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Toby250375

Neu im Forum und Studiumsinteressent

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Hallo an alle hier im Forum,

Ich bin der Tobias, 37 (fast 38) Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder und als Abteilungsleiter im Vertriebsinnendienst tätig.

Ich habe in der letzen Zeit einige Weiterbildungen absolviert.

Dazu gehörten u.a. der Industriemeister (Elektro), der Technische Betriebswirt (IHK) und der Betriebswirt der VWA.

Alle diese Fortbildungen waren Präsenslehrgänge. Das hatte zwar den Nachteil, ständig auf Achse zu sein, aber man musste sich nie Gedanken darum machen, ob man wirklich genug getan hat, ob man pasend im Stoff steht usw.. Man stand eben permanent in dirkektem Dialog mit den Lehrenden. Ein Versuch, einen Lehrgang zum Thema Bilanzanalyse im Fernstudium zu absolvieren, schlug fehl, weil es mir nicht gelungen ist, mich im familiären Umfeld genug "abzuschirmen", um ernsthaft zu lernen, die Einsendeaufgaben zu erledigen und den abschliessenden Test zu bestehen.

Leider waren alle diese Ausbildungen auch extrem teuer (binnen 4 Jahren habe ich über 20.000 € in Bildung investiert, aus eigener Tasche) und nun ist meine Bildungkasse leer. Ich möchte aber gern zumindest den Bachelor in Bertriebswissenschaften erreichen. Würde ich an der VWA weiter machen bis zum Bachelor, so würde mich das etwa 6.000 Euro für weitere 3 Semester Studium kosten. Ein weiterführender Master läge dann bei über 12.000 €. Das liegt leider weit ausserhalb meiner Möglichkeiten.

Daher habe ich mich nun mit dem Thema Fernstudium und Nutzung von Staatlichen Hochschulen auseinander gesetzt, mit dem Ziel, im nächsten Jahr meine Weiterbildung wieder aufzunehmen. Dabei bin ich auf das "Verbundstudium" gestoßen, und war erst einmal begeistert, als ich das Bildungangebot der Hochschule Bochum fand. Es entstand für mich der Eindruck, das es sich um eine Mischung zwischen Präsenz und Fernstudium handelt, so ganz durchblicke ich das Konzept jedoch noch nicht. Eine Infoveranstaltung am vergangenen Samstag konnte ich leider nicht besuchen.

Ich habe im Vorfeld versucht, heraus zu finden, ob, und wenn ja, in welchem Umfang eine Anerkennung meiner bisherigen Leistungen möglich ist.

Die erste Auskunft, die ich erhielt, war: Das geht erst nach der Einschreibung. Dann habe ich mich an die Studienleitung vor Ort gewendet. Hier erhielt ich die Aussage, es wäre schon möglich, vorher herauszufinden, was anerkannt werden kann. Hierzu solle ich Eine Fächerliste mit Workload und Inhaltsnachweis anfertigen und in der Sprechstunde vorsprechen. Dann würde eine Dozentenliste angefertigt, die ich "abarbeiten" solle.

Das stellt mich jetzt vor einige Probleme:

Zum einen werden Kammerlehrgänge nicht mit Workload bewertet, sondern mit Unterrichtseinheiten. Hier fließen keine Vor- und Nachbearbeitungszeiten mit ein, die man selbstverständlich wie auch im Studium hat. Ich bin also unsicher, wie ich eine solche Liste erstellen soll.

Zum anderen habe ich ein Zeitproblem, denn als voll Berufstätiger Vater mit Arbeitsstandort Telgte würde ein Unibesuch zur Sprechstunde zwischen 11 und 12 Uhr einen kompleten Urlaubstag erfordern. Einmal ist das sicher machbar, aber wenn ich dann alle Dozenten auch noch persönlich besuchen soll, ist das nicht mehr vertretbar.

Nun also meine Fragen ans Forum:

Wie läuft das Verbundstudium ab?

Gibt es Parallelen zum Präsenzstudium, besonders interessiert mich der Kontakt und Austausch mit den Lehrenden.

Gibt es einen Unterschied zwischen Fernstudium, wie es an der Fernuni Hagen angeboten wird und dem Verbundstudium, oder handelt es sich im Kern um das gleiche mit anderem Namen?

Hat vielleicht auch schon jemand das Anerkennungsverfahren in Bochum durchlaufen und kann von seinen Erfahrungen berichten?

Gruß,

Tobias

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Hallo Tobias,

Gibt es einen Unterschied zwischen Fernstudium, wie es an der Fernuni Hagen angeboten wird und dem Verbundstudium

Hier gibt es schon deutliche Unterschiede. Zunächst ist die FernUni Hagen eine Universität, und im Verbundstudium sind FHs organisiert.

Ganz wesentlich sind aber die verschiedenen Konzepte. An der FernUni Hagen hast du nur wenige Präsenzveranstaltungen, während im Verbundstudium alle zwei Wochen Vorlesungen stattfinden. Vielleicht hilft dir in diesem Zusammenhang auch das folgende Interview weiter:

http://www.fernstudium-infos.de/verbundstudium/30889-interview-verbundstudium-prof-dr-gerd-uhe.html

Viele Grüße

Markus

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Ich kann dir nur sagen, dass eine Kollegin von mir, die ein Anglistikstudium (an einer Präsenzuni) beginnen und einige Leistungen anerkennen lassen wollte, auch jeden Dozenten einzeln aufsuchen musste. Bei einigen war es problemlos, sie hat angerufen, man konnte die Sache besprechen und sie mussten dann wirklich nur noch "rasch reinschauen" um die Unterschrift abzuholen. Bei anderen musste sie in einer offiziellen Sprechstunde vorbei, warten, durfte dann ihr Anliegen vortragen und ihre Unterlagen dalassen und musste dann nochmal vorbeikommen, um die Bestätigung abzuholen!

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Danke zunächst für die Information.

Was die TAW angeht, bleibe ich dann doch lieber bei meiner Auswahl Fernuni Hagen oder Verbundstudium an der Hochschule Bochum, Falls mir nichts anerkannt würde, lägen meine Kosten (9 Semester) um die 2.000€ für das komplette Studium an der Uni, um die 3.400 € an der Hochhschule Bochum. Wenn ich bedenke, das bei der Hochschule allein rund 150,00 €/Semester auf das VRR und das NRW Ticket entfallen, die ich auch anderweitig nutzen kann, rechne ich den Abschluß an der Bochumer Hochschule mal mit grob 2.000 € als genau so teuer wie den Uniabschluss der Hagener Fernuni. Das ist in Summe also nicht nur eine deutlich geringere Belastung, sie zieht sich auch noch über einen längeren Zeitraum. Also werde ich mal an beiden Einrichtungen schaueb, was anerkannt wird, mich genau informieren , mir persönlich Gedanken dazu machen, welches Studienkonzept am besten zu meiner Lebenssituation (in einem Jahr) passen wird und mich dann bewerben.

Gruß,

Tobias

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Jaja, die lieben Anerkennungen.

Ich bin Informatik-Betriebswirt (VWA) und sowohl die FOM, die zum gleichen Verbund wie VWA gehört, als auch die FH Zweibrücken, wo man in den BWL-Fernstudiengang ins vierte Semester quereinsteigen kann, konnten mir auch vor der Immatrikulation nichts zu Anerkennungen in Wirtschaftsinformatik sagen, da dies nicht pauschal geht. Für die FOM geht das nur für die VWA, die zum Verband gehören.

Da ich nicht wusste, ob und was anerkannt wird, habe ich mich bei Angewandte Informatik eingeschrieben. Und - oh Überraschung - das einzige läppische BWL-Modul mit 5 Credit Points wurde nicht (!) anerkannt, dafür im zweiten und dritten Semester Recht (2 CP) und Datenbanken (5 CP). Also zusammen 7 CP.

Die VWA hat es nicht mal geschafft, Zeugnisse mit Notenaufschlüsselung auszugeben. Bei uns standen nur Gesamtnoten in BWL, VWL, Informatik und Wirtschaftsinformatik. Außerdem mussten wir auf dem Formular der FH SWS angeben, wir hatten nur CP-Angaben. Der Geschäftsführer verwies mich auf die Prüfungsordnung, weil er das Problem nicht verstand. Dummerweise bin ich durch einen Hinweis von hier, dass jemand mit Aufstellungen über den Inhalt des Stoffes zum jeweiligen Dozent der Hochschule gegangen ist, auf die dumme Idee gekommen, alle vier BWL-Profs anzuschreiben, ob sie mir sagen können, wie viele SWS unsere Veranstaltungen beinhalten, und ob ich eine Inhaltsangabe bekommen könne. Danach kam zurück, ob ich mir bewusst sei, wie viel professorale Kapazitäten ich in Anspruch nähme. Einer hat gar nicht geantwortet, einer hat mich an die Geschäftsführung verwiesen und einer hat ungefähre SWS-Angaben gemacht und mich bzgl. der Inhalte ebenfalls an die GF verwiesen.

An der FH in BWL im ersten Semester wusste ich noch gar nicht, wie es abläuft. Dort habe ich ganz naiv geschrieben, ich beantrage die Anerkennung, weil sie im Studiengang BWL auch anerkannt werden. Zurück kam, ich soll das Formular ausfüllen und ewig keine Antwort. Ein paar Tage vor der ersten Vorleistungsklausur habe ich mal nachgefragt, weil ich ja nicht wusste, ob ich die Vorleistungen mitmachen muss, und als Antwort kam ein lapidares "Eine Anerkennung ist nicht möglich".

Bei Recht und Datenbanken habe ich dann gleich ganze Skript-Kopien bzw. Ausdrucke mit dem Formular zur Anerkennung eingereicht. Das waren so große Blöcke, dass sie als Päckchen und nicht mehr als Brief für 2,20 EUR verschickt werden mussten trotz zwei Folien auf einem Blatt. Bei Recht hat es vier Monate gedauert, bis ein Eintrag im FH-Info erschien, dass es anerkannt wurde, und bei Datenbanken kam schon nach einer Woche eine Mail des Professors, dass es anerkannt wurde mit der gemittelten Note aus den zwei VWA-Klausuren.

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