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LaDolce

WiWi - Fernuni Hagen - Vollzeit - Bafög - Fragen über Fragen

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Hallo zusammen,

ich habe bereits längere Zeit Google und dieses Forum durchsucht und kaum/keine Infos gefunden, die mir wirklich weiterhelfen.

Kurz zu meiner Situation: Ich bin jetzt 23 Jahre alt, habe Abitur und von 2009-2011 eine verkürzte Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und bin seitdem im Bereich Auftragsbearbeitung/Vertrieb tätig. Derzeit mache ich eine Fortbildung neben der Arbeit bei der Fernakademie für Erwachsenenbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin Englisch. Die IHK-Prüfung plane ich für Ende 2013. Wenn nicht, auf jeden Fall Frühjahr 2014. Zahlen müsste ich bis Dez 2013 ca. jeweils 113 EUR im Monat (Dafür würde ich aber mein Urlaubsgeld, das ich nächstes Jahr im Sommer bekomme, opfern, da sowieso diesmal kein Urlaub geplant ist und die restlichen Raten würde ich noch vorher ansparen, dass es reichen würde falls ich schon nächstes Jahr im WS mit dem Studium starten sollte).

Ich plane schon seit meiner Ausbildung ein Bachelor-Studium im Bereich BWL oder Sprachen und habe mal den IBC bei AKAD probiert. Allerdings ist dieser sehr kostenintensiv und auch zeitintensiv, da der nächste Studienort von mir mindestens 200-300 km entfernt ist. Der IBC wäre für mich der ideale Studiengang. Ist aber einfach nicht machbar neben der Arbeit. Und als Vollzeitvariante nicht zu bezahlen.

Nun habe ich mir überlegt "einfach" noch ein Vollzeitstudium ranzuhängen. Aufgrund meiner misslichen Wohnortlage favorisiere ich allerdings die Fernuni Hagen. Ehemalige Kollegen von mir hatten dort Teilzeit studiert und waren zufrieden.

Ich weiß, es gibt sicher wieder viele, die meinen warum Fernuni und nicht Präsenzuni? Ganz einfach: Fernuni Hagen dauert nur 6 Semester (geplant) - Präsenzuni BWL 3,5 Jahre. Fernuni kostet ca. 2000 EUR. Präsenzuni kostet ca. 3500 EUR. Lebenskosten wie Miete, Nebenkosten, Essen etc. hat man bei beiden Varianten, aber zur Präsenzuni müsste ich zwischen 30 und 40 km fahren, und das jeden Tag - da kämen locker mal monatlich 200 EUR Extrakosten für Benzin dazu. Für 3,5 Jahre summiert sich da schon einiges.

Außerdem hab ich positive Erfahrung mit der Lernvariante gemacht. Ich kann in meinem Lerntempo lernen... außerdem lege ich keinen großen Wert auf das typische Studentenleben mit viel Party, WG-Leben usw. Mir geht es in erster Linie um den Abschluss. Und ich lebe hier ganz schön mit meinem Freund und unseren zwei Katzen zusammen. Wir zahlen sehr wenig (fast nur Nebenkosten) - demnach wäre auch ein Umzug eher ein zusätzlicher Kostenfaktor. Käme also auch nicht in Frage.

Ich plane Vollzeitstudium von zu Hause, ab und zu Teilnahme an Präsenzveranstaltungen im 100km entfernten Studienort, 400 EUR Job und wenn möglich Bafög und/oder Studienkredit.

Ich habe nun natürlich einige Fragen....

1. Steht mir Bafög nun eigentlich nur für die letzten 12 Monate und falls vorher wirklich erst ab min. 6 Monaten Studium zu? Ich weiß, ich habe das oft gelesen. Aber dann habe ich auch wieder gelesen, dass dies nur auf Fernlehrgänge zutrifft und nicht auf richtige Bachelor-Studiengänge. Hat hier jemand Erfahrungen, die er mir mitteilen könnte? Das wäre wirklich sehr sehr hilfreich!

2. Wie sieht es mit Krankenversicherung aus? Da ich schon 1-2 Jahre nach der Ausbildung gearbeitet habe, müsste ich mich sicher alleine versichern und würde nicht mehr bei meinen Eltern einsteigen können oder? Ab 25 muss ich sowieso allein im Studententarif o.ä. versichert sein, richtig?

3. Würde mir theoretisch noch Kindergeld bis 25 zustehen? Obwohl ich schon 1-2 Jahre gearbeitet habe?

4. Ich habe noch einen Autokredit laufen, da ich ja vorerst das berufsbegleitende Fernstudium geplant hatte (und leider unterschätzt hatte). Würdet ihr diesen erst abzahlen? Oder würdet ihr den Kredit sozusagen bis nach der Studienzeit "verschleppen"?

Ich bin halt im Moment recht unsicher. Das Auto brauche ich in jedem Fall, da wir hier am "A*** der Welt" wohnen ;-) und ich auch für den 400 EUR Job fahren müsste. Zug gibt es hier dummerweise nicht und ich kann mich nicht darauf verlassen bei jemandem mitfahren zu können - blöd, aber ist leider so. Also... würdet ihr lieber jetzt Studium anfangen und den Kredit verschleppen, dafür aber den Bachelor-Abschluss nicht erst mit 30 in der Tasche haben (Sprich, bessere Chancen bei Bewerbungen nach dem Studium!) - oder den Kredit erst abzahlen und dann "entspannter" mit weniger Schulden in die Studienzeit starten. Letztendlich muss ich es ja sowieso bezahlen und würde mich nicht übernehmen. Alles in allem ist es nicht soooo viel. Die Studiengebühren von 2000 EUR für Hagen würde ich auch von meinem Ersparten nehmen. Nur für den Autokredit von ca. 6000€ reicht es eben leider nicht. Wäre über Meinungen sehr sehr dankbar!!! Ist das Alter sehr entscheidend, oder würden 2 Jahre hier nicht viel ausmachen? Ich muss ja auch bedenken, dass ich irgendwann einmal Kinder möchte (oder zumindest eins erstmal) und, dass ich nicht studieren und dann sofort Mama werden will. Ich will meine Schulden erst abzahlen und noch etwas Berufserfahrung sammeln und natürlich angestellt sein um Elternzeit etc. nutzen zu können - und wenn ich nun anfange, dann könnte ich mit 27 fertig sein und noch ca. 3 Jahre arbeiten, in denen ich die Schulden auf jeden Fall abzahlen könnte. Wenn ich erst den Autokredit abstottere, dann wäre ich wohl erst mit ca. 29 fertig. Dann noch nur ca. 1 Jahr arbeiten... ich weiß auch nicht. Irgendwie favorisiere ich das JETZT. Schließlich bin ich aktuell auch noch im Lernen. Was denkt ihr?!

Freue mich wahnsinnig auf qualifizierte Antworten und Meinungen. Von meiner Familie kommen leider nur Aussagen wie "Das musst du entscheiden." "Mit Studium und Bafög kenn ich mich garnicht aus." ...ich brauche Hilfe!!!

Viele Grüße

LaDolce

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Ich würde gerne noch auf das Aufstiegsstipendium hinweisen, da gibt es bei Teilzeit 2000€/ Jahr, bei Vollzeit 600€/ Monat, und man muss nichts zurückbezahlen.

Wieso willst Du denn in Hagen Vollzeit machen? Mach doch Teilzeit, dann entspannt sich Deine finanzielle Lage, da Du weiterhin arbeiten könntest?? Zeittechnisch bist Du dort ja auch flexibel, und musst das nicht in 6 Jahren machen, sondern kannst schneller studieren.

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danke für deine antwort. Das stipendium habe ich auch schon mal in erwägung gezogen, aber wie groß ist die chance das zu erhalten? Und mein arbeitgeber müsste mir eine empfehlung schreiben. Denke für ein vollzeitstudium wird er mir keins schreiben wollen. Arbeite dort noch nicht so lange.

Teilzeit hab ich mir natürlich lange überlegt, aber ich komme immer erst um ca 18 Uhr von der Arbeit. Dann kann ich mich nicht mehr konzentriert hinsetzen und nur das we durchbüffeln ist auf Dauer auch nichts. Wie gesagt ich hatte das schon probiert. Und ich habe keine Lust zum "Hobby-Studenten" zu werden. Bei mir würde sich das länger hinziehen, eben wegen der Arbeit. Und für halbe Sachen bin ich nicht. Deshalb der Gedanke mit dem Vollzeitstudium. Da konzentriert man sich voll aufs Studium und schafft es in 3 Jahren. Vollzeit brauch ich sicher 6-7. Das ist definitiv zuuu lange. Hab mir nun noch überlegt neben dem Vollzeitstudium eine dritte Fremdsprache zu lernen, um noch mehr Qualifikationen vorweisen zu können... Grüße

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Hallo,

also so weit ich das verstehe, steht deine Entscheidung eigentlich schon. Du bist dir zwar unsicher, aber bei dem was du willst, kommt nur jetzt ein Vollzeitstudium in Hagen in Frage. Du solltest dir für ein Vollzeit-Fernstudium allerdings bewusst sein, dass es bedeutet das du zu Hause arbeiten musst. Alleine. Jeden Tag. Und das mehrere Jahre lang. Ich kenn dich nicht, aber gelegentliche Präsenzveranstaltungen und Online-Foren würden das für mich nicht aufwiegen.

Ich habe hin und wieder die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten und muss sagen, dass ich die Geselligkeit des Büros sehr zu schätzen gelernt haben. Das spricht somit auch für ein Präsenzstudium. Es geht nicht nur um Partys (auch nicht mein Ding), aber eben darum andere Mitstreiter zu treffen - sich auf dem Flur mal auskotzen zu können - sich mit anderen spontan freuen, weil es 'Klick' gemacht hat. Oder, gerade wenn es schwierig wird, einfach nur sehen, dass es anderen ganz genauso geht. Zudem bekommst du präsent viele Dinge nebenbei mit, die du dir zu Hause mühsam selbst erarbeiten musst. Von den Fehlern anderer lernen ist im Fernstudium schwierig, da du die Fehler der anderen nicht unbedingt mitbekommst.

Dieser zusätzliche Vorteil lässt sich durch Geld nicht aufwiegen. Wenn deine Präsenzuni nur 30-40 km weit weg (sorry, aber das ist nicht viel aus meiner Perspektive), würde ich an deiner Stelle die Präsenzuni vorziehen. Gerade da du eh ein Auto hast und sich diese Anschaffung ja auch lohnen muss :-D

Liebe Grüße,

Claudia

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Ich beantworte mal die sachlichen Fragen:

- Wie lange kann Bafög bezogen werden? Bafög kann für ein akademisches Fernstudium von Anfang an und für die volle Studiendauer bezogen werden (gegeben natürlich, die sonstigen Voraussetzungen sind erfüllt). Die 12 Monate kommen aus §3 Bafög, hierzu sagt aber die Verwaltungsvorschrift: "§ 3 ist nur auf die Teilnahme an Lehrgängen anzuwenden, die nicht als Besuch von Ausbildungsstätten im Sinne des § 2 [d. h. Hochschulen] anzusehen ist. Ein Fernstudium, für das der Auszubildende an einer Hochschule immatrikuliert ist (z. B. Fernuniversität Hagen), ist ein Fernunterrichtslehrgang, fällt aber nicht unter § 3. Vgl. auch Tz 4.0.4."

- Krankenversicherung: Die ist bis zum 25. Lebensjahr möglich, ich sehe nicht, warum eine zwischenzeitliche Berufstätigkeit das ausschließen sollte. Aber hier fragst Du am besten die Krankenkasse, die wissen das am besten.

- Kindergeld: Auch hier sehe ich nicht, warum eine zwischenzeitliche Berufstätigkeit den Bezug ausschließen sollte (natürlich stößt man eher an die Altersgrenze, aber ein grundsätzlicher Bezug sollte kein Problem sein).

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ieder viele, die meinen warum Fernuni und nicht Präsenzuni? Ganz einfach: Fernuni Hagen dauert nur 6 Semester (geplant) - Präsenzuni BWL 3,5 Jahre.

Ein Semester Unterschied, oder? Außerdem benötigen viele an der FernUni Hagen länger als die Regelstudienzeit.

Fernuni kostet ca. 2000 EUR. Präsenzuni kostet ca. 3500 EUR. Lebenskosten wie Miete, Nebenkosten, Essen etc. hat man bei beiden Varianten, aber zur Präsenzuni müsste ich zwischen 30 und 40 km fahren, und das jeden Tag - da kämen locker mal monatlich 200 EUR Extrakosten für Benzin dazu. Für 3,5 Jahre summiert sich da schon einiges.

Für die FernUni spricht hier auch, dass es ggf. leichter ist, nebenher noch etwas zu arbeiten (macht sich auch gut für den Lebenslauf), um die finanzielle Belastung zu reduzieren.

Außerdem hab ich positive Erfahrung mit der Lernvariante gemacht. Ich kann in meinem Lerntempo lernen...

Das spricht sicherlich für das Fernstudium. Kommst du auch gut mit schriftlichen, trockenen geschriebenen, Materialien zurecht?

3. Würde mir theoretisch noch Kindergeld bis 25 zustehen? Obwohl ich schon 1-2 Jahre gearbeitet habe?

http://www.arbeitsagentur.de/nn_26532/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A091-steuerrechtliche-Leistungen/Allgemein/Anspruchsvoraussetzungen.html

4. Ich habe noch einen Autokredit laufen, da ich ja vorerst das berufsbegleitende Fernstudium geplant hatte (und leider unterschätzt hatte). Würdet ihr diesen erst abzahlen? Oder würdet ihr den Kredit sozusagen bis nach der Studienzeit "verschleppen"?

Das hängt sicherlich davon ab, wie hoch der Kredit noch ist bzw. wie lange du ihn abzahlen musst. Ich würde eher dazu neigen, das vorab zu erledigen, da ich mich mit den Schulden für so lange Zeit und ohne gewisses Einkommen nicht wohl fühlen würde.

Also insgesamt finde ich, könnte bei deinen Rahmenbedingungen ein Fernstudium in Hagen durchaus eine gute Lösung sein.

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