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Puffel

Richtung Buchhaltung?

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Hallöle,

ich würde gerne in Zukunft mein Augenmerk in Richtung Buchhaltung setzen.

Kurze Info zu mir:

2003 Ausbildung im Baugewerbe mit anschließender 3 jähriger Gesellenzeit

2006 Angestellt als kaufmännischer Angestellter

2008 selbstständig als SV des Landes Berlin

Weiterbildungen:

Praktischer Betriebswirt mit Note 1 abgeschlossen.

Arbeitsvertragsrecht IHK Zertifikatskurs

Arbeitsgerichtsbarkeit IHK Zertifikatkurs

Betriebliche und Soziale Konflikte IHK Zertifikatskurs

Patentführerschein

z.Zt. Fachkraft für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

z.Zt. Fachkaufmann für Marketing IHK (wahrscheinlich werde ich Kündigen, sagt mir nicht zu)

Nun hatte ich in der Fortbildung zum Praktischen Betriebswirt schon sehr viel Buchhaltung, Rechnungswesen, EDV, betriebliche Investitionen etc.

Ich denke allerdings, dass es für eine Stelle als Buchhalter nur bedingt weiterhilft, da wahrscheinlich die Tiefe fehlt. Ich habe natürlich die Stellenangebote abgeklappert und die Mehrzahl der Firmen möchten entweder:

a) kaufmännische Ausbildung oder Fortbildung / Buchhalterische Kenntnisse

B) nur buchhalterische Kenntnisse

Das heisst, ich will noch eine "klitzekleine" Weiterbildung zum Thema Buchhaltung durchziehen, mein Budget ist allerdings so langsam erschöpft, folgendes hatte ich für meine preisliches Vorstellung recherchiert:

HFH Buchführung W5:

http://www.hamburger-fh.de/studienangebot/zertifikat/w5/index.php

Preis ca 210,00 Euro

Steuerfachschule Endress:

Grundlagen Debitoren und Kreditorenbuchhaltung

Preis: 291,00 Euro oder andere Angebote

Teia AGrechnungswesen mit Beispielen aus Datev und Lexware:

http://www.teialehrbuch.de/Kostenlose-Kurse/Rechnungswesen-mit-Beispielen-aus-Lexware-und-DATEV/

Preis: 49,95 Euro (für Zertifikat)

ILS Buchhaltung:

Buchhaltung

ca 700,00 Euro

Was könnte mich eher weiterbringen ? Vielleicht hat der eine oder andere noch einige Vorschläge, oder vielleicht gar keine Fortbildung mehr, dass heißt auf dem schon erlernten aufbauen und eher ein Praktikum machen ?

Gruß Daniel

Bearbeitet von Puffel

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Expertise Lohnabrechnung im Bausektor gefragt

Hallo Daniel,

um ehrlich zu sein, ich halte von den Kursen nicht viel. Du hast eine Ausbildung im Baugewerbe, kennst dich mit Arbeitsrecht ein wenig aus. Gerade beim Thema Baulohn (Soka Bau) schätze ich den Beratungsbedarf sehr hoch ein, da es z.B. bei der Datev (LODAS) ein Spezialgebiet darstellt, was nicht jedermann beherrscht. Ich würde mich an deiner Stelle - wenn überhaupt - dahingehend orientieren.

Idee! Wie wäre es mit einem Praktikum bei einem Steuerberater, der dir die Teilnahme an den Datev-Seminaren zum Baulohn ermöglicht.

Gruß

Peter

Bearbeitet von Buecherwurm74

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Hallo Peter,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Super, ich meine das jetzt mit vollem ernst. Ich bin schon lange

Weg vom Baugewerbe hatte zwischenzeitlich schon wieder an eine Rückkehr gedacht aber natürlich

auf anderem Gebiet.

Ich kenne mich damit nicht aus und müßte mich denn einarbeiten, was ich allerdings immer gelesen habe

in Richtung Baulohn etc. war "Achtung kein Baulohn" !

Hat das irgendeine Bewandniss wieso das keiner macht ??? Kompliziert ? Kennst du Fort und Weiterbildungen dafür ? Ich danke dir erstmal.

Gruß Daniel

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http://www.datev.de/portal/ShowPage.do?pid=dpi&nid=112975

mit 400,00 Euro bin ich dabei!

Allerdings habe ich nur ein Stellenangebot gefunden, wo dies explizit gesucht wurde. Was spricht gegen den Buchhalter? Klar ürsprünglich wollte ich Richtung Arbeitsrecht gehen, nur leider sieht es da aufgrund des vollen Marktes der Juristen und Rechtsanwälte ganz mau aus. Außerdem finden sich da kaum Tätigkeitsfelder, sonst hättte ich das auch weiter verfolgt.

Bearbeitet von Puffel

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Ich melde mich Morgen nochmal bei Dir mittels privater Nachricht. Ich selbst habe bei uns nichts mit Baulohn am Hut - ich mache nur die Abschlüsse und bin bei Prüfungen unterwegs.

Was gegen die normale Finanzbuchhaltung spricht? Diese Tätigkeit wird normalerweise von ungelernten, angelernten oder den Azubis erledigt. Du lernst den SKR 04 oder 03 auswendig, kennst dich ein wenig mit den Usancen von Datev-Kanzleirechnungswesen aus und schon bist du Buchhalter. Nach spätestens einem halben Jahr bist du unterfordert.

Peter

Bearbeitet von Buecherwurm74

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Was gegen die normale Finanzbuchhaltung spricht? Diese Tätigkeit wird normalerweise von ungelernten, angelernten oder den Azubis erledigt

Auweia, mach dir hier keine Feinde :-) Außerdem meine ich ja nicht nur die Finanzbuchhaltung.

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Also ich habe Erfahrung im Baulohn, habe selbst Baulohn abgerechnet (Bauhauptgewerbe und Baunebengewerbe).

Meine Erfahrung:

Vergiss es. Damit kommst du nicht nach oben. Ich weiß zwar nicht, ob es in der Baubranche viele Firmen gibt, die

aufgrund ihrer hohen Mitarbeiterzahl eine eigene Personalabteilung haben - in diesem Fall kann sein, dass es sich lohnt. Aber kleinere Baufirmen lassen ihre Lohnabrechnungen und den Papierkram über das Baulohnrechenzentrum machen. Viele Steuerberater lehnen Baulöhne ab, weil es sich einfach nicht rentiert - sehr viel Aufwand für sehr wenig Geld, und weil es keiner machen mag (ich ehrlich gesagt auch nicht mehr).

Aber jetzt zur Finanzbuchhaltung:

Es gibt sogenannte Buchhalter, die keine Ahnung von Buchhaltung haben, sich selbst aber so bezeichnen und verkaufen, weil sie Zahlen in ein Buchhaltungsprogramm eingeben können und wissen, auf welches Konto Bürobedarf und Wareneinkauf gebucht wird. Die Katastrophe liegt dann auf dem Schreibtisch der Steuerkanzlei, die versucht, daraus noch etwas vernünftiges zu machen, von weiteren Konsequenzen abgesehen.

Natürlich ist die laufende Buchhaltung in einem großen Unternehmen einfacher als wenn du z.B. in einer Steuerkanzlei Buchhaltungen machst. In einem großen Unternehmen hast du fast immer die selben Sachverhalte zu buchen und weisst nach einer Weile, wie das gebucht werden muß. Hast du 15 verschiedene Buchhaltungen, mußt du dich teilweise in ganz verschiedene Sachverhalte schnell einarbeiten:

- wann welcher Steuersatz,

- ist eine spezielle Einnahme überhaupt in Deutschland umsatzsteuerlich zu versteuern (steuerbar oder nicht steuerbar)

- ist der Geschäftsvorfall eventuell in Deutschland steuerfrei?

- Unterscheidung verschiedener EU-Sachverhalte

- ist es ein 13b-Sachverhalt, wo der Rechnungsempfänger die Steuer abführt?

- ist etwas überhaupt eine betriebliche Ausgabe oder nicht (z.B. Falschparken mit dem Firmen-Kfz?)

- eigene steuerliche Regeln bei Partyservice (Aufteilung der verschiedenen Leistungen nach verschiedenen Umsatzsteuersätzen)

- Differenzbesteuerung bei z.B. Autohändlern (Handel mit Gebrauchtfahrzeugen)

- erfüllen die Rechnungen die Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug

- Kenntnisse über Abschreibungen und Ansparabschreibungen

- wann ist etwas ein gerinwertiges Wirtschaftsgut, wann nicht; wann buche ich Sammelposten, darf ich beides

parallel buchen oder nicht?

- Rückstellungen

- Kenntnisse über Reisekostenabrechnungen, -pauschalen und -Belege

- in welches Jahr muß etwas bei einem Bilanzierer gebucht werden, wenn die Leistung in dem einen und die Zahlung im anderen Jahr ist; und bei einem Nicht-Bilanzierer (Abgrenzungsbuchungen)

- Ist die Vorsteuer vielleicht erst im Folgejahr abzugsfähig?

- Wie werden Anzahlungen steuerlich korrekt gebucht?

- bei GmbHs wird manches anders gebucht als bei den sonstigen Unternehmen

- Personengesellschaften habe auch ihre Besonderheiten

- Abstimmen der Buchhaltung mit den Gehältern (erfordert zumindest gewisse Grundkenntnisse in der Gehaltsabr.)

- Regelungen der Privatnutzung betrieblicher Kfz kennen (ein Kastenwagen mit Fenstern hinten ist steuerlich nicht dasselbe wie fensterlos - so sehr get manches ins Detail).

- notwendiges Betriebsvermögen, gewillkürtes Betriebsvermögen oder Privatvermögen unterscheiden können

- Regelungen für Geschenke kennen, für Bewirtungskosten, für Arbeitszimmer

- Abrechnungen der gesetzlichen Krankenkassen mit den Ärzten verstehen

- Darlehen, Leasing verbuchen

- Verkäufe aus dem Anlagevermögen

- Wie sind Nebenleistungen zur Hauptleistung steuerlich zu behandeln (z.B. Verpackungskosten, berechnete Portokosten)?

- "Zusammenfassende Meldungen" erstellen

....

....

Und das ist noch lange nicht das Ende.

... und jedes Jahr ändern sich wieder etliche gesetzliche Regelungen, so dass man oft mit den Gesetzesständen von zwei Jahren gleichzeitig arbeiten muß.

Ohne gewisse Kenntnisse im Umsatzsteuerrecht und Einkommensteuerrecht und Bilanzierung kann man nicht echt buchhalterisch tätig sein. In der Praxis sieht es allerdings oft so aus, dass manche glauben, mit dem Kauf einer Software und dem Eingeben der Daten wäre die Buchhaltung gemacht, und die Buchhaltungsprogramme auf dem Markt vermitteln ja auch noch zusätzlich diese Denkweise. Aber gerade Fehler in der Umsatzsteuer (die ja eng mit Buchhaltung verknüpft ist), haben schnell zahlenmässig große Auswirkungen.

Also:

- Willst du Abwechslung: versuch in einer Steuerkanzlei Fuß zu fassen

- Willst du eher Routinemässige Arbeit: versuch es in einem mittelständischen Betrieb in der Finanzbuchhaltung

- Willst du Einseitigkeit, versuch als Als Debitoren- oder Kreditorenbuchhalter in einem größeren Unternehmen (da bist du dann z.B. für die Verbuchung der Kundenerlöse von A-K zuständig, inkl. Mahn- und Zahlungswesen)

- willst du wirklich Karriere machen, dann geh den Weg bis zum Bilanzbuchhalter

Ich schau mir morgen mal die verschiedenen Kurse an und sag dir dann, was vielleicht am ehesten passen könnte.

Allerdings solltest du dann wirklich schauen, dass du irgendwo Praxiserfahrung sammeln kannst.

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Hallo Elke,

vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

Es gibt sogenannte Buchhalter, die keine Ahnung von Buchhaltung haben, sich selbst aber so bezeichnen und verkaufen, weil sie Zahlen in ein Buchhaltungsprogramm eingeben können und wissen, auf welches Konto Bürobedarf und Wareneinkauf gebucht wird.

Genau das soll nicht das Ziel sein, was ich verfolge. Ansonsten hätte ich mich schon irgendwo beworben. Aber du wirst damit schon recht haben, wenn man sich die Stellenangebote anschaut, wird genau das aber in vielen Stellenangeboten suggeriert. Das zielt inhaltlich wahrscheinlich genau auf das ab, was Buecherwurm schon mit den ungelernten und Azubis meinte.

- Willst du Abwechslung: versuch in einer Steuerkanzlei Fuß zu fassen

Hmmm, traue ich mir mit meinem derzeitigen Wissen nicht zu.

- Willst du Einseitigkeit, versuch als Als Debitoren- oder Kreditorenbuchhalter in einem größeren Unternehmen (da bist du dann z.B. für die Verbuchung der Kundenerlöse von A-K zuständig, inkl. Mahn- und Zahlungswesen)

Das war zu Beginn genau das Ziel was verfolgt werden sollte. Ich bin davon dann langsam abgekommen und dachte mir, da dies nur ein

Teilbereich der Buchhaltung ist, kannste auch gleich alles aufnehmen. Aber lieber bin ich Experte in der Debitoren und Kreditorenbuchhaltung als

ein gefährliches Halbwissen im ganzen Bereich zu haben.

- willst du wirklich Karriere machen, dann geh den Weg bis zum Bilanzbuchhalter

Wer will sie nicht machen? Ich bilde mich gerne weiter, wie du sicherlich auch im ersten Posting schon erfahren konntest.

Erstens kostet das alles enorm Geld und ich habe noch vieles am laufen, also einfach gesagt ich habe auch keine große Lust mehr, was großes zu beginnen. Ausßerdem würde ich auch die Voraussetzungen nicht erfüllen, dass kommt noch erschwerend hinzu.

Also das Ding ist defintiv abgehackt.

Denn würde wahrscheinlich nur die Steuerfachschule Endress in Frage kommen, zum Debitoren und Kreditenbuchhalter ?! Was anderes habe

ich im Netz auch nicht gefunden. Stellenangebote gibt es auch dort reichlich. Auch die Verbindung mit dem Mahn und Zahlungswesen gefällt mir sehr gut. Ich denke um es weiter einzugrenzen, würde ich sagen dass es in diese Richtung geht.

Falls noch jemand gute Kurse diesbezüglich kennt, ich bin offen für alles.

Gruß Daniel

Bearbeitet von Puffel

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also einfach gesagt ich habe auch keine große Lust mehr, was großes zu beginnen.

Hallo Daniel,

mein Tipp für dich wäre folgender:

Also ich würde dir auf jeden Fall einen guten Finanzbuchhaltungskurs empfehlen, der sich nicht nur auf Debitoren- Kreditorenbuchhaltung beschränkt. Und diesen dann mit einer guten Note abschließen.

Erstens brauchen nur Firmen ab einer gewissen Firmengröße Debitoren-/Kreditorenbuchhalter, nicht aber kleinere Firmen oder Mittelständler. Damit schließt du von vorneherein solche Firmen oder auch Kanzleien als Arbeitgeber aus.

Zweitens: wenn du dich gerne weiterbildest, bist du ein Mensch, der eine gewisse Anforderung gerne mag und nichts Eintönigs - davon gehe ich mal aus. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass du nach einer gewissen Zeit in einer reinen Debitorenbuchhaltung oder Kreditorenbuchhaltung zu Tode gelangweilt bist. Du machst da 8 Stunden am Tag dasselbe ohne Abwechslung.

Endriss Steuerfachschule dürfte meiner Meinung nach bekannt sein. Lass dir doch einfach mal das Infomaterial zuschicken, was die Fernlehrgänge enthalten. Oder, wenn eine IHK in deiner Nähe ist, dann kannst du auch versuchen einen Buchhaltungskurs der IHK mit IHK-Zertifikat abzuschließen.

Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich mich an deiner Stelle nach dem Kurs trotzdem bei möglichst vielen Steuerkanzleien bewerben, weil dort sehr oft Leute händeringend gesucht werden, auch Buchhalter und nicht nur Steuerfachgehilfen eingestellt werden. Ich kenne die Probleme der Kanzleien, die Leute suchen und niemanden finden. Eine Kanzlei in der Nähe von mir inseriert schon seit ein paar Wochen. Das ist eine der wenige Branchen, wo wirklich Personalmangel herrscht.

Und es heißt ja nicht, dass du in einer Kanzlei bleiben mußt. Du kannst ja anschließend mit guten Kenntnissen dann auch in die Wirtschaft.

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