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Dadi

Was macht einen guten Coach aus?

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in der letzten Zeit häufen sich nach meiner Meinung die Studiengänge, die in Richtung Lebensberatung im weitesten Sinn bzw. Coaching gehen.....

...ich nehm mal diese Diskussion http://www.fernstudium-infos.de/blogs/markus-jung/6800-berufsbegleitender-master-beratung-weiterbildung-bildung-beruf.html zum Anlass, eine Frage zu stellen:

welche Kompetenz/Ausbildung benötigt ein "guter" Coach?

woran erkenne ich einen guten Coach?

kann ich sowas im Fernstudium lernen?

welche Erfahrungen sind nötig?

.....und freu mich auf die Diskussion :)

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Dadi,

was ein Reizthema...

Welche Kompetenz und Ausbildung er benötigt, kann ich nicht sagen. Kommt sicher drauf an, was er "coachen" soll?

Man kann es sicher im Fernstudium lernen, die Frage ist, ob es sinnvoll ist? Glaub' ich eher nicht - da sollte schon eher ein gemischtes Studienkonzept herhalten, dass den Schwerpunkt eher auf Präsenz- als auf Fernlehre hat.

Rein hypothetisch: 18 Abitur, 22 Bachelor, 26 Master und dann ein Coaching beim Gruppengespräch schwer erziehbarer Jungs... Ich glaub', das Lebenserfahrung genauso zum Coaching gehört wie Fach- und Methodenkompetenz und ich glaube, dass Lebenserfahrung das einzige Fach ist, das man nicht studieren kann (außer mit 30 Sem. Psychologie, womit ich niemandem zu nahe treten will!!!).

So, ich hab' die Schlacht eröffnet - engarde ;)

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Coaching ist ja relativ.

Gerade das vorherige Beispiel kann ich wiederlegen, da ein Kumpel direkt nach dem Studium der Sozialpädagogik nach Berlin gezogen ist und dort kriminelle und drogenabhängige Jugendliche betreut.

Einen 55 jährigen Manger Input geben zu können ist vermutlich anspruchsvoller und ohne Berufs- und Branchenerfahrung nur schwer umsetzbar. Zumal sich dieser einen Jungspund eher nicht ernst nehmen wird.

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Guten Morgen!

Die pädagogische Betreuung von Jugendlichen - also die klassischen Arbeitsfelder von Sozialpädagogen/Sozialarbeitern - hat ja nicht so viel mit "Coaching" zu tun. Ebensowenig wie therapeutische Arbeit beispielsweise.

Jemand, der Coaching in Anspruch nimmt, ist psychisch gesund. Er hat zu einem beruflichen Thema ein Problem, eine Fragestellung, die er mit Hilfe eines externen "Spiegels", eines Fragenstellers - also des Coach - beleuchten möchte und für sich eine Klärung herbeiführen möchte.

Für den Coach ist es hilfreich, über viel Wissen aus dem (Arbeits-)Umfeld seiner Coachees zu verfügen, sein eigenes Wertesystem hinterfragt zu haben (und auch von Zeit zu Zeit zurückstellen zu können), systemisch Denken gelernt zu haben und über ein breites Spektrum an Methoden zu verfügen.

Lebenserfahrung hilft, ist aber nicht alles. Man sollte ein bisschen was "im Koppe haben" - also über Wissen verfügen. Man sollte reflektieren können: das egene Verhalten und auch zusammen mit dem Coachee. Und so weiter und so fort!

Und nein; Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man so etwas nicht per Fernstudium lernen kann.

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Und ja, das stimme ich Frau Kanzler 100% zu - der For-Profit Bildungsmarkt wird z.Zt. regelrecht überschwemmt mit Angeboten, die z.T. wirklich für den Allerwertesten sind; diese Coaching Lehrgänge stehen da an erster Stelle.

Ich möchte Euch jemanden präsentieren, den ich für einen fähigen Coach halte - aber solches Auftreten kriegt man nicht einfach gelehrt: http://www.tonyrobbins.com/coaching/

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Bei mir auf Arbeit trieb sich letztes Jahr ein besonders "kompetentes" Coach-Exemplar herum, das mit einer Art Gruppenentwicklung betraut war. Dieser Coach steht für mich jetzt als Symbol für all das, was ich nicht als guten bzw. kompetenten Coach bezeichnen würde:

- Vorgefertigte Meinungen/ Eindrücke, insbesondere geleitet durch Loyalität und Orientierung an denjenigen, die mögliche Anschlussaufträge beeinflussen und erteilen können.

- Selbst direkt und mehrfach angesprochene Konflikte/ Probleme werden ignoriert, wenn sie nicht in dieses bereits geschaffene/ vorgegebene Weltbild passen - gleichzeitig wird alles so lange umgedeutet, bis es in die vorgefertigte Meinung passt und am Ende abstruse Konflikte konstruiert sind, wo nie welche waren.

- Jede Äußerung wird in gewissen Kreisen auf Nachfrage mit allen Details weitergegeben: Wer sagte was in genau welcher Situation?

... um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Ein guter Coach ist für mich jemand, der bei Gruppencoachings stets neutral bleibt und allen Perspektiven denselben Raum bietet, ohne von den Dollarzeichen in den Augen geleitet zu sein.

Ein Coach braucht eine gewisse Persönlichkeit, einen standfesten Charakter und Feingefühl für Menschen, da reichen ein paar zweimonatige Zertifikatskurse pro Forma sicher nicht aus. Und zu guter Letzt, was mir die Erfahrung von letztem Jahr gezeigt hat: Ein gewisses Maß an ethischem und moralischem Bewusstsein ist wohl das Wichtigste. Schließlich hat ein Coach auch eine Verantwortung für diejenigen, mit denen er zusammenarbeitet.

Sollte dieser Coach nochmal bei uns aufschlagen, werde ich die Zusammenarbeit definitiv verweigern.

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Das ist mir persönlich viel zu reißerisch (und auch ein bisschen zu selbstverliebt!), was ich da lese ...

Ja, es ging hier mehr um die Person TR und ihren Erfolg - er ragt nicht nur von der Körpergröße her heraus und hat seinen Ansatz auch über Jahrzehnte hinweg "feingetunt". Diejenigen, die sich aufgrund eines Coachinglehrganges dann in diesem heißumkämpften Metier selbstständig machen wollen, werden eine böse Überraschung erleben.

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Ein guter Coach braucht für mich ein extrem gutes "Auge" um zu sehen, was nötig ist. Egal um welche Art Coach es sich handelt.

Meist kann man ein solches "Auge" durch fundiertes, breites Wissen und klug reflektierte Erfahrung entwickeln.

Auch meiner Meinung nach kann man diese Fähigkeit keinesfalls über ein Fernstudium erwerben. Ein Fernstudium könnte helfen, das Fachwissen zu verbreitern und vertiefen.

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Na dann machen wir doch mal Nägel mit Köpfen. WO kann man denn überhaupt eine adäquate Ausbildung erhalten?

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