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Fernstudium nach Abitur und ohne Berufserfahrung

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Hallo,

ich bin 20 Jahre alt und habe im letzem Jahr mein Abitur gemacht. Habe danach 1 1/2 Jahre an einer regulären FH studiert, bis ich gemerkt habe, dass der gewähle Studiengang doch nichts für mich ist. Schon seit längerem interessiert mich der Studiengang Wirtschaftsrecht. Allerdings liegt der NC deutlich unter meinem Abiturschnitt von 3,2. Die einzige Möglichkeit die ich jetzt sehe ist entweder Wartesemester in Kauf zu nehmen oder aber ein Online-Studiengang zu benutzen. Jetzt habe ich aber immer wieder gelesen, dass Fernstudiengänge für Berufstätige ausgelegt sind und bei Arbeitgebern oft zu Fragen führen.

Nur was ist meine Alternative, wenn ich mich für diesen Studiengang interessiere und nicht vorher noch eine Ausbildung machen will nur um Berufstätig zu sein? Mein Abiturschnitt gibt mir keine andere Möglichkeit.

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Vielleicht muss man hier mal etwas aufräumen mit einem sehr typischen NC-Vorurteil. Der Noten-NC ist typischerweise nur für 20% der vergebenen Studienplätze ausschlaggebend, weitere 20% werden an Wartesemster NC-Reißer vergeben und 60% der Studienplätze über ein Auswahlverfahren. Also haben 80% der Anwärter einen Schnitt der schlechter ist als der NC.

Von diesem Grundsystem können HS aber abweichen. Dann haben sie meist ein eigenes Auswahlverfahren, was aber häufig neben dem Abischnitt noch andere Aspekte berücksichtigt. Das heißt kurz: Die Chance ist nie "null" - höchstens recht klein.

Nächster sehr wichtiger Punkt: Die allerwenigsten Studiengänge sind wirklich an allen Hochschulen zulassungsbeschränkt. Mit einen evtl. auch etwas größeren Maß an Mobilität und Flexibilität ist da einiges zu machen. Auch in Sachen Wirtschaftsrecht.

Lt. Hochschulkompass.de sind u.a. folgende Wirtschaftsrechtstudiengänge nicht zulassungsbeschränkt:

HS Anhalt

HS Hof

Westfälische HS

HS Wismar (nicht der online, der Präsenzstudiengang)

Dann gäbe es vielleicht auch noch die theoretische Möglichkeit nicht im Winter- sondern zu einem Sommersemester zu beginnen, was nicht selten mit leichteren Einstiegshürden einher geht.

Du siehst, auch so ein Abiturschnitt lässt einige andere Möglichkeiten zu.

Kommen wir aber zurück zum eigentlichen Thema.

Es ist durchaus korrekt, dass Fernstudiengänge in aller erster Linie auf Teilzeitstudenten bzw. nebenberufliches Studium ausgelegt ist. Daher kommen Arbeitgeber durchaus schnell auf die Frage bzw. unterstellen, dass jemand ohne entsprechende berufliche Tätigkeit eigentlich nur besonders locker an einen Abschluß kommen wollte. Diesem Urteil zu entgehen gibt es eigentlich nur ein die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Studium zu nehmen, was eigentlich Vollzeit konzipiert ist (auf bspw. 6 Semester) in Teilzeit aber studierbar ist, weil es nur in der Länge gestreckt aber nicht der Stoff angepasst wurde. Dann solltest Du Vollzeit natürlich von dieser Streckung keinen Gebrauch machen. Ein ganz typischer Vertreter solcher Studiengänge ist die FernUni Hagen. Hier kannst du auch ganz offiziell Vollzeit studieren oder es eben zeitlich, das identische Studium, strecken um auch den Beruf unter den Hut zu bringen. Einige FH machen das meines Wissens ähnlich. Studiengänge die aber Teilzeit nicht mehr als 6-8 Semester Regelstudienzeit haben, solltest Du getrost links liegen lassen. Gleiches gilt meiner Meinung nach hier auch für die FOM.

Wenn Du diesen Weg in der Tat gehen möchtest, dann würde ich mir durchaus überlegen ob die FernUni Hagen nicht eine Alternative wäre mit dem LL.B. Ihr guter Ruf und das allgemeine Wissen, dass man dort auch Vollzeit studieren kann, könnte Dir helfen dem "Schmalspurmöchtegern-LL.B. ohne Erfahrung" zu begegnen.

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Hallo,

ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Fernstudium ohne festen Job tatsächlich viele Fragen aufwirft. Wenn du keinen wichtigen Grund hast (bei mir waren es familiäre Verpflichtungen/ Pflege und damit verbunden war Umzug für ein Präsenzstudium nicht möglich) - dann suche dir lieber einen Präsenzstudiengang. Oder ein Unternehmen, welches sich für eine Duale Ausbildung eignet. An der FH Erding gibt es viele, die neben der betrieblichen Ausbildung Wirtschaftsrecht studieren und das (Fern-) Studium vom Arbeitgeber bezahlt bekommen. Wäre das eine Option?

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Hallo,

ich schließe mich sasa an. Mein erstes Studium habe ich an der Fernuni Hagen gemacht. Ich habe in Vollzeit begonnen, da ich Zeit ohne Ende hatte. Ich war damals auch 20 wie du jetzt. Später habe ich im fortgeschrittenen Studium eine Anstellung gesucht und selbst bei Zeitarbeitsfirmen, bei denen ich "nur" einen Lagerjob machen wollte, fragte man mich, warum ich nicht nebenbei gearbeitet habe oder Praktika gemacht habe. Das es Vollzeit war interessierte niemanden. Präsenzstudenten studieren ja auch Vollzeit und haben Praxisphasen. Noch dazu habe ich ja "nur" ein Fernstudium gemacht. Da war guter Rat teuer, und ich gestehe, ich habe mir schon die ein oder andere Ausrede einfallen lassen, um mich zu erklären.

Nun nehme ich erneut Anlauf für ein Fernstudium und für mich ist ganz klar, dass ich mir auch Praktikumsplätze suchen werde und Jobben gehe. (Ich bin derzeit mal wieder arbeitslos.) In dem gewählten Studiengang habe ich keinerlei Berufserfahrung, daher muss ich schauen, dass ich die anderweitig bekomme. Ich denke, dass wäre für dich ggf. auch noch eine Alternative zu einem dualen Studium.

Zum NC möchte ich noch kurz anmerken:

Die FH Hannover schreibt ganz klar, dass der NC der Durchschnitt des vorangegangenen Semesters ist und damit nicht für das kommende zu Grunde geleget werden kann. Der NC wird mit jedem neuen Semester, also mit jeder neuen Bewerbungsrunde, neu festgelegt. Er kann als Richtwert dienen, jedoch ebenso im darauffolgenden Semester stark von dem vorherigen abweichen.

Zur Zulassung im WS und SS:

Was mir hier auffällt ist, dass an der FHH im WS die NCs deutlich niedriger sind als im SS und das im SS oft auch kein NC gilt, sondern alle Bewerber zugelassen werden. Liegt wohl daran, dass die Abi-Zeugnisse dann noch nicht geschrieben sind und viele gar nicht wissen ob und wenn ja, wie gut sie überhaupt abschließen.

Ich kann dir nur raten dich gedanklich bei einem Fernstudium zumindest mit einem Praktikum oder mehreren anzufreunden. Arbeitgeber wollen später keine ehemaligen Studenten, die von der Praxis nur aus Büchern und Foren wissen. Und wenn du jobben gehst, schau einfach mal, ob du was in deiner Fachrichtung bekommst. Viele Anwälte suchen Sekretäre auf 400 Euro-Basis. So kannst du zumindest schonmal in den Schriftverkehr reinschauen und ein wenig von dem dortigen Arbeitsklima schnuppern.

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Ich kann dir nur raten dich gedanklich bei einem Fernstudium zumindest mit einem Praktikum oder mehreren anzufreunden. Arbeitgeber wollen später keine ehemaligen Studenten, die von der Praxis nur aus Büchern und Foren wissen. Und wenn du jobben gehst, schau einfach mal, ob du was in deiner Fachrichtung bekommst. Viele Anwälte suchen Sekretäre auf 400 Euro-Basis. So kannst du zumindest schonmal in den Schriftverkehr reinschauen und ein wenig von dem dortigen Arbeitsklima schnuppern.

Die meisten Studenten haben auch Nebenjobs und absolvieren Praktika.

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