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KanzlerCoaching

Bachelor-Studium ohne Hausarbeit?

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@ TomSon

ich denke Frau Kanzler braucht Niemanden der sie verteidigt. Da ist sie reif genug dafür. Was mich gerade etwas stört ist einfach das die Ursprungsfrage verfälscht wiedergegeben wird. Ich kann für mich sagen, dass ich als Fernstudent sehr viel mit Lehrbriefen zu tun habe. Habe auch in einem Beitrag in diesem Thread kurz darüber berichtet, dass ich aber auch gemerkt habe wie viel intensiver ich mich durch Hausarbeiten mit gewissen Themen auseinander gesetzt habe.

Daher finde ich es schon spannend darüber zu diskutieren, braucht es wissenschaftliche Arbeiten ergänzend zu den Klausuren und dem Lernen aus Lehrbriefen? Oder sind wir Fernstudenten die überlicherweise neben dem Studium arbeiten durch unsere berufliche Lebenserfahrung nicht darauf angewiesen Literatur zu bestimmten Themen zu sichten und zu interpretieren?

Braucht es das generell nicht? Ist es für eine akademische Laufbahn wichtig?

Es wäre für mich schön, würde man in diesem tollen Forum einfach auf die Ausgangsfrage kommen. Durch Posts wie "Angriffe auf die IUBH" kommt man nicht weiter. Das ist lediglich meine Meinung zum Thema. Es wurde ja nichts behauptet was nicht stimmt. Sondern es wurde sachlich nach dem Für und Wider dieses Systems gefragt und das ist doch legitim, oder etwa nicht? Da muss ich meiner Meinung nach nichts verteidigen, sondern würde gerne verschiedene Betrachtungsweisen zum Thema hören.

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Wenn man sich richtig informieren würde, würde man die Informationen zu Hausarbeiten an der IUBH finden.

Von daher ist die ganze Frage von Frau Kanzler ja hinfällig...

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TomSon,

der Ausgangspunkt war ein Posting in einem Blog, dass bei der IUBH keine Hausarbeiten geschrieben werden müssten. Das hat mich verwundert.

http://www.fernstudium-infos.de/blogs/doraemon/9916-mich-gibt-es-noch.html

Im Laufe der Diskussion habe ich gelernt, dass das wohl in vielen Bachelorstudiengänge so sei, unabhängig davon, ob ein Studium ein Präsenzstudium ist oder ein Fernstudium.

Daraufhin habe ich Marcus Jung gebeten, den Strang umzubenennen und ins allgemeine Forum zu verschieden.

Dass ich selbst Erarbeitetes anders bewerte als Lernen aus Lehrbriefen - wo ist das Problem? Darf ich das nicht anders bewerten? Aus diesem Grunde hielte ich es für gut, wenn im Rahmen von Hausarbeiten neben dem Lehrbrieflernen eine weitere Arbeitsform eingesetzt würde - von Anfang an.

Ganz nebenbei: Ich sehe nicht, dass mich hier irgendjemand verteidigt. Muss man auch nicht. Ich sehe nur, dass es durchaus Diskussionsteilnehmer gibt, die meinen Denkansatz teilen.

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Wenn man sich richtig informieren würde, würde man die Informationen zu Hausarbeiten an der IUBH finden.

Von daher ist die ganze Frage von Frau Kanzler ja hinfällig...

dann frage ich anders, um zu einer Grundlage zu kommen die meine offenen Fragen evtl. beantworten würde....

Sind (egal an welcher Hochschule) wissenschaftliche Arbeiten in einer akademischen Ausbildung wichtig? Ist dies ein Mehrwert für die Ausbildung? Braucht es diese nicht? Gibt es hier Unterschiede zwischen Präsenz- und Fernhochschulen? Was bringen wissenschaftliche Arbeiten?

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Verkehrt sind sie nicht.

Aber jeder schreibt spätestens mit der Diplomarbeit (leider auslaufend der Studiengang), mit seiner Bachelorarbeit und der Masterarbeit eine wissenschaftliche Arbeit.

Also, kommt niemand drum herum, der studiert...

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Wissenschaftliches Arbeiten im engen Sinne halte ich für die meisten Berufe nicht für notwendig.

Schnelles und gründliches Einarbeiten in neue Themen und strukturierte Aufbereitung des Wissens halte ich für fast alle Berufe, die eine akademische Ausbildung erfordern, für unverzichtbar.

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Verkehrt sind sie nicht.

Aber jeder schreibt spätestens mit der Diplomarbeit (leider auslaufend der Studiengang), mit seiner Bachelorarbeit und der Masterarbeit eine wissenschaftliche Arbeit.

Also, kommt niemand drum herum, der studiert...

vielen Dank, das ist doch ein guter Ansatz. Taugen dann Hausarbeiten als Vorbereitung für die Thesis? Ich muss sagen mir hat es gut getan und ich bin gespannt wie der Projektberich läuft

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Ich studiere auch an einer britischen Uni, und dort ist eine Hausarbeit mit allem drum und dran zu verstehen - zumindest in meinem Fach. Recherche, Quellenangabe, wissenschaftliche Standards.

So war das bei mir auch. Alles andere wäre für die Uni undenkbar gewesen. Es wurde ständig betont wie wichtig es ist die Higher Education Standards zu erfüllen, also wissenschaftlichen Arbeiten mit Referencing nach Harvard oder OSCOLA.

Ich kam ursprünglich von einer deutschen Fachhochschule, dort wurde über diese Themen nie geredet.

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Mir ging es weniger darum, dass jemand im Berufsalltag eine akademisch korrekt erstellte schriftliche Arbeit abliefern muss. Mir ging es ums Thema "Hausarbeit" (Thema inkl. Recherche und Lesen und Bewerten von Texten und selbständige schriftliche Niederlegung der Erkenntnisse) darum, dass ein selbst erarbeitetes Gebiet etwas anderes ist als das Lernen auf eine Klausur anhand von Lehrbriefen.

Dem würde ich definitiv zustimmen. Für eine Klausur zu lernen oder eine Hausarbeit zu schreiben sind tatsächlich zwei völlig unterschiedliche Dinge, die auch unterschiedliche Auswirkungen auf den behaltenen Lernstoff haben. Bei einer Klausur ist das Wissen deutlich standardisierter - alle die den Lernstoff bewältigt haben, wissen "dasselbe" (in unterschiedlich großem Umfang). Nach einer Hausarbeit kennt sich jeder dann besonders mit seinem Gebiet aus. Beides halte ich für wichtig in einem Studium. Allgemeines Wissen, dass gelernt werden muss, aber auch spezifisches Wissen, dass bei jedem unterschiedlich ist. Deshalb finde ich es auch schade, dass in Psychologie an der Fernuni Hagen auch keine Hausarbeiten geschrieben werden (wurden? - es wurde neulich ein Modul geändert, so dass eventuell doch eine Hausarbeit geschrieben werden kann/muss - je nachdem wie stark welche Prüfungsleistungen tatsächlich angeboten werden; man kann auch eine fachfremde Hausarbeit in einem Wahlmodul schreiben, muss aber nicht (es gibt auch Module mit Klausur zur Wahl) - und dann natürlich die Bachelorarbeit). Ich bin etwas skeptisch bezüglich der fehlenden Hausarbeiten in Hagen. Am Anfang des Studiums war ich noch skeptischer, weil in meinem Präsenzstudium Hausarbeiten sehr wichtig sind (im einen Fach 12 Hausarbeiten (und dafür keine einzige Klausur), im anderen nur 4).

Ich für mich finde es jetzt nicht schlimm, dass ich in Hagen keine Hausarbeiten schreiben kann/muss, weil ich durch mein Präsenzstudium in einem sehr Hausarbeiten-lastigen Fach sowieso schon genug davon schreibe und ich persönlich Klausuren einfacher finde. Allerdings sehe ich schon, dass die eigenständige Erarbeitung des Stoffes, mit einer eigenständigen Fragestellung und selbstgesetzten Interessensschwerpunkten etwas darunter leidet. Wobei ich jedoch auch positiv überrascht davon bin, wie viel Stoff alleine durch das selbstständige Bearbeiten der Skripte und die Klausuren hängen bleibt. Ich würde also nicht sagen, dass es ein "Schmalspurbachelor" ist, wenn keine Hausarbeiten vorhanden sind. Die Schwerpunkte sind dann einfach anders. Die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien bleibt bei Psychologie z. B. weil diese Teil des Prüfungsstoffes sind.

Mein Fazit lautet also: Alles hat Vor- und Nachteile.

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Zum Thema "Hausarbeiten im Fernstudium" kann ich noch nicht viel beitragen.

Eine Freundin von mir studierte BWL an einer Präsenzfachhochschule. Ihre erste wissenschaftliche Arbeit war ihre BA. Dementsprechend hilflos war sie auch.

Allgemein ist mir aber Folgendes aufgefallen: Ich konnte meine Studiengänge noch als Magister studieren. Ich habe im ganzen Studium schätzungsweise 30 Hausarbeiten geschrieben. Im Grundstudium mit einem Umfang von 15-20 Seiten, im Hauptstudium 25-40 Seiten. Essentiell war jedes mal eine eigene wissenschaftliche Leistung zu erbringen.

Nun wurde, während ich studiert habe, auf das BA/MA-System umgestellt. Somit habe ich zeitgleich Seminare mit BA/MA-Studenten belegt und habe auch im Freundeskreis viele BA-Studenten.

Dabei ist mir folgendes aufgefallen (betrifft nur die Fächer die ich studiert habe und nur die Uni an der ich studiert habe): Der Anspruch an Hausarbeiten ist ganz drastisch gesunken. Zumeist reicht es eine vorgegeben Literatur zusammen fassend wieder zu geben. Eine eigene wissenschaftliche Leistung muss nur noch selten erbracht werden. Das fängt beim Finden eines Problems/einer Fragestellung an - entweder, diese wird vom Dozenten vorgegeben oder aber sie ist nicht notwendig, da eh nur die vom Dozenten vorgegeben Literatur zusammenfassend vorgestellt werden muss. Auch müssen die Studenten nicht mehr selbstständig nach Literatur suchen - sie bekommen konkrete Listen mit einer konkreten Auswahl vom Dozenten und müssen nur diese bearbeiten. Im schlimmsten Fall sind sogar schon die Seiten vorgegeben.

Darüber hinaus schrumpfte auch der Umfang: im Grundstudium auf 5-10 Seiten und im Hauptstudium auf 15-20 Seiten. Also gut halb so viel wie beim Magister. Das ist auf der einen Seite fair, denn die Arbeitsbelastung pro Semester ist beim Bachelor in meinen Fächern, vorallem in den ersten Jahren nach der Einführung, deutlich höher gewesen, so dass ein Umfang der alten Hausarbeiten gar nicht mehr machbar war. Auf der anderen Seite hat das alles für mich persönlich, nicht mehr viel mit Studieren im eigentlich Sinn zu tun gehabt. Ein "Wissenschaftler in Ausbildung", der nicht mehr wissenschaftlich arbeiten muss, sondern nur noch zusammen fassen und für Klausuren auswendig pauken muss. _Für mich persönlich_ hat das, wie gesagt, nichts mehr mit studieren zu tun.

Wie gesagt, das ist nur meine Beobachtung anhand des Vergleich zwischen meinen Studienfächern als Magister und den selben Studienfächern als BA. Und ich möchte das auch auf gar keinen Fall verallgemeinern. Das war nur meine Beobachtung in den Fächern die ich studiert und an der Uni an der ich studiert habe.

Fürs Berufsleben mag ich, auch aufgrund meiner persönlichen Erfahrung, folgendes festhalten: natürlich weiß ich nicht mehr jedes Thema jeder Hausarbeit die ich geschrieben habe. Aber von den Klausur-Themen weiß ich gar nichts mehr. Von einigen Hausarbeiten ist sehr viel hängen geblieben (z.B. aus Sozialpsychologie Forschungen über diverse Führungsstile und Burn-Out-Prävention). Und dieses Wissen ist mir heute im Berufsleben immer noch nützlich und ich kann noch immer auf große Teile davon im Gedächtnis zugreifen.

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