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Markus Jung

Der Master ist das neue Diplom

Empfohlene Beiträge

Nachfolgende Pressemitteilung der Monster Worldwide Deutschland GmbH möchte ich gerne im Originaltext hier zur Diskussion stellen.

Der Master ist das neue Diplom

- Recruiting Trends 2012: Großunternehmen unzufrieden mit Bachelorabsolventen

- Mittelstand stellt Bachelor- und Masterabsolventen ein

Die Zahl der Studienanfänger wächst stetig - noch nie haben in Deutschland so viele Menschen ein neues Studium begonnen.** Auch die Studentenzahlen im Fachbereich Informatik steigen laut Statistischem Bundesamt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im Bereich IT und Ingenieurswesen sind das gute Nachrichten. Nach der Bologna-Reform wurden im Prüfungsjahr 2010 erstmals mehr Bachelorabschlüsse als traditionelle universitäre Abschlüsse vergeben. Doch wie werden die neuen Abschlüsse in deutschen Unternehmen angenommen?

Nur jedes fünfte Unternehmen beurteilt die Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Masterstudiengänge generell als positiv. Die Gründe dafür variieren. Nur ein Viertel der befragten Großunternehmen ist beispielweise der Ansicht, dass Bachelorabsolventen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen, die in ihrem Unternehmen benötigt werden. Über die Hälfte der 1.000 größten Unternehmen in Deutschland sind der Meinung, dass der Master der reguläre Studienabschluss sein sollte. Entsprechend schreiben 57 Prozent freie Stellen, die früher an Diplomabsolventen gerichtet waren, jetzt für Masterabsolventen aus. Nur jede dritte Vakanz richtet sich an Kandidaten, die ein Bachelorstudium abgeschlossen haben. Das ergab die Studie "Recruiting Trends 2012"***, die das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Online-Karriereportal Monster seit zehn Jahren erstellt.

"Die Umstellung der Studienabschlüsse in Deutschland und 46 weiteren Staaten bringt an sich viele Vorteile. Die Absolventen sind jung, viele bringen Auslandserfahrung mit, sind mobil und bereit sich weiterzubilden", sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster. "Gleichzeitig können Studenten in der verkürzten Studienzeit nicht das gleiche Fachwissen erwerben, wie es Diplomabsolventen mitbrachten. Das erfordert ein Umdenken auf Unternehmensseite, bietet aber auch die Chance, Fachkräfte früh für sich zu gewinnen, den eigenen Anforderungen entsprechend weiterzubilden und als Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden."

Mittelständische Unternehmen in Deutschland stehen dem Bachelor weniger kritisch gegenüber.**** Laut Mittelstandsstudie von Monster und CHRIS sind immerhin 41 Prozent der Befragten der Meinung, dass Bachelorabsolventen über die notwendigen Kenntnisse für eine Stelle in ihrem Unternehmen verfügen. 37 Prozent der Stellen in mittelständischen Firmen, die sich früher an Diplomabsolventen richteten, sind nun an Bachelorabsolventen adressiert. Nur geringfügig mehr Stellen (39 Prozent) werden für Masterabsolventen ausgeschrieben.

"Unternehmen und Kandidaten lernen gerade, sich in der neuen Bachelor- und Masterwelt zurechtzufinden. Die Unternehmen müssen teils neue Unikooperations- und Praktikumskonzepte entwickeln, die zum Studienverlauf der Studenten passen, und die Studenten müssen die neuen Möglichkeiten, wie insbesondere noch leichter Auslandssemester machen zu können, auch wirklich nutzen", sagt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. "Die Umstellung auf einen einheitlichen Europäischen Hochschulraum läuft nun seit 12 Jahren unter den Augen der Unternehmen und Universitäten, jetzt sollten wir die Chancen nutzen und das Beste daraus machen."

Eine Kurzzusammenfassung der Studien kann auf der Monster Arbeitgeberseite unter http://ots.de/EwLpP abgerufen werden.

* Nielsen Studie - Juli 2011

** Bericht über die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland 2009-2012 des Bundesministerium für Bildung und Forschung http://www.bmbf.de/pubRD/umsetzung_bologna_prozess_2012.pdf

*** Studie "Recruiting Trends"

Die aktuellen "Recruiting Trends 2012" sind der zehnte Ergebnisbericht dieser jährlichen Studienreihe des CHRIS der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie Monster Worldwide Deutschland. Wie im vergangenen Jahr beinhaltet die Studie eine Befragung unter den 1.000 größten deutschen Unternehmen sowie zusätzliche Branchenbefragungen und tiefgehende Fallstudien, die es ermöglichen, langfristige Trends in der Rekrutierung besser zu verstehen und wertvolle Handlungsempfehlungen für die Praxis der Personalbeschaffung abzuleiten.

**** Studie "Recruiting Trends im Mittelstand"

Die aktuellen "Recruiting Trends im Mittelstand 2012" sind der fünfte Ergebnisbericht der jährlichen Studienreihe des CHRIS sowie Monster. Wie im vergangenen Jahr beinhaltet die Studie eine Befragung unter 1.000 deutschen mittelständischen Unternehmen sowie eine tiefgehende Fallstudie, die es ermöglichen, langfristige Trends in der Rekrutierung besser zu verstehen und wertvolle Handlungsempfehlungen für die Praxis der Personalbeschaffung im Mittelstand abzuleiten.

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Gefällt mir gar nicht, denn ich würde nur äußerst ungern einen Master nach dem Bachelor aufsatteln.

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Gefällt mir gar nicht, denn ich würde nur äußerst ungern einen Master nach dem Bachelor aufsatteln.

Oft ist damit der 6 semestrige Bachelor UNI gemeint, der 7 semestrige Bachelor von der FH kommt bei der Industrie sehr gut an, einfach mal nach "Bachelor ist nicht gleich Bachelor" googlen.

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Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis es keine Studenten mit Diplom mehr auf dem Arbeitsmarkt gibt. Spätestens dann muss die Industrie auf Bachelor zurückgreifen, da wohl nicht automatisch jeder Bachelor einen Master macht.

Ich mache mir da weniger sorgen. Bis ich meinen Bachelor fertig haben sollte, müsste Deutschland laut den ganzen "Experten" schon im absoluten Fachkräftemangel drin sein.

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Ich mach mir auch keine Sorgen: Ich habe vorher schon ne Berufsausbildung in dem Bereich gemacht, und jahrelange Berufserfahrung. Ich kann da schon einiges mehr als ein Bachelor der den direkten Weg Schule- FH genommen hat. Da brauch ich mich nicht zu verstecken. Außerdem ist in mein Studiengang schon auf Leitungsstellen ausgelegt ( habe jetzt z.B. Management und Orga), das wird mit Sicherheit gut ankommen.:lol:

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Ich mache mir da weniger sorgen. Bis ich meinen Bachelor fertig haben sollte, müsste Deutschland laut den ganzen "Experten" schon im absoluten Fachkräftemangel drin sein.
Das hat man den Ingenieuren schon in den 90ern prophezeit - aber selbst da gab es "elendige" Zeiten. Die Gesamtsituation hat sich mit Leiharbeit, Befristung und neuerdings Werkverträgen tendenziell verschlechtert. Die Androhung des Fachkräftemangels durch die Arbeitgeber ist vielfach gleichzusetzen durch Lohndumping mittels Greencard und Flexibilisierungs- und Mobilisierungszwang für Arbeitnehmer.

Insgesamt ging es den Ingenieuren besser las anderen, aber das "Paradies" war es definitiv auch nicht.

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