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metallbauer

Studentenleben als Fernstudent - Gibt es das, oder ist man da an der falschen Adresse

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Servus,

da ich meinen Bruder von meinen Fernstudium-Plänen erzählt habe, will er mich nun überreden das zu lassen und unbedingt Präsenz-studium zu haben - alleine schon wegen den Lerngruppen, der "Druck" in die Vorlesung/Übung zu gehen, das Tutorium zu besuchen, etc. Und gerade das "Studenenleben" sei so besonders, das dürfe man nicht verpassen.

Er schwärmte dann von allen möglichen Klischees die es so gibt, und er war sehr überzeugend (er selbst ist ja Präsenz-Student). Da ich ein Präsenzstudium definitiv ausschliese (ich bin ja fast 10 Jahre älter als die Durchschnitts-Studenten :blushing:), frage ich mich ob ich bei dem Fernstudium sowas auch haben kann? Ich meine, an ein paar Terminen ist man ja trotzdem an der Uni/FH, da wird es doch ein wenig kulturelles/soziales geben nach den Prüfungen/Seminaren ;)?

Wie sind euere Erfahrungen?

Mfg,Martin

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Ich kann nur aus meiner Zeit bei der VWA berichten. Und um ehrlich zu sein, ausser Lerngruppen (Wenn überhaupt) ging da nicht viel. Es sind halt alle berufstätig und meisst in ihrem restlichen Leben so eingespannt das jeder nur froh war nach dem Unterricht so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Da die Präsenzen lokal stattfanden gab es auch nicht den Druck neue Leute kennenzulernen, im Gegensatz zu einem Präsenzstudium, wo viele neu in der Stadt sind. Aber weiss nicht wie das bei seltenen Seminaren ist bei denen Leute von weiter weg anreisen und vielleicht sogar übernachten.

Kenne nun deine Situation nicht, aber ich glaube die meissten studieren fern weil es nicht anders geht, würden es aber bevorzugen Vollzeit an der Präsenzuni zu studieren wenn das möglich wäre. Aber das ist meine Meinung!

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ich glaube die meissten studieren fern weil es nicht anders geht, würden es aber bevorzugen Vollzeit an der Präsenzuni zu studieren wenn das möglich wäre. Aber das ist meine Meinung!

denk ich auch. Ist zumindest bei mir auch so. Wenn das liebe Geld nicht wär, hätt ich schon gerne ein paar Jahre als Präsenzstudent in irgendeiner Studentenstadt verbracht und einfach "nur" studiert, ohne einen festen Job.

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Ich denke es ist wirklich anders, wenn man auch ein wenig älter ist als der Durchschnitt der Studenten. Ich weiß von Leuten, die eben später eingestiegen sind und dann einfach wegen dem Altersunterschied nicht den wirklichen Zugang zu den anderen Studenten im Präsensstudium gefunden haben. Da die Studenten gerade auch immer jünger werden ( kürzere Schulzeit) dürfte sich das noch verstärken. Ob die Partys aus diesem Blickwinkel dann immer noch so cool sind, ist immer auch ne sehr persönliche Frage.

Gruppengefühl hab ich in meinem Studiengang auf jeden Fall, ich kenne die Leute und durch unsere Online-Lernplattform hört man auch regelmäßig voneinander. Und zuwenig Druck haben wir auf keinen Fall im Kurs, eher zuviel durch Konkurrenzkampf. Ob man Lerngruppen im Studium braucht, hängt ebenfalls von der Studienform ab, ich z.B. wüsste jetzt gar nicht, zu was ich das brauchen sollte, da unsere Prüfungsleistungen nur selten durch Prüfungen abgelegt werden. Stattdessen diskutieren wir gemeinsam, also der ganze Kurs, Fragestellungen im Forum der Online-Lernplattform. Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Prüfungsleistung, der gerade von der Gruppe lebt. Daher weiß ich wirklich nicht, was ich mit ner Lerngruppe soll. Allerdings habe ich meine Leute, mit denen ich mich auch ausserhalb der Plattform regelmäßig austausche.

An den Präsenzen gehe ich mit einer Kommilitonin immer abends was Essen, manchmal schließen sich noch zwei, drei Leute an. Mir reicht das, weil ich nach der komprimierten Präsenzveranstaltung in der Regel platt bin wie ein Schnitzel. Das sollte man glaub ich nicht unterschätzen.

Ansonsten ziehe ich mir kulturell gerne verbilligte Eintrittspreise für Studenten rein:thumbup:

Ich persönlich bin mit meiner Studienform wirklich sehr glücklich. Die Kommilitonen sind alle in irgendeiner Form in einer ähnlichen Lebenssituation, und ich fühle mich da gut aufgehoben. Speziell das Thema Berufserfahrung macht vieles in unserem Studiengang anders als bei den Präsenzstudenten, das sagen uns die Dozenten auch immer wieder. Da kommen ganz andere Fragen bei uns, wir können andere Verbindungen herstellen, wir legen andere Schwerpunkte, weil wir einen direkten Nutzen für die Praxis erwarten.

Auch gerade die Diskussionsmöglichkeiten kommen mir persönlich sehr entgegen, und ich bin begeistert, dass das wirklich auch Bestandteil der Prüfungsleistung ist. Ich finde den Austausch unter den Studenten so wichtig, und das der in meinem Studiengang so gewürdigt wird, das finde ich sowas von super. Ich glaube das ist aber auch der Kritikpunkt an vielen Fernstudiengängen, dass es da zum Teil wenig Möglichkeiten zum (fachlichen) Austausch gibt. Ich glaube aber, dass das in Zeiten des Internets einfach immer mehr hinfällig wird. Ganz ehrlich, super viele hier arbeiten doch mit Moodle und anderen Plattformen, die Grundlage für den Austausch sein können.

Ach ja, auch mal ein Vorteil und eine Möglichkeit zum Austausch, die Präsenzstudis nicht haben: Fernstudium-Infos;)

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Ich glaube, das kommt darauf an, an welcher Fern-Hochschule man studiert, wie da die Anzahl der Präsenztage ist. An der HFH gibt es realtiv viele Präsenztage (von ca. August bis Dezember und Februar bis Juli ca. alle 2 - 3 Wochen Freitag und/oder Samstag), die allerdings freiwillig sind. Ich gehe, wenn es irgendwie möglich ist, immer hin und da lernt man schon Leute kennen, die das genau so machen.

Bei uns im Semester ist irgendwie keine Gruppenbindung da, es gibt 2 - 3 Leute, mit denen man sich unterhält, aber bisher hat sich nichts ergeben, dass man nach der Präsenz noch zusammen etwas macht, oder so.

Es kommt aber vor allem auch darauf an, welcher Typ man selbst ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch in einem Präsenzstudium keine Lerngruppe hätte, weil ich ein Einzelkämpfer bin und mein ganz eigenes Tempo habe. Wenn man aber der Typ dafür ist, gibt es sicher auch im Fernstudium die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden.

Das typische Klischee-Studentenleben á la: Ich mach das ganze Semester nix, mach Party und vor der Klausur lern ich 4 - 6 Wochen 12 Stunden am Tag (ja, es ist leicht übertrieben ;)) wird als Fernstudent allein schon wegen des Jobs wohl eher schwierig sein. Allerdings ist man da ja in der Regel recht flexibel in der Planung und ggf. braucht man halt ein paar Semester länger - an vielen Hochschulen ist das ja sogar ohne Zusatzkosten möglich.

Für mich wäre übrigens ein Präsenzstudium ganz unabhängig vom Job/Geld nicht in Frage gekommen. Mir ist das Studium an der HFH wesentlich lieber als mit mehreren hundert anderen Studenten in der LMU in einem Hörsaal zu sitzen. Zugegeben, ich weiß nicht genau, wie es an der staatlichen FH in München ist. Aber wie gesagt, ich hab mein ganz eigenes Tempo und hatte zur (Berufs-)Schulzeit schon immer das Gefühl, wenn ich das alleine zu Hause lernen würde, wäre ich wesentlich schneller. Das ist für mich der allergrößte Vorteil am Fernstudium!

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In meinen Fernstudium studiere ich erfolgreicher und zielstrebiger als vor einigen Jahren an der UNI.

In den meisten Vorlesungen habe ich damals gepennt oder im Sommer lieber ne Tüte geraucht. Von daher kommt es eher darauf an was du selbst willst. Mir war es wichtig zu chillen und Spaß zu haben.

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Wir haben einen relativ hohen Präsenzanteil, genauer gesagt 3x 1 Woche pro Semester. Die meisten kommen von weiter weg und schlafen daher in der unmittelbaren Nähe der FH.

Diese Wochen bieten sich natürlich für richtiges Studentenleben an, sofern es nach 8h Vorlesung überhaupt noch möglich ist. Wir gehen Mittags und Abends in kleineren Gruppen zusammen essen, gehen am vorletzten Abend in der Regel alle zusammen in eine Bar... Letzte Woche sind wir zusammen zum Pubic Viewing gegangen... Wir sind aber inzwischen auch im 7. Semester, da hat sich das einfach eingependelt.

Die Altersdifferenz ist natürlich ein wichtiger Faktor. Wenn du dich bei einem Präsenzstudium nicht wohl fühlst und nicht so richtig Anschluss findest, wird das mit dem Studium auch nichts. Es sei denn du bist ein Einzelkämpfer - dann kannst du aber genau so gut das Fernstudium machen. Wenn dir bisschen Studentenleben und Kontakt wichtig ist, dann sieh dich nach einem Studium um, wo gelegentlich übers Wochenende Präsenzen angeboten werden ;)

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Die Frage nach Studentenleben würde ich mir nur stellen wenn es absehbar wäre das ich im Fernstudium überhaupt Zeit dafür hätte.

In der Regel arbeitet der Fernstudent ja Vollzeit, sonst könnte er ja ein Präsenzstudium begleiten. Damit kommt man auf ca. 40h Arbeitszeit und je nach persönlichem Eifer auf 15-25h Stunden Lernzeit pro Woche. Wenn man dann noch Familie hat, oder ein Hobby dem man nachgehen möchte bleibt nicht mehr viel Zeit für Studentenleben.

Gruß

Frank

(Ex-Fernstudent)

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Hey,

ich kann deinem bruder auch nur recht geben.

Wenn du die möglichkeit eines Präzensstudiums hast, dann nimm Sie. Fernstudium ist einfach was anderes und das Studentenleben hat man definitiv nicht...

Warum schließt du es denn generell aus? Arbeit?

LG

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Einfach die Finanzen; Meine Eltern können mich nicht unterstützen, Kredite für Wohnung,Lebensunterhalt, Studium sind astronomisch, ich müsste auf viel liebgewonnenen Luxus verzichten (kostspielige Hobbies, Auto, Motorrad(er)).

Wenn ich es nüchtern aufrechne, lohnt es sich einfach überhaupt nicht. 3.5 Jahre auf Lohn verzichten wiegen die 12k € Fernstudium LOCKER auf :).

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