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marmeline

Systemische Beratung - Fernstudium? Erfahrungen?

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Hallo,

ich bin Diplom-Pädagogin, mache Ende August die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie

und würde gerne im Anschluss daran eine Weiterbildung in systemischer Beratung machen.

Angesichts der doch sehr hohen Kosten, die mit dieser Ausbildung verbunden sind,

bin ich jedoch etwas abgeschreckt.

Daher meine Frage:

Kennt jemand ein Institut od.ä., das eine Ausbildung in syst. Beratung auch als Fernstudium/

-lehrgang anbietet?

Ich habe bis jetzt nur das "Hamburger Institut für systemische Lösungen" gefunden.

Hat jemand dort Erfahrungen gemacht und kann darüber berichten?

Ansonsten ist der "Dschungel" an Ausbildungen in diesem Bereich nahezu unüberschaubar,

so dass ich mich auch über Erfahrungsberichte anderer Anbieter (aus dem norddt. Raum)

freuen würde.

Außerdem habe ich bei impulse die Ausbildung in der klientenzentrierten Gesprächsführung

gefunden. Weiss jemand etwas dazu zu berichten?

Wie anerkannt ist so eine Ausbildung bei potentiellen Arbeitgebern (z.B. Beratungsstellen)?

Ich würde mich wirklich sehr über Antworten freuen.

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Hallo,

ich kenne jetzt kein Angebot, das gänzlich im Fernstudium wäre. Macht aber auch keinen Sinn, wenn man bedenkt, dass die Fähigkeiten, die vermittelt werden, hauptsächlich praktischer Natur sind. In Präsenzausbildungen erhält man viel Zeit zum Üben (mit anderen Teilnehmern, mit echten Klienten, usw.), sodass der theoretische Teil eine nette Dreingabe ist. Aber worauf es tatsächlich ankommt, ist die Praxis.

Den Impulse-Lehrgang habe ich belegt, allerdings habe ich nur eines von drei Seminaren besucht. Es ist meines Erachtens ein guter Kurs, um sich mit den Grundlagen von Rogers vertraut zu machen. Auch das eine Seminar, das ich belegt habe, war gut. Allerdings ist es meines Erachtens zu wenig, um damit tätig zu werden.

Kurzum: Ich würde davon abraten, eine Therapie-/Beratungsmethode gänzlich per Fernstudium zu erlernen. Wenn bei einem solchen Angebot Präsenzseminare dabei sind, müssen es meines Erachtens mehr als als die drei von Impulse sein. Da du ja schreibst, eine ganze Ausbildung ist dir zu kostspielig, würde ich nach Anbietern Ausschau halten, die die Ausbildungen modular anbieten, sodass du nach und nach den kompletten Lehrgang belegen kannst. Es gibt auch Anbieter wie TherMedius, Paracelsus, Thalamus, etc., die solche Ausbildungen auch anbieten, die aber (zumeist) nicht von einem Verband zertifiziert oder anerkannt sind. Die sind (teilweise) günstiger, oder bieten zumindest kürzere Ausbildungen an oder arbeiten modular.

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Die Kosten für Ausbildungen im beratenden/therapeutischen Umfeld sind ja nicht umsonst so hoch. Man braucht qualifiziertes Personal, um die Lernenden zu begleiten, zu supervidieren, anzuleiten und auch, um das notwendige Wissen zu vermitteln.

Letzteres geht per Buch oder Lehrbrief. Der Rest braucht den Live-Kontakt. Nicht nur über ein Wochenende hinweg, sondern über lange Zeit. Das gilt auch für eine Weiterbildung in systemischer Beratung.

Alles andere ist unseriös.

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Danke für die Antworten.

Dass ein Fernlehrgang natürlich auch Präsenzseminare beinhaltet, habe ich eingeschlossen.

Vielen Dank auch für die Hinweise auf Paracelsus etc. Dort hatte ich noch nicht geguckt.

Das Angebot scheint ähnlich wie beim HISL zu sein. Auch dort ist die Ausbildung, wie ich auf

Nachfrage erfahren habe, nicht von einem Dachverband zertifiziert.

Weiss jemand, wie unumgänglich diese Zertifizierung ist, um später auch etwas mit der Ausbildung

anfangen zu können?

Könntest du mir schildern, ob du beim impulse-Seminar auch tatsächlich etwas "Neues" mitnehmen

konntest, was man dann auch in der Praxis anwenden kann?

Mir ist es einfach wichtig, eine "vernünftige" und anerkannte Ausbildung zu machen, daher meine

genauen Nachfragen.

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Weiss jemand, wie unumgänglich diese Zertifizierung ist, um später auch etwas mit der Ausbildung anfangen zu können?

Schwierig zu beantworten. Kommt immer darauf an, was "um später auch etwas mit der Ausbildung anfangen zu können" für dich bedeutet. Wenn du eine eigene Praxis anstrebst, halte ich die Zertifizierung für zweitrangig. Es geht eher darum, dass du gutes Handwerkszeug erlernst und damit arbeiten kannst. (Wobei eine Zertifizierung natürlich auch ein Hinweis dafür sein kann, dass der Lehrgang gut ist.)

Wenn du dich eher in einer Festanstellung siehst oder evtl. erhoffst, von irgendwem engagiert zu werden, könnte eine Zertifizierung unumgänglich sein.

Was das Impulse-Seminar anging, so habe ich schon was Neues mitgenommen, nämlich die praktische Anwendung. Davor habe ich nur gelesen und mir vorgestellt, wie das wohl theoretisch aussehen könnte. Im Seminar selbst habe ich die Gelegenheit gehabt, mit jemand anderem zu üben und von einer dritten Person, der Dozentin, beobachtet zu werden, und ihr Feedback zu erhalten. Die praktische Arbeit hilft ungemein, um die Theorie wirklich zu verstehen.

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Bei systemischer Beratung fällt mir nur das DISC in Kaiserslautern ein. http://www.zfuw.uni-kl.de/fernstudiengaenge/human-resources/systemische-beratung/ Ich glaube, der Studiengang ist noch nicht so alt. Ob das jetzt für dich von Interesse ist, weiß ich nicht. Wollte es aber wenigstens erwähnt haben.


Wirtschaftsrecht für die Unternehmenspraxis, TU Kaiserslautern

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Bei systemischer Beratung fällt mir nur das DISC in Kaiserslautern ein. http://www.zfuw.uni-kl.de/fernstudiengaenge/human-resources/systemische-beratung/ Ich glaube, der Studiengang ist noch nicht so alt. Ob das jetzt für dich von Interesse ist, weiß ich nicht. Wollte es aber wenigstens erwähnt haben.

Kaiserslautern hat einmal den Master und dann noch ein Zertifikat im Programm.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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