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Eure Erfahrungen und Eindrücke [Technische Informatik (B.Eng.)] an der WBH


logical

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Hallo,

Ich habe Interesse am Studiengang ‚Technische Informatik (B. Eng.)‘ an der WBH und bin am ausloten ob ich das alles zeitlich irgendwie unterbringen kann.

Ich bin Familienvater und mehr als Vollzeit berufstätig, was auch im gleichen Maße auf meine Frau zutrifft. Ich habe großen Zweifel ob das alles zeitlich zu stemmen ist.

Wenn da nicht das (große) persönliche Interesse währe diesen Studiengang abzuschließen. Aber eben nur wie? Dabei beschäftigt mich die Frage welche Module mich am meisten in der Planung zeitlichen beanspruchen werden. Nach meiner erste Bewertung glaube ich das ich in den Modulen Informatik und Elektronik bereits auf berufliche Vorkenntnisse zurückgreifen kann. Der Studienbereich Business Management und Führung ist wahrscheinlich größtenteils Neuland.

Aber ! den größter Respekt (Bammel) habe ich vor Mathe I ,II und III da möchte ich diejenigen um Ihre Erfahrung bitten die diese schon hinter sich gebracht haben und mir eventuell ein paar Tipps geben können. Interessant wäre auch zu wissen welche der Inhalte in Mathe I und welche in Mathe II bzw. Mathe III relevant sind um sich darauf gezielt vorzubereiten zu können.

Eure Erfahrungen und Eindrücke die den Studiengang ‚Technische Informatik (B. Eng.)‘ an der WBH besuchen oder abgeschlossen haben wären für mich sehr hilfreich.

mit freundlichen Grüßen

logical

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Hallo,

ich hab' den Studiengang zwar nicht studiert, allerdings bin ich auch Familienvater mit berufstätiger Frau und (noch) 1 Kind. Dazu meine Erfahrungen:

1. Kenntnisse in einem Fach helfen Dir, mangelnde Kenntnisse in einem anderen Fach zeitlich zu kompensieren, somit hast Du zeitlich nicht unbedingt einen Gewinn, aber auch keinen großen Verlust.

2. Die "Angst" vor Mathe ist meistens unbegründet, da die Module vom Level her ansteigen und man sich dran gewöhnen kann. Ich bin keine Leuchte in Mathe, hab's aber an der HFH im Ingenieursstudium auch hinbekommen. Außerdem gibt's Vorkurse zur Vorbereitung.

3. Familie und Studium: mein Plan ist, die Familie durch das Studium so wenig wie's geht zu belasten:

- ich lerne abends zwischen 21:30 und 0:00, außer wenn ich Kundenprojekte habe, da lese ich lediglich, da der Kopf abends platt ist. Ach ja, job: ich hab' auch so 50-60Std. die Woche....

- ich lerne am Wochende (Fr./Sa.) zwischen 12:30 und 14:30, da schläft der Kleine und seine Mami, ansonsten Nachts von 22:00 bis ca. 1:30

- Sonntags lese ich lediglich in der Mittagszeit, ansonsten ist lernfrei

- ich nehme 2 Tage vor den Reps und Prüfungen Urlaub für das "power-braining" oder besser Kurzzeitgedächtnis

- wenn ich was nicht kapiere, geht sofort eine mail an den Prof. raus mit Bitte um Aufklärung, da ich keine Zeit für überlange Recherchen aufwende

- beim lernen bleibt der Rechner aus oder zumindest der Browser zu, wenn' s ums Code-Tackern geht

Alle 5-6 Wochen belohne ich mich mit Nichtstun unter der Woche - das macht mir den Kopf wieder etwas frei.

Dazu muss ich sagen, dass ich von meiner Frau sehr gut unterstützt und teilweise auch angetrieben werde und ich hoffe, dass wir das nächste Kind auch so meistern.

So, und nun zusammengefasst: gutes Zeitmanagement und viel Disziplin, dann geht das.

Viel Glück bei der richtigen Entscheidung ;)

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Ich habe TIB an der WBH studiert. Ich verweise man auf meine Blog´s von 2008-2011 als grundlegenden Einstieg in das Thema.

Mathe I,II und III ist kein Hexenwerk (warum hat eigentlich jeder Angst vor Mathe ??), das "lernt" man genau so wie man den Rest lernt.

Ich will ja keine Angst machen , aber beim B.Eng kommen andere Bretter , da ist reine Mathe echt ein Kinderspiel.

Zeitlich, wenn du irgendwie in 4-5 Jahren fertig werden willst, musst du mit 15 Stunden pro Woche/Jahr rechnen, damit meine ich den Schnitt, wenn du z.B. 4 Wochen im Jahr nichts machst Urlaub7Krankheit musst du diese 4 x 15 =60 Stunden eben wieder reinholen.

Ich war in 3,5 Jahren fertig hatte aber ab den 4 Semester 25-30 Stunden die Woche für Studium gebuckelt, geht mal für 1-2 Jahre aber dann ist schluss.

Du hast round about 42 Prüfungsleistungen zu erbringen d.h. im Schnitt musst du alle 4-6 Wochen eine fertig bringen.

Vorbereiten würde ich mich nicht, man lernt alles was man braucht im Studium.

Du wirst 4-5 Jahre weniger Freizeit haben

Du wirst 4-5 Jahre mehr Stress haben

Die WBH nimmt die 3,5 Jahre Geld ab

Du wirst die Prüfungen verfluchen und beim Bestehen feiern

Du wirst Phasen ohne Motivation haben

Du wirst Phasen haben da läuft es von selbst

Mein Tipp, wenn du es willst mach es einfach, mehr als Geld verlierst du dabei nicht.

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Danke für Eure hilfreichen Tipps und Informationen. Danke.

Die Angst vor Mathe liegt für mich darin begründet, dass ich sofort erkenne das ich dort wahrscheinlich bekannte Defizite habe was nicht unbedingt mit dem Wissen zu tun hat sondern eher mit dem Umgang in den Klausuren. Da bin ich erfahrungsgemäß so nervös und kurz vor einem BlackOut. Und gerade in einem Fach wie Mathe ist es dann sehr schwer in einer Klausur wieder den Faden zu finden. Und ich glaube da bin ich nicht ganz alleine :-) .

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Du wirst noch andere Defizite haben, nicht nur in Mathe, daher wird deine Aussage auf fast alle Klauuren zutreffen die du schreiben musst ( war bei mir auf jeden Fall so), ich möchte den sehen der völlig relaxt und nicht nervös in eine Klausur geht.

Mathe und auch den Rest kann man "lernen", hierbei ist es kein Unterschied ob Mathe , Steuerungstechnik BWL, Software oder irgendwas anders ... Vorkenntnisse erleichtern natürlich den Einstieg, aber mehr auch nicht.

Wenn Mathe für dich "der" Knackpunkt ist kann ich dir nur raten, überleg dir zweimal ob du den B. Eng machen willst.

Mathe ist das Fach beim B. Eng, 80% der folgenden Fächer bauen auf Mathe auf. Die Mathe Klausuren sind noch die einfacheren, später muss du das Mathewissen Anwenden können, wie z.B. bei Systemtheorie oder Regelungstechnik, sprich Mathe muss sitzen und du muss auch noch die Umsetzung hinbekommen, aber du willst ja auch ein B. Eng werden.

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Zur Mathe im Fernstudium kann ich wenig sagen, da ich nach Mathe-Leistungskurs im Abi ein Präsenzstudium absolviert habe. Der Matheanteil in meinem Fernstudium war da eher trivial.

Aber generell gilt für Mathe: Üben, üben, üben. Die damit gewonnene Routine verhindert die gefürchteten Blackouts. Beim Üben landet man in sovielen Sackgassen, macht unsinnige Umwege oder tappt in Fallen. Wenn man nachts um 3:00 aus dem Tiefschlaf gerissen wird und sofort den Ansatz findet eine Aufgabe zu lösen, dann hat man die nötige Gelassenheit für die Klausur. In den Klausuren muss es dann nur so flutschen, Zeit zum langen Nachdenken, bzw. einem zweiten Rechenanlauf hat man erfahrungsgemäß nicht.

Auch ich bin dreifacher Familienvater mit berufstätiger Frau. Aber meine Kinder waren alle aus dem Grundschulalter, als ich startete. Das Studium bedeutet auch Verzicht auf Familienleben, mit Babies oder Kindergartenkindern hätte ich das Studium nicht gemacht.

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  • Admin

Hallo logical,

ich möchte nochmal auf die zeitliche Komponente eingehen. Denn das scheint ja das zu sein, wo du am ehesten Probleme erwartest.

Dazu einige Fragen:

1. Wäre es für dich okay, auch (deutlich) länger als die Regelstudienzeit zu studieren?

2. Hast du für dich mal überlegt und geplant, wo du in deinem aktuellen Wochenplan Lernzeiten unterbringen kannst? Die Freiräume kommen nicht von selbst und du solltest realistisch planen - also zum Beispiel künftig trotz mindestens doppelter Belastung mit der Hälfte an Schlaf auszukommen wäre nicht realistisch.

3. Steht deine Frau hinter dir und würde dich zumindest moralisch unterstützen?

4. In welchen Bereichen könnt ihr euch evtl. Entlastung organisieren?

5. Wie wichtig sind dir gute Noten?

Ansonsten hast du ja schon viele gute Tipps bekommen, wie Studierende das Studium trotz großer Belastungen im Alltag untergebracht haben.

Viele Grüße

Markus

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Hi,

ich studiere Technische Informatik an der WBH (stehe aktuell irgendwo zwischen Semester 6 und 7).

Es gibt an der WBH, wie vermutlich an jeder Hochschule, Licht und Schatten, aber Mathematik gehört dazu nicht. Fast jeder hat die meisten Sorgen in Bezug auf Mathe, die Hochschule weiß das und bemüht sich deshalb (das glaube ich zumindest) besonders um den Studieneinstieg in diesem Fach. Die Mathehefte sind bis auf wenige Ausreißer absolut top und gehören zu den besten, die ich bisher im Studium gesehen habe. Die Prüfungen sind sehr strukturiert, es werden vorab die Schwerpunkte angegeben und du darfst dir jegliches schriftliches Material als Hilfe mitbringen (ja, auch die Studienhefte!). Es gibt viele Übungsklausuren, die vom Niveau auf Höhe der Prüfungen sind.

Vorgeschmack: Suche mal bei Amazon nach "Rießinger, Mathematik für Ingenieure" und wirf online einen Blick ins Buch. Thomas Rießinger ist Autor etlicher Mathe-Studienhefte. Kein Vergleich mit meinen Lehrbüchern aus der Schule.

Also, Mathe sollte nicht dein Stolperstein werden - da wirst du seitens der Hochschule wirklich gut umsorgt.

Ansonsten kann ich dir nur den Tipp geben, den kostenlosen Probemonat zu nutzen, selbst wenn du schon weißt, dass du wieder kündigst. Der Begriff "kostenlos" ist nicht gelogen, die Hochschule erstattet sogar das Porto für die Rücksendung des Materials. Ich habe damals auch "planmäßig" nach einem Monat gekündigt und erst 6 Monate später "richtig" angefangen, dazwischen andere Angebote begutachtet und mit meinem Arbeitgeber einige Details geklärt.

Ansonsten: Lass dich nicht vom Begriff "Informatik" blenden: Etwa die Hälfte des Studiengangs ist E-Technik oder erfordert E-Technik-Wissen. Die Informatikseite kommt zumindest für mein Empfinden deutlich zu kurz oder hält sich mit Basics auf, während die Elektrotechnik durchgekaut wird. Kann aber auch an meiner Vorbildung liegen (Fachinformatiker).

Was ich dagegen absolut positiv finde: Du lernst wirklich Schicht um Schicht, wie ein Rechner funktioniert - vom einzelnen Transistor bis zur Hochsprache C++. Das bekommst du im reinen Informatikstudium so nicht vermittelt.

Ein Schnipsel aus deinem ersten Posting, das mich irritiert:

mehr als Vollzeit berufstätig

Zeit wirst du brauchen. Wenn du bereits jetzt Überstunden schiebst (und sie ggf. nicht begrenzen kannst) , dann solltest du dir das sehr gut überlegen. Ich finde das schon neben einem 40h-Job sehr sportlich und habe zum Glück einen Arbeitgeber, der mir entsprechend entgegenkommt.

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