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Markus Jung

forsa-Studie: Arbeitgeber erwarten formale Qualifikation

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Eine repräsentative forsa-Umfrage unter Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 150 Mitarbeitern, die im Auftrag des ILS Institut für Lernsysteme und der Europäischen Fernhochschule Hamburg hat ergeben: Nur in drei Prozent der befragten Unternehmen spielen formale Qualifikationen keine Rolle, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht. Umso deutlicher ist die Zahl derer, die ihre Mitarbeiter nur mit entsprechendem Abschluss in Führungspositionen aufsteigen lassen. Für 97 Prozent der Befragten gehören Zeugnisse oder Zertifikate zu den Grundvoraussetzungen oder verbessern zumindest klar die individuellen Karrierechancen.

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„Wer in die Führungsebene wechseln will, muss eine formale Qualifikation, beispielsweise einen Fachwirt-, Meister-, Bachelor- oder Master-Abschluss, vorweisen können. Die Kombination aus fachlichem Know-how und Berufserfahrung ist ein Must-have, um beruflich aufzusteigen“, betont Ingo Karsten, Geschäftsführer des ILS, Deutschlands größter Fernschule. Hierzu passt auch, dass ein Drittel der Personaler sogar der Meinung ist, dass ein Studium oder eine Weiterbildung parallel zum Ausbau der praktischen Berufserfahrung einen besonders schnellen Karriereaufstieg ermöglicht. Doch was tun, wenn man bereits mit beiden Beinen im Berufsleben steht und einem die notwendige Qualifikation für den nächsten Karriereschritt fehlt? Hier sehen Personalverantwortliche im Fernstudium entscheidende Vorteile: Die zeitliche und räumliche Flexibilität macht den Erwerb einer führungsrelevanten Qualifikation ohne Unterbrechung der Berufstätigkeit möglich. 83 Prozent sehen einen weiteren Vorteil der berufsbegleitenden Fortbildung in der direkten Umsetzung des Gelernten im Berufsalltag. Theorie und Praxis lassen sich so optimal verknüpfen.

85 Prozent der Personaler wissen es dabei zu schätzen, dass Nachwuchskräfte dank Fernstudium ihre Qualifikationen gezielt ausbauen können und dem Arbeitgeber gleichzeitig erhalten bleiben. Ebenso viele sehen ein Fernstudium als Möglichkeit, sich berufsbegleitend für eine höhere Position zu qualifizieren. Darüber hinaus sind 80 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die Mitarbeiter das Unternehmen mit parallel zum Beruf erweitertem Fachwissen voranbringen.

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von ILS und Euro-FH.

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Kommentar: Ein wenig hat es mich erstaunt, dass das ILS diese Ergebnisse veröffentlicht hat bzw. in den Mittelpunkt einer Pressemitteilung gestellt hat. Immerhin hat das ILS bisher überwiegend Lehrgänge im Kursangebot, die nicht mit einem formalen Abschluss enden. Allerdings ist schon seit einiger Zeit zu bemerken, dass immer mehr Kurse hinzukommen, die zum Beispiel auf eine IHK-Prüfung vorbereiten. Zusammen mit der Akademisierung (der Anteil der Fernstudierenden an Hochschulen an den Fernlernern insgesamt nimmt seit einiger Zeit zu) ein Trend im Fernunterricht?

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Hallo

Mich verwundert diese Studie auch etwas, weil ja gerade die "Großen" wie ILS auch eine Vielzahl von institutsinternen Abschlüssen offerieren.

Außerdem sagen, wenn ich die Grafik richtig verstehe, zwei Drittel der Befragten, dass formale Abschlüsse eben keine zwingenden Voraussetzungen für die Vergabe von Führungspositionen sind.

Wir von der Fernstudienakademie bieten ja auch "nur" institutsinterne Abschlüsse an - und unsere Erfahrungen hinsichtlich der Anerkennung unserer Zeugnisse auf dem Arbeitsmarkt sind wirklich gut. Gerade bei unserem "Dozentenkurs" klappt der Einstieg in diesen Job für viele unserer Teilnehmer sehr gut. Das sind dann aber, das muss man zugeben, (zunächst einmal) eher selten Führungspositionen, auch wenn schon mehrere unserer Teilnehmer die Leitung einer Bildungseinrichtung übernehmen konnten, weil sie unser Zertifikat in der Tasche hatten.

Jetzt kann man natürlich trefflich streiten, ob das alles nur Einzelfälle sind, aber ich glaube, dass es im Prinzip schon etwas gegenläufige Trends gibt im Bereich des Fernunterrichts/Fernstudiums: Zum einen ganz gewiss der Trend hin zu "formaleren" Abschlüssen. Aber zum anderen eben auch der Trend, eine Weiterbildung zu finden, die (aus Teilnehmersicht) wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passt. Das kann dann z.B. so aussehen, dass nur einzelne Module gebucht werden, die einem Teilnehmer noch in seinem Kompetenzprofil fehlen - und das unabhängig davon, ob der verkürzte Lehrgang nun z.B. einen IHK-Stempel o.ä. besitzt.

Lernbedürfnisse werden meiner Ansicht nach immer individueller - so dass auch die Lehrangebote immer individueller werden müssen.

Viele Grüße

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Hallo Anne,

du hast die wichtigen Punkte hier sehr gut herausgestellt - insbesondere dass es bei der Befragung um die Vergabe von Führungspositionen ging, und nicht allgemein um Karrierechancen. Und ich denke, dort wird die Luft ohne einen formalen Abschluss wirklich schnell dünn - auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt, wie der von dir genannte Beispielfall.

Beste Grüße

Markus

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Ich denke, es hängt sehr von der Position, der Branche, der Qualifikation und der Größe des Unternehmens ab, welche Art von Zertifikat als Nachweis genügt oder auch nicht. So kann ich mir z.B. bei allem im Bereich IT nicht vorstellen, dass irgendein No-Name-Anbieter mit seinem Zertifikat besonders ernst genommen wird.

Sprachkurse - ein großes Arbeitsfeld der VHS - zählen dann, wenn ein offizieller Test als Abschluss mitgeliefert wird.

Sogar universitäre Abschlüsse werden ja nicht gleich gewertet. Ein Ingenieur Luft- und Raumfahrt z.B. aus Aachen hat von vorn herein einen Bonus.

Ganz krass werden die Unterschiede beim MBA. Der galt mal als Karriereturbo und in der Folge dachte jede FH, sie könne auf den Zug aufspringen und dafür kräftig Gebühren bezahlen. All das setzt sich ja im Grunde bei den Fernhochschulen durch, die nach meiner individuellen Wahrnehmung in den letzten Jahren nur so aus dem Boden sprießen. Auch da wird es auf Dauer massive Unterschiede geben, was ein Abschluss wert ist.

Von daher sind solche Untersuchungen sicher sinnvoll. Und sie werden noch sinnvoller, wenn der potenzielle Kunde des jeweiligen Institutes versteht, sie zu lesen und zu interpretieren.

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Für mich persönlich kann ich sagen: Ohne Weiterbildung wären die letzten zwei und der ab 01.April folgende Karriereschritt nicht möglich gewesen.

Der letzte Step war in die Rolle des disziplinarischen Vorgesetzten im Produktionsbereich, also als Meister. Sieben zu besetzende Stellen, hunderte Bewerbungen. Da siebt das Personalbüro auf Basis der Deckung des Bewerberprofils mit dem Idealprofil gnadenlos aus.

Ich denke vor allem die Anzahl der Bewerbungen auf eine oder mehrere zu besetzende Stellen spielt bei Formalqualifikationen eine sehr entscheidende Rolle.

Kommen auf eine Stelle nur 20 Bewerbungen rein, kann ich diese sehr genau betrachten, bei einer Vielzahl von Bewerbungen muss man irgendwo Abstriche machen.

In Zeiten von Onlinebewerbungen macht das oftmals die Software automatisch (Stichwort: Matching-Grad).

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