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Fanca

Zertifikatsstudium oder Masterabschluss?

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Hallo,

ich bin ganz neu hier im Forum und möchte dieses Jahr, bzw. nächstes Jahr ein Fernstudium beginnen.

Zu meiner Person: Ich bin 25 Jahre alt, habe Abitur und eine abgeschlossene Berufsausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin, zwei Jahre Berufserfahrung.

Ich interessiere mich sehr stark für die Richtung Gesundheitsförderung/Gesundheitspädagogik und Gesundheitsberater etc. Nur nicht so gerne Gesundheitsmanagment ;). Das würde ja auch alles zu meinem Beruf passen.

Nun gibt es ja in diese Richtung durchaus einige Fernstudiengänge. Ich weiß, dass man das alles auch sehr gut z.B. an den PH's in Baden-Württemberg als Vollzeitstudium machen kann. Aber irgendwie möchte ich nebenbei weiter arbeiten und meinen Beruf nicht ganz aufgeben.

Nun meine Fragen:

Es gibt einen zweijährigen Zertifikatskurs der IWK Halle (Institut für Weiterbildung in der Kranken- & Altenpflege) als Gesundheitspädagoge. Ist auch für mich als PTA machbar. Das IWK hat ja auch nicht nur für Krankenpfleger was in petto.

Nun ist das dann allerdings weder eine Uni noch bekommt man dort einen Universitätsabschluss.

Lohnt sich das? Wie stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit einem einfachen Zertifikat?

Dann gibt es noch den Masterstudiengang "Gesundheitspädagogik" an der hier im Forum viel diskutierten Donau-Uni in Krems, 5 Semester. Dort käme ich tatsächlich ohne vorherigen Bachelorabschluss rein. Ich möchte hier nicht eine neue Diskussion zur DKU eröffnen. Aber was bringt mir dieser Masterabschluss ohne vorherigen Bachelor, vor allem in Deutschland? Ist das überhaupt anerkannt bei potentiellen Arbeitgebern, ohne Bachelor?

Und zu guter letzt gibt es noch den Universitätslehrgang mit Zertifikatsabschluss der Uni Bielefeld zum "Gesundheitsberater", dauert ein Jahr.

Ist dieser Zertifikats-Abschluss, da er von einer Uni kommt, mehr wert als das Zertifikat des IWK? Es handelt sich natürlich auch um etwas andere Inhalte, aber es geht mir hier auch im das Prinzip.

Meine Absicht mit einer dieser Studiengänge ist es hautpsächlich, Gruppen- oder Einzelberatungen zu Gesundheitsthemen zu halten/durchzuführen.

Es wäre auch kein Ding, wenn man danach als "Lehererin" an Gesundheitsfachschulen arbeiten könnte. Das geht nicht mit dem Abschluss der Uni Bielefeld.

Alle anderen, meiner Meinung nach ominösen Anbieter, wie BTB u.ä. kommen für mich nicht in Frage. Ich finde es wichtig, an einer Uni einen Abschluss zu machen. Dennoch ist mir bewusst, das das IWK keine Uni ist. Allerdings hören sich die Inhalte der Fortbildung für mich ausgesprochen gut an.

Deswegen meine Fragen:

Was bringt einem ein Zertifikat?

Ist ein Uni-Zertifikat mehr wert?

Was ist von einem Masterstudium ohne jegliches Vorstudium zu halten? In Österreich?

Vielen Dank!

LG Fanca

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Schade, die HFH bietet sowas an - leider nur parallel zur Ausbildung oder für Berufserfahrene: Health-Care-Studies . Aber wie schreibt die HFH so schön zu Zertifikatsstudiengängen: "Weitere Module können auf Anfrage belegt werden". Also einfach mal die Studienberatung kontaktieren, was da so möglich ist: B.Sc. oder Zertifikate. Der Schwerpunkt "Patientenedukation und Beratung" hört sich jedenfalls nach dem an was du suchst.

Master ohne Bachelor wird eher die Ausnahme sein und ich befürchte Akzeptanzprobleme!

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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.

Ja,das hört sich tatsächlich sehr passend an! Mir ist dieser Studiengang auch schon in die Hände gefallen, habe ihn aber gleich wieder weggeklickt, da er nicht für meine Berufsgruppe vorgesehen ist. Ich werde mich aber mal dort erkundigen, ob es vielleicht auch für PTA's möglich ist. Ich befürchte allerdings, dass dieser Satz: " Die angebotenen Schwerpunkte orientieren sich an wichtigen Tätigkeitsfeldern der therapeutischen und pflegerischen Berufe" meine Hoffnungen bereits zunichte machen. Mein Beruf zählt leider nicht zu den therapeutischen, bzw. pflegerischen Berufen. Daher denke ich, dass die Inhalte für PTA's nicht angepasst sind.

Master ohne Bachelor wird eher die Ausnahme sein und ich befürchte Akzeptanzprobleme!

Genau das befürchte ich eben auch!

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Hallo Fanca,

meiner Meinung nach gibt es nur ganz wenige Fälle (viele Jahre relevante Berufserfahrung in gehobenen Positionen), in denen ein Master ohne vorhergehenden Bachelor wirklich Sinn macht. Ansonsten wird dies immer mindestens zu Bedenken und Rückfragen führen. Dies evtl. noch mehr, wenn es sich dann nicht um eine deutsche Hochschule handelt.

Einen Hochschulabschluss (Bachelor, ggf. plus Master) würde ich fast immer höherwertig einschätzen, als ein nicht-akademisches Zertifikat.

Bei dem Vergleich eines Hohschulzertifikats mit einem Zertifikat eines anderen Anbieters sieht das schon nicht mehr so deutlich aus. Gerade wenn der Weiterbildungsanbieter einen guten Ruf in der Branche hat (kann ich für das IWK nicht genau beantworten - habe aber zumindest schon häufiger davon gehört) und die Weiterbildungsinhalte sehr gut passen, sieht das schon nicht mehr so eindeutig aus.

Hast du denn vor, die Beratungsleistungen als private Dienstleistungen (also als Selbstständige) zu erbringen, oder denkst du eher an ein festes Angestelltenverhältnis?

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Hallo Markus,

vielen Dank.

Was du schreibst wegen den Master spricht mir aus der Seele und bestätigt meine Zweifel.

Ich würde mich später gerne selbständig machen (aber ich habe die Befürchtung, das der ungeschützte Begriff Gesundheitsberater da zu schwammig ist. Der Markt scheint mir sehr gesättigt).

Deswegen halte ich mir auch die Option offen, angestellt zu sein.

Wäre also offen für beide Varianten! :)

VG Fanca

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Hallo Markus,

entschuldigt, dass ich mich hier einmische.

Aber wie wird den ein abgeschlossener Hochschulzertifikatskurs generell auf dem Arbeitsmarkt beurteilt.

Mein bisheriger Werdegang ist bspw. Kauffrau für Bürokommunikation, Fachabi Wirtschaft, Europasekretärin + Bachelor Business in Europe in England, Hochschulzertifikatskurs Grundlagenwissen für Personalmanager.

Zurzeit arbeite ich offiziel als Sekreträrin mache aber höherwertige Assistenzaufgaben + Personalarbeit (Bewerbungsmanagement, Bewerberakquise + Vorauswahl, Zeugnisse erstellen etc).

Da ich die Euro FH bzw. auch meine Lernmotivation :-) erst mal für mich austesten wollte habe ich mich für einen zeitlich gesehen, weniger aufwändigen Hochschulzertifikatskurs entschieden. Bin mir aber über dessen Wert auf dem Arbeitsmarkt sehr unsicher.

LG

Carmen

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Aber wie wird den ein abgeschlossener Hochschulzertifikatskurs generell auf dem Arbeitsmarkt beurteilt.

Ganz generell lassen sich solche Fragen nie beantworten, sondern es kommt immer auf die individuelle Situation an.

Etwas verallgemeinert (wie auch schon oben dargestellt) wird so ein Zertifikat einer Hochschule geringer bewertet als ein Bachelor-/Master-Abschluss, hat aber gegenüber anderen Weiterbildungen eventuell den Vorteil, dass Unternehmen davon ausgehen, dass hier eine Wissensvermittlung auf Hochschulniveau statt gefunden hat. Und wenn die Inhalte dann auch noch gut zum Anforderungsprofil eines Jobs passen, ist das sicherlich von Vorteil.

Wer die (zeitlichen, finanziellen, etc.) Möglichkeiten zum "kompletten" Studium hat, dem würde ich das eher empfehlen. Ein weiterer Vorteil dieser Zerfitikatsstudiengänge ist ja, dass die Leistungen häufig (nicht immer - ggf. vorher abklären) auf ein späteres Bachelor-/Master-Studium angerechnet werden können, wenn man zum Beispiel erstmal schauen möchte, wie man zurecht kommt.


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