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Stefania

Psychotherapie HP

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Hallo.

Ich habe mich für o.g. Kurs angemeldet. Ich möchte in der Probezeit einen Überblick über die Lerneinheiten gewinnen und wenn mir alles zusagt den Kurs absolvieren.

Gibt es schon andere Teilnehmer? Ich würde mich über einen Austausch freuen.

Ich berichte dann wieder, wenn mich die Unterlagen erreichen.

:-)

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Hallo,

der Lehrgang ist noch sehr neu im Angebot von Impulse. Ich habe ihn kürzlich über die Neuzulassungen der ZFU entdeckt.

Daher bin ich gespannt, was du so berichten wirst.

Was mir im Vergleich zu anderen Lehrgängen zum Heilpraktiker Psychotherapie aufgefallen ist, ist der völlige Verzicht auf Präsenzveranstaltungen. Es wird lediglich ein 30-minütiges Gespräch per Telefon oder Skype als Vorbereitung auf das Prüfungsgespräch angeboten.

Viele Grüße

Markus

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ist der völlige Verzicht auf Präsenzveranstaltungen

Ich vermute mal das liegt daran, dass beim HP Psychotherapie vollständig auf die Behandlungs- und Injektionstechniken verzichtet werden kann. Die dürfen ja gar nicht angewendet werden. Es wäre aber vermutlich hilfreich, wenn man ein wenig Praxis in Patientengesprächen (auch wenn es nur gestellte Situationen sind) sammeln könnte, oder?

Stefania, was war für dich der ausschlaggebende Punkt, bei Laudius und nicht woanders anzufangen?

Bearbeitet von sasa

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Es wäre aber vermutlich hilfreich, wenn man ein wenig Praxis in Patientengesprächen (auch wenn es nur gestellte Situationen sind) sammeln könnte, oder?

Ja, für die Prüfung - aber nochmehr für die spätere Praxis.

Ich stelle mir gerade vor, dass ich ein psychisches Problem hätte, mich mit dem Unterschied zwischen Psychologen, die als Psychotherapeuten tätig sind (Uni-Studium + lange Ausbildung) und einem Heilpraktiker Psychotherapie nicht so auskennen würde und dann an jemanden gerate, der lediglich einen Fernkurs absolviert hat (selbst das Gespräch zur Prüfungsvorbereitung ist freiwillig, wenn ich die Kursbeschreibung bei Laudius richtig deute) und die Prüfung vor dem Gesundheitsamt (bei der ja nur geprüft wird, ob keine Gefahr für die Volksgesundheit besteht) bestanden hat - mir graust bei dem Gedanken...

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Das meinte ich. Denke dass genau diese Praxis auch wichtig für die eigene Persönlichkeit ist, dabei reift man sicherlich ungemein und lernt, sich von den Gefühlen und Problemen anderer zu distanzieren. Auch das ist wichtig, sonst geht man früher oder später kaputt daran.

Allerdings wissen wir ja nicht, was für einen Background Stefania hat. Für Menschen, die bereits eine erste Ausbildung im sozialen Bereich oder Gesundheitssektor haben, ist so ein Fernkurs sicherlich gut. Gefährlich wird es nur, wenn dieser Kurs als Erstausbildung gedacht ist, weils vielleicht für den NC in Psychologie nicht gereicht hat... da sollte man vielleicht als Anbieter einen zweiten Einstieg bzw. verpflichtende Präsenzen einrichten. Bei ILS oder SGD gibt es beispielsweise für Menschen mit medizinischem Hintergrund (Pfleger usw.) einen verkürzten Lehrgang (Großer HP) - die Injektionstechniken müssen die eben einfach nicht mehr lernen...

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Mich schauderts auch grad bei der Vorstellung, dass man sich ohne jegliche Präsenzveranstaltunge zum "Heipraktiker Psychotherpie" ausbilden lassen kann. Deshalb habe ich mir grad mal den Kursinhalt angeschaut.

Das ganze soll 16 Monate dauern, 7h/Woche.

Unter "Lerninhalte" steht unter anderem:

Psychotherapeutische Verfahren, wie Psychoanalyse, Verhaltenstherapie usw.

Diagnose und Differentialdiagnose

Psychopharmakotherapie

BITTE??

Natürlich, für jeden, der sich auch nur Ansatzweise mit den Themen auskennt, muss klar sein, dass es sich quasi nur um "Informationen zu..." oder "Kenntnisse der Konzepte von...." handeln kann. Das steht aber nicht im Kursbeschrieb! Weiter oben steht zwar, wofür sich der Kurs eignet (sowas wie "Grundlagen für Studium", "Weiterführende Interssen" etc.) aber auch "Allerdings ist eine psychotherapeutische Behandlung von Patienten nicht jedem erlaubt. Voraussetzung für eine Behandlung nach dem Heilpraktikergesetz ist eine Zulassung durch das Gesundheitsamt, die mit einer Überprüfung verbunden ist. "

Suggeriert das euerer Meiung nicht, dass man nach diesem Kurs und der Heilpraktikerüberprüfung als Psychotherapeut arbeiten darf und vor allem auch kann?

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Suggeriert das euerer Meiung nicht, dass man nach diesem Kurs und der Heilpraktikerüberprüfung als Psychotherapeut arbeiten darf und vor allem auch kann?

Leider darf man ja nach der bestandenen Prüfung vor dem Gesundheitsamt tatsächlich... Wobei man meines Wissens nicht die Bezeichnung "Psychotherapeut" verwenden darf, sondern korrekt "Heilpraktiker/in, eingeschränkt für den Bereich Psychotherapie" ist.

Ich kann auch absolut nicht nachvollziehen, dass diese "Mogelpackung" immer noch so zulässig ist. Das bedeutet ja nichts zwangsläufig, dass alle Heilpraktiker-Psychotherapie nicht kompetent sind, aber wenn ich es damit vergleiche, was ein "richtiger" Psychotherapeut nach seinem Uni-Studium im Rahmen der Ausbildung an Praxis leisten muss an angeleiteter Therapie, Supvervision usw. plus zusätzliche Prüfung ist das schon sehr bedenklich und wie gesagt glaube ich, dass einem Großteil der Bevölkerung und auch vielen Betroffenen diese Unterschiede gar nicht so klar sind.

Laudius kann man hier eigentlich gar nicht so den Vorwurf machen. Sie nutzen lediglich den gesetzlichen Rahmen aus und gehen dabei mit dem kompletten Verzicht auf Präsenzveranstaltungen noch ein Stück weiter als andere Fernschulen. Die Problematik liegt hier wohl eher in den gesetzlichen Regelungen.

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Hallo

Ich sehe das wie Du, Markus: Laudius nutzt hier einfach nur den gesetzlichen Rahmen. Ein solcher Lehrgang ist also wohl kein "juristisches" Problem.

Allerdings nimmt man dabei schon in Kauf, dass mit einer solchen Vorbereitung wenig ausgebildete Therapeuten auf die Menschheit los gelassen werden, die im schlimmsten Fall auch eine ganze Menge Unheil anrichten können.

Wie seht Ihr das?

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Allerdings. Ich finde das haarsträubend. Mir war nicht bewusst, dass man z.B. eine Psychotherapie durchführen darf, ohne "Psychotherapeut" zu sein. Dass diese Bezeichnung geschützt ist, wusste ich. Kann es sein, dass es einfach gesetzlich kaum überprüfbar ist, wann eine Behandlung eine Psychotherapie ist und wann nur ein beratendes Gespräch?

Mann kann in diesem Falle Laudius vielleicht keinen juristischen Vorwurf machen. Ich finde das Kursangebot trotzdem sehr bedenklich, weil es meiner Meinung nach suggeriert, dass man nach dem Kurs in der Lage ist, eine solche Therapie durchführen zu können.

Und wie schaut es aus mit dem Lerninhalt "Psychopharmakotherapie"? Ich meine (und hoffe sehr schwer!) dass es diesen "Therapeuten" verboten ist, Psychopharmaka zu verschreiben. Müsste es dann korrekterweise nicht wenigstens heissen "Informationen über Psychopharmakotherapie" oder so?

Dieses schwammige Angebot wie auch die Durchführung dieses Kurses ohne Präsenzen halte ich persönlich für fahrlässig und es wirft für mich kein gutes Licht auf den Anbieter. Und zwar in erster Linie, weil das Angebot suggeriert, dass der Kurse einem für Dinge qualifiziert,von denen man meines Erachtens nach so einem kleine Kurs nur eine ganz blasse Ahnung haben kann. Das muss nicht heissen, dass der Kurs an sich schlecht ist. Nur vermittelt es nicht das Können, Wissen und die Fertigkeiten, die - nach meiner Lesensweise - angepriesen werden.

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Kann es sein, dass es einfach gesetzlich kaum überprüfbar ist, wann eine Behandlung eine Psychotherapie ist und wann nur ein beratendes Gespräch?

Ich mache ja zur Zeit den Lehrgang zum psychologischen Berater bei Impulse. Und da wurde gleich im Einleitungstext darauf hingewiesen, dass man nach Abschluss des Kurses nur beraten, aber nicht therapieren darf. Da diese Abgrenzung so wichtig ist, wird sie später auch noch detailliert behandelt (aber soweit bin ich noch nicht). Soweit mir bekannt, ist die Grenze dort, wo eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegt oder zumindest vermutet wird. Deshalb ist auch der Bereich klinische Psychologie ein umfangreicher Bestandteil des Kurses, um in der Lage zu sein, solche Probleme zu erkennen. Und sicherlich sind solche Grenzen mitunter fließend und ein verantwortungsvoller Berater, Coach etc. sollte da eher vorsichtig sein und im Zweifel an den Therapeuten verweisen.

Ganz gute Infos dazu:

http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/unterschied-psychotherapeut-psychologe-psychiater/beratung-vs-psychotherapie/

http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/unterschied-psychotherapeut-psychologe-psychiater/psychotherapie-hpg/

Und wie schaut es aus mit dem Lerninhalt "Psychopharmakotherapie"? Ich meine (und hoffe sehr schwer!) dass es diesen "Therapeuten" verboten ist, Psychopharmaka zu verschreiben.

Selbst psychologische Psychotherapeuten (also Psychologen) dürfen keine Psychopharmaka verschreiben, sondern nur Psychotherapie durchführen. Dennoch müssen sie natürlich die verschiedenen Psychopharmaka und deren Wirkungsweisen kennen. Zur Therapeuten-Ausbildung gehört auch eine klinische Phase, wo sie diese Mittel auch in der Praxis kennen lernen.

Was alles zur Ausbildung eines Psychotherapeuten nach Abschluss des Studiums gehört, ist zum Beispiel hier sehr übersichtlich dargestellt:

http://www.psychologie.hu-berlin.de/prof/the/pta/Ausbildung/regularien

Nicht umsonst wird hier oft der Vergleich mit einem Facharzt gezogen.

Besonders möchte ich den praktischen Anteil hervorheben: 1.800 Stunden praktische Tätigkeit + 600 Stunden Praktische Ausbildung + 120 Stunden Selbsterfahrung + 150 Stunden Supervision.

Mit dem Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, darf das dann jeder selbst vergleichen... Wobei es natürlich auch Heilpraktiker in diesem Bereich gibt, die vorher Psychologie studiert haben und somit im Rahmen des Studiums (meistens) auch klinische Psychologie hatten und viele Heilpraktiker haben auch zusätzliche Ausbildungen gemacht, die Praxisanteile enthalten - aber verpflichtend ist es halt nicht und es liegt hier alleine an den Patienten/Klienten, sich ein Bild von der Qualifikation zu machen.

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