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Zitroneneis

Entscheidungsfindung (Psychologie, Bildungswissenschaften)

Empfohlene Beiträge

Hallo :)

Ich freue mich darüber, dieses Forum gefunden zu haben und konnte schon einige, nützliche Informationen hier finden. Ich hoffe das auch ich hier kompetenten Rat finden kann.

Zunächst möchte ich kurz auf meine Person eingehen. Ich bin 22 und habe gerade das Abitur nachgemacht (nicht an einer Fernschule). Am 30.06 ist die Abschlussfeier und ich würde anschließend gerne studieren. Mein Durchschnitt wird jedoch nicht so toll, irgendwas zwischen 2,6 und 3,1 wird es wohl werden. Eine freie Studienwahl ist somit nicht gegeben, vorallem weil ich aufgrund privater Gründe gerne in Nrw bleiben würde, zumindest vorerst..

Nun kam es mir in den Sinn, zum Wintersemester an der Fernuni anzufangen - wenn es nichts für mich ist, kann ich mich ja immernoch nächstes Jahr für das Sommersemester an Präsenzunis und Fachhochschulen bewerben.. Jedoch tue ich mich generell eher schwer damit, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Der typische Neuanfang, das typische Studentenleben - all das könnte mir so eine Fernuni natürlich nicht bieten. Aber vielleicht bin ich auch noch gar nicht bereit für solch einen Neuanfang...

Nun stellt sich mir allerdings die Frage, was ich dort studieren soll. Wie von tausend anderen ist es schon viele Jahre mein Traum, Psychologie zu studieren und ich habe mich bereits intensiv mit den Inhalten beschäftigt, was dann doch eher ernüchternd war. Viel Mathe und viel naturwissenschaftliches - absolut nicht mein Fall. Mathe ist sogar mein schlechtestes Fach gewesen und ich denke, Statistik wäre schon ein harter Brocken für mich. Die Frage ist nur, wo kommt man schon zu 100 Prozent um Mathe herum? An der Psychologie interessiert mich insbesondere der klinische Bereich, den es ja leider nicht in Hagen gibt. Generell interessieren mich am meisten die Geisteswissenschaften. Ich mochte in der Schule besonders Deutsch und Geschichte. Wenn ich mir den Modulplan für Psychologie ansehe, macht mich das traurig.. Ist das denn wirklich fast nur Mathe und Biologie? Wo sind die sozialen Aspekte..?

Was mich vom Modulplan her viel mehr ansprechen würde, wäre der Studiengang Bildungswissenschaften. Jedoch kenne ich diesen Studiengang wirklich nur von der Fernuni Hagen und die Frage ist ja, ob man dann damit hinterher einen guten Job findet. Irgendwie scheint mir das nichts wirklich handfestes zu sein, man konkurriert anscheinend mit den Pädagogen und bei denen sieht es ja auch nicht gerade rosig aus, denn Erzieher und Sozialarbeiter sind günstiger und bekommen liebend gerne Stellen, die früher Pädagogen erhalten haben.. Ich schätze, die Verdienstmöglichkeiten sind mit einem Master in Psychologie sicher besser und eben jene sind nicht uninteressant für mich, muss ich zugeben.

Bitte helft mir, meine Gedanken zu strukturieren. Haltet ihr es für totalen Blödsinn, mit 22 ein Fernstudium zu beginnen? Ist das vielleicht wirklich nur sinnvoll für Leute, die bereits im Berufsleben stehen und sich weiterbilden wollen?

Vielen Dank und verwirrte Grüße. :(

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Morgen,

na ja du kannst in Hagen ja quasi Vollzeit studieren, machen wohl nachdem was ich gelesen habe viele. Damit hast du den Workload eines Vollzeitstudenten, hockst halt nur nicht im Hörsaal. Das geht auch mit 22. Zu den anderen Themen habe ich leider keine Ahnung , da ich in der technischen Ecke zu Hause bin.

Schöne Grüße

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Wenn du die naturwissenschaftlichen Aspekte in der Psychologie nicht magst, solltest du den Gedanken, Psychologie zu studieren, lieber sein lassen. Vielleicht wäre dann etwas wie Wirtschaftspsychologie an einer FH für dich besser geeignet, denn dort legt man den Fokus eher auf die Praxis. Allerdings wirst du da ohne Wartesemester mit deinem Durchschnitt nicht rankommen, denke ich, denn diese Fächer sind natürlich auch sehr beliebt.

Was die Bildungswissenschaften angeht - das Studium schließt mit einem Bachelor ab, dieser unterscheidet sich nicht von einem Bachelor an der Präsenzuni.

Wenn du Geisteswissenschaften magst, die Fernuni bietet auch Kulturwissenschaften mit verschiedenen Schwerpunkten, u.a. Philosophie an. Wäre das etwas für dich?

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Nun kann ich dir weder zum einen noch zum anderen Fach wirklich raten, v.a. wenn ich deine eigenen Bedenken wegen Statistik sehe und du ja auch schreibst, dich interessiert klinische Psychologie. Im Grunde ist das schon ausreichend, um dir vom BSc Psychologie an der FernUni Hagen abzuraten.

Was Bildungswissenschaften angeht, so würde ich diesen Studiengang schon vergleichbar mit anderen Studiengängen an Präsenzhochschulen sehen, z.B. Bildungsmanagement oder Erwachsenenbildung o.ä. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master sind wirklich viele Studiengänge aus der Erde gesprießt, die doch sehr ähnliche Inhalte haben, auch wenn sie anders heißen. (Übrigens habe ich in Bundesländern außerhalb von NRW Hochschulen gefunden, die Bildungswissenschaft(en) als Studiengang anbieten - zumindest eine Hochschule.)

Letztlich weisen sie alle Schnittmengen auf, was die zu besetzenden Stellen angeht. Ich sehe den BA BiWi auch eher in der Ecke betriebliche Weiterbildung/Erwachsenenbildung/Erwachsenenpädagogik angesiedelt, als in anderen typischen Feldern von Pädagogen, sodass hier zwar auch wieder eine Schnittmenge besteht, du aber mit einem BA BiWi doch etwas spezialisierter bist.

Abgesehen davon, denke ich aber, dass du für dich klären musst, was du im Anschluss an das Studium machen möchtest. Wo zieht es dich hin, welche berufliche Karriere schwebt dir vor? Ich wäre in der Hinsicht sehr ehrlich zu mir selber. Wenn du wirklich im Bereich Psychotherapie arbeiten möchtest und das ein ehrlicher Wunsch ist, dann würde ich dir dazu raten, alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, um dahin zu kommen. Alles andere wäre ein Kompromiss, was zwar nicht unbedingt was Schlechtes ist, aber in diesem Fall nicht zum gewünschten Ziel führen würde.

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Abgesehen davon, denke ich aber, dass du für dich klären musst, was du im Anschluss an das Studium machen möchtest. Wo zieht es dich hin, welche berufliche Karriere schwebt dir vor?

Diese Empfehlung möchte ich unterstreichen. Meiner Meinung nach bringt es nicht so viel, sich Studiengänge zu überlegen und dann zu schauen, was Du damit machen kannst, sondern erstmal zu überlegen, welche Job oder Bereiche für Dich interessant sind und dann zu überlegen, wie Du dieses Ziel erreichen kannst.

Schau Dich doch mal in den Stellenanzeigen der großen Zeitungen oder in Online-Jobbörsen um und sammel ein wenig die Angebote, die für Dich interessant sein könnten.

Gerade an der FernUni Hagen gibt es im Vergleich zu vielen anderen Fernstudium-Anbietern relativ viele Vollzeitstudierende und darunter auch solche, die direkt nach dem Abi das Studium beginnen. Wenn Du mit dieser Lernform (also viel Papier) zurecht kommst und bereit bist, auf das Campus-Leben zu verzichten, kann das durchaus eine gute Alternative sein.

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Was Markus sagt, ist korrekt: Du solltest dir überlegen, was du später machen möchtest, was für dich als Beruf in Frage kommt.

Wenn man direkt nach dem Abi ein Fernstudium gemacht hat, dann könnte ich mir vorstellen, dass man dies in Bewerbungen gut begründen können muss. "Mein Schnitt war nicht so toll und ich wollte nicht umziehen" kommt da vielleicht nicht so gut an. Das bedeutet nicht, dass man die ungefähr gleiche Begründung nicht auch gut 'verkaufen' könnte: "Mein Abischnitt reichte nicht für das Studium xy, allerdings wollte ich es unbedingt trotzdem schaffen, dieses Studium zu absolvieren. Ein Umzug kam nicht in Frage, da ich in dieser Zeit meine Oma pflegte", klingt da schon ganz anders (sollte natürlich wahr sein...).

Ich gebe ausserdem zu bedenken, dass es vielleicht gerade für soziale Berufe einen seltsamen Eindruck macht, wenn man es (als Erststudium direkt nach Abi in jungem Alter) vorzieht, 'allein im Kämmerchen' zu lernen, anstatt die sozialen Kontakte einer Uni zu nutzen.

Psychologie ist ein naturwissenschaftliches Studium. Auch soziale Aspekte kann man von einem empirschen Standpunkt her betrachten.

Gerade bei geisteswisseschaftlichen Studiengängen, die nicht direkt auf einen Beruf vorbereiten, finde ich es tendenziell heikel, diese im Erststudium (also ohne dass man im Berufsleben steht) als Fernstudium zu absolvieren. Meiner Meinung nach ist es so noch schwieriger, Kontakte zu knüpfen, und Möglichkeiten zu entdecken als wenn man an einer Uni ist.

Es gibt allerdings auch Beispiele, dass es klappen kann: z.B. Sasa, die als Erststudium Sportmanagement als Fernstudium absolviert. Allerdins muss man sagen, dass sie zwar nicht im Berufsleben steht, jedoch enge Kontakte zur Sportszene hat und während des Studiums wohl fast ständig Praktikas macht, was natürlich grad in diesem Bereich möglich ist.

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Psychologie ist ein naturwissenschaftliches Studium.

Dem widerspreche ich. :)

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Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mir zu antworten. Das freut mich wirklich sehr!

TomSon, inwiefern widersprichst du dieser Aussage? Das würde mich interessieren. Ich habe ein Buch hier, es heißt "Psychologie lernen. Eine Einführung und Anleitung". Dieses Buch werde ich die nächsten Tage lesen. Wenn mich die Inhalte größtenteils interessieren, wäre das ja schon mal ein gutes Zeichen. Wenn ich mich hingegen so richtig durch das Buch quälen muss und kaum Zugang dazu finde, werde ich den Gedanken wohl fallen lassen...

Was die Kulturwissenschaften angeht: Grundsätzlich finde ich das Studium sehr interessant, aber ich bin da etwas geprägt von meinem Stiefvater, der sowas eher als "brotlose Kunst" ansieht. Ich finde es generell schade, dass Geisteswissenschaften etwas "verpöhnt" sind im Gegensatz zu technischen Studiengängen oder Naturwissenschaften. Nicht nur mein Stiefvater sieht das so, habe mich da generell schon viel informiert, zum Beispiel bei studis online. Ich möchte aber betonen, dass er mich keinesfalls unter Druck setzt oder so - er wünscht sich einfach nur das Beste für mich. Gerade auch durch meine Mutter weiß ich, wie schwer es ist als Sozialarbeiter oder Pädagoge eine vernünftige Stelle zu erhalten (Sie arbeitet in einer Psychiatrie, aber als Gleichstellungsbeauftragte für Frauen und ist auch oft bei Einstellungsgesprächen dabei).

Es ist ja auch nicht so, dass ich mich erst seit kurzem mit meiner Studienwahl beschäftige, ich habe auch schon viele Tests gemacht und war bei einer Studienberatung. Es kommen immer solche Studiengänge heraus wie Lehramt, Pädagogik, Psychologie und Soziale Arbeit. Was mich auch noch interessiert ist Journalismus, aber da habe ich keine entsprechenden Referenzen, weil ich noch nie für eine Zeitung oder so etwas geschrieben habe.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, später beratend tätig zu sein, ich glaube das ist das, was ich mit am besten kann. Ich bin eine empathische, aber selbstbewusste Person und ich kann mich gut ausdrücken. Es würde mich auch sehr reizen, später einmal im Bereich Personalentwicklung und Mitarbeiterschulung zu arbeiten. Auf alle Fälle möchte ich mit Menschen arbeiten, auch gerne in einem Team.

Was mir bei der Fernuni Hagen gefällt, sind diese Regionalzentren - ich habe eines in unmittelbarer Nähe. Da könnte ich ja öfter hin und vielleicht auch andere Studierende kennen lernen. War jemand von euch schon in solch einem Regionalzentrum?

Und ich könnte durch die Flexibilität viele Praktika machen, was ja auch nicht verkehrt wäre...

Danke das ihr euch Zeit für mich nehmt! :)

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Ich habe ein Buch hier, es heißt "Psychologie lernen. Eine Einführung und Anleitung". Dieses Buch werde ich die nächsten Tage lesen. Wenn mich die Inhalte größtenteils interessieren, wäre das ja schon mal ein gutes Zeichen. Wenn ich mich hingegen so richtig durch das Buch quälen muss und kaum Zugang dazu finde, werde ich den Gedanken wohl fallen lassen...

Finde ich ein gutes Vorgehen. Ich habe mir als "Test", ob der Master Wirtschaftspsychologie inhaltlich etwas für mich wäre, auch ein Einführungslehrbuch ("Psychologie" von Philip G. Zimbardo) grob durchgearbeitet.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, später beratend tätig zu sein, ich glaube das ist das, was ich mit am besten kann. Ich bin eine empathische, aber selbstbewusste Person und ich kann mich gut ausdrücken. Es würde mich auch sehr reizen, später einmal im Bereich Personalentwicklung und Mitarbeiterschulung zu arbeiten. Auf alle Fälle möchte ich mit Menschen arbeiten, auch gerne in einem Team.

Wie wäre es dann mit Betriebswirtschaftslehre mit Fokus Human Resource Management? In größere Unternehmen kommt man, so meine Erfahrung, ohne jeglichen BWL-Anteil mittlerweile kaum noch rein, wenn man in Verwaltungsstellen (also auch Personalarbeit) möchte (also nicht Forschung & Entwicklung, wo hauptsächlich nur Ingenieure gefragt sind). Daher würde ich dir raten, wenn du so etwas wie Personalentwicklung, Mitarbeiterbildung ("Corporate University" heißt das bei uns, wo Konzepte zu Trainings und Schulungen gemacht werden) etc, dich nicht nur auf die sozialen Aspekte zu stürzen, sondern auch einen gewissen Teil BWL in das Studium zu integrieren.

Und bei BWL mit Schwerpunkt HR solltest du dann auch keine Probleme bei der Suche nach einem Studienplatz haben :-)

Bearbeitet von Franzinha

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