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Weiterbildungs-Master und "richtiger" Master?

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Wer gerne einen Weiterbildungsmaster mit 120 Creditpoints machen möchte, der ist dann vielleicht hier richtig:

http://www.uni-regensburg.de/zentrum-sprache-kommunikation/mkuse/kursangebot/weiterbildungsmaster-speech-communication/index.html

Ich selbst schreibe gerade meine Master-Thesis und bin mit dem Studiengang sehr zufrieden.

Viele Grüße

Oliver

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Danke ! Diese Punkte entsprechen den von mir oben genannten Regeln (andere Nummerierung):

Stimmt nur leider nicht ganz mit dem KMK-Beschluss überein, den Markus verlinkt hat. Dieser ist die entscheidende Instanz und nicht irgendein Experte.

Es tut mir ja wirklich leid aber da steht 1:1 drin, dass...

...ein Weiterbildungsmaster jeder Master ist, der Berufspraxis von i.d.R. nicht unter einem Jahr vorschreibt UND diese in die Lehre integriert.

Das sind die zwei Bedingungen, mehr nicht. Wobei die erste ausdrücklich zwischen "null" und einem Jahr berufspraktische Erfahrung zulässt. Es sollte nur nicht die Regel sondern eine Ausnahme sein. Viel entscheidender ist der Punkt, dass Berufspraxis in die Lehre integriert bzw. die Lehre diese berücksichtigen muss.

Ein Weiterbildungsmaster muss lt. KMK

a) NICHT berufsbegleitend sein (Vollzeit ist natürlich möglich),

B) kann zwischen 60 und 120 CP haben,

c) ist mit weniger als einem Jahr Berufserfahrung in Ausnahmen möglich,

d) und kann, muss aber nicht teurer sein als vergleichbare konsekutive Master.

Ceggert, auch wenn ich verstehen kann, dass man gerne seine Definition durchsetzt, so sollte man davon ablassen, wenn es ein offizielles Schreiben mit einer offiziellen Klassifizierung dazu gibt. Das die Meinung des zitierten Expertens von der Realität abweicht war schnell und unkompliziert feststellbar. Dank dem Link zum KMK-Beschluß wissen wir auch jetzt wie die in D ganz korrekte und allgemeingültige Unterscheidung zwischen konsekutiven und weiterbildenden Master läuft.

Es macht vielleicht Sinn den Beschluss mal zu lesen bevor Du Dich weiter auf nicht korrekte eigene Definitionen verlässt und evtl. Leute falsch hier im Forum falsch berätst.

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Hallo zusammen,

grundsätzlich sind bei solchen Diskussionen die gesetzlichen Rahmenbedingungen relevant - die KMK-Site haben Sie ja bereits einbezogen. Zur leidigen Frage der CPs in den WB-Mastern empfehle ich, auf die Seiten der Akkreditierunsgagenturen zu schauen (FIBAA; AHPGs usw.). Hier finden Sie entsprechende Übersichten über die einzelnen akkreditierten Programme. Anzumerken ist, dass die staatlichen Hochschulen ihre Programme bislang nicht umfassend akkreditiert haben, d.h., Sie bei den Akkreditierungsinstituten komplette Infos bei den Privatanbietern finden, aber nicht in Bezug auf alle staatlichen Master.

Viel Erfolg beim Finden des "richtigen" Programms

Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt

P.S. Bei uns an der SRH FernHochschule Riedlingen sind alle MAster-Programme, auch die drei WB-Master (MBA, Wirtschaftspsychologie, Leadership & Management, M.A.; Healthcare Management, M.A.) auf 120 CP ausgelegt,

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Das ist hier mal wieder eine sehr deutsche Diskussion.

Als Bologna gepusht wurde, hat man einfach die bestehenden deutschen Diplom-Studiengänge so geteilt, daß dem meist sinnlosen und nicht praxistauglichen Bachelor konsekutiv der Master folgen muß, damit man mit dem Studium irgendwas anfangen kann.

Im englisch-sprachigen Raum ist der Bachelor der Regelabschluss, vielleicht 30% der Absolventen werden noch postgraduate aktiv, 90% der Masterstudiengänge sind nach obiger Definition Weiterbildungsmaster (wobei die englischen Master grundsätzlich 120 CP haben).

Gruß,

ulbiro

Bearbeitet von ulbiro

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Als Bologna gepusht wurde, hat man einfach die bestehenden deutschen Diplom-Studiengänge so geteilt, daß dem meist sinnlosen und nicht praxistauglichen Bachelor konsekutiv der Master folgen muß, damit man mit dem Studium irgendwas anfangen kann.

Wo steht das , oder woher hast du diese Info ?

Bearbeitet von Markus Jung
Vollzitat gekürzt

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Guten Tag,

vielleicht helfen folgende Überlegungen - jenseits einer praxisorientierten Pointiertheit - weiter:

1) Grundsätzlich gilt nach Bologna - rein formal - dass der Bachelor der erste berufsqualifizierende akademische Abschluss ist.

2) Ebenso formal gilt: Bac. & Mas. qualifizieren für die Aufnahme eines Doktoratsstudiums (wenn in Summe mind 300 CP nachgewiesen werden können).

3) Und: Es gibt keinen formalen Unterschied zwischen WB- und konsek.-Master

4) Diesen formalen Willensbekundungen stehen in Teilen die arbeitgeberseitige Akzeptanz und das "Professionsverständnis" einiger Berufsverbände entgegen.

a) Die AG-Akzeptanz hat sich gebessert - grundsätzlich gilt hier nach wie vor die Praxisorientierung (daher machen auch mehr Uni-Bac. einen Mas als die FH-Bac.- die kommen im Mittel vorher schon unter).

B) Einige Berufsverbände setzen zwingend den Master-Abschluss (als Äquivalent zum Diplom) für eine Berufsbefähigung voraus. Dies gilt für den Berufsverband der deutschen Psychologen (BDP) und deren Einfluss auf das Uni-Studium (und vermutlich auch für die Ingenierure, Mediziner oder Juristen).

c) Bleiben wir beim BDP & den Unis: Das hat zur Konsequenz, dass zwar Masterstudienplätze gefordert werden (es aber zu wenige gibt), dass die Berufsfähigkeit der Psy-Bac diskriminiert wird - und dass man mit Sicherheit nicht mit einem WB-Master in Psy bei den Psychologen promovieren kann. Die FHs - insbesondere die Fernstudium machen, haben sich bzgl. der Berufsfähigleit anders positioniert -dort ist das weniger relevant (und promoviert werden können Sie dort auch nicht).

d) Was heisst das in Summe?

Wenn man promovieren will, dann geht kein Weg an einem konsekutiven Master vorbei. Für alles andere ist die Nachfrage am Arbeitsmarkt relevant: Seit Jahrzehnten gibt es den MBA - der in der Bologna-Diktion nichts anderes ist als ein WB-Master für Nicht-Kaufleute ist - und seit einiger Zeit weitere WB-Master, die - wenn marktorientiert konzipiert - ebenfalls einen Karrierebaustein darstellen können. Von daher sind ja gerade die Fernstudienangebote für die Bac. besonders interessant: Die ersten Schritte sind gemacht - der nächstgrößere Karriereschritt ist planbar - warum aus dem Job raus, wenn man berufsbegleitend studieren kann?

Viel Erfolg bei der "richtigen" Entscheidung

Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt

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Danke für diese Antwort, die mich weitgehendst einer Argumentation in Richtung UdoW enthebt.

Btw: mein Sohn ist BSc Psychologie, steckt momentan im konsekutiven Master und wird wohl noch eine Therapeutenausbildung machen müssen, um das Studium beruflich verwerten zu können. Sic transit pecunia mundi :-)

Gruß,

ulbiro

Bearbeitet von ulbiro

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