im Fach Qualitätsmanagement gegründet, damit auch nach dem Studium der Kontakt bleiben kann (https://www.xing.com/go/group/71470.74630a/11541419). Ein abgeschlossenes Studium bedeutet nicht, keine Fragen oder Bedürfnis nach Austausch mehr zu haben.

Wie viele Fernstudenten zum Lehrgang angemeldet sind, weiß ich nicht. Für meine Arbeit ist das auch nicht weiter wichtig. Ich stelle jedoch fest, dass es sehr regelmäßig Neuanmeldungen gibt. Das ist nicht verwunderlich, da Qualitätsmanagement im Berufsleben sehr gefragt ist. Ein paar wellenartige Bewegungen stelle ich bei den Einsendeaufgaben und Fragen jedoch immer wieder fest:

  • ein neues Jahr ist für viele der Anlass das Studium in Angriff zu nehmen,
  • montags ist meine Mail-Box gut gefüllt: am Wochenende ist die Zeit da, um Einsendeaufgaben zu bearbeiten,
  • Urlaubszeiten sind nicht unbedingt studienfreie Zeiten: viele nutzen Urlaub oder Freizeitausgleich zum intensiveren Studium,
  • Feiertage sind beliebte persönliche Zielmarken, um Lernhefte abzuschließen und
  • nur Fußball-Weltmeisterschaften können Fernstudenten vom Studium fernhalten.

Bis zur nächsten Weltmeisterschaft ist es ja noch ein Weilchen… daher: Viel Spaß beim Studium.

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