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chillie

Ziele bei nebenberuflichen WiWi-Promotionen

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Aktuell häufen sich die Anfragen hier im Forum und mich würde interessieren, welche Ziele die Interessenten mit nebenberuflichen Promotionen (teilweise nach Fernstudentenkarrieren) eigentlich verfolgen, bzw. was sie sich von so einer Promotion erhoffen.

Immerhin sind entsprechende Programm an privaten Hochschulen oder im Ausland nicht gerade ein Schnäppchen (das HFH-Programm kommt wohl auf ca. 50tsd EUR inkl. Reisekosten).

In den WiWi bin ich persönlich in der Praxis noch nicht so häufig auf einen Dr. gestoßen. Bei meinem AG gibt es ziemlich genau 2 Dr. - die Marketingleitung und der internationale Controllingleiter (Unternehmen mit >1500 Mitarbeitern).

Dass man für den Vorstand eines großen Konzerns promoviert sein "sollte" verstehe ich ja, allerdings braucht man dazu auch den passenden "Stallgeruch". Der Fernstudent ohne Abitur, der nebenberuflich an der Karriere feilt fällt da teilweise schon allein durch seine Vergangenheit raus.

Ich bin gespannt, welche Ziele also hinter so einer Promotion stecken könnten. Als Hobby wäre es doch etwas sehr aufwändig ;)

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Ohne etwas unterstellen zu wollen: viele hätten einfach gerne diesen Grad für's Ego (und natürlich für die Karriere). Meiner Meinung nach ist der Doktorgrad in der freien Wirtschaft so gut wie überflüssig bzw. wird dem Grundgedanken dort nicht gerecht. Er ist dazu da, um eine herausragende Befähigung für Forschung und wissenschaftliches Arbeiten zu dokumentieren/honorieren.

Ich denke auch, dass viele den unglaublichen Aufwand, der nötig ist, um eine Dissertation zu erstellen, massiv unterschätzen. Es handelt sich um ein Forschungsprojekt - das ist noch mal eine ganz andere Nummer als ein Fernstudium. Ich sehe es an meiner Schwester, die seit 6 Jahren daran herumlaboriert und mittlerweile extreme Zweifel am Sinn der ganzen Sache hat. Ich selber habe es für mich ausgeschlossen, da ich a) kein Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere habe und mich B) mit FH-Fernstudium eh keiner nehmen würde :lol:

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Meine Promotionsabsicht ist zwar momentan auf meiner Weiterbildungsagenda ziemlich nach hinten gerutscht, trotzdem verfolge ich das Thema noch mit einigem Interesse.

Ich arbeite in einem großen IT-Beratungsunternehmen (> 97000 Mitarbeiter weltweit). Da häufen sich ab einer bestimmten Ebene die Doktorhüte, so dass die Promotion durchaus ein Karrierehelfer sein kann. Das gilt aber weniger für uns Teckies. sondern eher für Sales-Leute und Accounter.

Ich bin gespannt, welche Ziele also hinter so einer Promotion stecken könnten. Als Hobby wäre es doch etwas sehr aufwändig ;)

Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber bei mir wäre es tatsächlich nur Hobby; für's Ego und für einen neuen Vornamen auf dem Grabstein :-)

Gruß

Harald

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Wenn Du das als Hobby machst, würdest Du bei einem AG-Wechsel den Dr. dann angeben? Ich kann mir auch vorstellen, dass man nicht unbedingt einen promovierten einstellt wenn man keinen sucht. Zumal sich ja das sicher auf die Vergütung niederschlagen sollte.

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Wenn Du das als Hobby machst, würdest Du bei einem AG-Wechsel den Dr. dann angeben? Ich kann mir auch vorstellen, dass man nicht unbedingt einen promovierten einstellt wenn man keinen sucht. Zumal sich ja das sicher auf die Vergütung niederschlagen sollte.

Falls du dich auf mich beziehst: Ich arbeite als Software-Architekt in ziemlich großen Projekten. Da spielt die akademische Laufbahn keine Rolle, allenfalls um die Einstellungshürde zu nehmen. Einzig relevant ist die persönliche Projekthistorie.

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Der "steinige Weg" aus dem Blog, chillie? ;)

Als Antwort dafür würde jetzt auch ein Smiley reichen, der einen Vogel zeigt :D ... aber lassen Sie es mich anders formulieren NIE-MALS im LEEE-BEN :cool:

Bearbeitet von chillie
typo

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Ich finde es kommt auch darauf an in welchen Umfeld man sich bewegt. Meine englischen (Naja eigentlich australischen aus dem Londoner Büro) Koillegen haben sich einmal tagelang über eine deutsche Beraterin lustig gemacht die einen Dr. in Tax hatte. Im Gespräch wurde dann deutlich das nach deren Meinung ein Doktor nur Sinn macht und angebracht ist wenn man selber lehren will, man sich in der freien Wirtschaft damit aber eher lächerlich macht. Das ist meine Erfahrung mit der angelsächsischen Sichtweise.

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