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Ovomaltine85

Zielgruppe des Studiums und weitere Fragen

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Hallo zusammen!

Ich bin vor einiger Zeit, spätestens aber seit der it-sa Messe in Nürnberg 2012 auf das Fernstudium IT-Security am isits aufmerksam geworden.

Hierzu hätte ich noch die ein oder andere Frage, wäre schön, wenn mir jemand Näheres erzählen kann.

Kurz zu mir:

Ich bin 28 Jahre alt, habe Wirtschaftsinformatik studiert (2010 abgeschlossen) und hatte bisher in unterschiedlichen Bereichen mit IT-Sicherheit zu tun. Zum einen war das eher konzeptioneller Art, also das Erstellen bzw. Pflegen eines IT-Sicherheitskonzepts für eine Organisation und die dazugehörige Umsetzung. In diesem Zusammenhang habe ich auch das ein oder andere an Fortbildung genossen, aber mehr mit dem Fokus auf Organisatorisches, weniger operativ.

Zum anderen habe ich seit einiger Zeit vermehrt mit der operativen Netzwerksicherheit zu tun, also Firewallsysteme, VPN, Protokolle, Verschlüsselungsverfahren usw.

Ich plane nun, evtl. nächstes Jahr, neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit mit dem Fernstudium am isits zu beginnen. Mich würde jetzt interessieren, worin genau die Zielgruppe des Studiums besteht. Da es eine akademische Ausbildung ist, gehe ich davon aus, dass man nicht zum Systemadministrator bzw. operativen Fachmann geschult wird, sondern der Schwerpunkt eher auf dem konstruktiven Denken bzw. den theoretischen Themen liegen wird, oder liege ich hier falsch?

Welche typischen Berufsbilder kann man sich denn vorstellen, die man nach Abschluss dieses Studiums beabsichtigen könnte? Für welchen Arbeitgeber mache ich mich mit diesem Studium interessant, und wo könnte man eingesetzt werden? Ich weiß, diese Frage ist sehr allgemein und schwierig genau zu beantworten. Aber vielleicht gibt es hier ja schon konkretere Erfahrungswerte zu diesem Thema.

Das Studium ist ja modular aufgebaut und kann entweder in 6 o. 8 Semestern absolviert werden. Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, wenn man das Studium in 6 Semestern bestehen möchte und was ist hier ein realistischer Arbeitsaufwand (h/Woche), vielleicht auch im Vergleich zur 8-Semester Variante?

Zum Thema Masterarbeit. Wo bzw. wie wird diese erstellt? Immer in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, also im praktischen Umfeld? Bestehen hier konkrete Kooperationsmodelle mit der Industrie, oder muss ich zum gegebenen Zeitpunkt selbst auf die Suche nach einem Praxispartner gehen? Gibt es die Möglichkeit die MA im Ausland bei einem Unternehmen zu erstellen?

Was passiert, wenn man im Laufe des Studiums, z. B. aufgrund der hauptberuflichen Tätigkeit, für einen best. Zeitraum (z. B. für 3 Monate) nicht verfügbar ist? Gibt es die Möglichkeit einen best. Zeitraum "auszusetzen" und dieses Semester/ Modul zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen?

Ich weiß, das waren jetzt ne Menge Fragen. Würde mich aber dennoch sehr freuen, wenn mir jemand etwas weiterhelfen könnte! :)

Vielen Dank und Grüße!

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ich kenn das Studium zwar nicht, aber hier ist ein Blog dazu - vielleicht kann der einige deiner Fargen beantworten:

http://www.fernstudium-infos.de/blogs/krypt0lady/5126-erste-pruefungen-bei-isits.html

und hier ist ein Bericht von Stonie, der das Studium absolviert hat:

http://www.fernstudium-infos.de/isits/13109-das-zweite-semester-auflagen-erfuellt.html

viel Spass beim Lesen!

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Hallo Dadi!

Danke für deinen Beitrag! Der Blog war mir neu, hab ihn mir auch gleich durchgelesen.

Die Einträge von Stonie kenne ich zum Großteil schon.

Vielleicht gibt es ja doch noch den ein oder anderen hier, der das Studium absolviert hat, oder gerade dabei ist und ein paar Eindrücke schildern kann.

Grüße

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Hallo,

ich hoffe, Du bist nicht allzu enttäuscht, dass sich hier wieder einer der üblichen Verdächtigen meldet, aber es kann ja nicht schaden.

Da es eine akademische Ausbildung ist, gehe ich davon aus, dass man nicht zum Systemadministrator bzw. operativen Fachmann geschult wird, sondern der Schwerpunkt eher auf dem konstruktiven Denken bzw. den theoretischen Themen liegen wird, oder liege ich hier falsch?

Du liegst hier 100% richtig. Obwohl sich der Abschluss "Applied IT Security nennt", ist die angewandte IT-Sicherheit hier nicht im Sinne operativer Tätigkeiten misszuverstehen. Im Rahmen des Studiums selbst werden keine administrativen Tätigkeiten z.B. für die konkrete Konfiguration "hands on" einer Firewall etc. vermittelt und es wird auch nirgendwo ein Überblick über Produkte gegeben. Mir sei der Hinweis gestattet, dass ein Universitätsabschluss auch sinnvollerweise keine Voraussetzung für solche Tätigkeiten ist und anders herum eine akademische Ausbildung diese Dinge nicht beinhalten sollte.

Welche typischen Berufsbilder kann man sich denn vorstellen, die man nach Abschluss dieses Studiums beabsichtigen könnte?

Wie zuvor festgestellt, liegt die Zukunft nicht im administrativen Bereich, sondern entweder in der Forschung oder im Management von Informationssicherheit. Man darf zwar fragen, ob ein Fernstudium der richtige Einstieg in die wissenschaftliche Karriere ist, aber es ist nun einmal ein "vollwertiger" Master, der zur Promotion berechtigt. Ansonsten bleibt die konzeptionelle Tätigkeit im Zusammenhang mit der Informationssicherheit in Firmen, z.B. klassisches Risiko-Management sowie der Entwurf oder die Bewertung von Security (Teil-)Lösungen, gerne auch mit dem Ziel, eine entsprechende Zertifizierung zu erreichen (z.B. BSI Grundschutz oder ISO 27001). Meist ist man auf die ein oder andere Art und Weise auch derjenige, der Sachverhalte der Informationssicherheit (inkl. der Nachbereitung von Incidents) an das Management kommuniziert.

Für welchen Arbeitgeber mache ich mich mit diesem Studium interessant, und wo könnte man eingesetzt werden? Ich weiß, diese Frage ist sehr allgemein und schwierig genau zu beantworten.

So schwierig ist die Frage gar nicht zu beantworten. Die möglichen Aufgaben sind ja oben schon beschrieben. Wenn man sich dann fragt, welche Arbeitgeber so jemanden brauchen, dann kommen nur zwei große Gruppen in Frage (Selbstständigkeit und Nachrichtendienste lasse ich mal außen vor). Zum einen wären da Unternehmen, die so groß sind, dass sie selbst eine Abteilung für konzeptionelle Informationssicherheit unterhalten oder zumindest einen IT-Sicherheitsbeauftragten einstellen. In bestimmten Branchen gibt es auch gesetzliche Vorgaben, die solche Positionen de facto erzwingen (z.B. Pharma oder Kreditwesen), Firmen mit großem Privatpublikum haben auch gerne ganze Datenschutzabteilungen, da passt man mitunter auch rein, je nachdem, wie tief die in Konzeption und/oder Audit der technisch-organisatorischen Maßnahmen einsteigen.

Auf der anderen Seite bleiben die Beratungshäuser, die Zertifizierungen abnehmen oder Unternehmen unterstützen, die eigenes KnowHow nicht dauerhaft vorhalten können oder wollen. Die Beratungshäuser unterteilen sich dann nochmals in die großen Wirtschaftspüfer, kleinere Häuser, die speziell in Informationssicherheit beraten und wenige Branchen- und Regionalanbieter, meist für öffentliche Auftraggeber wie Stadtwerke etc.. Bei den Beratungshäusern gäbe es auch noch den Weg, sich doch wieder dem etwas operativeren zuzuwenden und sich in den Mangeldisziplinen der IT-Sicherheit anlernen zu lassen. Das gilt ganz besonders für die IT-Forensik, aber auch für den Bereich PenTesting.

Um Dir einen besseren Überblick zu verschaffen, schau mal bei einer guten Meta-Suchmaschine für Stellenangebote, mein Tipp wäre http://www.opportuno.de. Such mal nach "Security Manager" und schau Dir ein paar Stellenbeschreibungen an. Wenn Du Regional etwas suchst, dann schau auch allgemein nach Security und/oder Datenschutz.

Das Studium ist ja modular aufgebaut und kann entweder in 6 o. 8 Semestern absolviert werden. Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, wenn man das Studium in 6 Semestern bestehen möchte und was ist hier ein realistischer Arbeitsaufwand (h/Woche), vielleicht auch im Vergleich zur 8-Semester Variante?

Hi, so groß ist der Unterschied zwischen 6 und 8 nicht. Früher gab es die Varianten 4 und 8, aber in 4 Semestern entsprach das quasi dem Vollzeit-Präsenz-Studium. Es ist m.E. nicht möglich, einen realistischen Arbeitsaufwand allgemein zu schätzen. Du schreibst selbst von Deiner Vorbildung und dem Vorwissen und davon hängt es ab. Als Wirtschaftsinformatiker hast Du z.B. ggf. eine Einführung ins bürgerliche Recht genossen, schon wird Dir das Modul "Recht der IT-Sicherheit" leichter fallen. Das privat angelesene oder im Beruf erlebte tut ein übriges. Außerdem hängt es von Deiner Lernorganisation ab. Ich habe ganz gerne zwei Wochen vor den Klausurterminen Urlaub genommen und nochmal richtig gepaukt, entsprechend bin ich während des Semesters mit 10 Stunden die Woche immer locker hingekommen (zwei Abende und der Samstag Nachmittag), vielleicht mussten manche mehr, manche weniger machen.

Zum Thema Masterarbeit. Wo bzw. wie wird diese erstellt? Immer in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, also im praktischen Umfeld? Bestehen hier konkrete Kooperationsmodelle mit der Industrie, oder muss ich zum gegebenen Zeitpunkt selbst auf die Suche nach einem Praxispartner gehen? Gibt es die Möglichkeit die MA im Ausland bei einem Unternehmen zu erstellen?

Für die Masterarbeit gibt es keine Vorgaben in der von Dir beschriebenen Weise. Wenn Du etwas im Ausland oder bei einer Firma machst, musst Du nur noch einen Erstprüfer finden, d.h. einen Lehrenden von der Ruhr-Uni oder sonst jemanden "professorablen", den der Prüfungsausschuss akzeptiert. Zumindest zu meiner Zeit gab es von der isits Unterstützung "nur" bei der Suche nach einem Erstprüfer, die Arbeit selbst habe ich mir über das BSI organisiert, die haben immer passende Themen in petto (siehe https://www.bsi.bund.de/DE/DasBSI/JobsEinkauf/Diplomarbeiten/diplomarbeiten_node.html). Die (junior-)Profs in Bochum hängen auch immer mal etwas aus, was sie interessiert, also Augen auf bei den Klausurterminen oder wenn man mal wegen eines Präsenzanteils da ist. Wenn Du den isits-Mitarbeitern die sprichwörtlichen Ohren vollheulst, dass Du nicht mehr weiter weißt, hören die sich sicher auch mal um (ohne Dir was im Ausland zu vermitteln), aber eigentlich ist das nicht wirklich ein Thema für einen erwachsenen Menschen, der durchs Fernstudium Eigeninitiative zeigt. Die kleinen Beratungshäuser kannst Du auch ansprechen, die übernehmen solche Sachen meiner Erfahrung nach ganz gerne, um den zugehörigen Studenten möglichst als zukünftigen Arbeitnehmer zu verhaften.

Was passiert, wenn man im Laufe des Studiums, z. B. aufgrund der hauptberuflichen Tätigkeit, für einen best. Zeitraum (z. B. für 3 Monate) nicht verfügbar ist? Gibt es die Möglichkeit einen best. Zeitraum "auszusetzen" und dieses Semester/ Modul zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen?

Ich war in einer ähnlichen Situation, weil ich wegen eines Jobwechsels ein Modul einfach nicht bearbeiten konnte, war zeitlich zu eingespannt. Das war dann kein Problem, ich habe mich schlicht nicht zur Klausur angemeldet und die einfach im nächsten Semester geschrieben. Da Du Deine Module und die Klausurteilnahmen immer selbst bestimmst, sehe ich hier kein großes Problem. Und selbst wenn es in einem Modul mal Termine für Hausaufgaben gibt, wird sich hier mit der isits immer eine Lösung finden lassen, davon bin ich fest überzeugt.

Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter.

Gruß

Stonie

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Hallo Stonie!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um meine Fragen so ausführlich zu beantworten.

Jetzt habe ich doch ein ganz gutes Bild von der Sache bekommen können.

Magst du mir vielleicht noch verraten, wo du als Absolvent des Studiengangs nun untergekommen bist. Natürlich nur wenn das nicht zu persönlich ist. Mit ner Tätigkeitsbeschreibung würd ich mich schon zufrieden geben :-)

Wenn ich noch weitere Fragen habe, würde ich mich wieder melden.

Danke nochmals und viele Grüße!

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Na klar. Ich habe schon zur Halbzeit des Studiums den Arbeitgeber gewechselt und seitdem Im Finanzsektor bei Banken und Finanzdienstleistern als IT Security Manager gearbeitet. Seit kurzem fülle ich den gleichen Job bei einem mittelständischen Logistik-Unternehmen aus, so konnte ich von Hessen in meine Heimat zurückwechseln, was aus privaten Gründen wünschenswert war nach der Geburt unserer Tochter. Gegen vier rüstige Großeltern kommt die Kita-Situation im Rhein-Main-Gebiet nicht an.

Gruß

Stonie

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