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Bachelor BWL das Richtige für mich?

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Hallo zusammen!

Ich lese mich nun schon seit Tagen durchs Netz und brauch mal ein paar unabhängige Meinungen. Erst mal etwas zu meiner Person:

Ich habe ursprünglich mal KFZ-Mechaniker gelernt. Nach der Lehre 1 Jahr als Geselle und bin dann in die Industrie gewechselt, wo ich Maschinen in der Massenfertigung repariert und betrieben habe. Danach bin ich zu meiner jetzigen Firma gekommen, in der ich auf Montage in Kraftwerken gegangen bin um Revisionsarbeiten durchzuführen.

Mir wurde schnell klar, dass ich was machen müsste und habe den Industriemeister Metall 2007 abgeschlossen. Daraufhin war ich für meine Firma 1 Jahr im Ausland tätig. Im Kraftwerksbau war ich mit in der Bauleitung und verantwortlich für Personal, Projektgespräche, Material usw.... Ich würde sagen, Mädchen für alles, also vom Schichtplan über Heimreisen, technische Probleme usw.

Seit nun mehr als 3 Jahren bin ich in einem Kraftwerk im Bereich der Arbeitsvorbereitung / Durchführung von wiederkehrenden Prüfungen und Instandsetzung von Druckbehältern tätig. In dieser Zeit ein paar Zusatzqualifikationen wie z.b. VT/PT in den Stufen 1 und 2.

Ich möchte mich jetzt einfach beruflich verändern aber weg von der Technik. Ich möchte weiter in Richtung Abteilungsleitung / Personalverantwortung evtl. Präsentation usw. gehen.

Momentan tendiere ich zu einem Bachelor of arts BWL. Das ganze sollte berufsbegleitend ablaufen, hierzu habe ich mir die HFH rausgesucht. Ich bin allerdings unschlüssig, ob ich das Studium überhaupt bewältigen kann. Gerade im Blick auf Mathe, weiß ich nicht, ob ich den Anforderungen gewachsen bin. Ist es überhaupt realistisch mit einem Meister solch ein Studium zu bewältigen?

Welcher Zeitrahmen ist wirklich realistisch und mit welchem Zeitaufwand? Es wäre schön, wenn ich den ein oder anderen Tip von euch bekommen könnte.

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Momentan tendiere ich zu einem Bachelor of arts BWL. Das ganze sollte berufsbegleitend ablaufen, hierzu habe ich mir die HFH rausgesucht. Ich bin allerdings unschlüssig, ob ich das Studium überhaupt bewältigen kann. Gerade im Blick auf Mathe, weiß ich nicht, ob ich den Anforderungen gewachsen bin. Ist es überhaupt realistisch mit einem Meister solch ein Studium zu bewältigen?

Ja, das ist es. Ein BWL-Studium (auch die Mathematik) ist von jedem durchschnittlich intelligenten Menschen zu schaffen. Die konkrete anwendbaren Vorkenntnisse vieler Abiturienten sind auch eher gering (hängt ja viel von Bundesland, Schule, Kurswahl usw. ab). Dein Lebenslauf zeigt, dass Du lernfähig bist, damit ist ein BWL-Studium möglich. Das heißt natürlich nicht, dass es von selbst geht.

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Ja, das ist es. Ein BWL-Studium (auch die Mathematik) ist von jedem durchschnittlich intelligenten Menschen zu schaffen. Die konkrete anwendbaren Vorkenntnisse vieler Abiturienten sind auch eher gering (hängt ja viel von Bundesland, Schule, Kurswahl usw. ab). Dein Lebenslauf zeigt, dass Du lernfähig bist, damit ist ein BWL-Studium möglich. Das heißt natürlich nicht, dass es von selbst geht.

Abiturient bin ich ja nun nicht. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich früher ein richtig fauler Sack war und mit dem geringsten Aufwand versucht habe das Maximum raus zu holen. Ich habe also nur den Qualifizierenden Hauptschulabschluss und dann eben wie oben aufgebaut. Wenn ich teilweise lese, was in Mathe gefordert wird..... sorry aber da sagen mir manche Begriffe noch nicht mal etwas :blushing:

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Gut, also ich weiß nicht, was Du da konkret gesehen hast. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in BWL an einer FH Mathematik drankommt, die nicht erlernbar wäre. Dass Du nicht Abiturient bist, war mir schon klar, aber Abiturienten traut man das Studium ja auch zu und da ist es zum Teil auch nicht soooo weit her mit den Vorkenntnissen.

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- Vollständige Induktion(Beweistechniken)

- Folgen und Reihen

- Funktionen mit einer Veränderlichen( Untersuchung ob eine Funktion Injektiv, Sujektiv ist)

- Finanzmathe

- Differenzialrechnung( Kurvendiskussion aller Funktionstypen: Polynom 1,2,3,4..n Grades,

E-Funktionen, Wurzelfunktionen , gebrochene Funktionen usw).

- Lineare Optimierung

- Funktionen mit mehreren Veränderlichen( 2xy+5y+63x' unter der Nebenbedingung 2yx+2y)

-Integralrechnung

- Matrizen (Lineare Gleichungssysteme, alles was man bei Vektoren erlernt hat).

Das wäre zum Beispiel mal etwas ;) Ob es wirklich dran kommt weiß ich natürlich nicht, verunsichert mich aber doch. Nachdem ich gestern fest entschlossen war, es zu versuchen, bin ich da heute nicht mehr ganz so optimistisch!

Danke für deine schnellen Antworten!

Kannst du villeicht noch was zur HFH sagen? Mir würde das denke ich am Besten passen, da ich hier in Würzburg dann die Möglichkeit hätte, 2 mal pro Woche neben dem Job die Veranstaltungen zu besuchen. Ich denke ein "komplettes" Fernstudium wäre mir zu "einsam".

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Ich kenne die HFH nicht direkt, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Bezüglich der Themen würde ich mir nicht zuviel Sorgen machen. Man studiert etwas ja, weil man es noch nicht kann. Und das ist alles nicht so schwer. Finanzmathematik ist z. B. simplestes Anwenden von Formeln. Und so etwas wie die vollständige Induktion (eher untypisch für BWL, würde ich sagen) wird sicher nicht auf einem Niveau durchgenommen, dasss keiner mitkommt. Die Standardaufgaben, mit vollstädniger Induktion zu beweisen, dasss Summe(n)=n(n+1)/2 oder so, ist nicht sooo schwer. Wie gesagt, von selbst geht es nicht und ich kann Dir nichts versprechen, aber nur weil man die Themen nicht kennt, solllte man nicht aufgeben.

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Klingt so weit logisch ;) Ich hab nur etwas bammel davor, dass Dinge vorausgesetzt werden, von denen ich keine Ahnung habe. Das Lernen an sich ist nicht das große Problem denke ich. Nur etwas lernen, dass man gar nicht erst versteht ist eben unmöglich.

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- Folgen und Reihen

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- Finanzmathe

- Differenzialrechnung( Kurvendiskussion aller Funktionstypen: Polynom 1,2,3,4..n Grades,

E-Funktionen, Wurzelfunktionen , gebrochene Funktionen usw).

- Funktionen mit mehreren Veränderlichen( 2xy+5y+63x' unter der Nebenbedingung 2yx+2y)

-Integralrechnung

- Matrizen (Lineare Gleichungssysteme, alles was man bei Vektoren erlernt hat).

Das sind von deiner Aufzählung die Dinge, die bei der HFH in BWL in Mathe dran kommen. Das ist aber alles nicht so wahnsinnig schwierig.

Du bekommst von der HFH eine Formelsammlung, die du benutzen darfst. Die Studienbriefe fand ich persönlich in Mathe echt gut.

Anhand der Erklärungen und Übungen ist es, denke ich, auch möglich, sich den Stoff zu erarbeiten, wenn man ein gewisses Grundverständnis für Mathe hat. Ich selbst hab Abi und das Zeug alles zumindest schon mal gehört - allerdings damals in der Schule nicht wirklich viel verstanden und jetzt im Studium hats plötzlich *klick* gemacht.

Und es wird ein Vorkurs vor dem Studium angeboten, in dem die Grundlagen durchgenommen werden (ich weiß allerdings nicht, ob es den auch an allen Studienzentren gibt?)

Wenn du konkrete Fragen zur HFH hast, immer her damit :)

Die Präsenzen finden dort ca. alle 2 - 3 Wochen freitags und/oder samstags statt. Im Frühjahrssemester beginnen die Präsenzen so Mitte/Ende Februar und im Herbstsemester (zumindest in München) erst nach den Sommerferien, also ca. Mitte September. Ich denke, die SZ richten sich da auch ein wenig nach den Ferien, die die Dozenten u.U. ja auch nutzen wollen.

Die Studienbriefe sind in den meisten Modulen, die ich bisher hatte, ganz gut, teilweise veraltet, da wurden aber einige auch in jüngster Vergangenheit neu aufgelegt.

Da du den Willen hast, dir neues Wissen anzueignen, denke ich, dass du das packen wirst - es wird nicht immer einfach sein, aber es ist kein Ding der Unmöglichkeit.

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Das mit den veralteten Studienbriefen habe ich mehrfach gelesen... heisst das ich muss dann ständig im Netz selber nach aktuellem Stand suchen? Ich dachte die Präsenzen sind öfter... Vielleicht habe ich da auch etwas falsch verstanden... Ich denke ich bekomme morgen das Infomaterial, wo auch ein Plan des gerade gestarteten Semesters drin ist.

Sind die 15std / Woche wirklich realistisch? Ich denke ich kann, dadurch dass ich sehr selbständig in meinem Bereich arbeite, einiges während der Arbeitszeit machen. Vor allem in den Sommermonaten ist teilweise gar nichts zu tun, da ist ab und an Wochenlang nur "da" sein angesagt, die Zeit kann ich dann sinnvoll nutzen. Wie ist das ganze Tempomässig eingeordnet? Ist das in den angegebenen Zeiten realisierbar? Wo sollte man sich evtl. abgesehen von Mathe vorher vorbereiten, um nicht überollt zu werden?

Vielen Dank für die schnellen Infos so weit!!

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Es gibt einfach Module, da ändert sich ständig was, und es gibt welche, wo die Grundlagen sich sehr lange nicht ändern.

Soweit ich weiß wurden die SB für Buchführung (Jahresabschluss, also zweiter Teil von BUJ) im Herbstsemester 2010 neu aufgelegt und die Änderungen des BilMog eingearbeitet.

Es gibt dann ein Übergangssemster, in dem beide Auflagen prüfungsrelevant sind, bevor nur noch die neue Auflage genutzt werden darf.

Außerdem gibt es im WebCampus zu einigen Studienbriefen Errata, wenn Fehler entdeckt wurden, aber (noch) keine neuen SB gedruckt werden.

Weiterhin gibt es eine Rubrik "(nicht) prüfungsrelevante Materialänderungen" für Fälle, in denen ein Modul nicht im Regelsemester, für das es geplant ist, geschrieben wird und sich das Material geändert hat.

Für Module, die starken Änderungen unterliegen ist also fast immer relativ aktueller Stoff verfügbar.

In Modulen, in denen sich nicht oft was ändert, z.B. Unternehmensführung können die SB auch mal von 2006 sein, aber das ist ja dann nicht weiter tragisch.

Ich glaube, durchschnittlich sind 14 Präsenztage pro Semester angegeben, das kommt auch hin. Es kann auch mal passieren, dass du einen Monat lang gar nicht gehst. Wenn du etwas aus einem höheren Semester vorziehst, kann es auch mal sein, dass du jede Woche eine Präsenz besuchen kannst.

Es ist bei der HFH so, dass die ungeraden Semester (1, 3, 5, 7) an einem Termin liegen und die geraden an einem Termin. Wenn du also etwas ein Semester früher oder später als geplant schreiben willst, ist das i.d.R. kein Problem, wenn etwas über zwei Semester geschoben wird, kann es zu Überschneidungen kommen.

Ich denke, die 15 Std./Woche sind realistisch. Kommt auch auf die Vorbildung an und wie schwer man sich mit einem Modul tut, aber als Durchschnittswert ist das denke ich gut angesetzt. Gerade vor Klausuren kann es auch mal mehr werden.

Wenn du in der Arbeit lernen kannst, ist das super! Du musst dann nur schauen, ob du das kannst, es reißt einen schon raus, wenn dann mal das Telefon klingelt oder so. Ich persönlich darf auch in der Arbeit lernen, tu das aber nur, wenn ich allein bin. Da ist es auch oft so, dass stundenlang nichts zu tun ist :)

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