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Wie organisiert ihr eure Vokabeln?


Ingwer

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Am Anfang war die Anzahl noch überschaubar, aber inzwischen häufen sich die Vokabeln. Ob nun online oder auf Kärtchen geschrieben, wie organisiert ihr die Vokabeln?

Am Anfang habe ich alle einfach der Reihe nach in einen Kasten gemacht und zum Lernen war das auch in Ordnung, einfach stapelweise entnehmen und wiederholen. Doch nun kommt mir alles wie ein großes Durcheinander vor :blushing:, irgendwie habe ich etwas den Faden verloren.

Dann habe ich mal sortiert nach Substantiv, Adjektiv, Verb, usw. und innnerhalb dieser Kategorien wiederum alphabetisch. Ist auch nicht so der Hit. :confused:

Deshalb: Wie geht ihr mit euren Vokabeln um?

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Hi Ingwer,

eigentlich macht es beim Lernen mit Karteikarten Sinn, dass man die Kartekarten in einem Karteikasten mit Fächern unterbringt. Ganz vorne kommen die Vokabeln am Anfang rein. Wenn du die Kartekarten im ersten Fach durchgehst, und die Vokabel gewusst hast, kommt diese Karte ins zweite Fach. War deine Antwort falsch, bleibt sie im ersten Fach. Nach diesem Prinzip bleiben die "Problem-Vokabeln" vorne und die, die du bereits weißt, wandern nach hinten.

Soviel ich weiß solltest du fünf Fächer haben. Hast du eine Vokabel fünf mal hintereinander gewusst, kommt sie aus dem Kasten (evtl. in einen separaten Kasten). Beantwortest du aber eine Voakabel falsch (egal ob aus dem 1., 2., 3., 4. oder 5. Fach), kommt die Karte wieder ins 1. Fach. Wenn man die Vokabel fünf mal hintereinander richtig beantwortet hat (wobei da ein Zeitraum von einer Woche ganz gut wäre), ist sie normalerweise im Langzeitgedächtnis angekommen.

Den separaten Langzeitgedächtnis-Kasten kannst du ja dann nochmal so alle 3-4 Wochen wiederholen. Falls eine Vokabel aus dem Gedächtnis gefallen ist, kommt sie wieder in den aktuelle Kasten.

Nach diesem Prinzip müsste es ganz gut hinhauen.

Gruß Ukyo

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Vokabeln sollte man nur nach "Können" sortieren! Es ist wichtig, Vokabeln durcheinander zu lernen, da man sie ja auch durcheinander und kontextbefreit abrufen muss. Besonders das alphabetische sortieren ist vom Lerneffekt her sehr schlecht.

Das von ukyo beschriebene System ist ideal. Wenn du genügend Disziplin dazu hast (also wenn du wirklich regelmässig reine Vokabeln lernst), dann ist das absolut empfehlenswert.

Ich habe Vokabeln immer nur in Hefte geschrieben und auch aus dem Heft gelernt. Wichtiger für mich ist, dass ich sie sofort und vielseitig anwende, deshalb habe ich auch nur sehr wenig "pure" Vokabeln gebüffelt (als Ausgangspunkt muss das natürlich trotzdem sein, klar).

Wichtig ist, dass du Vokabeln "rausschmeisst". Also eine Weile lang lernen, dann nicht mehr. Ideal eben mit dem oben beschriebenen System, aber,wenn dir das zu aufwendig ist, auch blockweise (z.B. alle von einer Lektion weglegen). Später (min. einige Wochen) kannst du ja mal durchgehen, welche du kannst und die, die du nicht mehr kannst, ev. wieder in die "Lernvokabeln" aufnehmen. Alle Vokabeln unter den Lernwörtern zu lassen macht kaum Sinn. Auch musst du nicht alle Vokabeln behalten - es gibt (auf deinem Niveau) auch welche, die wirst du zu selten brauchen, um sie aktiv zu behalten.

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Ich arbeite mit einem Vokabeltrainer auf meinem Netbook. Dort lege ich für jedes Modul meines Studiengangs eine Vokabeldatei an. Die Methode "nach Leitner", die oben schon vorgestellt wurde, kann hier eingestellt werden bzw. wird von der Software automatisch berücksichtigt. Feineinstellungen kann man selbst vornehmen.

Man kann, wenn man will, aber auch die einzelnen Dateien in eine große Datei exportieren, wo dann alle Vokabeln drinnen stehen.

Je mehr Vokabeln es werden, um so weniger kommt man meiner Meinung nach mit Papierkarteikarten klar.

Für das reine Vokabellernen ist es mir nicht wichtig, diese nach Verben, etc. zu trenne. Allerdings gebe ich auch Grammatikhinweise wie noun, verb, etc. mit ein, da gerade im Englischen manchmal das selbe Wort ein Noun oder ein Verb ist.

Meine Software (von Langenscheidt) hat auch eine Suchfunktion oder man kann ein Häkchen setzen, um Vokabeln gezielt auszuwählen.

Ich bin der selben Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, die Vokabeln nach Wortarten zu sortieren.

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@ukyo: Dieses Lernsystem ist mir bekannt, doch mit dem eigentlichen Lernen von Vokabeln habe ich kein Problem, trotzdem dankeschön für deine Beschreibung.

@Rumpelstilz: Ich bin ganz deiner Meinung, einfach nur Worte pauken bringt mir nichts. Wie du, versuche ich sie immer gleich irgendwie anzuwenden. Zum einen lese ich Bücher auf Spanisch, schaue spanisches Fernsehen und rede einmal pro Woche mit einer Spanisch-Tutorin via Skype. Bestimmte Wörter oder Redewendungen kommen öfters vor und die prägen sich damit gut ein.

@Elke: You made my day! Dein Tip mit dem Vokabeltrainer von Langenscheidt ist genau das richtige für mich. Ich habe im Internet nachgeschaut, mir heute morgen die Download-Version gekauft und gleich installiert. Jetzt muss ich mich noch in das Programm etwas einarbeiten, das hat ja wirklich jede Menge interessanter Funktionen - ich bin begeistert, vielen Dank für deinen Hinweis.

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  • Admin

Diese Beiträge hatte ich teilweise vor einiger Zeit schon mal gelesen, aber wieder vergessen - daher danke für die Hinweise.

Das Lernen der Vokablen ist für mich nicht das Problem, sondern die Organisation, d.h. Verwaltung von größeren Datenbeständen. Deshalb habe ich mich ganz bewußt für den Langenscheidt Vokabeltrainer entschieden. Da kann man wirklich sehr übersichtlich die Daten für mehrere Sprachen verwalten. Die Funktionen zum Lernen sind ebenfalls beachtlich. Hinzu kommt, dass die Wörterbücher von Langenscheidt eingebunden sind.

Auf der Homepage des Entwicklers http://www.vokabeln.de/v6/funktionen.htm haben mich die Screenshots sofort überzeugt. Und dann war noch ein Sonderpreis von 9,90 Euro bei einem Verkäufer, so dass ich neben Spanisch auch gleich Englisch gekauft habe.

Sicherlich gibt es auf dem Markt auch andere gute Programme, die ähnliche Funktionen anbieten. Doch ich bin rundum zufrieden mit der Software und werde deshalb demnächst einen Erfahrungsbericht in meinem Blog schreiben.

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Was ich mich hier frage: Warum müssen die Vokabeln überhaupt "verwaltet" werden?

Ich finde, Fremdsprachenvokablen sind etwas, das man lernt und dann kann man die "Daten" wegschmeissen. Die Vokabeln, die man braucht, behält man im Kopf. Die, die man nicht braucht, vergisst man. Braucht man sie dann doch, kann man sie jederzeit wieder nachschauen und neu lernen und dafür nützt es einem nichts, wenn man sie irgendwo "verwaltet" hat. Das Lernen und Wissen ist hier doch völlig unabhängig davon, ob man es schon mal gelernt hat oder nicht.

Wie sehen das die anderen, fehlt mir hier irgend ein Gedankenschritt?

(Ich meine damit nicht die Verwendung eines Vokabeltrainers als Mittel zum Erlernen von Vokabeln, sondern ob es überhaupt nötig ist, die gelernten Vokabeln zu verwalten).

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