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BWL - aus Interesse oder Mittel zum Zweck?


chameleonic

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Hallo an alle User hier,

ich bin neu hier, lese aber hier schon seit langem regelmäßig mit. Die Seite ist sehr informativ, kurz um für mich eine Top-Adresse bzgl. Fernstudium. :)

Ich erstelle nun hier ein Thema, weniger um euren Rat einzuholen, was ein mögliches Fernstudium für mich angeht, sondern meine Frage ist eher allgemeiner Natur.

Bei der Durchsicht aller Anbieter ist mir aufgefallen, dass es so viele BWL-Studiengänge gibt. Es scheint, als käme man um "die Wirtschaft" nicht herum. Daher habe ich an euch ein paar Fragen, die ihr BWL studiert:

- Studiert ihr BWL aus wahrem Interesse heraus oder studiert ihr hauptsächlich darum um einen akademischen Abschluss zu halten, der allgemein und generell ausgerichtet ist (wie das bei einem BWL-Studiengang wohl ist)

- Wie wichtig ist, es auch am Fach Interesse zu haben, um ein Fernstudium zu absolvieren? Kann man überhaupt ein Fernstudium absolvieren, wenn einen der Studiengang nur zu 50 % vom Inhalt her interessiert?

Noch ein paar Worte zu mir:

Ich bin Fernstudien-Interessentin und habe mich schon viel informiert, doch viele Wahlmöglichkeiten hat man bei den Studiengängen im Fernstudium ja nicht. Und ob ich ein BWL-Studium vom Interesse her bewältigen würde, weiß ich nicht. Ich will im Prinzip einen akademischen Abschluss um mir auch andere Stellenmöglichkeiten offenzuhalten. Ich plane keine große Karriere und auch keine Stelle mit so und so viel Verantwortung. Vielleicht ist es bei mir auch eine "Ego-Sache", unter lauter Studierten auch diesen akademischen Abschluss nachweisen zu können. Dass das nicht der beste Motivationsgrund für ein Fernstudium ist, ist mir auch bewusst. Von daher bin ich auch schon mit einem Fernstudium bei der Fernuni Hagen "gescheitert", was aber einige Gründe hatte und nicht nur auf den schlechten Motivationsgrund zurückzuführen ist.

- Worin äußert sich also Interesse bei euch an einem wirtschaftlichen Studium? Muss man die Financial Times gerne lesen und regelmäßig die Aktienkurse verfolgen?

Ich freue mich auf eure Antworten und hoffe nicht, dass ich nun den ein oder anderen BWL-Studenten verärgert habe, denn das ist nicht meine Absicht!

Grüße

chameleonic

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Hey chameleonic,

ich glaube schon, dass ein gewisses Interesse am Studienfach vorhanden sein sollte.

Zum einen, um sich nicht durch`s Studium quälen zu müssen, zum Anderen um erfolgreich zu sein.

Wenn man BWL studiert und keinerlei Interesse an Wirtschaft hat, dann ist das für mich pure Quälerei..

Wie motiviert man sich?

Wer BWL studiert arbeitet ja i.d.R. später auch im wirtschaftl. Bereich.

Ich persönlich fände es furchtbar in einem Job zu arbeiten, der mich nicht interessiert od. sogar langweilt.

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Hey Caroleen,

ďankeschön für deine schnelle Antwort. So sehe ich das eigentlich auch, dass ein Mindestmaß an Interesse vorhanden sein muss. Ich habe mich deswegen nicht zu einem Fernstudium entschließen können. Das heißt ich habe mal zwei Semester an der Fernuniversität Hagen studiert, hier stimmten zwar die Inhalte aber mir machte es viel aus, dass es wenig Möglichkeiten des Austauschs gab. Auch schätze ich es sehr, wenn Wissen durch über mehrere Kanäle vermittelt wird, das war nicht der Fall. Tja, das perfekte Fernstudium gibt es nicht und die richtigen Beweggründe müssen auch gegeben sein.

Daher würde mich interessieren bei wie vielen nun echtes Interesse vorhanden ist oder welche Gründe noch eine Rolle spielen.

Grüße

Chameleonic

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beides: es gibt nicht, was so interessant ist wie Wirtschaft :) daher sicherlich aus Interesse

aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, Abschluss und Berufschancen würden überhaupt keine Rolle spielen....

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Bei mir war es auch beides, und rückblickend würde ich sagen, kann man BWL nur schwer ohne Interesse daran studieren. Vieles ist doch recht trocken, daher sollte man sich schon dafür begeistern können. Bei mir war es jedenfalls so und ist es noch. Dann kommt natürlich noch hinzu, dass die Berufsaussichten für (leidenschaftliche) BWLer durchgehend gut sind (kommt auch etwas auf den gewählten Schwerpunkt an, denke ich).

Ich kann mir nicht vorstellen etwas zu studieren, was mich nicht wirlich interessiert. Auch nicht meines Egos wegen. Ich weiß zum Beispiel, dass ich im Gesundheitswesen sicher nicht gut aufgehoben wäre, weil es mich gar nicht interessiert. Wenn ich mir nun vorstelle Jahre damit zu verbringen über Skripten und Büchern zu brüten, die mich nicht die Bohne interessieren... nein, das ginge nicht. Das wäre doch eher kontraproduktiv. Für mein Ego, meine Gesundheit, meine berufliche Laufbahn. Was hätte ich mir bei Erhalt der Bachelorurkunde denn bewiesen? Das ich Dinge lernen kann, die mich nicht interessieren. Na toll. Das hat mich Kraft und Geld und vor allem Lebenszeit gekostet. Besonders Letzteres bekommen wir ja nicht zurück. Also wenn du etwas studieren möchtest kann ich dir nur raten etwas zu suchen, was du wirklich magst. Mit allem anderen quälst du dich nur unnötig.

Wie sich das Interesse an einem wirtschaftlichen Studium äußert? Ich glaube ja fest daran, dass man das einfach spürt. Ich habe zum Beispiel noch nie die FT gelesen und würde das auch nicht freiwillig tun. Aber mich haben schon immer innerbetriebliche Abläufe interessiert. Man sollte zum Beispiel bei dem Gedanken morgens ins Büro zu müssen um seine Arbeit zu erledigen nicht gleich in Frust verfallen. Wenn dich die Zusammenhänge dahinter interessieren und du bereit bist deine Arbeitsleistung im Gesamtkontext des Unternehmens zu sehen und über deine Arbeit hinauszuschauen, dann (würde ich sagen) kann das schon ein gesteigertes Interesse an der BWL bedeuten. Zumindest ist es eine gute Grundlage um die Aufname eines BWL-Studiums zu begründen.

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Bei mir ist es auch in erster Linie Interesse. Ich hab auch kein bestimmtes Ziel, das ich mit dem Abschluss erreichen möchte.

Ich habe nach der kaufmännischen Ausbildung überlegt, wo ich ungefähr hin will und was mir da am meisten bringt und das war am Ende BWL.

Also wohl eine Mischung aus "Berufschancen" und "Interesse" :)

Ich denke schon, dass Interesse gerade im Fernstudium sehr wichtig ist, um sich motivieren zu können über einen längeren Zeitraum sich mit dem Stoff zu beschäftigen. Klar gibt es auch mal Module, die einen nicht so wahnsinnig interessieren, aber im Großen und Ganzen sollte schon Interesse für den Stoff da sein, sonst ist es nur Quälerei und die Noten werden wohl mangels Motivation auch nicht so toll sein.

Ich lese übrigens weder die Financial Times noch verfolge ich die Aktienkurse ;) Ich hab aber auch nicht vor, im Finanzsektor zu arbeiten :)

Das meiner Meinung nach Gute am BWL-Studium ist, dass es sehr generalistisch angelegt ist und man sich zum Ende hin entscheiden kann, in welche Richtung man sich spezialisieren möchte.

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Ja sicherlich spielt nicht nur das Interesse eine Rolle, sondern auch das, was man damit erreichen will, welche Chancen man sich damit schaffen will.

Eigentlich ist es ja ganz gut, dass bis jetzt noch niemand geschrieben hat, dass er sein Studium total langweilig findet :)

Mir ging es wahrscheinlich so, dass ich gar nicht glauben konnte, dass sich tatsächlich so viele für BWL interessieren, da es für mich selbst nun nicht das absolute Traumfach ist. Ich komme schon damit klar und habe auch eine Fachwirt-Fortbildung gemacht und da sind ja auch immer BWL-Themen mit dabei. Die Frage ist vielleicht auch: wieviele uninteressante Inhalte in einem Fernstudium nimmt man in Kauf?

Interessiert einen echt alles bei einem Studiengang? Ich denke da bei BWL z.B. an Steuerrecht oder Finanzierung - bei diesen Themen müsste ich mich schon arg zusammenreißen um es durchzuziehen.

Nun ja, ich muss mir noch klarer werden, was ich mit einem Abschluss bezwecke. So lange das Ziel fehlt, brauche ich mich wohl gar nicht auf den Weg zu machen, oder?

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@chameleonic

Ich glaube, dass du DEN perfekt auf die zugeschnittenen Studiengang nicht finden wirst. Es wird immer etwas dabei sein, was du nicht magst oder was die schwer fällt. Vielleicht solltest du dir verschiedene Studiengänge anschauen und miteinander vergleichen. Schau mal wieviel dir bei welchem Studiengang gefällt. Mach eine Liste, wenn dir das weiter hilft. Gerade wenn du bei BWL bleiben möchtest, gibt es ja ganz unterschiedliche Vertiefungsrichtungen. Spätestens da kannst du dann das wählen, was die gefällt. Aber durch die Grundlagen musst du wohl oder übel durch.

Ich habe mir vor meiner Entscheidung von ganz vielen verschiedenen Anbietern Infos schicken lassen und mir sehr lange darüber einen Kopf gemacht was ich will. Bis ich dann endlich fündig wurde. Ich weiß ja nicht wie es in einem solchen Fall anderen ergangen ist, aber mein Bauch schickte mir ein Kribbeln, so eine Art Verliebtsein und ich wusste gleich "da bin ich richtig".

Man kann auch ohne Ziel studieren. Ich glaube schon dass das geht. Aber ich denke auch dass man dafür dann deutlich mehr Disziplin und Durchhaltevermögen braucht als mit Ziel.

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Interessiert einen echt alles bei einem Studiengang? Ich denke da bei BWL z.B. an Steuerrecht oder Finanzierung - bei diesen Themen müsste ich mich schon arg zusammenreißen um es durchzuziehen.

ich denke, dass gerade diese beiden Dinge interessant - weil absolut praxisrelevant - sind. Auch du musst Steuern zahlen und jährlich deine Steuererklärung abgeben....und ich finde es durchaus interessant auch mal Hintergründe zu erfahren (auch wenn ich keine Steuerberaterin werden möchte und auch nicht auf die Idee gekommen wäre, Steuern als Studienschwerpunkt zu nehmen). Auch Finanzierung hat eine hohe Praxisrelevanz - bei dir im Privatleben z. B. wenn du ein Auto kaufst oder ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufst.

was mich weniger interessiert hatte waren Fächer wie Mathe, Material- und Produktionswirtschaft oder Operations Research.

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