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Perun

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Hallo Alle!

Ich spiele mit dem Gedanken das von ISITS Angebotene Master Studium zum Sommer- oder Wintersemester 2014 anzufangen. Da dies natürlich mit einer höheren Belastung verbunden ist (nicht nur finanziell ) habe ich dazu paar Fragen ob es tatsächlich zu mir passt...

Vielleicht kurz über mich:

Bin 37 Jahre alt mit Familie (2 Kinder)

Diplom Informatiker FH (technische Informatik) vor ca. 5 Jahren absolviert.

Arbeite seit ca. 3,5 Jahren als Network Security Admin/*NIX Admin bei einer relativ großen internationalen Firma in Berlin

Spezialisierung: Betrieb und Absicherung von online Angeboten der Firma sowie der Kommunikation zwischen Systemkomponenten und 'Endbenutzern'. Dies umfasst Konfiguration/Betrieb/konzeptionelle Planung von Netzwerkkomponenten (Router/Switche/Loadbalancer/Firewalls etc) sowie der Server und Betriebssysteme (Linux und Solaris), Monitoring (ca. 4000 verschiedener Systemparameter, incl. Entwicklung von eigenen Checks etc. (Nagios/Icinga)).

Weiterhin gab es bei mir auch 1te und weitergehende 'Berührungen' mit BSI, ISO27001 und ITIL was die Management Seite angeht.

Mich persönlich interessiert alles was mit dem Thema Sicherheit zu tun hat. Allerdings eher die Operativen- und/oder Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet. Mir ist aber auch klar, dass sehr viel Management dafür nötig ist. Ich kann mir aber nicht vorstellen nur zu planen und managen... Ich will auch fummeln :)

Die Themen der Module bei ISITS sehen viel versprechend und interessant aus. Das Studium würde ich gerne als theoretische Vertiefung meiner Interessen sehen und vielleicht als ein Mittel zum Zweck für eine spätere Promotion.

Mein erstes Studium war (neben Informatik) sehr Mathe/E-Technik lästig und wenn ich es einschätzen kann relativ schwer (von anfangs ca. 25 Studenten haben es nur 3 geschafft).

Meine Fragen:

1. Sind meine Erwartungen was das Studium angeht ok? Ich weiß, dass keine 'Handson' bzw. konkrete Produktlösungen besprochen werden aber sind die Inhalte eher technischer oder eher organisatorischer Natur?

2. Gibt es Möglichkeiten mit entsprechenden 'Belegen' sich Module 'anrechnen' zu lassen? Ich hatte z.B. bereits viel Mathematik. Sollte man dies tun?

3. Mein Englisch ist naja lässt einiges zum Wünschen übrig (ich weiß komisch für einen Inf :) ) allerdings hatte ich nie Probleme technische Papers/Docu etc in Englisch zu lesen oder sogar zu schreiben. Halt sprechen ist nicht so dolle :/ Komm ich dort klar mit den englischen Unterlagen?

4. Die finanzielle Belastung ist natürlich nen kleines Hämmerchen :) Vor allem, ich habe gerade ein Haus gebaut und dem entsprechend muss ich auf jeden Groschen aufpassen (naja vielleicht übertreibe ich ein bisschen hehe). Wie flexibel ist ISITS in dieser Hinsicht?

5. Meine Firma sammelt im Bereich ISO27001 gerade die 1ten Erfahrungen. Es wird früher oder später ganz groß kommen. Also Zertifizierung usw usw. Da es ein medizinisches Unternehmen ist, werden wir sowieso regelmäßig geprüft und das Thema Informationssicherheit gewinnt immer mehr an Gewicht. Ich würde gerne meine Entscheidung bezüglich des Studiums mit der Management Ebene durch diskutieren. Vielleicht kann ich es sogar schaffen, dass meine Firma sich an den Kosten beteiligt oder auf irgendeine andere Art und Wiese es mir leichter macht die Belastung zu tragen. Habt Ihr da Erfahrungen in so was? Vielleicht könnt Ihr mir Beispielargumente liefern wie man so was den 'verkauft'? Jemand aus meinen Team wo ich drüber gesprochen habe, meinte das die Firmen solche Sachen eher ungern sehen da man doch viel von der eigenen Konzentrationskraft halt dem Studium widmet und nicht mehr dem Unternehmen (ich halte die Theorie für nicht ganz plausibel). Wie sind den eure Erfahrungen?

6. Werden auch Prüfungsräume irgendwo anders angeboten als auf der Seite vermerkt? (optimal Berlin). Oder muss man tatsächlich nach Bochum und/oder München fahren?

Dies wären die ersten Fragen die mir eingefallen sind...

Ich hoffe auf konstruktive Antworte von euch!

Grüße aus Berlin!

PS: Deutsch ist nicht meine Muttersprache also wer Fehler findet darf die auch behalten :)

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Hallo Perun,

der Benutzer Stonie hat hier im Forum ja sehr umfangreich über seine Erfahrungen mit genau diesem Studiengang berichtet. Hast du dir das schon alles durchgelesen? - Kann ich ansonsten nur sehr empfehlen.

2. Gibt es Möglichkeiten mit entsprechenden 'Belegen' sich Module 'anrechnen' zu lassen? Ich hatte z.B. bereits viel Mathematik. Sollte man dies tun?

Wenn du Mathe in deinem Erststudium hattest, wirst du dir das vermutlich nicht anrechnen lassen können, da dein Diplom ja die Zugangsvoraussetzung für den Master ist.

3. Mein Englisch ist naja lässt einiges zum Wünschen übrig (ich weiß komisch für einen Inf ) allerdings hatte ich nie Probleme technische Papers/Docu etc in Englisch zu lesen oder sogar zu schreiben. Halt sprechen ist nicht so dolle :/ Komm ich dort klar mit den englischen Unterlagen?

Du schreibst ja, dass du mit englischen Dokumenten bisher keine Probleme hattest, sondern eher mit dem Sprechen. Von daher denke ich, dass du auch mit den Unterlagen im Studium zurecht kommen wirst - ggf. wirst du halt zu Beginn mehr Begriffe nachschlagen müssen. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich da mit der Zeit viele Wörter wiederholen und es immer leichter wird.

4. Die finanzielle Belastung ist natürlich nen kleines Hämmerchen Vor allem, ich habe gerade ein Haus gebaut und dem entsprechend muss ich auf jeden Groschen aufpassen (naja vielleicht übertreibe ich ein bisschen hehe). Wie flexibel ist ISITS in dieser Hinsicht?

Was genau meinst du hier mit flexibel? - Rabatte oder eher, dass die Gebühren ggf. über eine längere Zeit gestreckt werden können etc.?

PS: Deutsch ist nicht meine Muttersprache

Ist mir beim lesen deines Textes nichts von aufgefallen.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K.

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Über mich: markus-jung.de

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Hallo Perun,

der Benutzer Stonie hat hier im Forum ja sehr umfangreich über seine Erfahrungen mit genau diesem Studiengang berichtet. Hast du dir das schon alles durchgelesen? - Kann ich ansonsten nur sehr empfehlen.

ja ein bisschen überflogen habe ich die...

Wenn du Mathe in deinem Erststudium hattest, wirst du dir das vermutlich nicht anrechnen lassen können, da dein Diplom ja die Zugangsvoraussetzung für den Master ist.

oh ok, da ich relativ viel Mathe hatte dachte ich vielleicht gibt es eine Schnittmenge mit der Mathe bei ISITS Studium was man sich halt sparen könnte...

Du schreibst ja, dass du mit englischen Dokumenten bisher keine Probleme hattest, sondern eher mit dem Sprechen. Von daher denke ich, dass du auch mit den Unterlagen im Studium zurecht kommen wirst - ggf. wirst du halt zu Beginn mehr Begriffe nachschlagen müssen. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich da mit der Zeit viele Wörter wiederholen und es immer leichter wird.

Ja so lange es um Technik geht hatte ich bis jetzt nie größere Probleme es zu verstehen :)

Was genau meinst du hier mit flexibel? - Rabatte oder eher, dass die Gebühren ggf. über eine längere Zeit gestreckt werden können etc.?

Ja genau so was. Ich würde es eher vorziehen Monatlich zu bezahlen. Wenn man es aber berechnet kommt man so auf ca. 360€ Monatlich bei 8 Semester Variante. Dies wäre zur Zeit schwer tragbar für mich. Die ersten Monate jetzt nach Hausbau sind ziemlich heftig was die Belastung angeht. in 1-2 Jahren sieht es aber anders aus. Ist ISITS in dieser Hinsicht flexibel, dass man halt kleiner Anfängt und es später steigern lässt?

Ist mir beim lesen deines Textes nichts von aufgefallen.

Viele Grüße

Markus

hehe naja ich lebe schon paar Jährchen in DE :)

Danke für deine Antworten!

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Hallo Perun,

seit Oktober 2010 studiere bei ISITS und bin derzeit dabei die letzten Klausuren zu bestehen und die Masterthesis anzumelden.

Doch nun zu Deinen Fragen.

1. Sind meine Erwartungen was das Studium angeht ok? Ich weiß, dass keine 'Handson' bzw. konkrete Produktlösungen besprochen werden aber sind die Inhalte eher technischer oder eher organisatorischer Natur?

Der Master of Science wird im Anschluss vom Prüfungsamt der Ruhr Uni Bochum verliehen und daher hat dieser Master einen hohen akademischen Anspruch. Die Frage müsste (zumindest bei den Grundmodulen) lauten: Ist das Studium eher theoretischer oder praktischer Natur. ;)

Die Pflichtmodule vermitteln sehr viel Theorie aus verschiedenen Gebieten:

  • Kryptographie
  • Mathematik
  • (Netzwerk-) Protokolle
  • IT-Management
  • Recht

Der praktische Anteil wird dann über die Wahlpflichtmodule erteilt. Doch meiner Meinung haben hier die organisatorischen Themen die Oberhand.

2. Gibt es Möglichkeiten mit entsprechenden 'Belegen' sich Module 'anrechnen' zu lassen? Ich hatte z.B. bereits viel Mathematik. Sollte man dies tun?

Es ist sicherlich einen Versuch wert bei ISITS nachzufragen, wenn Du Dir sicher bist, dass Du noch genügend Wissen über Diskrete Mathematik hast. Doch mir ist kein Fall bekannt.

Es gibt am Anfang 4 Module aus denen 3 Module belegt werden müssen (darunter auch Mathematik). Es kann also gut sein, dass Du dann ein anderes Modul belegen sollst. Außerdem ist der Mathematikanteil in späteren Modulen nicht zu verachten und die Mathematik-Einführung ist z.B. für das Modul 7: Kryptographie essenziell!

3. Mein Englisch ist naja lässt einiges zum Wünschen übrig (ich weiß komisch für einen Inf :) ) allerdings hatte ich nie Probleme technische Papers/Docu etc in Englisch zu lesen oder sogar zu schreiben. Halt sprechen ist nicht so dolle :/ Komm ich dort klar mit den englischen Unterlagen?

Da mein Erststudium an der Open University in Englisch stattfand, kann ich Dir leider nicht wirklich eine Antwort geben. Allerdings kann ich Dir berichten, dass es nicht notwendig war Englisch zu sprechen.

4. Die finanzielle Belastung ist natürlich nen kleines Hämmerchen :) Vor allem, ich habe gerade ein Haus gebaut und dem entsprechend muss ich auf jeden Groschen aufpassen (naja vielleicht übertreibe ich ein bisschen hehe). Wie flexibel ist ISITS in dieser Hinsicht?

ISITS ist schon flexibel, aber man sollte schon seine Gebühren bezahlen können.

Viele der Studenten bekommen das Studium ganz oder in Teilen von ihren Arbeitgebern bezahlt (ich selbst gehöre nicht dazu). Vielleicht ist Dein Arbeitgeber bereit etwas beizusteuern? (Ah, ich sehe gerade das wird dann in Frage 5 thematisiert. ;) )

Ich habe auch einen Teil wieder über die Steuer halten, da ich mein Studium als Werbungskosten absetzen konnte. Abgesetzt habe ich unter anderem: Kursgebühren, Arbeitszimmer, Fahrten zu Lerngruppen/Prüfungen etc.

5. Meine Firma sammelt im Bereich ISO27001 gerade die 1ten Erfahrungen. Es wird früher oder später ganz groß kommen. Also Zertifizierung usw usw. Da es ein medizinisches Unternehmen ist, werden wir sowieso regelmäßig geprüft und das Thema Informationssicherheit gewinnt immer mehr an Gewicht. Ich würde gerne meine Entscheidung bezüglich des Studiums mit der Management Ebene durch diskutieren. Vielleicht kann ich es sogar schaffen, dass meine Firma sich an den Kosten beteiligt oder auf irgendeine andere Art und Wiese es mir leichter macht die Belastung zu tragen. Habt Ihr da Erfahrungen in so was? Vielleicht könnt Ihr mir Beispielargumente liefern wie man so was den 'verkauft'? Jemand aus meinen Team wo ich drüber gesprochen habe, meinte das die Firmen solche Sachen eher ungern sehen da man doch viel von der eigenen Konzentrationskraft halt dem Studium widmet und nicht mehr dem Unternehmen (ich halte die Theorie für nicht ganz plausibel). Wie sind den eure Erfahrungen?

Mal ein kurzes Brainstorming:

  • Als Mitarbeiter mit IT-Sicherheits-Wissen bist Du für Deine Firma ein Mehrwert, da z.B. Du die Aussage von externen Beratern überprüfen kannst.
  • Es gibt auch einen ISO2700X Kurs, indem Du sicherlich einiges für die Firma lernen wirst.
  • Das Studium geschieht in Deiner Freizeit, also warum soll es Deine berufliche Tätigkeit einschränken?

6. Werden auch Prüfungsräume irgendwo anders angeboten als auf der Seite vermerkt? (optimal Berlin). Oder muss man tatsächlich nach Bochum und/oder München fahren?

Die Angaben auf der Webseite sind aktuell. Da ISITS auch schon des öfteren Vorschläge von Studenten umgesetzt hat, könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht auch gewillt wäre eine Prüfungsräumlichkeit an einem weiteren Standort in Deutschland bereitzustellen. Frag einfach mal nach.

Viele Grüße

Inés


"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."

 

 

Larry Lorenzoni

 

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Ja genau so was. Ich würde es eher vorziehen Monatlich zu bezahlen. Wenn man es aber berechnet kommt man so auf ca. 360€ Monatlich bei 8 Semester Variante. Dies wäre zur Zeit schwer tragbar für mich. Die ersten Monate jetzt nach Hausbau sind ziemlich heftig was die Belastung angeht. in 1-2 Jahren sieht es aber anders aus. Ist ISITS in dieser Hinsicht flexibel, dass man halt kleiner Anfängt und es später steigern lässt?

Das kann ich mir nicht vorstellen, aber wie schon gesagt, solltest Du da einfach mal bei ISITS anfragen und auch die Möglichkeit mit Deinem Arbeitgeber zu sprechen nicht aus den Augen verlieren.

Viele Grüße

Inés


"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."

 

 

Larry Lorenzoni

 

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Hallo,

den korrekten und ausführlichen Hinweisen von Inés und Markus ist kaum etwas hinzuzufügen. Am Ende des Tages werden die Fragen eh nur von der isits selbst bzw. dem Prüfungsausschuss der Ruhr-Uni zu beantworten sein. Ich möchte aber dennoch auf folgende Dinge hinweisen:

  • Für einen Master muss man 300 Credit Points zusammenbekommen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das Studium der isits bringt 120 Punkte, d.h. Du musst nachweisen, dass Dein Fachhochschuldiplom ein Äquivalent von 180 Credit Points darstellt. Das dürfte kein allzu großes Problem sein. Um aber etwas anrechnen zu können, müsstest Du schon mehr als 180 Credit Points nachweisen, analog zu den 3,5 jährigen Bachelor-Abschlüssen, die mit 210 Punkten bewertet sind und den Zugang zu Master-Studiengängen mit "nur" 90 Credit Points ermöglichen. Ansonsten fehlt einfach der zum Master nötige Umfang.
  • Eine so flexible Gebührengestaltung, wie Du sie Dir vorstellst, kann ich mir nur schwer vorstellen, denn Du bezahlst Module und schließt diese auch ab. Fragen kostet aber nichts
  • Die Investition in die Bildung ist vielleicht die werthaltigste Anlage die es gibt, wie Du schon richtig schreibst, unterstützen das auch zahlreiche Arbeitgeber. Fernstudenten zeichnen sich gerade durch eine hohe Belastbarkeit und Organisationstalent aus. Zugegeben wird das erst NACH Abschluss des Studiums allgemein anerkannt. Vorher kann es insbesondere direkte Vorgesetzte geben, die Nachteile sehen. Hier muss man dann offensiv vorgehen und z.B. eine Probezeit vereinbaren, um den Arbeitgeber zu überzeugen. Um eine Finanzierung zu erreichen, kann man sich in Zeiten des Fachkräftemangels unter Inkaufnahme einer Bleibeverpflichtung und dem Verzicht auf sonst geforderte Gehaltserhöhungen meist zumindest die Studiengebühren sichern. Ist für den Arbeitgeber eine sozialversicherungsfreie und damit günstige Leistung, die zudem steuerlich abzugsfähig und befristet ist, eigentlich eine Win-Win-Situation. Ich hatte immer Glück mit meinen Vorgesetzten und obwohl ich "nur" die Studiengebühren bekam und z.B. Fahrten nach Bochum samt Unterkunft und Material selbst bezahlte, habe ich am Ende des Studiums durch ein Honorar für die Masterarbeit und die steuerliche Absetzbarkeit von "eh da"-Kosten (Arbeitszimmer) tatsächlich 300,- Euro VERDIENT. Ein miserabler Stundenlohn auf vier Jahre, aber de facto hat mich das Studium nichts gekostet. Das darfst Du natürlich nicht 1:1 übertragen, das Studium ist heute teurer und Du bist sicherlich steuerlich in einer anderen Situation, aber nur mal als Denkanstoß ...
  • Fummeln ist nicht bei der isits, und das ist jetzt kein schlechter Witz, mit dem ich ich auf das sehr nette durchgehend weibliche isits-Team anspiele. Es ist ein akademisches Studium in dem leider an vielen Stellen entscheidender ist, ob nach acht Runden im Feistel-Netzwerk hinten links das Bit umkippt, als dass ein ersichtlicher praktischer Nutzen eine Rolle spielt.
  • Englisches Verständnis von Dokumenten reicht völlig. Selbst in den Modulen, in denen die Studienhefte englisch sind, sind die Prüfungen auf Deutsch. Wenn Du das mit der Promotion jedoch ernst meinst (was ich mir gut überlegen würde, 3 - 5 Jahre Blut Schweiß und Tränen, ich verbringe die Zeit lieber mit meiner Tochter), führt kein Weg an englischer aktiver Kommunikation vorbei, denn die Forscherszene auf dem Gebiet ist ausschließlich im Englischen unterwegs. Zumindest für Bochum dürfte mittlerweile die Mehrzahl der Dissertationen selbst auf Englisch verfasst werden, weil es einfach die Sprache des Fachs ist. Aber: Wenn Du den Text oben als Nicht-Muttersprachler geschrieben hast, dann bekommst Du das mit dem Englischen sicher auch hin!

Halte uns auf dem Laufenden, wie Du Dich entschieden hast.

Gruß

Stonie

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Hallo Perun,

Der Master of Science wird im Anschluss vom Prüfungsamt der Ruhr Uni Bochum verliehen und daher hat dieser Master einen hohen akademischen Anspruch. Die Frage müsste (zumindest bei den Grundmodulen) lauten: Ist das Studium eher theoretischer oder praktischer Natur. ;)

Die Pflichtmodule vermitteln sehr viel Theorie aus verschiedenen Gebieten:

  • Kryptographie
  • Mathematik
  • (Netzwerk-) Protokolle
  • IT-Management
  • Recht

Der praktische Anteil wird dann über die Wahlpflichtmodule erteilt. Doch meiner Meinung haben hier die organisatorischen Themen die Oberhand.

Also Theorie ist kein Problem so lange die mit technischen Problemen zu tun hat :) Ich suche eben nach einer Möglichkeit tiefer in das Thema einzusteigen.

Es ist sicherlich einen Versuch wert bei ISITS nachzufragen, wenn Du Dir sicher bist, dass Du noch genügend Wissen über Diskrete Mathematik hast. Doch mir ist kein Fall bekannt.

Es gibt am Anfang 4 Module aus denen 3 Module belegt werden müssen (darunter auch Mathematik). Es kann also gut sein, dass Du dann ein anderes Modul belegen sollst. Außerdem ist der Mathematikanteil in späteren Modulen nicht zu verachten und die Mathematik-Einführung ist z.B. für das Modul 7: Kryptographie essenziell!

Naja ich konnte einem Studi hier ein bisschen helfen in seinen Fragen zu Mathe, aber richtig fest ist es nicht mehr. Ich glaube ich werde es mir doch alles ansehen. Schadet ja nicht.

ISITS ist schon flexibel, aber man sollte schon seine Gebühren bezahlen können.

Viele der Studenten bekommen das Studium ganz oder in Teilen von ihren Arbeitgebern bezahlt (ich selbst gehöre nicht dazu). Vielleicht ist Dein Arbeitgeber bereit etwas beizusteuern? (Ah, ich sehe gerade das wird dann in Frage 5 thematisiert. ;) )

Ich habe auch einen Teil wieder über die Steuer halten, da ich mein Studium als Werbungskosten absetzen konnte. Abgesetzt habe ich unter anderem: Kursgebühren, Arbeitszimmer, Fahrten zu Lerngruppen/Prüfungen etc.

Mal ein kurzes Brainstorming:

  • Als Mitarbeiter mit IT-Sicherheits-Wissen bist Du für Deine Firma ein Mehrwert, da z.B. Du die Aussage von externen Beratern überprüfen kannst.
  • Es gibt auch einen ISO2700X Kurs, indem Du sicherlich einiges für die Firma lernen wirst.
  • Das Studium geschieht in Deiner Freizeit, also warum soll es Deine berufliche Tätigkeit einschränken?

Das sind schon mal Ansätze die ich nutzen könnte :) Dies wäre echt super wenn mein Arbeitgeber es mit unterstützen würde auf welche Art auch immer.

Die Angaben auf der Webseite sind aktuell. Da ISITS auch schon des öfteren Vorschläge von Studenten umgesetzt hat, könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht auch gewillt wäre eine Prüfungsräumlichkeit an einem weiteren Standort in Deutschland bereitzustellen. Frag einfach mal nach.

Das tue ich bestimmt.

Vielen Dank für deine Antworten! Die haben mich wieder ein Stückchen weiter gebracht.

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Hallo,

den korrekten und ausführlichen Hinweisen von Inés und Markus ist kaum etwas hinzuzufügen. Am Ende des Tages werden die Fragen eh nur von der isits selbst bzw. dem Prüfungsausschuss der Ruhr-Uni zu beantworten sein. Ich möchte aber dennoch auf folgende Dinge hinweisen:

Für einen Master muss man 300 Credit Points zusammenbekommen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das Studium der isits bringt 120 Punkte, d.h. Du musst nachweisen, dass Dein Fachhochschuldiplom ein Äquivalent von 180 Credit Points darstellt. Das dürfte kein allzu großes Problem sein. Um aber etwas anrechnen zu können, müsstest Du schon mehr als 180 Credit Points nachweisen, analog zu den 3,5 jährigen Bachelor-Abschlüssen, die mit 210 Punkten bewertet sind und den Zugang zu Master-Studiengängen mit "nur" 90 Credit Points ermöglichen. Ansonsten fehlt einfach der zum Master nötige Umfang.

Mein Diplomstudiengang dauerte 8 Semester... Wie sich das in CP spiegelt weiß ich nicht, musste ich nachfragen. Nicht desto trotz würde ich doch die Mathesachen mitmachen (s.o.)

Eine so flexible Gebührengestaltung, wie Du sie Dir vorstellst, kann ich mir nur schwer vorstellen, denn Du bezahlst Module und schließt diese auch ab. Fragen kostet aber nichts

Dies tue ich auf jeden Fall...

Die Investition in die Bildung ist vielleicht die werthaltigste Anlage die es gibt, wie Du schon richtig schreibst, unterstützen das auch zahlreiche Arbeitgeber. Fernstudenten zeichnen sich gerade durch eine hohe Belastbarkeit und Organisationstalent aus. Zugegeben wird das erst NACH Abschluss des Studiums allgemein anerkannt. Vorher kann es insbesondere direkte Vorgesetzte geben, die Nachteile sehen. Hier muss man dann offensiv vorgehen und z.B. eine Probezeit vereinbaren, um den Arbeitgeber zu überzeugen. Um eine Finanzierung zu erreichen, kann man sich in Zeiten des Fachkräftemangels unter Inkaufnahme einer Bleibeverpflichtung und dem Verzicht auf sonst geforderte Gehaltserhöhungen meist zumindest die Studiengebühren sichern. Ist für den Arbeitgeber eine sozialversicherungsfreie und damit günstige Leistung, die zudem steuerlich abzugsfähig und befristet ist, eigentlich eine Win-Win-Situation. Ich hatte immer Glück mit meinen Vorgesetzten und obwohl ich "nur" die Studiengebühren bekam und z.B. Fahrten nach Bochum samt Unterkunft und Material selbst bezahlte, habe ich am Ende des Studiums durch ein Honorar für die Masterarbeit und die steuerliche Absetzbarkeit von "eh da"-Kosten (Arbeitszimmer) tatsächlich 300,- Euro VERDIENT. Ein miserabler Stundenlohn auf vier Jahre, aber de facto hat mich das Studium nichts gekostet. Das darfst Du natürlich nicht 1:1 übertragen, das Studium ist heute teurer und Du bist sicherlich steuerlich in einer anderen Situation, aber nur mal als Denkanstoß ...

Da habe ich wieder paar Argumente... Mittlereweile bildet sich da ein Konstrukt im Kopf wie ich es dem Arbeitgeber vorstellen könnte :)

Fummeln ist nicht bei der isits, und das ist jetzt kein schlechter Witz, mit dem ich ich auf das sehr nette durchgehend weibliche isits-Team anspiele. Es ist ein akademisches Studium in dem leider an vielen Stellen entscheidender ist, ob nach acht Runden im Feistel-Netzwerk hinten links das Bit umkippt, als dass ein ersichtlicher praktischer Nutzen eine Rolle spielt.

JA! genau so was will ich wissen... Auf der Arbeit hat man nicht immer Zeit alles bis ins Detail unter die Lupe zu nehmen... Dies erhoffe ich mir von dem Studiengang, halt deutlich tiefere Einblicke in die Crypto Techniken usw... Vielleicht sogar so weit, dass man auf dem Gebiet auch selber was 'entwickeln' könnte... Naja und halt auch entsprechendes KnowHow um Bewertungen/Entscheidungen treffen zu können. Dies ist bereits vorhanden bei mir allerdings an manchen Stellen würde ich es mir wünschen wirklich bis ins letzte Bit verstehen zu können.

Englisches Verständnis von Dokumenten reicht völlig. Selbst in den Modulen, in denen die Studienhefte englisch sind, sind die Prüfungen auf Deutsch. Wenn Du das mit der Promotion jedoch ernst meinst (was ich mir gut überlegen würde, 3 - 5 Jahre Blut Schweiß und Tränen, ich verbringe die Zeit lieber mit meiner Tochter), führt kein Weg an englischer aktiver Kommunikation vorbei, denn die Forscherszene auf dem Gebiet ist ausschließlich im Englischen unterwegs. Zumindest für Bochum dürfte mittlerweile die Mehrzahl der Dissertationen selbst auf Englisch verfasst werden, weil es einfach die Sprache des Fachs ist. Aber: Wenn Du den Text oben als Nicht-Muttersprachler geschrieben hast, dann bekommst Du das mit dem Englischen sicher auch hin!

Ja ich denke mittlereweile auch, dass ich mit dem Part kein Problem haben sollte...

Halte uns auf dem Laufenden, wie Du Dich entschieden hast.

Gruß

Stonie

Zur Zeit bin ich sehr auf 'JA' :) Das ganze ist ein bisschen von dem finanziellen Faktor abhängig. Ich habe mir aber bereits die Unterlagen angefordert und will die jetzt in nächster Zeit durchgehen. Weiterhin werde ich im Dezember an dem Infotag der ITITS hier in Berlin teilnehmen. Dann senke ich nach dem Neujahr mit meinem Arbeitgeber drüber sprechen. Vielleicht kriege ich es noch hin gleich im April anzufangen und wenn nicht dann spätestens zum Anfang des Wintersemesters... Drückt mir die Daumen :)

Noch mals vielen vielen Dank für eure Tips und Antworten!

Grüße aus Berlin.

Bearbeitet von Markus Jung
Formatierung repariert

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Hi Stonie,

schön mal wieder von Dir zu lesen. :-)

[*]Fummeln ist nicht bei der isits, und das ist jetzt kein schlechter Witz, mit dem ich ich auf das sehr nette durchgehend weibliche isits-Team anspiele. Es ist ein akademisches Studium in dem leider an vielen Stellen entscheidender ist, ob nach acht Runden im Feistel-Netzwerk hinten links das Bit umkippt, als dass ein ersichtlicher praktischer Nutzen eine Rolle spielt.

Naja, bei den Wahlpfichtfächern hat sich da zumindest mit dem Modul "Einführung in die forensische Informatik" etwas getan. Da konnte man etwas hands-on durchführen.

Mit dem Modul hat isits denke ich auch auf die Kritik reagiert, dass in dem Master zu wenig "applied" ist. Das ist wirklich etwas was ich bei isits sehr schätze: Man arbeitet daran den Studiengang stetig zu verbessern und setzt Kritik auch um.

Viele Grüße

Inés


"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."

 

 

Larry Lorenzoni

 

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hallo perun - wie sehen denn deine überlegungen so aus? hast du dich schon mehr in ein "lager" gekämpft?

viele grüße, tim.

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