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Fernstudienakademie

Merchandising-Artikel - toll oder eher doof?

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Hallo Ihrs ;)

Könnt Ihr mir vielleicht helfen? Ich recherchiere gerade ein wenig für einen Text zum Thema Merchandising in der Bildungsbranche. Gemeint sind damit z.B. solche Sachen wie T-Shirts, Tassen, Taschen etc. mit Aufdruck des Logos des jeweiligen Anbieters.

Die WWU-Münster hat da z.B. einen entsprechenden Shop:

http://wwu-campusstore.de/

Was haltet Ihr von solchen Merchandising-Geschichten? Gibt es solche Sachen auch im Bereich der Fernlehre? (Die FU-Hagen hatte wohl mal einen solchen Shop, den gibt es aber meinen Recherchen nach wohl nicht mehr...)

Zum Hintergrund: Ich bin gerade dabei, einen neuen Fernlehrgang zum Thema "Bildungsmarketing" zu konzeptionieren. Da wäre das Thema Merchandising aber sicherlich nur ein Exkurs.

Danke für Eure Hilfe!

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Die Fernuni hatte sogar schon zwei Anlaeufe, wenn ich mich richtig erinnere. Es gab vor Jahren mal was, dann nicht mehr, letztes Jahr gab es eine Neueroeffnung, der wurde dieses Jahr wieder geschlossen. Mein Eindruck: Wenn es Hagen nicht hinkriegt, dann gibt es da kaum Chancen, schon, weil die Studentenzahlen der anderen ja im Vergleich marginal sind. Selbst wenn die Kaeuferquote hoeher ist, sooo viel hoeher wird sie auch nicht sein. Ich persoenlich habe mir auch an der Praesenzuni sowas nicht gekauft, aber da scheint die Nachfrage gross genug zu sein, denn eigentlich jede groessere Uni hat sowas. Der Reiz davon ist mir so ganz nicht klar.

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Porsche hat tolle Merchandisingartikel. Oder der FC Hollywood und der BVB. Oder Peugeot mit seinen Pfeffermühlen und ihrer lebenslangen Garantie aufs Mahlwerk.

Da wird auch gekauft. Aber ansonsten? Man muss schon eine sehr coole Marke sein, wenn sich das lohnen soll. Oder meinst Du, Anne, von Euch würden Massen ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Fernstudienakademie for ever" kaufen?

;-)

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Also ich muss zugeben, wenn bei meinem Willkommens-Paket ne Mütze/Pulli/T-Shirt oder sowas mit dabei wäre, würde ich das 100% auch anziehen. Und zwar nicht nur als "Schlaf-Shirt", falls die Qualität stimmt….aber ob ich wirklich Geld dafür ausgeben wollen würde…kommt wahrscheinlich darauf an wieviel und wie gut die Verarbeitung des Produkts ist…tendenziell aber eher nicht…bei 12.000 Euro Studiengebühren will ich das T-Shirt umsonst :lol:

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@Sabine Kanzler

Klar! Das läuft bestimmt wie geschmiert - wir müssen dann gar keine neuen Fernkurse mehr entwickeln, sondern verticken nur noch T-Shirts und Taschen und verbringen unseren wohl verdienten Ruhestand dann auf Malle. ;)

(NB: Wir haben übrigens nicht in Wirklichkeit vor, solche Fanprodukte fertigen zu lassen. Also, nur falls einer fragen sollte...;))

Nee, mal im Ernst: Zu "meiner" Studienzeit (ist schon lange her...) gab es solchen Merchandising-Kram noch nicht. Ich glaube aber, dass ich mir "damals" durchaus so eine Tasche (wenn sie gut gebräuchlich wäre) gekauft hätte. Ich war da schon auch ein bisschen stolz, dass ich WWU-Studentin war. ;)

Allerdings sind Präsenzstudierende ja meist jünger als Fernstudis - und vielleicht sind sie damit auch "anfälliger" für solche Geschichten? Was meint Ihr?

Neugierige Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Oder Peugeot mit seinen Pfeffermühlen und ihrer lebenslangen Garantie aufs Mahlwerk.

Das sind aber keine Merchandising-Artikel. Peugeot wurde schon sehr frueh als Schmiede- und Walzwerk gegruendet, und die Muehlen waren lange vor den Autos im Angebot. In Anbetracht der Autokrise ist natuerlich so ein zweites Standbein immer sinnvoll...

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Nein, die Mühlen sind keine "klassischen" Merchandising-Artikel. Aber sie standen auf der IAA im Peugeotshop und wurden als solche vertickert.

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte ist, dass die Mühlen einen fühlbaren Wert darstellen und deshalb gekauft werden, nicht, weil der Käufer Peugeot so toll findet. Oder er kauft den Schlüsselanhänger von Porsche, weil der gefühlte Wert ein höheres Image ist.

Wenn solche Artikel nicht etwas in der Art bieten können, dann glaube ich nicht, dass sich die Sache rechnet.

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Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte ist, dass die Mühlen einen fühlbaren Wert darstellen und deshalb gekauft werden, nicht, weil der Käufer Peugeot so toll findet. Oder er kauft den Schlüsselanhänger von Porsche, weil der gefühlte Wert ein höheres Image ist.

Wenn solche Artikel nicht etwas in der Art bieten können, dann glaube ich nicht, dass sich die Sache rechnet.

Das ist halt die Frage: ich glaube, dass auch solche Artikel, die sich nicht durch einen besonders fühlbaren "Wert" auszeichnen, gekauft werden, wenn man damit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit ausdrücken kann. Also "Wir von der WWU-Münster" (oder anderer Anbieter.)

Das geht dann schon in die Richtung "Image" - das hattest Du ja auch aufgeführt.

Die Artikel müssen dann aber trotzdem eine gewisse Wertigkeit besitzen: Billige T-Shirt-Fähnchen, die die erste Wäsche nicht überstehen, werden da sicherlich nicht gut laufen. Bzw. die Kunden sind dann nicht nur auf die Klamottenfirma sauer, die solche minderwertigen Sachen herstellt, sondern auch auf ihren Bildungsanbieter.

Der Imagegewinn, der mit einer solchen Aktion avisiert war, wäre dann natürlich ins Gegenteil verkehrt.

Viele Grüße


Anne Oppermann / Fernstudienakademie

 

 

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Ich würde ja - wenn ich dazu Zahlen finden würde - die Wirtschaftlichkeit solcher Verkaufsangebote ansprechen. So weit ich weiß, verdient der FCB an den Merchandisingartikel erheblich mehr als an Kartenverkäufen. Was ja schon per se eigentlich schrill ist.

Die Frage ist halt, ob man damit Geld verdienen will oder ob es eher unter Marketinggesichtspunkten betrieben wird. Wenn letzteres der Fall ist, dann sollte man die Teile lieber in die Kosten einkalkulieren und verschenken.

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Ich denke der Punkt liegt hier nicht auf den klassischen Merchandising-Artikeln namhafter Hersteller sondern explizit auf Hochschulen oder Bildungsanbietern.

Soweit ich weiß hat die Uni Mannheim auch das eine oder andere und auch die Goethe-Uni meine ich letztens auf einem Sweater gesehen zu haben. Letztlich ist es ein Trend der aus den USA kommt - wie so oft. Es geht darum die HS und die Studenten näher in eine Gemeinschaft und damit in ein Netzwerk einzubinden, getreu dem Motto "Gemeinsam sind wir stark". In den USA gibt es auch so etwas wie "Stolz" auf seine HS, etwas, was in D, wenn überhaupt, nur bei einigen bekannten privaten Anbietern halbwegs ausgeprägt ist.

Das die FernUni Hagen hingegen mit dem Konzept scheiterte ist für mich, als ehemaliger Hagener, durchaus einleuchtend. Hagen hat zwar die größte Anzahl an Studenten, aber die Bindung der Studenten schon aus einer Fakultät, aus einem Modul ist sehr dürftig aufgrund des Fernstudiumkonzeptes. Auch die Identifikation der Leute mit Hagen ist eine ganz andere als die von Vollzeitpräsenzstudenten. Hagen ist noch viel mehr Mittel zum Zweck. Eine gewisse Alumni-Kultur, die dem Vortrieb leisten könnte, existiert faktisch nicht. Nicht einmal bei den Studiengängen wie dem Master-HIMS, wo Du am Ende wirklich alle Studenten persönlich kennst und mit den meisten mehr als ein Bier getrunken hast. Ich persönlich denke, dass es auch etwas damit zu tun hat, dass Hagen faktisch nie der Lebensmittelpunkt der Studenten ist, sondern dieser meist in ihrem normalen Umfeld (Freunde, Arbeit, Familie) bleibt. Das Studium, nicht die HS ist für eine Zeit Teil des Lebens.

Ich halte, weg von Hagen, allgemein solche Artikel für HS schon sinnvoll, wenn sie es schaffen identätsstiftend zu wirken. Bei berufsbegleitenden Programmen, insb. im Fernstudienbereich, halte ich es für fraglich, ob es überhaupt richtig funktionieren kann. Dafür müsste eine sozio-emotionale Bindung der Teilnehmer untereinander und mit der HS (oder dem Anbieter) erreicht werden, was in den berufsbegleitenden Bereichen schwer sein dürfte.

Vielleicht auch hier ein kleiner Exkurs weg von DL hin zu Teilzeitpräsenz. Da habe ich zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht. An der ör-FH wo ich berufsintegriert studiert habe, identifizierten sich die Vollzeitler weit mehr mit der FH als die Teilzeitpräsenzler. Denen war die FH relativ egal, ihr Fokus lag in der Identifikation eher im Studiengang selbst, wenn überhaupt. Ganz anders bei einer privaten FH, die Teilzeitpräsenzstudiengänge verschiedenster Fachrichtungen anbietet aber kein Vollzeitpräsenzstudium und mit der ich viel zu tun habe - dort identifizieren sich die Studenten zwar auch mit ihren Studiengängen aber sehr viel stärker auch mit der FH selbst, als es ihre Vergleichsgruppe an der ÖR macht.

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