Springe zum Inhalt
Foreness

Lernerleichtung durch Vorbildung

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

ich hab mein Fachabi auf einer Handelsschule (Schwerpunkt BWL) abgeschlossen, eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und den Fachkaufmann für Einkauf und Logistik abgeschlossen.

Nun denke ich über ein Fernstudium BWL nach. Meine Frage ist, helfen einem diese o.ä. Vorkenntnisse und Vorbildung den Lernstoff schneller zu verinnerlichen? Ich weiß, dass ist subjektiv aber verglichen mit jemandem, der vom Gymnasium kommt und quasi bei "null" anfängt, sollte ich doch einen recht großen Vorteil haben, den Stoff in einigen Bereichen schneller durchzuarbeiten?!

Gibt es jemanden, der hier Erfahrungen gemacht hat und mir seine Eindrücke schildern kann. Hat jemand beim Lernen spürbar gemerkt, dass der Lernaufwand geringer war?

Hintergrund, mir geht es darum herauszufinden, in wie fern ich meine Vorkenntnisse einsetzen kann und wie groß der Anteil am Gesamtstoff ist. Ich hatte im Prinzip alle Fächer, die auch in einem Studium bearbeitet werden.

Ein Wunschtraum wäre, dass ich herausfinde, dass im Prinzip in diesem BWL Studium nicht viel neues auf mich zukommt und ich weitgehend alles schonmal gesehen habe.

Vielen Dank für eure Teilnahme

Grüße

Foreness

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Hallo,

ich studiere soziale Arbeit, habe FHR Sozialwesen sowie eine Ausbildung im sozialen Bereich + jahrelange Berufserfahrung. Ich tue mich mit dem Studium relativ leicht, zumindest im Vergleich zur Fachhochschulreife, wo viele fremde Fächer waren, die ich mir schwer erarbeiten musste. Ich habe jetzt im Studium immer einen Anknüpfungspunkt an dem ich irgendwo andocken kann, meistens ist es was aus der Praxis.

ABER: Da darf man sich auch nichts vormachen, Studium geht schon weit über das hinaus, was die anderen Qualifikationen so vermitteln. Beispiel Didaktik, im jetzigen P-Modul: In der Ausbildung ca. 1 halbes Jahr Theorie für ein didaktisches Modell, plus quasi 3 Jahre praktische Übungen zu diesem einem Modell.

Im Studium hingegen nun 3 (!) Modelle in einem Modul, eines davon seeehr vertieft, in dem Modul gibt es aber selbstverständlich noch jede Menge andere Themen (Moderation, Präsentation, Kreativität). Und das Modul geht 1 Semester lang. Und ist definitiv nicht oberflächlicher als die Ausbildung.

Allerdings ist es eben praktisch, wenn man da schon ne Ausbildung in dem Bereich hat ( haben die allermeisten bei uns), dann geht das auch ganz gut, weil man dann das aus der Ausbildung bekannte Modell mit den anderen Vergleichen kann, dann geht das ruckzuck. Also zumindest für mich:blushing:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich hab nach dem Abi eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht und hatte im Abi Leistungskurs Wirtschaft/Recht.

Mir kommt einiges im Studium schon bekannt vor. Vor allem in Mathe hab ich mir relativ leicht getan (ganz unerwartet), weil ich damit schon mal zu tun hatte. Auch in anderen Modulen hab ich viele schon mal gehört. Allerdings wird das meiste im Studium doch etwas vertieft.

Ich finde dennoch, dass es leichter fällt, wenn der Stoff nicht komplett neu, sondern in Grundzügen schon bekannt ist.

Letztlich wirst du es selbst herausfinden müssen.

Es wird wohl Module geben, die dir relativ leicht fallen und andere, wo du dich schwerer tust.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Du würdest sicher einiges neues lernen - vor allem weil das Studium ja Thesen und Modelle erklärt, welche vorher in Schule und Ausbildung meistens nur als gegeben betrachtet werden.

Erfahrung ist aber nie verkehrt, weil Du all die Grundlagen schon hast um das neue Wissen daran zu verankern.

Du hast den Vorteil, dass du verschiedene Ausbildungsstufen durchlaufen hast und sicher auch schon passende Berufserfahrung hast. Das UND interesse am BWL-Stoff sind meiner Meinung nach die wichtigsten Komponenten um so ein Studium

a) überhaupt durchzuhalten

B) weniger Aufwand zu haben

und wenn man möchte

c) mit guten Noten abzuschliessen

Hat jemand beim Lernen spürbar gemerkt, dass der Lernaufwand geringer war?

Wie sollte ich das konkret festmachen - denn ich habe das Wissen eben schon. Ob ich mir schwerer getan hätte kann ich nicht sagen. Fächer wie Recht und Steuern, bei denen ich im Fachwirt beinahe verzweifelt bin habe ich im Studium mit 1,x absolviert - das sagt über beide Lernarten wenig aus, sondern nur, dass ich im zweiten Anlauf den richtigen Zugang gefunden habe.

Wie schon erwähnt, die Ausgangslage ist gut - was Du im einzelnen daraus machst hängt weniger von der Vorbildung und mehr von der Motivation an.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

ich habe auch eine kaufmännische Ausbildung gemacht, anschließend den Fachwirt und studiere nun im 4. Semester BWL. Ich habe schon das Gefühl, dass es mir dadurch leichter fällt. Vor allem, da der Stoff oft sehr komprimiert ist und ich die Lücken durch mein Vorwissen füllen kann oder mir einige Erklärungen von früher wieder einfallen. Das und die gleichzeitige Berufspraxis sehe ich schon als sehr großen Vorteil.

ABER wie schon erwähnt wird auch viel Neues auf dich zukommen, was nicht zu unterschätzen ist. Es ist nicht so, dass du einfach dein bisheriges Wissen abrufen kannst und sonst nichts machen musst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Leichter sicherlich. Ist bei mir bei Informatik + vorhergehende Ausbildung zum Fachinformatiker und ein paar Jährchen Festanstellung als Softwareentwickler nicht anders.

Ein Wunschtraum wäre, dass ich herausfinde, dass im Prinzip in diesem BWL Studium nicht viel neues auf mich zukommt und ich weitgehend alles schonmal gesehen habe.

Auch ich hatte diesen Wunschtraum, wurde dann aber relativ schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Geholfen hat es klar. Einiges, was ich aus der Praxis kannste, wurde deutlicher, einiges was mir in der Uni beigebracht wurde, hat mir bei meiner praktischen Arbeit geholfen, und manches kannte ich auch schon in einer ähnlichen Form, nur nicht ganz so tiefgehend. Dennoch muss ich ca. 20h in der Woche investieren um nach ca. 4-5 Jahren mit meinem Bachelor fertig zu sein. Ich studiere aber auch an der FernUni Hagen. Da is das Niveau und der Theorie-Anteil ja generell höher als an einer Fachhochschule. Kommt also sicherlich auch ein bisschen darauf an, wo du studieren möchtest.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Vorerfahrung auch genau das Gegenteil bewirken kann. Ich habe z.B. gute Programmierkenntnisse, vor allem in Java, und bin Sun Certified Java Programmer. Im Studium habe ich dann das Modul "Objektorientierte Programmierung mit Java" auf Anhieb mit 1.0 bestanden, ohne dass ich mich ernsthaft damit beschäftigt hätte. Im folgenden Semester habe ich dann das Modul "Relationale Datenbanken" belegt, was auf der Arbeit auch mein Tagesgeschäft ist. Da ist die Strategie aber nicht aufgegangen. Es kamen in der Klausur dann Themen dran wie Relationenkalkül und Relationenalgebra, die in der Praxis nicht so eine große Rolle spielen. Die Klausur habe ich dann mit 3,7 gerade so eben bestanden, was mich schon sehr geärgert hat.

Es macht einfach auch keinen Spass, über Themen zu brüten, die man schon in- und auswendig kennt, denn dann ist es nicht mehr so spannend, sich damit zu beschäftigen, als wenn man etwas ganz neues lernt.

Ein Bekannter war erst auf dem Wirtschaftsgymasium, hat dann eine schulische Ausbildung zum kfm. Assistenten und danach eine kaufmännische Berufsausbildung gemacht, dann ein VWA-Studium zum Betriebswirt angefangen, das er vor allem deshalb nicht mehr ertragen konnte, weil jedesmal Themen wie Rechnungswesen oder Kostenrechnung bei Null anfangen. Das kann den einen oder anderen schon zu Tode langweilen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ups, da scheint es ja riesige Unterschiede je nach Studienrichtung / Hochschule zu geben. Ich studiere Verfahrenstechnik zum B.Eng. im Fernstudium an der Hochschule Anhalt (FH). Alles, was man jemals in Schule und Berufsausbildung gelernt hat, war nach dem ersten Semester weitgehend abgehandelt. Großartig ausruhen konnte sich darauf ohnehin niemand, dafür ist die Bandbreite an Fächern einfach zu groß.

Das scheint ja im wirtschaftswissenschaftlichen / kaufmännischen Bereich teilweise anders zu sein?! Trotzdem würde ich den Rat geben, zunächst mit einer guten Portion Demut an jedes Hochschulstudium heranzugehen. Dass sich jemand dabei langweilt, höre / lese ich hier zum ersten mal.

Gruß

flox

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Ups, da scheint es ja riesige Unterschiede je nach Studienrichtung / Hochschule zu geben. Ich studiere Verfahrenstechnik zum B.Eng. im Fernstudium an der Hochschule Anhalt (FH). Alles, was man jemals in Schule und Berufsausbildung gelernt hat, war nach dem ersten Semester weitgehend abgehandelt. Großartig ausruhen konnte sich darauf ohnehin niemand, dafür ist die Bandbreite an Fächern einfach zu groß.

Das scheint ja im wirtschaftswissenschaftlichen / kaufmännischen Bereich teilweise anders zu sein?! Trotzdem würde ich den Rat geben, zunächst mit einer guten Portion Demut an jedes Hochschulstudium heranzugehen. Dass sich jemand dabei langweilt, höre / lese ich hier zum ersten mal.

Gruß

flox

Dass schulisches Wissen für die Uni nützlich wäre, hat hier imho auch keiner behauptet. Lediglich für Mathe war es bei mir nützlich ein paar Notationen zu kennen, und schon einmal etwas von Integralen und Differentialrechnung gehört zu haben. Das wars dann aber auch schon.

Bzgl. Ausbildung wüsste ich jetzt keine Ausbildung, die deiner Verfahrenstechnik so nahe stehen würde, wie bspw. die Fachinformatiker-Ausbildung im Vergleich zu einem Informatik-Studium. Du lernst dort, aber vor allem durch die spätere Berufserfahrung, eben die Praxis, deren Techniken dann im Studium vertieft, theoretisch hinterleuchtet und erweitert werden. Bspw. Modul Datenstrukturen, wird wohl jeder Fachinformatiker auch mal mit in Berührung gekommen sein, aber wohl kaum in der Tiefe wie im Studium. Bspw. Compilerbau, jeder Entwickler wird schon einmal etwas kompiliert haben und wissen, für was ein Compiler gut ist. Aber die genaue Technik dahinter kennt er nicht. Bspw. Datenbanken, die meisten Fachinformatiker haben schon mal einen SQL geschrieben und können Tabellen anlegen. Aber was ist das Relationskalkül, wie ist ein DBMS intern genauf aufgebaut, ... Sowas lernt man eigentlich erst im Studium. Der Vorteil besteht imho darin, dass man einiges schon einmal gehört und/oder verwendet hat, was einem dann beim Verstehen der Theorie dahinter hilft.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...