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Masterstudium zur Verbesserung der Jobsuche

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Bquadrat

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich überlege momentan zum Frühjahr einen Master in General Management (MBA) an der HFH in Hamburg zu belegen. Zu der HFH habe ich mich soweit schon ganz gut informiert und bin mir in der Wahl der Hochschule eigentlich sicher. Vielmehr geht es mir mit diesem Beitrag darum, zu klären ob ein Masterstudium eurer Meinung nach für meine Situation Sinn macht?

Ich bin 32, habe einen abgeschlossenen Bachelor in Business Adminstration in Freizeit & Tourismusmangement an einer Hochschule in den Niederlanden studiert. Das Studium hatte ich mich 28 abgeschlossen, da ich zuvor auch bereits eine Berufsausbildung (Industriemechaniker) absolviert hatte. Seit dem Abschluss habe ich die letzten 4 Jahre im Marketing, Sales und Online Marketing gearbeitet. Leider hatte ich mit den Jobs ein wenig Pech. Vom 70Std-Job der mich zur Kündigung zwang und Insolvenz eines Arbeitgebers war einiges dabei. Zur Zeit arbeite ich daher gerade freiberuflich für eine Online Marketing Agentur, da ich als Freiberufler die Flexibiltät nutzen wollte um in verschiedene Bereich des Marketings einzublicken.

Ich merke nun jedoch zunehmend, das ich kein Akquise und Selbstdarsteller bin, ich mich außerdem gerne wieder mehr mit realen Problemen als mit virtuellen beschäfftigen möchte und auch das kollegiale Umfeld eines Unternehmens sehr vermisse.

Somit habe ich begonnen, mich wieder auf Festanstellungen im Bereich Events, Projekt- und Produktmangement zu bewerben. Die wenigen Vorstellungsgespräche welche ich hatte, liefen jedoch schlecht. Zum einen merke ich, dass es mir sehr schwer fällt meinen "bewegten" Lebenslauf und meinen spezifischen ausländischen Abschluss zu erklären und zu rechtfertigen. Zusätzlich zeugen die die vielen Stationen (3 Arbeitgeber + Freiberuflichkeit) in den letzten 4 Jahren nicht von Kontinuität. Darüberhinaus habe ich manchmal das Gefühl einen "Mogelstudiengang" studiert zu haben in denen ich zwar viele Softskills, jedoch sehr wenig spezifisches, Fachwissen erlent habe. Abschließend habe ich auch das Gefühl, das mein Abschluss in Freizeit & Tourismusmangement mich daran hindert für interessante, mittelständische bis große Firmen außerhalb des Tourismussektors in Betracht gezogen zu werden. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen in der Automobilbranche, Messe oder der Möbelbranche tätig zu werden.

Nun meine Fragen:

- Wäre ein Masterstudium in BWL eurere Meinung nach der richtige Schritt um mich für Firmen außerhalb des Tourismussektor interessant zu machen? Oder würdet Ihr einen anderen Weg gehen?

- Wie sind eure Erfahrungen mit Masterarbeiten in Fernstudiengängen? Ich hatte mir erhofft, meine Masterarbeit für ein Unternehmen zu schreiben und somit vielleicht gleichzeit den Einstieg in dieses Unternehmen zu schaffen.

- Ich plane nicht eine große Karriere zu machen. Ich arbeite gerne, und auch gerne mehr als nötig. Aber am Ende des Tages sind mir geregelte Arbeitszeiten zu einem adequaten Gehalt wichtiger als viel Geld für viel Verantwortung. Macht aus diesem Aspekt ein MBA Studium überhaupt Sinn? Oder sollte ich mich lieber auf eine "kleine" Stelle bewerben und mich im Unternehmen hocharbeiten?

Ich freue mich über sehr eure Meinungen, Erfahrungen und Tipps.

Bearbeitet von Bquadrat

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KanzlerCoaching

Ich denke, es ist die Mischung, die Ihnen Probleme macht. Und der instabile berufliche Werdegang mit einer freiberuflichen Tätigkeit zur Zeit.

Ob es da ein Masterstudium kurzfristig bringen wird? Das lässt sich so mit den vorliegenden Informationen und ohne die Kenntnis darüber, wie Sie Ihre Bewerbungen konkret handhaben, schlecht sagen. Sie hatten ja Vorstellungsgespräche, also gibt es ein grundsätzliches Interesse, wenn es auch nicht übermäßig groß ist.

Meine vorsichtige Ersteinschätzung: Ein Studium alleine wird es vermutlich nicht bringen, wenn Sie weitere zwei Jahre in der Freiberuflichkeit verbleiben. Sie brauchen einen Job in Festanstellung. Und eine genauere Definition der harten Kenntnisse und Erfahrungen, die Ihnen aus Arbeitgebersicht fehlen.

Sabine Kanzler

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Bquadrat

Vielen Dank Frau Kanzler für Ihre schnelle Antwort.

Meine Bewerbungsunterlagen sind gut, da ich diese bereits mit einen professionellen Jobcoach durchgearbeitet und verbessert habe. Interesse gibt es zumal ich mit Erfahrungen im Marketing, Programmierkenntnissen und Bildbearbeitung gerade im Online Bereicht sehr gut einsetzbar bin. Nur von diesem Bereich würde ich ja gerne etwas Abstand nehmen.

Meine Probleme treten vielmehr darin auf, mich für viele andere Stellen nicht als geeignet zu sehen da ich viele Anforderungen aus meinem Studium und Arbeitsleben nicht mitbringe und mich daher auch nicht gut genug zu verkaufen wüsste. Ich erhoffe mir somit von einem Masterstudium mehr betriebswirtschaftliches Fachwissen und einen "globalen", weniger spezifischen Abschluss der mich für ein größeres Aufgabengebiet interessant macht.

Die Freiberuflichkeit möchte ich gerne aufgeben, nur müsste dazu ein passende Festanstellung vorliegen welche aus o.g. Gründen nicht so einfach zu finden ist ;-)

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KanzlerCoaching

Sie wollen im Moment zwei Veränderungen zugleich, das ist immer schwierig:

- die eine von der Freiberuflichkeit in die Festanstellung

- die zweite innerhalb der thematischen Ausrichtung

Wenn Sie jetzt einen BWL-Master machen, dann haben Sie immer erst theoretische Kenntnisse, aber noch keine praktische Erfahrung. Es ist nicht gesagt, dass ein potenzieller Arbeitgeber das so akzeptiert.

Ein Thema wäre sicher, die Bewerbungsstrategie im Ganzen noch mal anzuschauen. Und dann zu entscheiden, welche Form der Weiterbildung am sinnvollsten erscheint.

Oder aber es ist Ihnen im Grunde egal und Sie machen den Master auf alle Fälle. Aber auch hier die Frage, ob es das "General Management" wirklich bringen wird, oder ob eher ein bodenständigerer Titel hilfreicher sein wird.

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Markus Jung

Hallo,

Zum einen merke ich, dass es mir sehr schwer fällt meinen "bewegten" Lebenslauf und meinen spezifischen ausländischen Abschluss zu erklären und zu rechtfertigen. Zusätzlich zeugen die die vielen Stationen (3 Arbeitgeber + Freiberuflichkeit) in den letzten 4 Jahren nicht von Kontinuität. Darüberhinaus habe ich manchmal das Gefühl einen "Mogelstudiengang" studiert zu haben in denen ich zwar viele Softskills, jedoch sehr wenig spezifisches, Fachwissen erlent habe.

Erstmal würde ich dir empfehlen zu versuchen, dich mit deinem Werdegang zu "versöhnen". So wie du es schreibst, sind es ja gar nicht mal die Mitarbeiter der Unternehmen, die dir so negativ gegenüber treten, sondern du selbst bist mit deinem Lebenslauf nicht im reinen bzw. empfindest dein Erststudium als "Mogelpackung". Das kommt dann vermutlich auch im Gespräch so rüber.

Zum Beispiel dass du im Ausland studiert hast (war das ein Präsenzstudium?) zeigt doch, dass du flexibel bist und auch über den Tellerrand schaust. In welcher Sprache war denn das Erststudium?

Warum interessierst du dich speziell für einen MBA? - Diese Studiengang geht ja eher in die Richtung Übernahme von Führungsaufgaben und wenn ich mir deine Ziele so durchlese, scheint dir das ja gar nicht so wichtig zu sein und du hast eher das Gefühl, dass du fachlich noch mehr Wissen erwerben möchtest. Daher würde ich für eine Weiterbildung eher in fachlicher Richtung überlegen. Gerade im Bereich BWL ist das Angebot an Fernstudiengängen, auch an Master-Studiengängen, ja sehr umfangreich. Schau dir doch die einzelnen Angebote einmal genauer an, gerade auch, was für Vertiefungsrichtungen angeboten werden.

Mir ist auch noch nicht ganz klar geworden, in welchen Branchen und Funktionen du künftig gerne arbeiten würdest. Gut wäre es sicherlich, wenn du dir hier nicht etwas völlig Neues suchst, sondern das sinnvoll mit deinen bisherigen Stationen (Ausbildung, Studium, Berufserfahrung) verknüpfen könntest.

Viele Grüße

Markus


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