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Markus Jung

Werden im Studium zu gute Noten verteilt?

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Unter anderem die ZEIT und die Süddeutsche Zeitung berichten über eine bisher unveröffentlichte Auswertung des Wissenschaftsrats, nach der die Abschlussnoten im Studium immer besser werden. So schlossen im vergangenen Jahr fast 80 Prozent aller Absolventen ihr Studium mit "gut" oder "sehr gut" ab - zehn Prozent mehr als zwölf Jahr zuvor.

Je nach Studienfach gibt es aber sehr deutliche Unterschiede. Die Süddeutsche hat sowohl zum Zeitverlauf als auch zu den Fächern eine interaktive Grafik veröffentlicht, die dies sehr anschaulich macht:

http://gfx.sueddeutsche.com/karriere/2012-11-09_Studentennoten/index.html

Was meint ihr - werden die Studierenden immer besser, oder werden nur die Leistungen höher als früher bewertet?

Bearbeitet von Markus Jung
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Das kommt drauf an. Bei der Fernuni Hagen gibt es ganz sicher keine geschenkten Noten. Genauso stelle ich es mir bei anderen Fernstudiengängen vor.

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Vielleicht haben sich auch nur die Möglichkeiten verbessert, sich gut vorzubereiten? Das Internet macht schon viel aus bei solchen Sachen.

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Bei der Zeit stand auch erst drin, daß es bei Sekundarschulen für die gleiche Leistung zukünftig bessere Noten gibt.

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Könnte das ein Effekt der Einführung der Bachelorstudiengänge sein? Kann es sein, dass heute präziser genannt wird, was gefordert wird und deshalb auch präziser gelernt werden kann?

Dies ohne Wertung: Das kann bedeuten, dass einfach auswendig gelernt und reproduziert werden muss, es kann aber auch sein, dass die Anforderungen weniger "wischi-waschi" sind.

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Heute wurde die Studie offiziell veröffentlicht und als PDF (862 Seiten) zum Download bereitgestellt:

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2627-12.pdf

In der dazugehörigen Pressemitteilung des Wissenschaftsrats heißt es auszugsweise:

Der Durchschnitt der Prüfungsnoten an deutschen Hochschulen weist je nach Studienfach, Hochschule und Abschluss nach wie vor große Unterschiede auf. „Mit welcher Note ein Studium abgeschlossen wird, hängt in Deutschland nicht nur von der Prüfungsleistung ab, sondern auch davon, was und wo man studiert“, erklärt der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Wolfgang Marquardt, zum heute veröffentlichten Arbeitsbericht für das Prüfungsjahr 2010. Dies bestätigt frühere Analysen der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates.

Im Diplomstudiengang Biologie schnitten 2010 beispielsweise 98 Prozent, im Diplomstudiengang Psychologie 97 Prozent, in der Ersten Juristischen Staatsprüfung dagegen nur 7 Prozent der Universitätsabsolventinnen und -absolventen mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. In den entsprechenden Bachelorstudiengängen waren es 84 Prozent (Biologie), 95 Prozent (Psychologie) bzw. 37 Prozent (Jura).

Generell setzt sich die Tendenz zur Vergabe besserer Noten im Vergleich zu früheren Jahren weiterhin fort. In den Bachelorprüfungen, die 2010 ein knappes Drittel der bestandenen Prüfungen ausmachten, wurde in vier von fünf Fällen die Abschlussnote sehr gut oder gut vergeben.

Erstmals hat der Wissenschaftsrat dem von der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates erarbeiteten Bericht einen wissenschaftspolitischen Kommentar hinzugefügt, in dem er Empfehlungen zur möglichen Verwendung der Berichtsinhalte an die verschiedenen Adressaten wie Hochschulen, Studierende und Arbeitgeber ausspricht. Generell bemängelt der Wissenschaftsrat die eingeschränkte Vergleichbarkeit von Prüfungsnoten. Durch die starken Unterschiede in der Notengebung zwischen einzelnen Fächern und zwischen einzelnen Hochschulstandorten werde die Aussagekraft der einzelnen Note erheblich geschwächt. Von diesem Problem seien mit der Stufung der Studiengänge und der Zulassungspraxis zum Master nun nicht mehr nur die Arbeitgeber, sondern auch die Hochschulen selbst betroffen.

„Bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für Master-Programme sind die Hochschulen nun erstmals selber auf standortübergreifend vergleichbare Prüfungsnoten angewiesen“, so Marquardt. „Vielleicht gibt dies den Anstoß, die Benotungspraxis an Hochschulen einmal gründlich zu reflektieren. Für diesen Prozess stellt der Arbeitsbericht nützliche und relevante Informationen bereit.“ Langfristig müsse auf Bewertungsmaßstäbe hingewirkt werden, die eine weitgehende Vergleichbarkeit der Bachelor-Prüfungsnoten zumindest im gleichen Fach und in verwandten Fächern gewährleisten.

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